COSTA INFO - Ein Service der WOCHENPOST
HomeMeldungenTermineDie KüsteWochenpostBranchenbuchLeserforumFotogalerie
Jávea / Xàbia
Fahrrad"politik" der Stadt fällt beim Praxistest glatt durch
02.10.2018
"Xàbia ist kein Ort für Fahrräder". Zu diesem Ergebnis kam ein umfassender Praxistest der Partei Podemos, mit der sie den allfälligen Selbstbeweihräucherungen der Politik zur Europäischen Woche der Umwelt und der "Movilidad" und dem von niemandem beachteten Autofreien Tag einen einschlägigen Faktencheck entgegengesetzte. Die Internet-Zeitung "Marina Plaza" druckte die Ergebnisse des einstündigen Zweirad-Tests unter anderem in Frechinal, Vía Augusta, Duanes, Primer Muntanyar, Arenal oder Segon Muntanyar ab.
Strukturelle Defizite: "Die Fahrradwege kann in Jávea nur nutzen, der die Strassen perfekt kennt. Und praktisch nützt der Fahrradweg nur dem, der irgendwo an der Vía Augusta wohnt und einen anderen Punkt an dieser Strasse anfahren will. Oder am Primer Montañar. Wer vom Freginal zum Hafen will, ein oft und viel genutzter Weg, kann keinen Radweg nutzen. Will heissen: Es gibt praktisch keinen Radweg oder autofreie Strasse.
Die wenigen Radwege sind nicht verbunden. Man muss immer auf die Strasse ausweichen. Und zu und von den Urbanisationen gibt es überhaupt keine Radwege.
Punktuelle Defizite:
Freginal: Zwar ist die Calle Malta, zwischen Molí de la Safranera bis Sortetes, offiziell als "Ruta en Bici" ausgewiesen, ist aber gefährlich, denn die Strasse ist eng, man fährt den Autos entgegen und wird von Autofahrern beschimpft.
Avenida Marina Española (Strandpromenade Paseo Duanes): Ist zwar "Ruta Ciclista", aber man muss absteigen. Die Schilder "Xàbia en Bici" sind glatter Etikettenschwindel.
Vía Augusta: An jeder Strasseneinfahrt muss man anhalten, weil der Radweg zu einer Kurve von 90 Grad verpflichtet. Und an den Kreuzungen sehen die Autofahrer die Radfahrer nicht, weil es hohe und dichte Büsche gibt.
Calle Bolonia: Diese Radspur wird auf einen Sandweg mit Schilf umgeleitet, der nach 100 Metern endet, so dass der Radfahrer auf einen Bürgersteig mit vielen kaputten und schneidenden Fliesen unten und zahlreichen Baumästen in Kopfhöhe ausweichen muss. Deshalb muss man vom ausgewiesenen Radweg auf die Strasse ausweichen, gegen die Richtung der Einbahnstrasse.
Avenida del Mediterráneo: An beiden Enden stoppt der Radweg abrupt, und der Radler muss absteigen. Ausserdem wird er oft von Fussgängern genutzt und ist im Sommer zu eng für die grosse Menge von Skateboards, Rädern und unaufmerksamen Fussgängern.














Foto: Marina Plaza

zurück