COSTA INFO - Ein Service der WOCHENPOST
HomeMeldungenTermineDie KüsteWochenpostBranchenbuchLeserforumFotogalerie
Land Valencia / Spanien
Polop: Mord an Bürgermeister nach zehn Jahren vor Gericht
Mit Forderungen von je 25 Jahren Gefängnis für die 4 Hintermänner und 3 Tatverdächtigen des Mordes an Polop de la Marinas Bürgermeister Alejandro Ponsoda vor zehn Jahren schliesst die spanische Staatsanwaltschaft jetzt die sogenannte Untersuchungsphase des Gerichtsverfahrens ab. Mit der gleichen Forderung will auch die von den Ponsoda-Töchtern vertretene Nebenklage in das bevorstehende mündliche Verfahren gehen, so die spanische Presse.
Die Staatsanwaltschaft geht von einem (bau) politisch motivierten Mord in der Hinterland-Gemeinde bei La Nucía aus, den Ponsodas Vorgänger (und Nachfolger) an der Rathaus-Spitze aus macht- und baupolitischen Differenzen für 50.000 Euro in Auftrag gegeben haben soll. Dabei zählte er demnach auf die Unterstützung des Schuhfabrikanten Salvador Ros und die beiden Besitzer des Bordells "Mesalina" in La Cala de Finestrat. Dort sollen sie den Mord ausgeheckt haben, wie ein geschützter Zeuge -selber bei der Polizei kein unbeschriebenes Blatt- vor Ort gehört haben will. Ihm selbst seien zuvor von dem Quartett für den Mord 35.000 Euro angeboten worden.
Die Polizei nahm die Verdächtigen rund ein Jahr nach der Tat fest, als der Unternehmer auf Geschäftsreise nach China gehen wollte und die Polizei dachte, er wolle sich absetzen. Aber die mehrjährige Untersuchungshaft sorgte nicht für die erhofften Geständnisse, vier Jahre nach der Bluttat wurden als letzte die drei tschechischen und polnischen Tatverdächtigen freigelassen. Die Beweislage wird seither von den spanischen Medien als eher überschaubar beschrieben, es war schon einmal die Rede davon, dass die Anklage nicht auf durchgeführten Mord sondern nur auf Komplott zum Mord lauten sollte.
Ponsoda wurde am 19. Oktober 2007 vor seinem Haus in Polop-Chirles erschossen, als er auf die automatische Türöffnung wartete.



zurück