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Dénia
Unklare Bebauungsrichtlinien: Unternehmer malen schwarz
Einen wirtschaftlichen Kollaps schlimmer als in den drei schwarzen Krisenjahren 2011 bis 2013 sieht die Unternehmervereinigung Dénias und der Marina Alta (CEDMA) für die Kreishauptstadt voraus. Der Grund sei das absolute Scheitern der früheren und der gegenwärtigen Verantwortlichen für die Baupolitik und ihre Richtlinien. Kurz-und mittelfristig haben CEDMA zufolge Promotoren nur die Wahl zwischen Nichtstun und der Illegalität, dem Arbeiten ohne Genehmigungen.
Der Hintergrund: Im Sommer kassierte das Oberste Bundesgericht die seit 2013 geltenden sogenannten Übergangsbestimmungen (RUT), nachdem Bemühungen um einen neuen Flächennutzungsplan seit mehr als vier Jahrzehnten ohne Ergebnis geblieben sind. Und jetzt habe das von PSOE und Compromís geführte Rathaus von Dénia die Entscheidung getroffen, dem durch diese Gerichtsentscheidung vom Sommer 2017 wieder "zuständig" werdenden städtischen Flächennutzungsplan (PGOU) von 1972 (!) seine Gültigkeit zu entziehen. Denn dieser sei kontraproduktiv und anachronistisch, so die Begründung aus dem Ayuntamiento, und man komme bis zu einer Neuregelung besser mit dem Instrument von zeitlich befristeten Neubauverboten aus anstatt einem Wildwuchs à la 1972 Tür und Tor zu öffnen.
Richtlinien-Katalog der Stadt
Die Unternehmer, die einen Firmen-Exodus und Stillstand befürchten und auch der hoch verschuldeten Kommune stark sinkende Einnahmen prognostizieren, wollen jetzt neben öffentlichem Druck auf die Rathausspitze auch beim Land in Valencia um Hilfe bitten, damit Dénia die Katastrophe erspart bleibe.
Das Rathaus mahnte zu mehr Gelassenheit und stellte einen "mit dem Sektor und dem Land" ausgearbeiteten Richtlinien-Katalog für Baugenehmigungen vor: Anträge bis Juni werden genehmigt, wenn sie keine Fehler aufweisen. Neue Anträge werden nach Artikel 44.6 des neuen Landesbaugesetzes behandelt und genehmigt, wenn ein Gutachten über "Einklang mit dem landschaftlichen und baulichen Umfeld" vorliegt oder der Neubau innerhalb eines ausgewiesenen Baugebietes (PAI) liegt, der die Normen vorgibt.
















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