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Benissa
Llíbers PP-Politiker genehmigen sich Gehaltstopf von 85.000 E
22.07.2019
Der Jahreshaushalt der rund tausendköpfigen Hinterland-Gemeinde Llíber liegt bei einer Million Euro. Etwa jeder zehnte davon wandert in die Taschen der Politiker der Ortsregierung von der Partido Popular. Bürgermeister Juan José Reus, auf den noch ein Revisionsverfahren wegen des Betrugs- und Bestechungsfalles an 300 britischen Häuslebauern vor anderthalb Jahrzehnten wartet, genehmigte sich ein Monatsgehalt von 2.800 Euro (14 Mal), mit Abstand das höchste weit und breit für ein Oberhaupt von Gemeinden in der Grösse von Llíber. Sein Vize Jose Miguel Reus "begnügt" sich mit etwas mehr als der Hälfte, ebenfalls für einen Teilzeitjob im Ayuntamiento. 3 der 7 PP-Gemeinderäte lassen es bei Aufwandsentschädigungen von 90 Euro pro Ratssitzung und für Sitzungen des monatlich tagenden Magistrats bewenden, in den die PP ausser dem Bürgermeister nicht etwa ihre mit einem Gehalt ausgestatteten Politiker entsendet, sondern genau die anderen, "aus rein retributiven Motiven", so die Oppositionspartei Compromís (2 Sitze).
Die PSOE, die zuvor zwölf Jahre mit Juan Bautista Reus (ebenfalls unter den Angeklagten) den Bürgermeister von Llíber gestellt hatte, war zu den Kommunalwahlen nicht angetreten.
Etwas anders verläuft die Politiker-Entschädigung in dem 400-Seelen-Hinterlanddorf Benimeli. Dort setzte sich die neue Bürgerpartei "Units per Benimeli", die nach 36 Jahren die Partido Popular ablöste, ein Maximum von 4.500 Euro für jeden der 7 Politiker, die für die Gemeinde arbeiten. Sie erhalten 12 Euro pro nachgewiesener Arbeitsstunde, bis zur genannten Obergrenze - pro Jahr. Hätte er sich ein Gehalt genehmigt, wären für den Alcalden der 400-Seelen-Gemeinde Benimeli nach den gesetzlich festgelegten Höchstgrenzen bis zu 31.000 Euro pro Jahr möglich gewesen.



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