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Land Valencia / Spanien
Guardia Civil: Zaplana versteckte 20 Mio Bestechungs-Euro im Ausland
15.03.2019
Je sieben Millionen in Luxemburg und Andorra, sechs Millionen in der Schweiz - Die Guardia Civil geht davon aus, dass der ehemalige valencianische PP-Ministerpräsident und Minister im spanischen Kabinett von José María Aznar, Eduardo Zaplana, fast 20 Millionen Euro aus Bestechungsgeldern im Ausland versteckte. Den Polizeiinformationen zufolge wurde der Grossteil des Andorra-Geldes zwischen 2004 und 2007 in bar in der Banca Privada d'Andorra deponiert, als Zaplana Abgeordneter im Nationalparlament war. Zaplana, der ärztlichen Gutachten zufolge tödlich an Blutkrebs erkrankt ist, hat die Vorwürfe immer verneint.
Aus abgehörten Telefongesprächen von vor einem Jahr geht hervor, dass Zaplana und sein Haupt-Strohmann Joaquín Barceló, Vorstandsmitglied in dem Bestechungsnest des von Zaplana gegründeten Freizeit-Themenparks "Terra Mítica" bei Benidorm, den heissen Atem der Fahnder im Nacken spürten. Kurz darauf wurden Zaplana, Barceló und ihre engsten Komplizen verhaftet. Zaplana wurde trotz seiner schweren Erkrankung erst vor Kurzem freigelassen. Insgesamt beschlagnahmte das Gericht 13 Mio Euro, die ihm und seinen Strohleuten zugeschrieben werden.
Zaplanas Anwalt gestand im Januar der zuständigen Richterin, dass Zaplana der tatsächliche Eigentümer der uruguayischen Gesellschaften war, die einen Teil der Bestechungsgelder erhielten. Er habe bis zu 8 Mio E aus Zaplana-Firmen verwaltet.




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