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Land Valencia / Spanien
Wiederholte Wahlen: Rohrkrepierer für PSOE, Triumphzug für Rechtsaussen
11.11.2019
Einen Schuss ins Knie hat sich die spanische Linke mit den wiederholten Neuwahlen vom 10. November 2019 verpasst: Der erwartete Abeordneten-Zuwachs blieb für die regierenden Sozialisten von Ministerpräsident Pedro Sánchez aus, es blieb trotz 28 % der Stimmen bei 120 von 350 Mandaten. In der jetzt beginnenden Legislaturperiode reicht ein Bündnis mit der Linkspartei Podemos nicht mehr aus, die leicht auf 35 Sitze abfiel, selbst bei einer viel zu spät angekündigten Tolerierung durch Ciudadanos, den grossen Wahlverlierer: Von fast 60 Sitzen gingen mehr als drei Viertel verloren.
Grosser Triumphator der Wahlen und der Wahlmüdigkeit war der spanische Rechtsausleger Vox, der seine Mandate auf über 50 fast verdoppelte und damit nach der ebenfalls gestärkten Konservativen Volkspartei PP (mit 21 % der Wählerstimmen von 65 auf 90) zur drittstärksten Kraft im spanischen Unterhaus avancierte.
Zünglein an der Waage bleiben die sogar noch leicht gestärkten katalanischen Nationalisten, die nicht nur mit 42 % der katalanischen Wählerstimmen das höchste Ergebnis bei einer Bundestagswahl erzielten, sondern einige Mandate gewannen und -mindestens als tolerierende Kraft- noch wichtiger geworden sind als sie schon waren. Denn sowohl die Rechtskräfte PP, Vox und Ciudadanos sind gut 25 Stimmen von der absoluten Mehrheit von 176 Sitzen entfernt, aber auch die nationalen Linken (PSOE, Podemos und Más País) verfehlten dieses Ziel um 20 Mandate.
-cgb-




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