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Lokales - Kritisch beobachtet
Zu: Dénia genehmigt Ostermarkt nicht - Verwalter entfremden sich von Verwalteten
Wohl richtig, dass eine Ausschreibung grundsätzlich das bessere Vergabeverfahren ist, auch für einen Ostermarkt. Nur: Dafür hätte die Stadtverwaltung von Dénia selbst früher tätig werden müssen, weil die bisherigen Organisatoren auf das bisherige Verfahren vertrauten und Ende Februar ihren Antrag stellten - der jetzt -Ende März- abschlägig beschieden wurde. Eine Verwaltung, die nur verhindert, aber für die richtige Alternative nicht rechtzeitig am Start ist, wird als Klotz am Bein wahrgenommen. So, wie besonders in Dénia (Las Marinas), aber auch in anderen Gemeinden der Region, Verkehrsämter, die Ampeln nicht auf völlig unterschiedliche Bedürfnisse zu unterschiedlichen Tages-, Wochen- und Jahreszeiten ein- (oder auch aus-)zustellen in der Lage sind, den Verkehr behindern, als ihn sicherer zu machen.
Da müssen Verwalter aufpassen, nicht als überflüssig oder gar als Behinderer wahrgenommen zu werden, was dann in zunehmende Ignorierung oder Umschiffung ihrer Anweisungen und Entfremdung von den Bürgern mündet. Beispiel: Irgendwann fangen Autofahrer an, Ampeln nur noch bedingt oder gar nicht mehr zu beachten, die zu 98 % der Zeit der konkreten Verkehrslage nicht entsprechen. Irgendwann ist das Risiko, dass es dort scheppert, grösser, als wenn man die Ampel, die zu 5 % der Zeit sicherlich eine sehr wichtige Funktion ausübt, ganz wegliesse.
Vor knapp einem halben Jahrhundert bekam ich als Kind die "Grüne Welle" erklärt. Ist es im digitalen Zeitalter wirklich nicht möglich, auf der Durchgangsstrasse von Teulada den Verkehr mit 40 Km/h sanft durchzuleiten, anstatt durch ärgerlich geschaltete Ampeln ein Vieltausendfaches zeitraubendes und umweltschädigendes Abstoppen und Wieder-Anfahren zu erzwingen?
Drei Monate war die Durchgangsstrasse von Benissa-Montemar wegen einer veritablen Mini-Reparatur, die nicht oder im ersten Anlauf nicht richtig kam, gesperrt und eine Kleinumleitung nötig. Immer mehr Leute fuhren einfach durch die gesperrte Strasse, zusätzliche Risikosituationen inklusive. Am Ende wurde diese dann freigegeben, als die Reparatur noch nicht fertig war. Das Rathaus machte sich zum Gespött, und das Schlimme ist: merkte wohl nicht einmal was davon. Warum die WOCHENPOST nicht selbst im Rathaus gegen den manifest bürgerentfremdenden Unfug protestiere, bin ich viel gefragt worden, auch von der Eigentümervereinigung Benissa-Montemar, wo unser Büro liegt. Ganz einfach: gerade als direkt Betroffene von der lästigen und gefährlichen Umleitung aus Prinzip lieber nicht, bevor es zuende ist. Von der Comunidad de Montemar, der ich unseren Blog zur Verfügung stellte und den sie auch für ein anderes Komuniquée nutzte, ward zu dieser Sache nichts mehr gehört.
Carl-Georg Boge (Hsg. WOCHENPOST und costa-info.de)




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