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Lokales - Kritisch beobachtet
Küstenstrasse Benissa-Fustera: gefährliche Mittelstreifen entfernt - nach 1 Jahr
Nach einem Jahr hat die Provinz Alicante die von Anfang an umstrittenen Beton-Mittelstreifen in Benissa-La Fustera, auf der Küstenstrasse Calpe-Moraira, entfernt (erstes Foto, Quelle: Zeitung: Marina Plaza). Der Grund ist aus Sicht der kritischen spanischen Presse klar: die hohe Anzahl von Verkehrsunfällen (zweites Foto: dito), die durch die künstliche Verengung der kurvigen Fahrbahnen verursacht und von den meisten Nutzern und Beobachtern von Anfang an vorhergesagt worden waren.
Jetzt möchte die Benissaner und Provinz-Oppositionspartei Compromís gerne wissen: Wer hat über die Entfernung der Betonstreifen entschieden und wann? Warum musste ein Jahr vergehen, bis die vom Benissaner Ortsparlament sogleich und einstimmig geforderte Entfernung der Mittelstreifen (WOCHENPOST-Titelseite und -Bericht vom Juli 2015: Fotos 3 und 4) umgesetzt wurde, und warum wurde damit ausgerechnet bis zum Beginn der neuen Tourismussaison gewartet? Welche Rolle spielte dabei Benissas Bürgermeister Juan Bautista Roselló (PP), der offizielle Berater des Provinzpräsidenten von Alicante, César Sánchez, PP-Bürgermeister von Calpe? Ausserdem will Compromís wissen: Welchen Anteil an den gesamten Projektkosten für die Massnahmen dieses Küstenstrassen-Teilstücks von 290.000 Euro vor einem Jahr hatten die von Anfang an kritisierten Mittelstreifen, was kostete jetzt ihre Entfernung?
Auf die Beantwortung dieser Fragen darf man gespannt sein, aber nicht zu sehr, denn es könnte gut sein, dass sie nicht stattfindet. Denn mit Ruhm bekleckert haben sich die Verantwortlichen in dieser Angelegenheit wirklich nicht. Und nicht einmal das Argument, "weit vom Schuss" zu sein, können die beiden Provinzleiter Sánchez und Roselló in dieser Sache für sich in Anspruch nehmen. Aber immerhin: "mejor tarde que nunca" - besser spät als nie...
Carl-Georg Boge (18. Juni 2016)










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