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Calpe / Calp
Gegen Ex-Bürgermeister Morató: Bestechungsprozess im April
21.12.2019
Es gibt jetzt ein Datum für den seit vielen Jahren erwartete Bestechungs- und Betrugsprozess gegen den früheren PP-Bürgermeister von Calpe, Javier Morató, und seine Parteifreunde im Stadtrat Juan Roselló und Fernando Penella sowie zwei Unternehmer und weitere Beteiligte an dem Müllskandal, der laut Staatsanwaltschaft vor über zwanzig Jahren mit der mit 600.000 Euro an die drei Politiker geschmierten illegalen Vergabe der Müllkonzession begann: Der Prozess, dessen Eröffnung schon vor drei Jahren angekündigt wurde, soll Ende April 2020 beginnen und in zehn Verhandlungstagen bis Juni laufen.
Viele Jahre lang wurde auf einer illegalen Anlage zu viel Müll abgerechnet, jeder Calpino produzierte offiziell über sieben Kilo Müll am Tag, in anderen Gemeinden waren es weniger als fünf. Der Stadtkasse, entstand ein Schaden von 12 Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft fordert insgesamt fast 60 Jahre Gefängnis für acht Angeklagte. Morató, der 2007 sein Amt nach zwölf Jahren verlor, soll 14 Jahre hinter Gitter und 400.000 Euro Strafe zahlen, Roselló zehn Jahre und 700.000 E erhalten. Der "allgegenwärtige" Roselló-Schwager Artacho, der auch im Wasser-Skandal von Calpe aus der gleichen Zeit eine zentrale Rolle spielte, sieht sich einer Forderung von fünf Jahren Haft und 80.000 Euro Strafe gegenüber, Rosellós Ehefrau zwei Jahre und 300.000 Euro. Der dritte beteiligte PP-Stadtrat Fernando Penella soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft fünf Jahre hinter Gitter und 400.000 Euro zahlen, der zuständige städtische Beamte Juan Cervantes neun Jahre und 12.000 Euro zahlen. Für den Unternehmer Ángel Fenoll und seinen Sohn, die eine skandal- und korruptionsträchtige Geschichte mit der Partido Popular in der Provinz Alicante verbindet, sieht die "fiscalía" je sieben Jahre Haft und 100.000 Euro Multa vor, so die spanische Presse.
Morató wurde 2015 wegen Steuerhinterziehung von einer Million Euro verurteilt.



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