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Benitachell / Benitatxell
100 nicht bearbeitete Polizei-Anzeigen: Gericht zitiert Ex-Bürgermeister
03.05.2022
Das Gericht von Dénia hat den ehemaligen Bürgermeister von Benitachell, Josep Femenía (RED), wegen des Vorwurfs des Amtsmissbrauchs und der Unterschlagung öffentlicher Mittel vorgeladen. Dabei geht es, so die heutige Bürgermeisterpartei "Més Benitatxell", um die Nichtbearbeitung von rund hundert Polizei-Verkehrsknöllchen zwischen Ende 2013 und Anfang 2017, die Zeit Femenías als Gemeindeoberhaupt. Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst lediglich die Anschuldigung des städtischen Investors wegen der entgangenen Einnahmen für die Stadtkasse gefordert. Nach vier Jahren gilt nun auch der Ex-Alcalde als Beschuldigter.
Ende 2013 wurde der Umgang mit den Knöllchen verändert: Sie gingen vom Polizeichef auf das Allgemeinregister des Rathauses über. Die Dokumentation der Anzeigen und das von einigen angezeigten Autofahrern direkt bezahlte Geld verblieben im Bürgermeisteramt, so "Més Benitatxell". Die von der Polizei erhaltenen Anzeigen gingen vom Rathaus an den Gebühren-Eintreibe-Organismus "SUMA". Erst Anfang ging die Verwaltung und Bearbeitung der "multas" wieder an den Polizeichef, der die elektronische Kommunikation mit SUMA wieder aufnahm. Von Ende 2013 bis Anfang 2017 habe keine korrekte Verwaltung der Knöllchen stattgefunden, weshalb sie schlicht und einfach verfielen, so der Sprecher der heutigen Bürgermeisterpartei, Víctor Bisquert, der eine "möglichst schnelle juristische Aufklärund" fordert.
















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