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Land Valencia / Spanien
93 % ausgezählt: Sánchez könnte vielleicht ganz knapp ohne Stimmen der katalanischen Nationalisten regieren
28.04.2019
28.4., 23 Uhr:
Ohne die katalanischen Nationalisten von ERC (kletterten mit dem inhaftierten Spitzenkandidaten Oriol Junqueras von 9 auf 15 Sitze im Nationalparlament, Katalonien wies Rekord-Wahlbeteiligung auf) und Junts per Catalunya (von 8 auf 7) könnte ganz knapp theoretisch eine Linkskoalition unter dem Sozialisten Pedro Sánchez und Juniorpartner Podemos von Pablo Iglesias Spanien nach den Ergebnissen von 93 % ausgezählter Stimmen regieren. Dazu müsste er allerdings die 6 Stimmen der grösseren baskisch-nationalistischen PNV gewinnen und noch das eine oder andere regionalistische Mandat (z. B. Coalición Canaria, 2; Compromís Valencia, 1; Regionalisten Cantabria und Melilla mit je 1) "an Land ziehen" und noch eine weitere, noch schwerer zu erreichende, der früher als ETA-nahe geltenden "Herri Batasuna". Denn mit den 122 Mandaten von PSOE und den 42 von Podemos fehlen Sánchez noch 12 Sitze zur absoluten Mehrheit von 176 von insgesamt 350 Mandaten im spanischen Unterhaus.
Es steht also weiterhin Spitz auf Knopf, und viele Beobachter sprechen schon vorn der Möglichkeit einer Regierungsbildung im zweiten Anlauf, wenn nicht mehr eine absolute Mehrheit gebraucht wird, sondern nur noch eine relative. Das heisst, dass die rund 165 linken Mandate von PSOE und Podemos nicht noch ein zusätzliches Dutzend Befürworter mobilisieren müssten, sondern "lediglich" ein Dutzend Enthaltungen.
Für die spanische Rechte aus PP (mehr als halbiert von 137 auf 65 und damit das schlechteste Ergebnis der Parteigeschichte), Ciudadanos (springt von 32 auf 57, stärker als es zunächst aussah) sowie Vox (von 0 auf 24, nicht so stark wie erwartet) reicht es bei Weitem nicht.
-cgb-




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