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Benitachell / Benitatxell
Rathaus warnt: keine Feuchttücher in die Toilette
Das Rathaus des Poble Nou de Benitatxell ermahnt seine Bürger (und auch die anderer Gemeinden), keine Feuchttücher mehr in die Toiletten zu werfen, obwohl diese Entworgungsweise auf den Verpackungen vorgesehen ist. Die Gemeinde weist darauf hin, dass die Feuchttücher für Verstopfungen in der Kanalisation sorgen, vor allem nach Regenfällen. Sie seien nicht "biodegradables" und deshalb nicht wie normales Toilettenpapier zu entsorgen.
Der zuständige Stadtrat Dirk Rheindorf (PIDEB) weist darauf hin, dass nicht nur in manchen Fällen Probleme in den Abwasserleitungen von Privathäusern entstehen, sondern die Verstopfungen in den Kanalisationen und in den Kläranlagen für erhebliche Mehrkosten für die Allgemeinheit.

Anmerkung der Redaktion:
Das Problem ist alles andere als neu, die Nicht-Abbaubarkeit der Feuchttücher in der Kanalisation seit etlichen Jahren bekannt - und die teuren Folgen auch. Auch Jávea hatte vor Jahren auf das Problem hingewiesen, das in Grossstädten bereits für Millionenschäden sorgt. Warum den Firmen nach wie vor erlaubt bleibt, auf den Verpackungen die Entsorgungsmöglichkeit in die Toiletten anzupreisen, ist ein Skandal, nach dem altbekannten Motto: Die Gewinne, zu denen eindeutige Falschbewerbung des Produktes erheblich beiträgt, bleiben bei der Firma; die nationale oder europäische Politik kümmert sich nicht darum, Schaden und zusätzliche Kosten von der Allgemeinheit abzuwenden, indem sie das längst überfällige Verbot der Falschbewerbung endlich durchsetzt. Denn je länger dies dauert, desto tiefer hat sich bei der stetig und zudem rasant wachsenden Nutzerzahl der Feuchttücher deren Entsorgung in der Toilette eingegraben und wird, auch mit Hinweisen und später Verboten immer schwerer wieder umzukehren sein.
Dass eine Gemeinde wie Benitachell ihre Bürger auf das Problem und den richtigen individuellen Umgang damit (Abfalleimer statt Toilette) hinweist, ist löblich. Die anderen Kommunen sollten nachziehen und das Problem auf eine höhere politische Ebene heben.
Carl-Georg Boge, Hsg. costa-info.de und WOCHENPOST








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