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Land Valencia / Spanien
Compromís: Problem Spielsucht steigt, zuständiger Regierungsdirektor korrupt
27.09.2019
Die valencianistische Partei Compromís wirft der ausscheidenden sozialistischen Übergangsregierung vor, nichts gegen das stark steigende Problem der Spielsucht sowohl im Internet als auch Online zu unternehmen. Nicht nur stieg die Zahl der aktiven Spieler in den wie Pilze aus dem Boden schiessenden Wetthäusern in den letzten zwei Jahren um 13 %, die Zahl der in einigen einschlägigen Krankenhaus-Abteilungen zu behandelnden Spielsüchtigen um ein Vielfaches. Auch einfache Vorschläge wie Mindestabstand von Wetthäusern zu Schulen, wie bei Apotheken üblich, werden nicht gesetzlich verankert, die Verantwortung auf die für Minderjährige zuständigen Bundesländer abgeschoben, weil mehr als ein Drittel der Spiel-Abhängigkeiten im Alter von unte 18 Jahren entstehen.
Ins Bild passe, so Compromís, dass der in der Bundesverwaltung für "Juego" zuständige Regierungsdirektor im spanischen Finanzministerium Veröffentlichungen in der spanischen Presse zufolge sich von Unternehmen des Sektors zu zehn zumeist internationalen Kongressen habe einladen lassen, die alle Kosten übernahmen, darunter bei einem viertägigen Aufenthalt, an dem er mit einem 30-minütigen Vortrag teilnahm. Die PP hob den Mann vor drei Jahren ins Amt, die jetzt regierende PSOE gehe auf die Compromís-Vorschläge zur Trennung der unheiligen Allianz von Kontrollierten und Kontrolleuren nicht ein.




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