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Raum Benidorm / Provinz Alicante
Seit 2011 bewohnt: Justiz verfügt Abriss der Llisera-Türme von Benidorm
07.12.2018
Das oberste Gericht von Spanien, das Tribunal Supremo, hat zugunsten des Abrisses der vor zehn Jahren an der Punta Llisera von Benidorm direkt am Meer illegal errichteten 22-stöckigen Wohntürme "Gemelos 28" entschieden. Das Land Valencia, das 2005 -gegen das Küstengesetz- die Baugenehmigung erteilte, die Stadt Benidorm, die 2011 für die fast 170 Wohnungen Bewohnbarkeitsbescheinigungen ausstellte, die Baufirma Edificaciones Calpe und eine Gruppe von Wohnungseigentümern hatten die Einsprüche bis ganz oben durchdekliniert.
Ende der 80er erteilte die Stadt kurz vor Inkrafttreten des Küstengesetzes eine erste Baugenehmigung, 2005 Valencia die definitive, die zum Bau der jetzt von der Justiz für abreisebar erklärten Doppeltürme führte. Die Verlierer müssen nicht nur die Prozesskosten von 2.000 Euro tragen, sondern das Land zudem die Abrisskosten tragen und die Wohnungseigentümer mit den Kaufpreisen zwischen 450.000 und 700.000 Euro plus 20 % entschädigen - das Land rechnete die möglichen Kosten auf bis zu 100 Millionen Euro hoch. In drei Monaten muss die Generalitat das Gericht über die Abrissmodalitäten informieren. Ministerpräsident Puig (PSOE) sprach von einem "vergifteten Erbe" seiner PP-Vorgänger.
Das Grundstück in erster Strandlinie könnte nach dem Abriss durchaus wieder bebaut werden, allerdings unter Respektierung der Sperrzone des Küstengesetzes "ein paar Meter weiter hinten", so die spanische Presse.



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