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Calpe / Calp
Staatsanwaltschaft: Korruptionsprozess in Dénia seit 14 Jahren gebremst
27.09.2019
Der Korruptions- und Betrugs-Prozess gegen den ehemaligen Calper PP-Stadtrat und Provinz-Abgeordneten Juan Roselló und seinen Schwager Francisco Artacho wird seit fast anderthalb Jahrzehnten am/vom Amtsgericht in Dénia verzögert. Das stellte laut spanischer Presse jetzt die Staatsanwaltschaft des Provinzgerichtes in Alicante offiziell fest, das bereits 2006 und 2011 die Archivierung des Prozesses durch Dénia abgelehnt und Wiederaufnahme gefordert hatte. Aber Prozesstricks und Manövern erreichten Roselló und Co. immer wieder Aufschub und Verzögerungen. An der Ende der Schadenskette: ein Unternehmer aus Gata de Gorgos, der Arbeiten für 300.000 Euro ausführte, aber keinen Cent sah und seine Firma und sein Vermögen verlor und jetzt -halb blind- mit einer Rente von 800 Euro überleben muss.
Die PP-geführte Stadt Calpe unter Bürgermeister Javier Morató gab die Arbeiten am Wassernetz für 3,3 Millionen Euro (hinterher stellte sich heraus, dass sie höchstens 2,2 Mio hätten kosten dürfen) über eine veritable Kette von Subkontraktionen, an deren oberster Stelle sich Rosellós Schwager Artacho als Besitzer einer Firma für die Verteilung von Werbeblättern befand (die Vertragsfirma wurde dann ad hoc gegründet), in Auftrag. Am oberen Ende der Kette Roselló, dessen Frau und Reiseunternehmen 12 Immobilien und zahlreiche Fahrzeuge als Besitz angaben, und am unteren Ende der Kette: der ruinierte Unternehmer aus Gata de Gorgos.
Die Verzögerungen des Falles wurden bereits der nationalen Justizbehörde CGPJ gemeldet, und die Staatsanwaltschaft forderte die möglichst baldige Aufnahme der mündlichen Verhandlung in Alicante, nachdem ein erneuter Einspruch der Angeklagten vor einem Jahr als eindeutiges Verzögerungsmanöver gebrandmarkt wurde.



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