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Lokales - Kritisch beobachtet
Zu: Dénia: 3 teure Urteile: Stadt muss 15 Mio E Entschädigungen zahlen
Hatte nicht die konservative Ana-Kringe-Regierung von Dénia über Jahre hinweg, fast bis ans Ende ihrer Amtszeit, ihre Vorgängerin unter der Sozialistin Francisca Viciano des städtebaulichen Chaos' beschuldigt, das zu zahlreichen, für die Stadtkasse millionenschweren, Entschädigungsurteilen geführt hat, in etlichen Fällen sicher zu Recht? Erschreckend erscheint an den jetzt geschilderten Fällen vor allem die Kontinuität der Unfähigkeit im Bauamt von Dénia und des Vor-sich-her-und-den-Nachfolgern-auf-den-Tisch-Schiebens der Folgen der teuren Entschädigungsentscheidungen (politisch und juristisch) durch die jeweilige Gemeindeführung von Dénia. "Nach mir die Sinflut" als politische Maxime und infames Geschäftsprinzip hat jetzt zu letztinstanzlichen Gerichtsurteilen geführt, die rund ein Drittel des Umfanges eines städtischen Jahreshaushaltes der Kreisstadt ausmachen.
Beim teuersten der Verfahren, den 10 Millionen Euro an der Avenida Ramón Ortega, müssten auch die Ursprünge der Entschädigungsansprüche genauer geklärt werden. Vor allem dürfte die Steuerzahler interessieren, ob bei der kontinuierlichen eklatanten Unfähigkeit und Unwilligkeit der Dénianer Städtebaupolitik es wirklich dabei bleiben muss, dass die politisch Verantwortlichen abseits stehen und strafrechtlich nicht mehr belangt werden können. Wenn die Justiz so langsam arbeitet, ist der billige Ausweg für unfähige und unwillige Politiker vorgezeichnet ... und die Frustration der Menschen mit der politischen Klasse.

Carl-Georg Boge (2. Januar 2017)





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