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Dénia
Sturm zerstört gestrandete Fähre und Sportzentrum - Fotoalbum
12.09.2019
Für zahlreiche und erhebliche Schäden sorgten der Sturm und die Gota Fría in der ganzen Comunidad Valenciana und in der Marina Alta, besonders in deren Hauptstadt Dénia: Windgeschwindigkeiten über 100 Stundenkilometer rissen Bäume (z. B. beim Tennisclub) aus, zerstörten die Sporthalle in Las Marinas und das Restaurant Fernando, wo der Tornado "an Land gegangen" war. Für die vor einem Monat an der Hafeneinfahrt von Dénia aufgelaufene Fähre, die in ihre Bestandteile zerlegt und abtransportiert werden sollte, kam dieses zweite Unwetter mit hohem Wellengang zu früh: Das vor 27 Jahren in Montevideo vom Stapel gelaufene Boot der Fährgesellschaft Baleària ist zerstört und seine Bestandteile reif für den Schrottplatz.
Das Rathaus meldete zahlreiche weitere Schäden, gesperrte Strassen und verlängerte, so wie die meisten Städte und Gemeinden in der Region, den Unterrichts- und Aktivitätenausfall bis zum morgigen Freitag, 13. September. Denn das Unwetter, das in immer neuen Wellen vom Meer kam, ist zunächst einmal Richtung Süden weitergezogen und sorgte dort am Vormittag zum Teil für erhebliche Verwüstungen, dort jedoch vor allem in Form von Hochwasser. Orihuela dekretierte ein Fahrverbot für das gesamte Stadtgebiet, Alicante sperrte unter anderem die Rambla für den Besucherverkehr.
Aber von Entwarnung ist nach der Pause an diesem Donnerstag auch in der Marina Alta nicht die Rede: Für die Nacht zum morgigen Freitag sind auch hier wieder starke Regenfälle, begleitet von gefährlichem Wind angekündigt. Der staatliche Wetterdienst Aemet warnt erneut vor bis zu 90 l/qm in einer und bis zu 180 l/qm in zwölf Stunden sowie vor Wind bis zu 70 Km/h und Wellen bis 7 Metern. Sorge herrscht in den Durchflussgemeinden der Flüsse Gorgos und Girona, wo man sich gut an die Schäden durch das Jahrhundertunwetter vom 12. Oktober 2007 erinnert. Die Übergänge über die Flüsse werden gesperrt, in der Nähe liegende Zonen stellen sich auf Überschwemmungen ein. Es muss sich zeigen, ob die Reinhaltung der Flussbette ausreichend gewesen ist. Zum Glück haben die Gotas Frías der vergangenen Nacht und der vergangenen Wochen hier eine gewisse Vorarbeit geleistet und einen Grossteil des verbleibenden Bewuchses bereits entfernt.
In Dénia und an der Küste der Marina Alta war mit rund 100 Litern pro Quadratmeter die gefallene Wassermenge nicht das Kernproblem, während im bergigen Hinterland bis zu 350 l/qm fielen. In Onteniente im südlichen Hinterland der Provinz Valencia zum Beispiel fiel mit 300 Litern pro Quadratmetern in wenigen Stunden mehr Regen als in jedem Unwetter der vergangenen hundert Jahre. Der über die Ufer getretene Fluss Clariano schleppte zahlreiche Fahrzeuge fort. 50 Menschen mussten am frühen Morgen aus ihren Häusern gerettet werden.
In der Gemeinde Caudete in der Provinz Albacete schaffte es ein 70-jähriges Ehepaar nicht mehr aus seinem Auto und ertrank darin.
costa-info.de: Fotoalbum von den Sturmschäden in Dénia und Calpe
Videos und Fotos sowie "Ereignis-Ticker" in der Zeitung "Información":
http://www.diarioinformacion.com/alicante/2019/09/12/gota-fria-alicante/2185702.html
Berichte, Fotos, Videos bei "Marina Plaza":
http://lamarinaplaza.com







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