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Lokales - Kritisch beobachtet
Zu Calpe: "Noch kein rechtskräftiges Urteil": Zaplana-Schilder bleiben erst einmal
20.07.2018
Seit seinen politischen Anfängen und der nur journalistischen aber nicht juristischen Verwertung von Zaplana-Telefonaten und seinem "Einkauf" des Bürgermeisteramtes von Benidorm wenige Monate nach verlorener Wahl (Zaplana kaufte eine sozialistische Abgeordnete -mindestens- mit langjähriger Jobgarantie für sie und ihren Ehemann ein) haftete Zaplana der Ruf des politischen Schummelanten an. Diesen wurde er, trotz mehrerer absoluter Wahlsiege, auch als Ministerpräsident der Comunitat Valenciana nicht los. Kein Wunder: Sein "Vorzeige"-Projekt, der Freizeitpark "Terra Mítica" bei Benidorm erwies sich nicht nur von Anfang an als veritables Groschengrab, sondern als Hort von Klientel-Wirtschaft und Korruption auf Kosten der Steuerzahler und musste nach mehreren Bilanzaufhübschungen durch Umwertung und Verkauf umliegenden Geländes verramscht werden, um jährliche Millionenverluste loszuwerden.
Nach seiner kurzen Zeit als Minister im Aznar-Kabinett und an der Spitze der PP-Fraktion im Bundestag fiel Zaplana durch einen überaus raschen und für ihn lukrativen (die Rede war von 2 Mio Euro) Wechsel zu Telefónica auf.
Es ist nicht besonders gewagt, Eduardo Zaplana als Wegweiser und -bereiter für die auf ihn folgende (?) Etappe politischer Korruption unter der Partido Popular an der Spitze des Landes Valencia zu bezeichnen. Dass jetzt die Verhaftung des sozialistischen Chefs der Provinz Valencia den Verdacht weckt, dass es nach dem Wandel auch unter den neuen Parteien nicht überall so transparent und sauber zugeht, wie es sein sollte, ist eine gute Nachricht nur für diejenigen, die schon immer gewusst haben, dass "die da oben ja doch alle gleich" sind.

Carl-Georg Boge (Juli 2018)




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