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Land Valencia / Spanien
Zugunglück Santiago vor 6 Jahren: Opfer fühlen sich verschaukelt
29.07.2019
6 Jahre nach dem Unglück des Hochgeschwindigkeitszuges Alvia bei Santiago de Compostela mit 80 Toten und fast 150 Verletzten demonstrierten die Opfer in der Hauptstadt von Galizien und forderten die spanische Regierung auf, die Wahrheit über die Unfallursache ernsthaft zu untersuchen. Von Gerichts wegen wurden lediglich der Zugführer und der ehemalige Sicherheitschef der Eisenbahngesellschaft Adif ins Visier genommen.
Und die Regierungen zunächst von PP und dann von der PSOE haben sich um klare Antworten an die Vertretung der Opfer gewunden, wie diese jetzt in Santiago beklagte. Sie fordert ein Treffen mit Regierungschef Pedro Sánchez. Die Opfer fordern, dass Recht gesprochen und endlich die strafrechtlichen, technischen und politischen Verantwortlichkeiten an der Zugentgleisung wegen überhöhter Geschwindigkeit zugeordnet werden.
Dafür sei zunächst einmal eine unabhängige Untersuchung notwendig. Eine Bericht der Europäischen Union kam zu dem Schluss, dass die spanische Regierung nicht ihrer Verpflichtung nachgekommen sei, die Tragödie u untersuchen und aufzuklären, denn die Untersuchung des entsprechenden Ausschusses für Zugunglücke (CIAF) sei nicht unabhängig und damit ungültig gewesen. Die Opfer fordern, das Strafverfahren um die staatliche Eisenbahnverwaltung Renfe als Beschuldigte zu erweitern. Dieser lag die schriftliche Warnung eines Zugführer-Chefs vor der Gefährlichkeit der Kurve vor, ohne dass Renfe Massnahmen ergriffen habe.



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