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Land Valencia / Spanien
Mehr als vier Fünftel des Mülls wird nicht recycelt
Die Umweltschutzvereinigung "Ecologistas en Acción" (EA) grätscht jetzt die Gemeinden auch in unserer Region öffentlich ab, die in puncto Wertstoff-Recycling in den letzten Monaten mit gar zu schönen Sammelzahlen an die Öffentlichkeit gegangen waren: Weniger als ein Fünftel des anfallenden Hausmülls werde der Wiederverwertung zugeführt. In Spanien fallen pro Jahr 21 Millionen Tonnen, ein Zehntel davon in der Comunidad Valenciana. Das grosse Problem, so EA, seien die organischen Abfälle, die mehr als die Hälfte des Mülls ausmachen.
Weltweit produzierten vor einem Jahrzehnt, so EA, knapp 3 Milliarden Menschen in den Städten fast 700 Milliarden Tonnen Hausmülls, heute sind 4 Milliarden Städter für fast doppelt so viel Müll verantwortlich.
In Spanien verschärfe sich das Problem im Sommer durch den Tourismus.
Wenn nicht grundsätzlich über Kreislaufwirtschaft nachgedacht werde, in der Abfallanfall bereits im Ursprung zurückgedrängt wird und der Handel mit toxischen und nicht abbaubaren (Verpackungs-)Materialien verboten werde, seien die ökologischen Folgen unabsehbar. Dabei sei es nicht mit der Optimierung des Einsammeln, Sortierends, Behandelns und Vermeidung getan, sondern müsse die Aufklärung verbessert und steuerliche und wirtschaftliche Anreize für eine bessere Müllpolitik geschaffen werden.
Die Europäische Union, daran erinnerte Ecologistas en Acción, hat bis 2030 ein Recyclingziel von 70 % ausgegeben und die Vorgabe, dass nur noch 5 % des gesamten Mülls gelagert werden dürfen.
Spanien fing sich vor Kurzem ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes ein, das die Behörden zieh, den einschlägigen EU-Verpflichtungen nicht nachzukommen und nicht die notwendigen Massnahmen dafür getroffen habe, dass die Abfälle laut Unionsrecht behandelt werden, so dass weder die Gesundheit der Menschen noch die Umwelt gefährdet werden, vor allem Risiken für Wasser, Luft, Boden, Fauna und Flora minimiert werden.



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