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Dénia
Zum Kreiskrankenhaus gebracht werden mussten am Donnerstag, 15. November 2018, zwei Algerier im Alter von 15 Jahren, die von 15 vermummten fremdenfeindlichen "Ultras" bei der Primer Grupo dels Mariners verprügelt wurden. Eine laut spanischer Presse als friedlich und konfliktfrei geltende Gruppe junger Leute aus dem Jugendheim von Las Rotas wurde plötzlich von den bewaffneten Schlägern angegriffen, den meisten "maghrebíes" gelang die Flucht. Die von den Nachbarn gerufene Polizei war schnell vor Ort und nahm die Ermittlungen auf.
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Eine Gruppe von rund 200 Betroffenen der Nebenwirkungen des Wirkstoffes Metamizol vor allem über das Schmerzmittel "Nolotil" haben eine Sammelklage gegen die Fabrikanten und die Verteiler dieses Medikamentes eingereicht. Vor allem mit Hilfe der Übersetzerin im Gesundheitszentrum von Jávea und am Kreiskrankenhaus von Dénia Cristina del Campo, kam nach etlichen Jahren heraus, dass aus genetischen Gründen britische und nordeuropäische Patienten schwerwiegende Reaktionen auf längere Einnahme dieses Wirkstoffes zeigten, nämlich das Auftreten allgemeiner Infektionen durch die Zerstörung weisser Blutkörperchen. Es sei sogar zu Todesfällen in diesem Zusammenhang gekommen (wir berichteten).
Erst Anfang November 2018 empfahl die spanische Medikamenten-Agentur (Agencia Española de Medicamentos y Productos Sanitarios, Aemps) den mit britischen oder nordeuropäischen Patienten befassten Medizinern für diese auf Medikamente mit Metamizol (vor allem Nolotil) zu verzichten.
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Im Rathaus von Dénia läuft bis zum 21. November die Vorschlagsfrist für den, wie im vergangenen Jahr ("leider nur wenig Geld"), nur mit 200.000 Euro ausgestatteten "Bürgerhaushalt". Er wird den daran interessierten Anwohnern der Barrios in mehreren Stadtteilversammlungen bis dahin erläutert. Über die bis dann auf Machbarkeit zu durchleuchtenden Projekte wird vom 10. bis 19. Dezember abgestimmt, im Bürgerbüro Portelles oder online unter:
http://we.tl/t-8bz2FeD43Z

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Die Nationalpolizei von Dénia hat eine von einem Spanier geschiedene 39-jährige Russin verhaftet, deren 7-jährige Tochter auf dem Kommissariat angezeigt hatte, von ihr eine Ohrfeige erhalten zu haben. Das Kind war zwei Tage zuvor aus der Wohnung der Mutter weggelaufen, weil "die Mutter zum wiederholten Mal nicht aufwachte", und habe, so die spanische Presse, den Vater angerufen. Die Polizei ermahnte in der Wohnung die Mutter, sich dem Kind gegenüber friedlich zu verhalten. Das gelang offenbar nicht, denn zwei Tage und eine Ohrfeige später erstattete das Kind, in Begleitung seiner vorgeladenen Mutter, Anzeige. Sie wurde nach einer Stunde wieder auf freien Fuss gesetzt, muss demnächst vor dem Richter aussagen. Das Kind, das aussagte, öfter von der Mutter Ohrfeigen erhalten zu haben, bleibt vorerst beim Vater, so die spanische Presse.
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Für den für 3,3 Millionen Euro ausgeschriebenen Neubau einer Grundschule in Dénia-La Xara hat das Rathaus 30 Angebote zwischen 2,3 und 3,1 Mio Euro erhalten. Ein Zehntel davon, so das Ayuntamiento, enthalten "bajas temerarias", das heisst Angebotsbestandteile, die wissentlich erheblich zu niedrig angesetzt sind. Das Manöver ist durchschaubar und bei öffentlichen Ausschreibungen an der Tagesordnung: Im Verlauf der Bauphase soll nachverhandelt werden. Jüngstes Beispiel ist das in Jávea geplante Auditorium: Die Stadt will jetzt den Vertrag mit der Baufirma annullieren, weil diese in einem Jahr lediglich die Baugrube ausgehoben und im Übrigen versucht hat, Vertragsnachbesserungen zu erhalten, was die Stadt eigener Auskunft nach verweigert hat.
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Die Konzessionsfirmen im Hafen von Dénia haben Sitz und Stimme in dem zu gründenden autonomen Leitungs-Organismus für die Geschicke des Puerto de Dénia gefordert, dessen Gründung die Stadt Dénia im Landtag von Valencia angeregt hat. Ausserdem müsse sichergestellt werden, dass ein substantieller Anteil der Konzessionsabgaben der Firmen in die Verbesserungen der Installationen des Port Diànium reinvestiert werde. Die Gewerkschaften sprachen sich gegen die Übertragung der Hafenverwaltung von der Landesverwaltung an eine neue Instanz aus. Das werde die Entscheidungsgewalt an die finanziell Starken übertragen und manche soziale und nicht rentable Aktivitäten beschädigen.
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Mit einem Finanzaufwand von 14,5 Millionen Euro will die spanische Küstenverwaltung den von ständigem Schwund bedrohten Deveses-Strand an der Marinas-Küste im Norden von Dénia stabilisieren und den steten Sandabfluss Richtung Oliva stoppen. Geplant sind drei bis zu 500 Meter lange Deiche quer zur Küste: an der Mündung des Racons-Flusses (von 500 m fast 300 oberhalb des Wasserspiegels), bei der Calle Rin Gran (100 m über, 250 m unter Wasser), und die Erweiterung des bestehenden Deiches im Süden des zu stabilisierenden Bereichs. Er wir ein L bilden, mit 400 m über dem Wasser und 100 darunter. Der Strand wird dann mit 600.000 Kubikmetern Sand zwischen den "espigones" auf zwischen 45 und 30 Meter verbreitert. Ausserdem sollen die am Deveses-Strand durch "den Baudruck" fast verschwundenen Dünen auf zwischen 15 und 40 Metern Breite und 4 Metern Höhe wieder hergestellt werden und zum Schutz der Häuser an erster Strandlinie beitragen. Das mit 14,5 Mio auszuschreibende Projekt soll 8 Monate Bauzeit in Anspruch nehmen. "Damit hat das sinnlose Sand-Nachkippen endlich ein Ende. Diese Strand-Stabilisierung ist, was wir gefordert haben", so die Anwohnervereinigung von Les Deveses.
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Im Rahmen der zahlreichen Erinnerungs-Veranstaltungen an die Auswirkungen des spanischen Bürgerkrieges auf Dénia wurde jetzt in der Calle La Vía eine Plakette zum Gedächtnis an die 32 Opfer franquistischer Bombardements auf die Stadt enthüllt. Am 18. Oktober 1938 löschten drei Henkel-59-Maschinen der deutschen Luftwaffe das Leben von elf zur Verteidigung der Küste abgestellten Soldaten der Republik und drei Zivilisten aus, die in der Calle La Vía von Dénia einen Schützengraben aushoben. Der 92-jährige José Caselles, der seinen damals 44 Jahre alten Vater verlor, einen der drei Zivilisten, enthüllte die Plakette mit den Worten: "Kriege sind fürchterlich, sie bringen nichts Gutes".
Der erste Angriff kam von See: Geschosse des Kreuzers "Canarias" tötete drei Zivilisten im Alter von 16, 21 und 33 Jahren. Das letzte von 30 bis 40 Bombardements aus der Luft führte Ende März 1939 die italienische Luftwaffe aus, als die Republikaner sich bereits ergeben hatten. Es handelte sich um ein Versehen: Ziel war der Hafen von Gandia, aber ein Flugzeug klinkte seine Bomben über Dénia auf und tötete 3 Menschen.
Die Leiterin des Dénianer Stadtarchivs Arxiu de Dénia, Rosa Seser, erinnerte daran, dass Dénia in jener Zeit in ständiger Angst vor deutschen und italienischen Fliegerangriffen lebte, vor denen eine Sirene auf dem Castillo warnte, die schliesslich neben den 32 Todesopfern auch hundert Verletzte forderte.
Die im Centre d´Art l´Estació eröffnete Ausstellung "Fem memòria. Dénia, guerra y repressió", zeigt, dass von 13.000 Dénianer Einwohnern 3.000 an die Front mussten. Nach dem Krieg wurden im Kreis-Detentionszentrum in Dénia 1.900 Personen eingesperrt, knapp hundert davon Frauen. 50 wurden auf dem Friedhof von Dénia zwischen Oktober und Dezember erschossen, 15 weitere in Alicante und Alzira.












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Die Stadt Dénia hat von der Postzustellungsfirma "Correos" gefordert, bis Jahresende die Hauszustellung auch in den Aussenbezirken weiterzuführen. In Montgó, Les Rotes, Les Marines und Deveses soll, nach mehreren Ultimaten, die Zustellung schon längst über Sammelbriefkästen funktionieren, wie es das Gesetz für Gebiete unterhalb einer gewissen Bevölkerungsdichte schon seit einer Weile vorsieht. Ein "buzón" in den Sammelbriefkästen ist zwischen dem 5. und dem 30. November für 109 Euro zu erwerben. Die Konzession ist für 12 Jahre; danach sind noch einmal 50 Euro fällig.

Kurz angemerkt:
Diese neuen Informationen wurden nicht durch eine Bekanntgabe der in für die Aussenbezirke wichtigen Sachfragen ausgesprochen verschlafenen Propagandaabteilung des Rathauses mitgeteilt, sondern durch die spanische Presse, die die Beantwortung einer Anfrage der Opposition im Stadtparlament wiedergab. Das mehr mit innerstädtischen Kulturbauten als mit täglichen Lebensfragen der Bevölkerung in den Urbanisationen beschäftigte Ayuntamiento von Dénia hatte das Thema erst unter dem grösser werdenden Druck von "Correos" halbwegs ernst zu nehmen begonnen und gerät jetzt unter Druck, weil Correos von den ständigen Fristverlängerungen, ohne dass die Stadt ihrer Aufgabe gerecht wurde, die Nase voll hat. Und jetzt muss es wohl die Holterdipolter-Variante richten, mehr oder weniger auf dem Rücken der betroffenen Bürger.
In den Fotoalben von costa-info.de findet sich eines vom August dieses Jahres mit der Lage der geplanten Sammelbriefkästen in den genannten Aussenbezirken von Dénia:
http://www.costa-info.de/galerie/main.php?g2_itemId=17745
Carl-Georg Boge

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