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Land Valencia / Spanien
Mit Gewalt: 600 Afrikaner stürmten Grenzzaun in Ceuta
26.07.2018
Mit einer bisher unbekannten Gewalt stürmten 800 afrikanische Flüchtlinge den spanischen Grenzzaun in Ceuta. 600 schafften es auf spanischen Boden, die meisten stimmten Jubelgesänge an und machten sich auf den Weg zum überfüllten Aufnahmezentrum. Bei dem Sturm, der laut spanischen Hauptnachrichten mit Hilfe von Schneidegeräten, Kot- und Urinbeuteln sowie Behältern mit aggressivem Kalk stattfand, wurden zwei Dutzend Guardias Civiles verletzt, einige kamen mit erheblichen Verbrennungen ins Krankenhaus. Auch 130 Immigranten benötigten ärztliche Betreuung, elf mussten ins Krankenhaus.
Die Guardia Civil hatte den neuen Innenminister gewarnt, dass ihre Ausstattung für eine Kontrolle der Grenzzäune nicht ausreiche. Auf die durch die Welle von afrikanischen Bootsflüchtlingen der letzten Wochen (rund tausend pro Woche) an den andalusischen Küsten völlig überlasteten Einrichtungen reagierte die andalusische sozialistische Ministerpräsidentin Susana Diáz mit einem Hilferuf an die PSOE-Bundesregierung ("schnelle Verteilung auf alle Comunidades Autónomas notwendig") und der Bürgermeister von Algeciras mit einer Feststellung: "Wir sind dabei, zum neuen Lampedusa zu werden."



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