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Lokales - Kritisch beobachtet
Zu Dénia: Sammelbriefkästen nicht angepasst: erhalten keine Post mehr
26.07.2018
Also: Für die Lösung des einen Problems (die Umorganisierung der bestehenden Briefkastenbatterien in den Aussenbezirken, damit dort weiterhin Post ankommen kann und die betroffenen Bürger dafür nicht zu Correos müssen) also kommt die Stadt Dénia, die nominell nicht, aber faktisch natürlich voll zuständig ist (wer denn sonst?) trotz fünfmonatiger Vorlaufzeit (in die der mehrmalige Aufschub noch nicht eingerechnet ist) bereits zu spät und darf sich auf eine nette Welle der Bürgerkritik einstellen. Aber die fällt aushaltbar aus, stammt erstens nur aus den Aussenbezirken, wo relativ wenige Wähler wohnen und zudem Leute, die sich nur wenig Gehör verschaffen bei Behörden und Politik (ausser in Sonntagsreden und am 9. Mai eines jeden Jahres) und von denen viele genervt ihre Rathaus-Anmeldungen nicht mehr erneuern ("Was tun die für mich, wenn es darauf ankommt?") oder sogar "mit den Füssen abstimmen", und zweitens nur so lange, bis holterdipolter dann doch noch eine Lösung zusammengeschustert wird für die Umorganisierung der bestehenden Briefkastenbatterien. Dann ist das durchaus früher neutralisierbare, weil seit 2016 bekannte und ein paar Mal aufgeschobene, Problem ein paar Wochen oder eher Monate zu spät und unter viel Stress gelöst, die Angelegenheit kommt nicht als "Mein Ayuntamiento hat sich für meine Belange lang gemacht" aufs Konto, sondern als "verschlafene Bande, die erst in die Gänge kommt, wenn das Kind im Brunnen liegt".
Wofür man bei diesem Panorama einem Residenten- oder Bürger- oder Stadtteil-Stadtrat ein Gehalt oder eine Aufwandsentschädigung aus kommunalen Steuermitteln (wovon die IBI den grössten Teil ausmacht) zahlt, der/die nicht öffentlich für ihre Sache streitend zu sehen ist/sind, wenn es darauf ankommt, erschliesst sich dann leider immer weniger der betroffenen Menschen. Die finden Serien von Sommer-Musik-Festivals, den Bau von Heimatmuseen und eine schöne jährliche Feierstunde zum Europatag am 9. Mai vielleicht wichtig oder wenigstens richtig, fühlen sich aber von einem Rathaus (unterschiedlicher politischer Couleur, das macht es ja fast noch schlimmer) verlassen, das bei den zwei für sie besonders wichtigen Herausforderungen der letzten Jahre (Kanalisations-Desaster mit reihenweise kaputten Strassen sowie Briefzustellung) auch als nominell nicht zuständige Instanz bestenfalls eine schlechte Figur gemacht hat. Denn: Bei solchen Dingen ist grundsätzlich das Rathaus mindestens mitverantwortlich dafür, dass sie gelingen.
Für die Lösung des ähnlich gelagerten zweiten Problems der noch bis Ende Oktober mit Hauszustellung versorgten Postempfänger (Unterschied: die Sammelbriefkästen müssen erst noch aufgestellt und nicht bloss neu ausgezeichnet werden) ist noch ein paar Monate Zeit, die, wie üblich nicht nur schneller vergehen werden als erwartet, sondern vielleicht auch einmal mehr zu schnell, um rechtzeitig die Kuh vom Eis zu bekommen. 2 "buzones pluridomiciliarios" sind laut spanischer Presse für Les Deveses vorgesehen und 5 in Las Marinas. 9 soll es in Rotes-Montgó geben, wo die Zeitung "Marina Plaza" rund 7.000 Wohneinheiten ausgemacht hat...

Carl-Georg Boge (Juli 2018)





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