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Zum Artikel:
Wasseramt fordert Lösungen: über 10.300 Häuser nicht am Kanalnetz
Sickergruben sollen gar nicht dicht sein, Kreislauf funktioniert gut
W.H., am 11.02.2019 um 14:08 Uhr
Sehr interessant!
Seit wann sind denn Sickergruben dicht? Schon der Name sollte einem verraten, dass Wasser aus Sickergruben versickert. Wenn es das nicht täte, wären es Abwasserdepots, ich kenne aber niemand der so was in Javea hat. Wir alle haben Sickergruben und was da drinnen bleibt muss von Zeit zu Zeit abgesaugt werden. Das Wasser versickert, wenn das Ding richtig gebaut ist und landet dann in den illegalen Brunnen in der Nachbarschaft, sonst gäbe es am Montgo nur leere Brunnen. Wovon sonst sollten am Montgo die Brunnen sonst gespeist werden, wenn es nur alle halben Jahre mal richtig regnet. Und weil das alle die einen Brunnen haben wissen, trinken die das auch nicht.
Funktioniert übrigens hervorragend dieser Kreislauf und schon sei Jahrzehnten, da muss man jetzt mal gar nichts ändern. Es gibt wichtigere Dinge.
Re: Sickergruben: nicht ideal, aber besser als Javeas Kläranlage
Kristina Olmedo Saez, am 17.02.2019 um 01:58 Uhr
Georg Du hast ja recht, ideal ist das mit den Sickergruben nicht, aber die meisten leisten de facto mehr, als die derzeit existierende Kläranlage, aus den vorher genannten Gründen. Aber bevor eben diese Kläranlage nicht erweitert und auf den letzten Stand gebracht wird, ist ein Anschluss aller Haushalte schlichtweg unmöglich. Und was da am Ende ins Meer verklappt wird, ist wirklich nicht appetitlich. Und zu Deiner Beruhigung: für den damals geplanten Anschluss der Haushalte und eine eventuelle Erweiterung der Kläranlage hat Brüssel keinen Heller bezahlt, versumpft ist da also zumindest kein dafür bestimmtes Geld...
Re: Sickergruben: klären besser als Jáveas (zu kleine) Kläranlage
Kristina Olmedo Saez, am 15.02.2019 um 01:20 Uhr
Interesantes und sehr ergiebiges Thema. Es gab schon vor Jahren eine Initiative des Rathauses, alle aushalte an die Kläranlage anzuschliessen. Und der Auftrag war sogar schon fast vergeben. An Acciona. Die hielten damals sogar, nachdem die Bürger mobil machten, "Informations"Vorträge, wobei von Information da nicht wirklich die Rede sein konnte. Man fühlte sich schon leicht auf den Arm genommen.
Weiter zum Thema: die Kläranlage von Jávea ist viel zu klein, um alle Haushalte anzuschliessen, besonders im Sommer ist die Kapazität viel zu gering. Darüberhinaus hat es die Generalidad von Valencia bis heute nicht geschafft, die Anlage auf ein vernünftiges Niveau zu bringen. Sprich, geklärt ist das, was da raus kommt, nicht wirklich. Es fehlt immer noch die Terziärphase, ohne die das "geklärte" Abwasser nicht einmal für Beregnungszwecke verwendet werden kann. Die Brühe wird also nach wie vor ins Meer verklappt. Unappetitlich. Zum Thema Sickergruben: laut EU-Norm müssen die individuellen Gruben über ein Zweikammersystem verfügen, und zwar nicht nur aus "Bloques" zusammengepatscht, so wie das früher Gang und Gebe war, sondern ein hermetischer Behälter, der nur nach der zweiten Kammer das durchaus brauchbar geklärte Nass herauslässt. Als Trinkwasser nicht brauchbar, aber idR besser geklärt, als das was aus der Kläranlage kommt.
Fazit: bevor die Generalidad nicht das ihre tut, um die Klärung aller Abwässer mit einem Dreiphasensystem zu garantieren, ist das ganze Geplärre nichts als Geplärre.
Re: Sickergruben: Wo blieben Kanalisationen und EU-Millionen?
Georg Peter Wetzel, am 14.02.2019 um 15:18 Uhr
...überlegen Sie einmal wieviel tausende Sickergruben mit funktionierender Versickerung auf engstem Raume hier existieren und was halten Sie dann von der permanenten Grundwasserverseuchung - eben, weil es diese seit vielen Jahren gibt. Und was halten Sie von den vielen Millionen die Brüssel vor vielen Jahren bereits nach hier tranferiert hat zur Abschaffung und Einschränkung dieser permanenten Verseuchung. Wo sind die Kanalisationen und wo sind die Millionen verblieben.
Re: Sickergruben: Erste Kammer muss wohl dicht sein
Jörg, am 12.02.2019 um 02:38 Uhr
Ist zwar richtig, dass Sickergruben zwecks Versickerung nicht dicht sein können, aber ich glaube, dass der Verfasser die erste Kammer der Versickerungsanlage gemeint hat, die soll und muss dicht sein, damit nur die dünnflüssigen Abwasser in die Zweite Versickerungskammer gelangen. Ansonsten wär die Versickerung nach kürzester Zeit nicht mehr gegeben. Inzwischen gibt es auch schon aufwändigere Systeme, die anschließend nur noch Kompost und giesswasser für die Pflanzen übrig lassen.
Unser Haus hat noch das normale Zweikammersystem und leeren ist nur so alle 5 bis 10 Jahre notwendig
Re: Sickergruben gut: Ferienwohnungssiedlungen dauergrün
J.W. Härtel, am 12.02.2019 um 02:38 Uhr
Sehe ich genauso. An der Küste, in den Ferienwohnungssiedlungen wäre es nicht hab so dauergrün, gäbe es keine Sickergruben.

Richtige Handhabe ist natürlich Voraussetzung.