COSTA INFO - Ein Service der WOCHENPOST
HomeMeldungenTermineDie KüsteWochenpostBranchenbuchLeserforumFotogalerie
Altea
Rathaus "Altea führt EU-Städtenetz zur Willkommenskultur an"
An die Spitze eines neuen Netzes europäischer Städte mit Schwerpunkt auf Willkommenskultur für Immigranten will sich Altea über das Büro "EuroAltea" von Anfang 2018 bis 2019 stellen. “Cities to stay. You are welcome” heisst das Projekt, dem ausser Altea folgende Städte angehören, die sich ebenfalls durch eine erhebliche Immigranten-Population auszeichnen: Markopoulo Mesogaias (Griechenland), Koper (Slowenien) Lublin (Polen), Mértola (Portugal) und Nebrodi (Italien). Erfahrungen sollen ausgetauscht, an jedem Standort ein- bis zweitägige Events organisiert werden, zu 100 % von Brüssel finanziert. Unter Beteiligung möglichst vieler Sektoren soll die Integration und der interkkulturelle Dialog voran gebracht werden.

Kurz angemerkt:
Ausgerechnet Altea! Internationale Tage oder Festivals sind in fast allen Gemeinden unserer Region seit Jahren eine selbstverständliche Institution, Bürgermeistersveranstaltungen für Ausländer mancherorts (Teulada-Moraira) ebenfalls, Presse-Veröffentlichungen in verschiedenen Sprachen (Teulada-Moraira) und selbst die Beteiligung von Ausländern an Ortsregierungen ist in einigen Kommunen (z. B. Calpe) weit gediehen, wenn auch mancherorts gegenüber früheren Jahren -parallel zur abnehmenden Wahlbeteiligung- zurückgegangen (Teulada, Jávea).
Aber Altea? Schon die Arbeit in puncto Terminankündigungen in der Zeitung WOCHENPOST hat sich für uns, die wir dieses Geschäft nun schon seit fast drei Jahrzehnten betreiben, in den letzten Jahren beileibe nicht linear erleichtert, wie auch in einer Monatszeitung. Vor allem die Rücksicht auf das überproportional starke "analoge" ausländische Rentnerpublikum fällt manchem jungen Rathaus-Kommunikatoren (die gerne glauben möchten, mit Facebook, Twitter, Lokal-Radio oder -TV alle -und rechtzeitig- zu erreichen) nicht immer leicht, aber mit einigem Zusatzaufwand unsererseits als Zwischenstelle lässt diese Distanz nach wie vor einigermassen kompensieren. Alteas Ayuntamiento allerdings hat sich schon seit einer Weile und vor allem zuletzt als "harter Knochen" erwiesen und schafft es entweder gar nicht oder nur auf immer wieder grossen Druck, wichtige kulturelle Ankündigungen für dieses Publikum halbwegs zeitgerecht bereitzustellen.
Aber das alles wird ja demnächst ein paar tausend Euro aus den EU-Kassen später bestimmt viel besser, wenn man an der Spitze eines kleinen EU-Städtenetzes sich ausführlich und an allen Orten auf Kosten der Allgemeinheit über die "integrations-bestimmten Idiosinkrasien" ausgetauscht hat. Ausgerechnet Altea!
Carl-Georg Boge, Hsg. WOCHENPOST und costa-info.de



zurück