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Beniarbeig: 66-Jähriger von 5 Hunden zerfleischt
Ein 66-Jähriger wurde am Samstag, 19. Februar 2017, in der Hinterland-Gemeinde Beniarbeig von 5 Pitbull-Bullterrier-Mischlingen seines Nachbarn zerfleischt, die zu den acht in Spanien offiziell als gefährlich eingestuften Hunderassen gehören. Der Angriff fand in einem Orangenhain statt und wurde erst Stunden später vom Sohn des Opfer entdeckt, der seinen Vater suchte. Erst am heutigen Dienstag berichteten die spanischen Medien über das tragische Ereignis.
Der Nachbar verfügt nicht über die Lizenz für das Halten gefährlicher Hunde und schon gar nicht über eine Haftpflichtversicherung und könnte sich einer Anklage wegen Totschlags ausgesetzt sehen. Er hatte die Tiere gewaschen, um Spuren zu verwischen. Die Tiere, die in der Nacht zum Montag noch eine weitere Personen im Tierheim bissen, wo sie nach ihrer Beschlagnahmung untergebracht worden waren, und ihren Käfig zerstörten, wurden am heutigen Dienstag auf Gerichtsanordnung getötet. Vor wenigen Monaten hatten sieben Hunde in Pinoso im Süden der Provinz Alicante einen 76-jährigen Mann getötet.
Die spanische Presse berichtete, dass der Policía Local von Beniarbeig vorherige Zwischenfälle mit den Hunden bekannt gewesen seien, allerdings mit weniger schweren Konsequenzen.

Anmerkung der Redaktion:
Eine skandalöse Kombination: keine Lizenz für die Tiere, aber behördlich bekannte Zwischenfälle mit ihnen. Die Forderung einer Ausweitung einer möglichen -und wohl notwendigen- Anklage wegen Totschlags wäre vielleicht ein wenig zu hart und juristisch kaum zu halten. Aber wenn sich diese Kombination als wahr herausstellt, müsste den verantwortlichen Personen in der zuständigen Verwaltung mit der äussersten Härte des Disziplinarrechts nachgegangen werden.
Carl-Georg Boge (21. Februar 2017)




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