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Raum Benidorm / Provinz Alicante
Mordfall Ponsoda (2007) geht ans Provinzgericht Alicante
11.02.2018
Der Fall des im Oktober 2007 vor seinem Haus erschossenen Bürgermeister der Hinterland-Gemeinde Polo de la Marina soll jetzt vom Amtsgericht in Villajoyosa, wo sich mittlerweile der siebte Richter in die Akten einlesen musste, nach einer -wieder einmal letzten Anhörung- ans Provinzgericht nach Alicante weitergegeben werden. Dort könnte ein Verfahren gegen das beschuldigte Komplott um Ponsodas Vorgänger und Nachfolger als Bürgermeister, Juan Cano, eröffnet werden. Die Ermittlungen gegen ihn, mehrere Mittelsmänner, einen Unternehmer und zwei des Auftragsmordes verdächtige Tschechen stützen sich auf die Aussage eines geschützten Zeugen aus dem kriminellen Milieu, der angab, im Bordell "Mesalina" von Finestrat die Mordpläne gehört zu haben. Es ging demnach um die Beseitigung Ponsodas als Hindernis für ein ambitioniertes und umstrittenes Grossbauprojekt.
Aufgrund einer anstehenden Geschäftsreise des Unternehmers nach China griff die Polizei zu früh zu, ohne konkrete Beweise gesammelt zu haben, in der klassischen Hoffnung, die bis zu vier lange Untersuchungshaft würde einen der zahlreichen Komplott-Verdächtigen schon weichkochen. Der Plan ging nicht auf, nach mehreren Jahren U-Haft musste einer nach dem anderen entlassen werden. Seither dümpelt das Verfahren trotz Haftanträgen von zusammen 180 Jahren für die sechs Beschuldigten vor sich hin, zuletzt wurden Anträge der Verteidigung zu weiteren Informationen über den Zeugen der Anklage abgelehnt. Eine Anhörung am 23. Februar 2018 soll nun entscheiden, ob in Alicante ein mündliches Verfahren eröffnet wird oder nicht.



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