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Land Valencia / Spanien
Zwei Drittel der Übernachtungen in alegalen Tourismus-Appartements
05.05.2013
Zwei Drittel der mehr als 1,1 Milliarden touristischen Übernachtungen in Spanien im vergangenen Jahr fanden in nicht registrierten Häusern und Appartements statt. Das geht es einem Jahrbuch der Sparkasse "La Caixa" hervor. Der spanische Hotelierverband schätzt, dass es in Spanien rund 1,5 Millionen touristische Wohnungen und Häuser gibt, die sich offiziellen Kontrollen und natürlich auch der Besteuerung entziehen. Diesen schwarzen Teil des Tourismus-Sektors will die spanische Regierung austrocknen. Dazu habe sie, so die spanische Presse, die touristisch genutzten Wohnungen und Häuser aus der Anwendung des Mietgesetzes LAU herausgenommen, um unlauteren Wettbewerb zu beenden. Saisonvermietung war, auch in nicht auf Qualitätsstandards kontrollierten Ferienwohnungen/-Häusern erlaubt, wenn die Einnahmen angegeben und versteuert wurden. Damit soll es neuen gesetzgeberischen Bestrebungen zufolge zuende sein, für Ferienvermietung eine Lizenz notwendig sein, wie in britischen und spanischen Medien zu lesen ist. Privates Anbieten von Ferienwohnungen und -Häusern könnte dann ohne eine entsprechende vorherige Registrierung illegal sein. Für künftige längerfristige neue Mietverhältnisse ist ab Juni ein Energiepass Voraussetzung, wenn es legal zugehen soll.
Seit Jahren hatten die Bundesländer -einige mit mehr, andere mit weniger Erfolg, darunter die Comunidad Valenciana, siehe die Grafik aus "El País" und einige Rathäuser- versucht, den "Schwarzanteil" unter den Ferienvermietungen zurückzudrängen. Jetzt will sich die Bundesregierung von Spanien in diesen Kampf einklinken.
Die Schwarz-Ferienvermietung im Land Valencia beträgt rund 80 %, in Andalusien knapp 74 %, in Katalonien zwei Drittel, auf den Balearen und den Kanaren unter 50 %.



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