COSTA INFO - Ein Service der WOCHENPOST
HomeMeldungenTermineDie KüsteWochenpostBranchenbuchLeserforumFotogalerie
Benissa
Durch Historiker: späte Rehabilitierung des exekutierten "Mörders" zweier Geistlicher
24.09.2018
Fast 80 Jahre nach seiner Exekution wegen des "Mordes" an zwei Geistlichen hat jetzt der Historiker Luis Botella den Benissero Pompilio Llopis rehabilitiert. Er stellte die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit bei einem Vortrag in Benissa vor. Seine Arbeit stützte sich auf Unterlagen über das "chaotische und vor Widersprüchen triefende" franquistische Gerichtsverfahren über den Mord die Geistlichen Francisco Sendra und Zacarías Ivars aus Benissa Anfang September 1936 und auf mehrere Zeitzeugen aus Benissa. So rekonstruierte er die "dunkelste Nacht von Benissa". Die drei Mörder unter Führung des Weinhändlers Rafael Carratalá Poveda aus Alicante waren zu Beginn des Bürgerkrieges in einem der sogenannten "Repressions"-Autos (genannt "Pepa") "unkontrollierter Revolution-Elemente" nach Benissa gekommen und hatten die im Ort sehr beliebten beiden Geistlichen erschossen. Mit von dieser Partie, aber ohne selbst den Abzug zu betätigen, vor allem aber ohne Kenntnis, dass es nicht um Verhaftung, sondern Erschiessung der Geistlichen ging, waren damals die Benissaner Pedro Martínez ("Roget") und Andrés Ivars ("Marreta"), die für das Verbrechen vier Jahre später erschossen wurden, ebenso wie Llopis, Ortspräsident der Kommunistischen Partei in Benissa, den der junge Geschichtswissenschaftler aus Barcelona vor interessiertem Publikum in Benissa jetzt als unschuldig geoutet hat: "Das franquistische Gerichtsverfahren war reines Theater, um die Repression zu rechtfertigen".



zurück