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Benitachell / Benitatxell
Misstrauensvotum gegen Bürgermeister Femenía ad acta gelegt
26.03.2018
Die Partei Compromís von Benitatxell hat ihren Konstruktiven Misstrauensantrag gegen Benitachells Bürgermeister Pere Femenía (RED) zurückgezogen. Die Regionalleitung hatte den 3 Compromís-Stadträten Druck gemacht, dies zu tun, weil die Partner bei der "moción de censura" politisch keine empfehlenswerte Begleitung waren: die vom Gericht der Urkundenfälschung beschuldigte ehemalige PP- und jetzt parteilose Stadträtin Nieves García (sie habe mit einer gefälschten Unterschrift eine illegale Doppelzahlung aus der Stadtkasse an einen Bauunternehmer ermöglicht) sowie dem PP-Aussteiger Antonio Colomer. Weil Parteiwechsler oder -aussteiger nicht an einem Misstrauensvotum teilnehmen dürfen, liess der Gemeindesekretär diesen Versuch vor ein paar Monaten gar nicht erst zu. Gegen diese Entscheidung war das Oppositionsbündnis, das im Gemeindeparlament die Mehrheit der Stimmen hält, vors Verwaltungsgericht gezogen.
Kurz angemerkt:
Jetzt sind, wohl aus Gründen der politischen Hygiene, die Compromís-Abgeordneten aus dem Misstrauensvotum in Benitachell ausgestiegen, das einen der Ihren zum neuen Bürgermeister machen sollte. Immerhin haben sie dadurch -wohl weniger aus eigener Einsicht denn aufgrund von Druck aus der Partei-Provinzleitung- vielleicht ihr politisches Harakiri vor den Kommunalwahlen in einem Jahr vermieden. Deren unansehnliches Bündnis mit einer mindestens juristisch-politisch vorbelasteten Weggefährtin schien vor allem geeignet, Benitachells Bürgermeister Femenía eine Autobahn zur Mandatserneuerung im Frühjahr 2019 zu bauen, sei es mit seinen Partnern von PP und PIDEB, sei es sogar vielleicht ohne sie.
Carl-Georg Boge, Hsg. WOCHENPOST und costa-info.de




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