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Jávea / Xàbia
Franco-Minister-Erben reklamieren 1.000 qm Steinstrand: Regierung lehnt ab
31.10.2018
Das spanische Justizministerium hat die Reklamation der Erben des Franco-Ministers Navarro Rubio von 1.000 zusätzlichen Quadratmetern am Tosca-Strand links vom Arenal zurückgewiesen. Die Familie hatte angegeben, dass bei der Einschreibung des ihrer Familie 1959 für 10.000 Pesetas übertragenen Grundstück beim heutigen Parador ein Fehler gemacht worden sei: Laut Katasteramt umfasse es 7.700 qm anstatt der im Eigentumsregister angegebenen 6.700. Das Justizministerium gab jetzt dem Registrateur der Stadt Jávea Recht, der sich weigerte, die zusätzlichen 1.000 qm auf den Namen der Navarro-Erben einzuschreiben. Er sprach von dem Versuch, sich öffentliches Gelände anzueignen, und das Justizministerium bestätigte seine Sicht der Dinge.
Nun müssten die Familie eine Zivilklage anstrengen. Navarro Rubio, der ausser Minister auch Chef der Banco de España war, rettete seine Privilegien aus der Franco-Zeit in die demokratische Zeit: Die Regierung legalisierte im Jahr 1981 die Bauarbeiten an dem Chalet in erster Strandlinie und gewährte seiner Firma "Puntar, S.A." kostenloses und dauerhaftes Nutzungsrecht von Grundstück und Haus. Das Küstengesetz wandelte die Übertragung des grundsätzlich öffentlichen Küstenabschnitts in eine Konzession um, die kurz vor dem Auslaufen stünde, so die Zeitung "Información". Allerdings verlängerte die Abänderung des Ley de Costas der konservativen Rajoy-Regierung die Nutzungsrechte des Chalets um 30 Jahre, die dann noch einmal um 30 Jahre zu verlängern sind.



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