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Calpe / Calp
PSOE wirft PP Image-Finanzierung mit städtischen Geldern vor
16.03.2020
Die Calper Oppositionspartei PSOE hat der Bürgermeisterpartei PP vorgeworfen, mit städtischen Geldern Image-Werbung für Bürgermeisterin Ana Sala zu betreiben. PSOE-Sprecher Marco Bittner bezog sich auf zwei Rechnungen von 3.000 und 4.000 Euro für den Fernsehsender "Televisión del Mediterráneo" und deutete an, dass es sich dabei um "publireportajes" und eine Art Landschaftspflege mit Blick auf künftige Wahlkampagnen gehandelt haben dürfte. Bittner glaubt, dass die PP das valencianische Gesetz des Jahres 2018 über "institutionelle Werbung" längst nicht umgesetzt habe, im Gegenteil, so keult Bittner, in der Höhe der Summe wohl ein wenig unrealistisch: "Es gibt millionenschwere Verträge zwischen dem Ayuntamiento von Calpe und verschiedenen Medien, die diesem Gesetz nicht entsprechen".
Bittner kritisierte die überzogenen Ausgaben für die Tourismus-Messe "FITUR", wo trotz Gerichtsurteilen gegen frühere illegale Ausgaben in diesem Bereich gegen PP-Verantwortliche nach wie vor agiert werde, als ob es sich nicht um eine Tourismusmesse handele, sondern um einen "politischen Kongress" und dort Ausgaben getätigt wurden wie 2.400 Euro für ein Live-Radioprogramm von FITUR. Eindeutig zu sehen sei, so die PSOE, dass hinter diesem Konzept von "publicidad institucional" bei der Calper PP nach wie vor ein Werkzeug für Klientelismus und die Bezahlung von Gefallen in gefälligen Medien gesehen werde und nicht die Bereitstellung nützlicher Informationen als solche für die Bürger.

Anmerkung der Redaktion:
Es ist ja nicht so, dass die gegenüber früheren Jahren in ihrer Zahl ganz enorm gewachsenen Presse-Verantwortlichen in der Stadtverwaltung keine Angst vor Schrittfehlern bei der "publicidad institucional" hätten. Wo offenbar ausreichend Geld für Fitur-Reportagen und weitere politische PP-PR-Gimmicks vorhanden ist, fällt zum Beispiel ein viele Jahre lang geleisteter Beitrag der Stadtverwaltung zur Veröffentlichung der Termine bei costa-info.de und WOCHENPOST fürs Erste durchs Rost, dort, wo nie ein Millimeter in für den Leser sinnlose Polit-PR verschwendet wurde.
Carl-Georg Boge, Herausgeber WOCHENPOST und costa-info.de





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