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Jávea / Xàbia
Sohn von Franco-Minister reklamiert 1.000 qm mehr Strandgrundstück
Die Erweiterung seines Grundstückes direkt am Tosca-Strand der "Punta del Arenal" von Jávea, also im theoretisch öffentlichen Bereich, um tausend auf 7.700 Quadratmeter fordert der Sohn des Franco-Ministers Navarro Rubio, dem die Stadt dieses Grundstück 1959 für 10.000 Pesetas "verkauft" hatte. Dort wurde in en 60er Jahren ein Chalet errichtet und später auf eine archäologische Fundstelle aus der Römerzeit hingewiesen.
Im Jahr 1981, also mehrere Jahre nach Ende der Diktatur gewährte der spanische Minister für Öffentliche Bauten der Navarro-Firma "Puntar, S.A." auf Dauer die kostenlose Nutzung dieses Grundstückes im Bereich der "dominio público" beim Parador-Hotel und legalisierte nachträglich die Bauarbeiten des Chalets. 1987, also sechs Jahre zu spät, so die Zeitung "Información", hatte das Oberste Gericht von Spanien diesen und weitere Küsten-Landverkäufe durch die Stadt Jávea aus jener Zeit an Grosskopferte des Franco-Regimes (die jedoch nicht bauten) annulliert: Das öffentliche Eigentum an der Küstenlinie sei nicht veräusserbar. Das Das Küstengesetz (Ley de Costas) aus dem neuen Jahrtausend setzte dem Privatbesitz im öffentlichen Strandbereich ein Enddatum, schränkt in unterschiedlich breiten Streifen die Nutzung (Anbauten, Veräusserung) ein. Aber eine Modifizierung durch die PP-Regierung verlängerte die Konzession an die Erben des Franco-Ministers um 75 Jahre, so die Zeitung.
Jetzt also will die Navarro-Familie einen "Verwaltungsirrtum" korrigieren lassen, der sie 1.000 qm von ihrem legitim erworbenen Strandeigentum gekostet habe.



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