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Land Valencia / Spanien
Ryanair kündigte Entlassung von 430 Personen in Spanien an
22.10.2019
Die Entlassung von 430 Personen in Spanien (100 Piloten und 330 Bordpersonal) hat der spanischen Presse zufolge der irische Billigflieger Ryanair gegenüber den Gewerkschaften angekündigt. Davon am stärksten betroffen sein werden die Stützpunkte Teneriffa und Girona mit je 100, sowie Las Palmas und Lanzarote mit 70 und 60. Die Gewerkschaft USO sieht dahinter ein Manöver, Aktivitäten auf die Filialen Lauda Motion und Buzzi zu verlagern, obwohl man zugleich weiterhin Subvention der spanischen Verwaltungen beziehe. Die (oft auf den Winter beschränkte) Schliessung von Stützpunkten und die Einstellung von Flügen, auch durch die verspätete Auslieferung von Flugzeugen, werde für Ryanair im nächsten Jahr den Verlust von 500.000 Passagieren bedeuten.
Canarias träfe es besonders hart, nachdem durch die Thomas-Cook-Pleite bis August 2020 eine Dreiviertel Million Plätze verloren gehen, so die spanische Presse. Eine Erklärung, ob diese Pleite nicht ehemaligen Mitbewerbern wie Ryanair zusätzliche Plätze verschaffen sollte, gibt es allerdings nicht. Einiges spricht dafür, dass Ryanair vor den Verhandlungen mit den Gewerkschaften Ende Oktober besonders schwarz malt, um sich eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen. Die Gewerkschaft USO kündigte den Gang vor Gericht für den Fall an, dass Ryanair die Stützpunktschliessungen nicht ausreichend und formell begründe.
Im Quartal bis Ende Juni registrierte Ryanair mit 240 Millionen Euro 20 % weniger Gewinn als im Vorjahr, vor allem wegen der ebenfalls um ein Fünftel gestiegenen Personalkosten.
Der Mitbewerber Norwegian, der ebenfalls Flugstreichungen ankündigte, vor allem aber in Madrid und die Streichung dieses offiziellen Stützpunktes, registrierte im ersten Halbjahr 2019 Verluste von 145 Mio Euro, gegenüber 25 Mio Euro Gewinn im gleichen Vorjahreszeitraum. Im September stimmte ein Grossteil der Norwegian-Anleger einer Schuldenstreckung um zwei Jahre zu.



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