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(Raum) Els Poblets (Ondara Pego Vergel Marina Alta
Geht Els Poblets im Streit mit Dénia um Almadrava-Strand vor Gericht?
05.10.2018
Die Gemeinde Els Poblets hat den Zwist mit Dénia um den 700 Meter langen Almadrava-Strand, der seit fast einem Vierteljahrhundert dauert, vor einem halben Jahr in die Hände von Anwälten gelegt und schliesst den Gang vor Gericht nicht aus. Der Ursprung liegt in einem schriftlich zu Gunsten Dénias fixierten Wegerecht aus dem 14. Jahrhundert für den Transport des vor Almadrava gefangenen Thunfischs in die heutige Kreishauptstadt der Marina Alta. Die Anwohner zahlen ihre Steuern in Els Poblets, aber Dénia ist unter anderem für die Strandreinigung zuständig und nimmt diese Pflicht den Anwohnern zufolge nicht ernst genug, obwohl in diesem Sommer Strandrettung gestellt wurde.
Die Anwohner zahlen ihre Steuern an Els Poblets, aber Dénia lehne die Abtretung der Rechte an dem Strandstreifen ein ums andere Mal ab, so Els Poblets´ Bürgermeister Salvador Sendra. Nachdem die Forderung in Els Poblets schon lange in etlichen Wahlprogrammen stehe, so die Bürgervertreter von Almadrava, die sich laut spanischer Presse "vernachlässigt" fühlen, habe Sendra diesmal mit Verweis auf die Anwaltskanzlei ernsthaftes Bemühen zugesagt - ohne jedoch den Stand der Dinge konkretisieren zu wollen, die "ihre Zeit brauchen". Ein Anlauf von 2009, der auf dem Argument des gestiegenen Meeresspiegels fusste, scheiterte, ebenso wie weitere Versuche.
Sendra sagte, dass in puncto der von den Bürgern beklagten Kontamination des Girona-Flusses Kontakte zwischen den beiden beteiligten Rathäusern bestehen.

Kurz angemerkt:
Dass die benachbarten Rathäuser von Els Poblets und Dénia in 23 Jahren, die der Streit um den "Besitz" dauert, keine Lösung zumindest für die Gewährleistung der notwendigen Dienstleistungen für die Anwohner und Besucher des Almadrava-Strandes gefunden haben, ist ein Armutszeugnis - für beide. Schliesslich ist nicht der nominelle Besitz das Wichtige, sondern die ordentliche Erfüllung der damit verbundenen Aufgaben. Und wenn die Eigentümerin Dénia für ihre Leistungen keine Kompensation erhalten kann, weil Steuern und Abgaben der Anwohner in ein anderes Stadtsäckel fliessen, darf ihre Folgerung nicht sein, die notwendigen öffentlichen Dienstleistungen auf Sparflamme zu kochen. Und die Nicht-Besitzerin Els Poblets sollte sich ebenso wenig hinter einem allzu simplen "solange der Strand nicht uns gehört" verstecken, sondern ernsthaft mit Dénia über eine Formel verhandeln, von der Anwohner und Besucher von L´Almadrava profitieren, um die es schliesslich in der Hauptsache gehen sollte.
-cgb-




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