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Raum Benidorm / Provinz Alicante
Personal unter Drogen: Ambulanz "verlor" Schwerverletzten aus Benidorm
04.05.2018
Die zweite surreal anmutende Geschichte aus der subkontraktierten Welt des öffentlichen Krankentransports in unserer Region innerhalb eines Monats. War es zu Ostern bei Ondara eine Frau auf dem Weg ins Krankenhaus, die auf der Autobahn aus einem fahrenden Krankenwagen fiel (und von dem Deutschen Michael Kaworsky gerettet wurde wir berichteten), ging Ende April zwei unter Drogeneinfluss stehenden Krankentransporteuren einen Kilometer vor dem Kreiskrankenhaus von Villajoyosa ein bei einer Schlägerei schwer verletzter Brite "verloren".
Die Polizei hatte nach einer Schlägerei unter vier Briten in der "Guiri"-Zone von Benidorm einen der Teilnehmer schwer verletzt im Krankenwagen abtransportieren lassen. Stunden später erfahren sie bei einer Nachfrage fürs Protokoll, dass der Verletzte nicht im Kreiskrankenhaus der Marina Baixa angekommen war. Auch der Notruf wusste nicht Bescheid, die zweiköpfige Ambulanz-Besatzung informierte niemanden, gab erst auf Nachfragen der Polizei an, der Mann sei unterwegs gewalttätig geworden und, als der Wagen stoppte, ausgerissen. Die Polizisten fanden ihn an der ihnen genannten Stelle, im Strassengraben, schwer verletzt.
Wieder Ambulanz, wieder das bekannte Duo, das sich "eigenartig" verhielt, wie die Zeitung "Información" am heutigen Donnerstag, 3. Mai 2018, wiedergab. Drogen- und Alkoholtest für den Fahrer und den "sanitario": positiv, mindestens Kokain und Marihuana. Die beiden wurden verhaftet. Unterlassene Hilfeleistung, zumal als Gesundheits-"Profi", sowie Fahren und Arbeiten und Drogeneinfluss bedeuten einen düsteren juristischen und arbeitsrechtlichen Horizont für das Duo. Bei der Vertragsfirma "Grupo ASV Transporte Sanitario Ayuda" erhielt die Zeitung keine Antwort, die Kreis-Gesundheitsverantwortliche des Landes Valencia verwies darauf, dass der Krankentransport outgesourced ist.



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