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Zum Artikel:
Schülerzahl der Valenciano-Kurse wächst auf fast 60
Valenciano - Sprache unseres "Gastlandes"?
hj_allemann, am 30.11.2017 um 04:07 Uhr
Es gibt 2 Sprachen in der Provinz Valencia: Spanisch und Valenciano. Laut einer Statistik der ABC-Zeitung nutzt fast 2/3 der Einwohner kein Valenciano.
Schüler werden durch die aktuelle valencianische Politik gezwungen, Valenciano zu lernen. Das diskriminiert diejenigen, denen von den Eltern nicht geholfen werden kann, wenn diese kein Valenciano sprechen.
Im übrigen habe ich Schwierigkeiten mit dem Begriff "Gastland". Wir sind EU-Bürger mit allen Rechten und Pflichten. Wenn wir keinen spanischen Pass haben, haben wir trotzdem das aktive und passive Wahlrecht auf lokaler Ebene. Nutzen wir es, um uns gegen den Valenciano-Zwang zu wehren. Mehr Infos unter: www.hispanohablantes.es
Re: Valenciano - D-Rentner ahnungslos, aber mischen sich ein
Alexa, am 15.12.2017 um 09:06 Uhr
Hallo Einmischer,
wir werden es den deutschen Rentner niemals abgewöhnen, dass sie sich in die Belange Spaniens einmischen. Viele lernen auf Grund ihres Alters sie Sprache nicht mehr. Damit verstehen sie vieles nicht und bekommen auch vieles nicht mit. Ihnen fehlt der Kontakt zum normalen spanischen Alltag, den man eigentlich nur erleben kann, wenn man nicht in einer Urbanisation lebt, sondern wirklich in Dörfern, wo fast nur Spanier leben. So bleibt ihnen der endgültige Zugang zur Kultur, zu Sitten und Gebräuchen verwehrt. Die wissen dann auch nicht, dass überall an der Costa Blanca, und bis weit ins Hinterland schon seit vielen Jahren schon von Geburt an Valenciano und Spanisch gesprochen wird.
Da diese Rentner sehr viel Zeit haben, treffen sie sich fast ausschließlich mit anderen deutschen Rentnern und fangen irgendwann an sich über alles und jeden aufzuregen. Da kann man ihnen noch so viel erklären. Man ist aber nun mal nicht involviert, wenn man mal ein paar Sätze mit seinem spanischen Poolpfleger gesprochen hat, oder gar gegen Abend noch als Gast auf der Kommunion der Kinder war. Wer sich auskennt, wüsste, dass die Gäste, die gegen Abend zu so einem Fest kommen dürfen, nicht so wichtig sind.....
Re: Valenciano - Humor ist wenn man trotzdem lacht
Mein Name ? Einmischer., am 14.12.2017 um 08:24 Uhr
Herr Allemann (sind Sie Deutscher oder Schweizer), falls letzteres, dann koennten Sie verstehen, das so ein Satz . " ... Bewegung, hauptsächlich getragen von Spaniern verschiedener Nationalitäten ..., Stoff waere fuer Baslerfasnaechtler und ihre Schnitzelbankverfasser. Ja was nun, Spanier oder Gaeste aus dem Ausland die sich in innerspanische, besser gesagt valenzianische Kultur einmischen ? Widerstand, ueber alles Landesgrenzen hinweg, gegen Stierkampf ist nachvollziehbar, aber doch nicht gegen eine jahrhunderte bestehende Regionalsprache.

Zu Ihren Verfassungsfragen nur so viel; ich denke nicht daran fuer Sie mit Google die Verfassung zu suchen und wenn ich die Moeglichkeitsform benutze, dann aus dem
Grund weder Verfassungsrechler noch Jurist zu sein.
Die Haltung der EU gegenueber den katalanischen Separtisten bestaerkt mich in der Annahme, dass Einmischung in Bereiche der Verfassung ihre Grenzen haben.

Welche Legitimation der europaeische Gerichtshof zur Klageeinreichung verlangt, das entzieht sich meiner Kenntnis. Der von ihnen zitierte "ABC - Klub" kann das ja mal klaeren.
Ihre Unterstellung, so verstehe ich es, in der spanischen Verfassung stehe Unsinn, das ist starker Tobak.
Der Vorwurf der Halbwahrheiten ist eine offene Angelegenheit, denn Sie liefern keine Beweise wer, wo, wie und erst noch undemokratisch der Schule Valenciano aufzwingt. Fakt ist, dass die Verfassung klar festhaelt, Valencia ist eine zweisprachige Region. Ich sehe beim besten Willen nicht, was daran undemokratisch ist, dies im Gegensatz zu ihrer Polemik, die fragen laesst, ob das Minderheitsanliegen des "ABC-Klub" eine Mehrheit findet.
Bald ist 21. Dezember und Spanien, die Welt wird erfahren, wie echte Spanier (nicht zugewanderte Gaeste) mit separatistischen Sonderwuenschen umgehen.

Zum Schluss verfestige ich meine Meinung, wer mit Kultur, dazu gehoert Sprache, nicht warm werden kann, die/der lebt eindeutig am falschen Ort und die allerwenigsten sind schicksalhaft dazu gezwungen.

Warum eigentlich bleiben Sie, Frau Härtel, die ABC-ler in der Region Valencia kleben ?
Muss anstrengend, ja schrecklich sein so unzufrieden hier zu leben.
Mir egal, mir gefaellts, mit und ohne Valenciano, verstehe mich praechtig mit den Menschen hier. Das der Grund warum ich mich einmische, fuer meine neue Heimat einstehe, denn Heimat ist fuer mich Land und Ort wo ich mich wohl fuehle.
Nicht nur valencian. Kultur, auch (vollständige) Fakten respektieren!
hj_allemann, am 13.12.2017 um 00:00 Uhr
Der Einmischer schreibt: "Valenciano ist in der Verfassung verankert." Ja und? Ich kenne die spanische und/oder valencianische Verfassung nicht und bin auch kein Jurist. Ich weiß aber, daß ich hier das Recht habe, auf Spanisch mit den Behörden zu kommunizieren, genauso wie auf Valenciano. Ist ja auch völlig OK so und ein vollständige Tatsache.

Ferner schreibt der Einmischer: "Wer mit Valeciano fuer Schueler ein Problem hat, der ist am falschen Ort ansaessig und hat allein auf Grund der Verfassung das Recht nicht unbedingt auf seiner Seite".

Vielleicht ist der Einmischer so freundlich und gibt mal einen Hinweis darauf, wo man die Verfassung(en) im Netz findet und insbesondere, wo da steht, daß man am falschen Ort ansaessig ist, wenn man nicht einverstanden ist mit der Schulpolitik, also, daß man nicht für seine Rechte und für eine Änderung der Schulpolitik eintreten darf. Eine so eklatante Verletzung demokratischer Regelungen wäre es doch wert, vor den europäischen Gerichtshof getragen zu werden und ich frage mich, warum das noch nicht geschehen ist - oder steht so ein Unsinn gar nicht in der Verfassung? Wie sind da die Fakten?

Mir kommt der Verdacht, daß der Einmischer von der Verfassung genauso wenig Ahnung hat, wie ich, denn er fragt anschließend: "Ihr Recht als EU Buerger ... koennte genau bei der Einmischung in die Verfassung eingeschraenkt sein." KÖNNTE? Wenn der Einmischer sich so gut auskennt, warum schreibt er dann nicht "ist" oder "ist nicht".

Alexa hält die Aussage, Schüler würden zum Valenciano gezwungen, für dumm und merkt an: "An der Costa Blanca wird Valenciano gesprochen. Und zwar von Geburt an. Es gibt Familien, da lernen die Kinder erst im Kindergarten/Vorschule spanisch." Richtig! Gilt aber offensichtlich nur für eine Minderheit an der Costa Blanca. Das zeigt die Statistik der abc.es, die ich in meinem ersten Beitrag zitiert habe. Wieder eine Halbwahrheit! Ich gebe zu, wer so mit Halbwahrheiten argumentiert, ist wahrscheinlich gar nicht dumm, aber ich frage mich, in wessen Interesse arbeitet er?

Es ist eine politische, nationalistische Minderheit, die in den letzten Jahren dazu übergegangen ist, Valenciano immer mehr zu erzwingen. Dagegen formiert sich eine Bewegung, hauptsächlich getragen von Spaniern verschiedener Nationalitäten, unter www.hispanohablantes.es.

EU-Bürger sind herzlich eingeladen, diese Bewegung zu unterstützen. Die Abschaffung des Zwangsvalenciano in Schulen wird zwar nicht von heute auf morgen gelingen, aber wer nichts dagegen unternimmt, wird auf jeden Fall verlieren.
Re: Castellano: in manchen valencianischen Schulen nur sporadisch
J.W.Härtel, am 12.12.2017 um 01:40 Uhr
Alexa,
diese wenig freundliche Ausage gegen H.J.Allemann, seine Aussage wäre DUMM, lässt einen wirklich ins Grübeln kommen.

Was ist denn dann DEINE Aussage?

***********************************

"Leute, wann merkt ihr es endlich. An der Costa Blanca wird Valenciano gesprochen. Und zwar von Geburt an. Es gibt Familien, da lernen die Kinder erst im Kindergarten/Vorschule spanisch."

************************************

Tatsache ist, dass nur max. 65 % der Valencianos valenciano sprechen, und zwar vorwiegend in den ländlichen Gebieten. Nicht in Valencia und in den grösseren Städten. Dazu kommen die Spanier aus anderen Bereichen in Spanien die selbstverständlich kein Valenciano sprechen und auch nicht sprechen wollen und ganz besonders nicht wollen, dass ihre KInder das lernen müssen, weil sie es als sinnlose Zeitverschwendug halten.

Wer hier DUMM ist, kann nun jeder selbst entscheiden.

Natürlich kann die Comunidad Valenciana ihren Kurs durchziehen. Das wird ihnen niemand verwehren. Aber sie müssen sich an die Vereinbarungen halten und sie sollten sich überlegen ob das wirtschaftlich im eigenen Interesse ist.

Extreme, politische Strömungen laufen nur allzu oft ins Leere und in die Katastrophe, siehe Katalonien.

Wer kann im Ausland Valenciano und wie wollen die Valencianos Kontakte ins Ausland pflegen ohne korrektes Spanisch?
Castellano kommt in manchen valencianischen Schulen nur noch sporadisch vor, wo sollen sie es denn lernen?
Re: Valenciano - Nun wird Diskussion zu lacherlicher Rechthaberei
Mein Name ? Einmischer., am 11.12.2017 um 22:31 Uhr
Frau Härtel,

Sprache und deren Umgang wird auch in Valencia nicht gehandelt, ist es doch keine Ware.
Wie in den vielen Gemeinden der Region der Unterricht gehandhabt wird, das weiss ich nicht, kann es auch nicht nachpruefen.

Mit dem nachstehenden Satz diskreditieren Sie sich gewaltig.

" Es geht nicht darum ob Valenciano hier gesprochen wird oder nicht. Es geht auch nicht darum ob in der Schule Valenciano gelehrt wird. Es geht aber sehr wohl darum wie diese Angelegenheit gehandelt wird."

Sie liefern verallgemeindernde Unterstellungen, spielen sich als Sprecherin einer, meine Einschaetzung, Minderheit auf, die aus irgendwelchen Gruenden mit Valenciano und Schule ein Problem haben. Ihr Einwand drei Sprachen lernen sei Ueberforderung ist ein Generalwitz, betrifft auch nur Deutsche, andere Zugewanderte, die weder noch sprechen, also kein Spanisch, kein Valenciano und kein Englisch. Bleibt noch zu ergaenzen, dass man nie leichter eine Sprache lernt als in jungen Jahren. Begegne hier oft Kindern die "checken", dass ich kein Spanier und sie sprechem mit mir Englisch, freuen sich und staunen wenn ich dann etwas Spanisch reagiere. Es ergaben sich schon koestliche Unterhaltungen, ganz ohne Valenciano, das die Kinder auch drauf gehabt haetten.
Die "Zumutung", drei Sprachen im Unterricht, erleben Schweizer Schueler im deutschsprachigen Teil, sie werden "zwangsunterrichtet" in Deutsch Schriftsprache, Franzoesisch oder und Englisch je nach Schulstufe. Alles wissenschaftlich anerkannt, nur bestritten von Banausen die hinter allem und jenem eine Kindesueberforderungg sehen.

Mir scheint, nun ist alles gesagt zum Thema, ausser noch die Bemerkung, die UNESCO unterstuetzt ein Programm zur Erhaltung von Sprachen, Teil der Kultur von Regionen, diese oft vom aussterben bedroht. Sie und Herr Allemann kaempfen gegen Windmuehlen und unterstellen, dass alles politisch motiviert sei. Ja, das war es, als Franco Valenciano verbot.
Zum Schluss wiederhole ich meine Meinung mit der Ansicht, dass nur sehr wenige "gezwungen" sind in der praechtigen Region Valencia zu leben, sicher nicht die Gaeste herkommend aus allen Windrichtungen.
Re: Immer mehr Valenciano an Schulen, gegen Vereinbarungen
J.W.Härtel, am 11.12.2017 um 00:11 Uhr
Wenn sie meinen, sie können falsche Fakten hier zur Wahrheit werden lassen, dann irren sie.

Selbstverständlich werden die Schüler gezwungen Valenciano zu lernen.

In der Comunidad Valencia wohnen viele Menschen die keine Valencianos sind. Die haben mit Sicherheit kein Interesse an einem Unterricht in Valenciano.

Genügend geborene Valencianos wollen nicht, dass ihre Kinder Schulunterricht hauptsächlich in Valenciano bekommen.

Ausserdem gibt es gerade hier an der Küste und in Valencia viele Zugereiste, die nur für eine absehbare Zeit in der Comunidad sind. Für deren Kinder ist Valenciano reine Zeitverschwendung.

Stimmt, es wurde eine Vereinbarung getroffen:
Entweder man wählt den Valenciano Zweig, dann wird eine bestimmte Anzahl Stunden Valenciano gelehrt, aber auch Castellano. Beispielsweise im Verhältnis 6 zu 4.
Oder man wählt den Castellano Zweig, dann ist es umgekehrt.
Im Laufe der Zeit, wurde aber dieses System pervertiert. Gegen die Vereinbarungen wurde immer mehr Valenciano gelehrt und immer weniger Castellano. Nun ist es so, dass Castellano nur noch wie eine Fremdsprache behandelt wird. Das ist das Problem!

Doch, es lohnt sich schon, darüber zu sprechen, ob Valenciano eine eigenständige Sprache ist oder nur ein Dialekt. Denn dann ist die jetzige Situation noch bizarrer. Eine Erbsenzählerei ist das nun wirklich nicht, daran sieht man aber, dass sie das Problem immer noch nicht erkennen.

Es geht nicht darum ob Valenciano hier gesprochen wird oder nicht. Es geht auch nicht darum ob in der Schule Valenciano gelehrt wird. Es geht aber sehr wohl darum wie diese Angelegenheit gehandelt wird.

Ständig wird gegen die Vereinbarungen verstossen und die Eltern sind machtlos gegen diese Gewichtung der Spachen zugunsten des Valencianos.

Die meisten Eltern glauben nicht, dass ihre Kinder das ganze Leben in der Com. Valencia verbringen wollen und da kann es ein Problem darstellen, wenn sie Castellano nicht perfekt in Wort und Sprache beherrschen. Ausserdem wäre es den Eltern lieber, wenn ihre Kinder Englisch lernen könnten. Drei Sprachen gleichzeitig ist für Schüler nicht so einfach und in den Augen vieler Eltern eine völlig unnütze Belastung.

In Spanien, mit einer derart hohen Arbeitslosigkeit ist es keinesfallls unwichtig wo man arbeitet und aussuchen kann man sich das schon garnicht. Allerdings muss man, um hier zu existieren, das bestmögliche Rüstzeug erlernen und das ist Valenciano keinesfalls.

Ihr Schweizer Beispiel ist wirklich interessant. Wieviele Schweizer können nicht richtig Deutsch schreiben? Klar woher denn auch, wenn man das Geschriebene nie spricht.

Meiner Meinung nach, sind in der Com Valencia mehr Eltern gegen diese Handhabung mit dem Valenciano, als dafür.

Re: Valenciano - "Experten" ohne echte Kontakte zu Spaniern
Alexa, am 11.12.2017 um 00:11 Uhr
Was für eine dumme Aussage: " Schüler werden durch die aktuelle valencianische Politik gezwungen, Valenciano zu lernen...."
Leute, wann merkt ihr es endlich. An der Costa Blanca wird Valenciano gesprochen. Und zwar von Geburt an. Es gibt Familien, da lernen die Kinder erst im Kindergarten/Vorschule spanisch.
Aber das sind immer diese Experten, die in Spanien leben ohne jegliche echte Kontakte zu Spaniern.
Re: Valenciano - Auch, nebst Kultur, die Verfassung respektieren
Mein Name ? Einmischer., am 10.12.2017 um 01:13 Uhr
Herr / Frau Allemann,

im Beitrag vom 30.11.2027 ist bereits der erste Satz, diese Aussage: " Schüler werden durch die aktuelle valencianische Politik gezwungen, Valenciano zu lernen...." falsch, bewusst politisch polemisch.
Valenciano ist in der Verfassung verankert. Punkt.
Ueber die Erbsenzaehlerei ob Dialekt, ob Gastland oder nicht, da lohnt sich nicht zu diskutieren.
Ihr Recht als EU Buerger (sind Sie es ueberhaupt ? Allemann ist ein Schweizer Geschlecht, notwendig also Deutscher oder Oesterreicher) koennte genau bei der Einmischung in die Verfassung eingeschraenkt sein. Sie muessten also genuegend Spanier finden fuer einen Antrag auf Verfassungsdaenderung.
Eine Unterstuetzung durch die EU koennen Sie vergessen wie das Beispiel Katalonien zeigt. Bruessel sagt klar, die EU mischt sich nicht in innerstaatliche Probleme ein.
Die Demo von angeblich 45'000 Spaniern vor drei Tagen in Bruessel, eine wirkungslose Aktion.
Noch zum Thema Eltern mit schulpflichtigen Kindern. Egal ob Spanier, EU Buerger, woher die Menschen auch immer kommen, die alle muessen wissen auf was sie sich bei Niederlassung in der Region Valencia einlassen. Die Schulordnung schreibt den zweisprachigen Unterricht vor. Punkt.
Ich weiss nicht ob es zulaessig waere, die Kinder in eine Privatschule mit nur Spanisch oder einer andern Sprache zum Unterricht zu schicken. Wer mit Valeciano fuer Schueler ein Problem hat, der ist am falschen Ort ansaessig und hat allein auf Grund der Verfassung das Recht nicht unbedingt auf seiner Seite. Eine allfaellige Verfassungsaenderung braeuchte Jahre und bis dann sind die Kinder wohl bald erwachsen ...
Re: Valenciano - Kultur respektieren, aber Rechte wahrnehmen
hj_allemann, am 09.12.2017 um 00:11 Uhr
Anlaß meines Leserbriefes war ein Zitat aus dem Artikel "Schülerzahl der Valenciano-Kurse wächst auf fast 60". In diesem Artikel rieb ich mich an der Formulierung: "Sprache unseres 'Gastlandes'"

In diesem Forum gibt es Kritik an meiner Formulierung "EU-Bürger". Kann schon sein, daß es diesen Begriff im streng juristischen Sinn nicht gibt, Tatsache bleibt aber, daß ich als Bürger eines EU-Mitgliedslandes die gleichen Rechte wie ein Spanier habe, mit extrem wenig Ausnahmen, wie z.B. dem Wahlrecht zum nationalen Parlament oder Erwerb eines spanischen Passes. Ich habe hier gearbeitet und beziehe jetzt auch spanische Rente und bin sozialversichert. Ich kann meine Rechte einklagen und mich letztlich auch an die EU-Justiz wenden. Das hat mit Gastland, Gastrecht etc. nichts zu tun.

Ob Valenciano Sprache oder Dialekt ist, ist wohl eher eine Frage für Sprachwissenschaftler und hier nicht entscheidend. Tatsache ist: "Seit 1982 ist das Valencianische gemäß Artikel 7.2 des Autonomiestatuts von Valencia neben dem Spanischen Amtssprache der Region." (Wikipedia). Also: Valenciano ist NICHT die 'Sprache unseres "Gastlandes"', sondern es gibt ZWEI Amtssprachen in unserer Provinz.

Interessant ist nun, daß lt. Statistik der ABC fast 2/3 der valencianischen Einwohner kein Valenciano nutzt. Trotzdem ist für alle, die hier seit mindestens 20 Jahren leben und eine der beiden Amtssprachen sprechen, erkennbar, daß Spanisch immer mehr verschwindet und durch Valenciano, also der Hauptsprache einer Minderheit, ersetzt wird.

Wenn Eltern nicht die Sprache Ihrer Kinder bestimmen können, ist das nicht nur Freiheitsberaubung. Das ist besonders schlimm, wenn die Eltern kein Valenciano verstehen. Sie können die Kinder, die in Zwangsvalenciano unterrichtet werden, dann auch nicht unterstützen. Das ist Diskriminierung.

Gegen diese Diskriminierung (nicht gegen die Verwendung diverser spanischer Amtssprachen) gibt es jetzt eine wachsende Bewegung, die sich im web unter "www.hispanohablantes.es" organisiert und der auch viele Valencianos angehören. Ich schlage vor, diese Bewegung zu unterstützen.

Noch etwas zu zweisprachigen Regionen in Deutschland (nicht alle wissen, daß wir derer mehrere haben). Ein Beispiel findet sich hier: (de.wikipedia.org/wiki/Cottbus). Beim Blättern auf dieser Seite sieht man, wie ein zweisprachiges Ortseingangsschild aussieht: Cottbus und Chóśebuz (Letzteres ist Sorbisch, eine slawische Sprache ähnlich dem Polnischen). Solche zweisprachigen Ortsschilder verschwinden in unserer Provinz immer mehr. In Cottbus wird auch kein Schüler gezwungen, Sorbisch zu sprechen oder zu lernen. Die sorbischen Eltern, die das wünschen, können ihre Kinder auf eine entsprechende Schule schicken. Ein Vorbild, das ich mir für die Provinz Valencia wünsche. Zur Vorbeugung: Ich will nicht sagen, daß Deutschland generell als Vorbild für andere Staaten gilt oder gelten soll, aber wo es so ist, kann man es auch ruhig benennen.

Also bitte liebe Leser: Respektiert die valencianische Kultur und die Sprache oder Dialekt! Aber nehmt auch Eure Rechte wahr! Wendet Euch gegen Zwangsvalenciano und die damit verbundene Diskriminierung von nicht-valencianischen Eltern.
Re: Valenciano - Spanische Gelassenheit hilft
Mein Name ? Einmischer., am 05.12.2017 um 23:40 Uhr
Tami und Boge haben es erkannt, egal ob Sprachfede fuer nichts und wieder nichts, oder Separatistenzwaengerei, nun wage ich was ich selbst verpoene, die Verallgemeinerung, trotzdem die Behauptung, die Mehrheit der Spanier aergert sich ueber so Diskussionen oder nimmt sie gar nicht wahr. Wenn, dann gibt es wichtigere Probleme im Land, das, was sehr erfreulich, auf Kurs zur Befreiung aus der schweren Krise scheint. Beim Erreichten ist auch unwichtig, welche politische Richtung den Weg zur positiven Entwicklung ebnete. Ein Umstand den auch Investoren nicht interessiert, umgekehrt Separatismus und Sprachenstreit durchaus negativ wirken koennen.
Und damit bin ich bei Frau Härtel gelandet, Europaerin ohne entsprechenden Pass, auf europaeische Rechte pochend, sich nicht bewusst, dass Deutsche, der Rest Europa, kein Sprachbeeinflussungsanspruch in irgend einer europaeischen Region hat. Ist ja nett eine wissenschaftliche, einsame Gegnerin des Valenciano zu zitieren, die Mehrheit der Sprachwissenschafter sehen das gegenteilig. Wiki weiss nur was man ihm liefert und da ist die Dame nicht an erster Stelle, sondern die Geschichte des Valenciano, das sich als eigenstaendige Sprache ueber Jahrhunderte entwickelte. Sprache ist Sprache. Ob man sie als Dialekt oder was weiss immer bezeichnet, es istein Linguistenstreit und fuer das Volk ist dieser bedeutungslos. Dass ausgerechnet Nichtspanier daraus ein Politikum machen, ich wuerde sagen unnoetig, ja peinlich.
Witzig die Beschwerde gegenueber Sprache in Gemeindeparlamenten. Wer sich als Auslaender (Europaer), Gast in Land ausserhalb der Stammheimat politisch einmischen will, muss sich eben der Kultur anpassen, beide Sprachen lernen. Das ist z.B. in der CH voellig normal. Deutsch hat Mehrheit, aber es gibt Kantone mit Zweisprachigkeit, Deutsch und Franzoesisch. Wer mitreden will braucht Kenntnisse von beiden Sprachen. Schweiz ist damit nicht allein. Belgien, Niederlande oder norddeutsche Gebiete mit unterschiedlichen Parlamentssprachen sind ganz normal.

Frau Härtel, es gibt wichtigere Dinge auf unserem Planeten fuer die sie sich fanatisch einsetzen koennen, z.B. Kampf gegen Armut, Hilfe fuer hungernde Kinder. Wer weis, vielleicht berichten Sie uns uns ueber ein entsprechendes Engagement von ihnen, den Kaempfern gegen Valenciano, einer sehr alten Sprachkultur die niemandem schadet.
Re: Valenc. - "Dummer zurückgebliebener Spanier" ist Rassismus
Tami, am 05.12.2017 um 23:40 Uhr
Hallo Herr Boge,

danke fuer Ihre Anmerkungen.

Bei dem Meckern und Jammer "der meisten Deutschen" hatte ich konkret Bezug auf dieses Forum genommen. Und das entspricht nunmal leider der Wahrheit.
Ich lese leider kaum Positives von den Forumschreibern ueber unser Gastland Spanien und die Spanier.
Und ich nehme ausserdem konkret Bezug auf die Deutschen, mit denen ich beruflich zu tun habe. Auch hier erlebe ich fast ausschliesslich eine extrem negative und herablassende Art den Spaniern allgemein.
Dies koennen Sie wohl nicht nachpruefen, aber glauben Sie mir, es ist so. Ich spreche nicht vom Hoerensagen, sondern davon, was ich tagtaeglich erlebe.

Wenn der Eindruck entstanden sein sollte, dass ich alle Deutschen weltweit gemeint habe, dann ist dieser falsch. Das habe ich nicht so geschrieben.
Es geht konkret um die Kommentare in diesem Forum und konkret um meine eigenen Erfahrungen. Das habe ich eigentlich klar gelassen.

Zum Thema Verallgemeinerung:
Ich komme leider nicht mehr darauf, welcher "schlaue Kopf" das mal gesagt hat, aber "Verallgemeinernde Uebertreibung ist ein Stilmittel des Sarkasmus und der Ironie".
Vielleicht ist dieser Sarkasmus nicht klar ersichtlich gewesen. Bin nun mal keine Journalistin/Schreiberin, sondern sage schlicht und einfach meine Meinung, auch wenn die manchmal nicht gerne gehoert wird.

Nicht zu vergessen, dass ich in einem vorherigen Kommentar beleidigt wurde. Das hat mich nicht gerade milde und tolerant gestimmt. Ich habe in dem Ton geantwortet, in dem ich angesprochen wurde.

Vielleicht gehe ich jetzt ein bisschen in der Definition zu weit, aber letztendlich ist der Tenor oft "der dumme, zurueckgebliebene Spanier". Das halte ich schlicht und einfach fuer Rassismus. Manchmal wird er ja sogar ganz offen ausgesprochen. Und da hoert bei mir die Toleranz definitiv auf.

Und abschliessend: Wenn Sie mir Worte in den Mund legen (Gartenzwerg betreffend), muessen Sie sich selbst den Spiegel vorhalten.

Nichts fuer ungut ;-)
Re: Valenciano - Sprache politisiert , Schüler gegängelt
Irene Prüfer Leske , am 05.12.2017 um 23:40 Uhr
Sie haben Recht, wehren Sie sich. Es ist höchste Zeit, wenn nicht schon zu spät, damit in der Comunidad Valenciana nicht dasselbe passiert, wie in Katalonien!Ich habe rund 50 Jahre im Erziehungsbereich als Professorin und als Mutter von 3 Kindern in der Schule beobachtet, was mit der "offiziellen Regionalsprache Valenciano" passiert: die Politisierung einer Sprache und Verdummung der Gängelung der zu Erziehenden.
Re: Valenciano - ein deutscher Rentner wird nichts ändern
Alexa, am 05.12.2017 um 23:40 Uhr
Tami, mir ergeht es genauso. Nie hat sich einer unserer Freunde darüber beschwert, dass ich nicht korrekt Valenciano spreche. Im Gegenteil, sie waren immer mit Rat und Tat und Übersetzungen zur Stelle. Außerdem musste ich fest stellen, dass mann sehr Valenciano, zumindest versteht, wenn man es jeden Tag hört.
Frau Härtel hat auch nicht schon seit ihrer Kindheit in Spanien gelebt. Und wenn sie meint, dass "die Valencianos" ihren Dialekt sprechen können, dann beweist sie ein weiteres Mal, das sie absolut falsch liegt. Das passiert ihr ja in ihrem Forum immer wieder...... Es sind die Spanier, die in der Communidad Valencia und darüber hinaus ihre "alte" Sprache sprechen, die unter Franko verboten war. Offensichtlich kann sie Dialekt und Sprache nicht von einander unterscheiden.. Valenciano hat eine eigene Grammatik und muss man genauso lernen, wie eine andere Sprache. Das ist es aber, was viele deutsche Rentner einfach nicht begreifen wollen. Und wenn Frau Härtel in Schwaben leben würde, müsste sie auch damit rechnen, dass überall dieser unsägliche Dialekt gesprochen wird. Auch auf Gemeindeversammlungen. In jedem Land der Welt muss ich mich den Gegebenheiten anpassen. Da muss sich doch kein deutscher Rentner darüber aufregen, wenn er in Spanien nicht seine starren Regeln und Gesetze durchsetzen kann. Ändern wird er/sie jedenfalls nichts.
Re: Valenciano-Zwist: empfehle beiden Seiten mehr Lockerheit
Tami, am 05.12.2017 um 02:40 Uhr
PS:

Ich habe vergessen zu erwaehnen, dass ich zwar schon sehr lange in Spanien lebe, aber in der Comunidad Valenciana "erst" seit knapp 15Jahren.
Bis heute spreche ich leider nicht fliessend Valenciano, weil ich mit castellano nie Probleme hatte. Selbst in unserem Bekanntenkreis, in dem fast ausschliesslich Valenciano gesprochen wird, wird das Thema mit viel Humor genommen (wenn ich mal wieder die Pointe eines Witzes nicht verstehe :-) und nicht mit fanatischer Verbissenheit.

Vielleicht hatte ich bisher einfach nur Glueck, aber auf fanatische Verfechter von ausschliesslich Valenciano bin ich bisher noch nicht getroffen.

Ich empfehle beiden Seiten, einfach ein bisschen lockerer an die Sache heranzugehen...

Fanatismus ist immer destruktiv!
Re: Dieses Forum zeigt Mecker-Gesinnung der meisten Deutschen
Tami, am 05.12.2017 um 02:40 Uhr
Herr/Frau Haertel,

Verallgemeinernd? Vielleicht... mea culpa
Beleidigend? Definitiv nicht....
Ich finde einige IHRER Bemerkungen hingegen sehr wohl beleidigend.
Z.B. die Bemerkung, zu dem Niveau der Menschen, mit denen ich verkehre.
Ich will Ihnen trotzdem antworten: Privat verkehre ich mit Menschen, die ich mir selbst aussuchen kann und die eine aehnliche Vorstellung haben, wie ich. Welche das ist, koennen Sie wohl aus meinem vorherigen Kommentar schliessen.
Beruflich kann ich es mir leider nicht aussuchen und ich "verkehre" fast ausschliesslich mit Auslaendern (hauptsaechlich Deutschen, Franzosen und Englaendern). Und genau diese Erfahrungen, die ich dabei gemacht habe, hat mich diese Meinung bilden lassen.
Ausserdem brauchen Sie doch nur in dieses Forum schauen und Sie sehen die Gesinnung der meisten Deutschen....
Im Prinzip wird eigentlich nur geschimpft und gemeckert und gejammert.
Ach.. und noch eine kleine Info am Schluss fuer Sie zum Thema "so lange koennen Sie ja noch nicht hier leben":
Ich lebe in Spanien seit ich ein Kind war und das ist schon einige Jahrzehnte her.
Frage beantwortet?


Anmerkung der Redaktion:
Wenn Sie ein paar Zeilen nach "Verallgemeinernd? Vielleicht... mea culpa" von einer Schimpf-, Mecker- und Jammer-Gesinnung der meisten Deutschen sprechen, dann beweisen Sie eine erstaunliche Fähigkeit zu eben dieser Verallgemeinerung und empfinden offenbar Ihre "culpa" daran weniger als Schuld denn als Tugend. Denn ein erneutes "Versehen" braucht man Ihnen bei dieser eindeutigen Festlegung auf Jammerigkeit, Meckerseligkeit und Schimpfwut bei den meisten Deutschen nicht zu unterstellen.
Eine gewagte These von Ihnen, dass die Meinungen in diesem Forum die "Gesinnung der meisten Deutschen" repräsentieren... Als Herausgeber könnte ich das als schmeichelnd empfinden, halte es jedoch nicht nur, aber schon allein aus demographisch-geographischen Gründen für nicht zutreffend, um es milde auszudrücken.
Mit solchen Verallgemeinerungen tue ich mich prinzipiell schwer, aber wenn es dabei, wie meistens, ums Negative geht, erst recht. Gar zu schlicht, eine solche Sicht: EINE Gesinnung, und die wird dann auch noch von den meisten Deutschen geteilt? Und die Unterschiede liegen dann nur noch in der Farbwahl für den Gartenzwerg im Vorgarten?
Ich würde fast wetten, dass Sie das vielleicht nicht so krass meinen, wie Sie es geschrieben haben.
Da waren Sie in anderen Threads mit den praktischen und meiner Meinung nach voll zutreffenden Kurz-bündig-und-zutreffend-Empfehlungen wie "Fehler werden gemacht - Kontakt mit Iberdrola bringt mehr als Meckern im Blog" oder "Kulanz-Gutschein bei selbst verschuldetem Fehlkauf ist zuvorkommendes Entgegenkommen eines Händlers" oder "empfehle im Valenciano-Streit beiden Seiten mehr Lockerheit" auf angenehme Weise weit weg von meckerig-verbissener Verallgemeinerung, derer sie "die meisten Deutschen" hier (y en el mundo mundial, denn einen Zusatz "an der Costa Blanca" gibt es nicht) zeihen. Mit dem Hinweis auf "die Gesinnung der meisten Deutschen" dann nicht mehr ganz so weit weg...

Carl-Georg Boge, Hsg. costa-info.de
Re: Valenciano - wird in allen Bereichen mit Gewalt durchgepeitscht
J.W.Härtel, am 05.12.2017 um 02:40 Uhr
Sehr geehrter Herr Mein Name?

Niemand hat ein Problem, wenn die Valencianos hier ihren Dialekt sprechen wollen.

Aber es sind zum Beispiel die Gemeinderatssitzungen in Valenciano!!!
In Geschäften kommt man mit Castellano gut durch, das stimmt. Diese haben ja auch ein Interesse daran, dass sie verstanden werden.
Aber viele Veröffentlichungen der Gemeinden sind nur auf valenciano.

Auf Behörden wird inzw. oft nur Valenciano gesprochen. Vor allem, wenn die Residenten etwas möchten, wie zum Beispiel Postzustellung.

Calpe wurde verklagt, weil man dort im Ayuntamento zu wenig Valenciano spricht!!!
Da herrscht ein grosser Druck aus dem Lager der extremen Strömungen. Nebenbei bemerkt, hat das bayrische oder plattdeutsche überhaupt nichts mit Valenciano zu tun, dass hier in ALLEN Bereichen mit Gewalt durchgepeischt wird und im öffentlichen Bereich mehr und mehr dominiert.

Ich fühle mich übrigens nicht als Gast in Spanien. Ich bin ein Europäischer Einwohner, der neben allen Pflichten auch einige Rechte hat, für die er sich nicht bedanken muss.
Re: Valenciano: Professorin Prüfer: keine eigenständige Sprache
J.W.Härtel, am 05.12.2017 um 02:40 Uhr
Hallo Alexa, hallo Mein Name?,

Ich wäre sehr vorsichtig mit ihren Behauptungen. Besonders Herr Mein Name?.

Sie behaupten ich lüge?
Überprüfen sie mal Ihre Quelle.

Sie verlinken aus einem Bericht der genau aus der Richtung kommt, die mit aller Gewalt (einzig und alleine aus politischen, seperatistischen Gründen) Valencia wie Katalonien, mehr und mehr aus Spanien loslösen möchten. Dazu müssen sie eine eigenständige Sprache vorweisen.

Sprachwissenschaftler haben schon lange festgestellt, dass Valenciano keine eigenständig Sprache ist. Eine davon ist Frau Prof. Irene Prüfer-Leske, von der Uni Alicante
https://de.wikipedia.org/wiki/Irene_Pr%C3%BCfer_Leske

Sie hat sich hier im Forum auch schon mit einem langen posting geäussert, in dem sie klar sagte, dass Valenciano KEINE eigenständige Sprache ist, sondern ein Dialekt des Katalan.

Wenn man sich die Mühe machen würde mal bei WIKI nachzulesen, bevor sie sich äussern, wäre das sehr zu empfehlen.

Wer sich auskennt, weiss, das in den Schulen gegen gesetzliche Regelungen, das Valenciano durchgepeischt wird und castellano stark vernachlässt wird. Was sagt uns das?

Ja Herr Mein Name? Valenciano ist neben Castellano Amtssprache. Das sagt aber mal noch garnichts.
Re: Valenciano - ist eine Sprache, kein Dialekt
Alexa, am 04.12.2017 um 12:24 Uhr
Hallo Einmischer, vielen Dank für die Ausführungen. Ob nun Frau Härtel alles verstanden hat? Wieviel Leute kennt sie denn, die wirklich spanisch sprechen? Die wenigsten deutschen Rentner, die in Spanien leben und sich über alles mögliche aufregen, können spanisch. Habe es auch nicht jahrelang an der VHS gerlernt.
Frau Härtel weiß ja noch nicht mal, dass Valenciano kein Dialekt, sondern, eine eigene Sprache ist. Was soll man zu so viel Ignoranz noch sagen....?
Re: Valenciano - Märchen und Lügen
Mein Name ? Einmischer. Wenn es wichtig ist., am 04.12.2017 um 12:22 Uhr
J.W.Härtel, Märchen lesen, im Film ansehen, im Radio der Erzählung zuhören, das bereitet Vergnügen. Ihre Schilderung gespickt mit Lügen sind ein Ärgernis. Zum Beispiel, Valenciano sei ein Dialekt.

Fakt ist : Valenciano ist eine jahrhundertealte Sprache. " Dank der Spanischen Verfassung von 1978 und der Valencianischen Landesverfassung von 1982 ist die valencianische Sprache wieder Amtssprache geworden. Eine neue Phase hat dann angefangen, in der sie in die Schulen, in die Medien (zwei Fernsehkanäle, mehrere Rundfunksender, Presse, usw.), in die öffentlichen Einrichtungen und sogar in einige private Einrichtungen eingeführt worden ist." Quelle und Erläuterungen : Das Valencianische — Eine Sprache des 21. Jahrhunderts http://www.valencian.org/alema/valsiglexxi.htm

Es ist schlicht Ihre Erfindung und Luege, dass wer kein Valenciano spricht, "nur" Spanisch beherrscht, als Gast oder Tourist in der autonomen Region Valencia aufgeschmissen ist. Ich spreche, nebst vielen andern Sprachen, nur Spanisch, kein Valenciano und habe weder bei Behörden, Bank, Post, Autowerkstatt, Elektriker, Blumenladen, Apotheke, sämtlichen kleinen oder grossen Läden nie eine Verständigungsschwierigkeit.

Es ist eine unverschämte Lüege zu behaupten, dass irgend jemand gezwungen ist Valenciano zu lernen. Ausgenommen Schüler, da das Ausbildungsgesetz auf Grund der Verfassung zweisprachigkeit im Unterricht verlangt.

Uns Ausländern, zugewanderten, Gäste im Land Spanien, der Region Valencia, steht es nicht an auf Kultur und Verfassung Druck auszuüben. Es ist eine Anmassung. Wie würden wohl der Freistaat Bayern, NRW oder Baden - Wuertenberg reagieren wenn Einwanderer, Türken, Spanier, Italiener die regionalen Spracheigenheiten bekämpfen ?

Kurzum, bevor Sie Tami und möglicherweise andere weiter beleidigen, sollten Sie sich einen Schubs geben und beherzigen, was Sie grossmaulig empfehlen ; besser informieren über den Stellenwert von Valenciano.

Re: Valenciano - radikale Kräfte beharren auf dem Dialekt
J.W.Härtel, am 03.12.2017 um 00:38 Uhr
Tami,

Ihre Unterstellungen finde ich sehr verallgemeinernd und beleidigend.

Es ist vielleicht früher so gewesen.
Die Menschen mit denen ich verkehre, haben vorher jahrelang Spanisch gebüffelt in der VHS oder mit Privatlehrer.(Vielleicht ist das eine Frage des Niveaus. Ich weiss ja nicht, mit wem Sie verkehren.) Nun kommen sie hierher und sollen auch noch Valenciano lernen? Das ist in hohem Maße unverschämt.
Auch viele Touristen können ein wenig Spanisch und müssen feststellen, dass es ihnen nicht viel nutzt.

Dieses Beharren auf Valenciano ist genauso den radikalen Kräften in der Com. Valencia geschuldet, wie in Katalonien. Auch Valencia hat ähnliche Unabhängigkeitsträume wie Katalonien.
Nur, dass Valeniano niemals als eigenständige Sprache anerkannt wird, es ist nur ein Dialekt. Vielleicht sollten sie sich vorher besser informieren, bevor sie die Menschen hier beleidigen.
Ich lebe sei 20 Jahren hier und spreche Spanisch, habe aber nie gearbeitet, also
bitte keine Verallgemeinungen.

Allzu lange können Sie nicht hier leben, sonst wüssten Sie, dass sich die Ausländer hier sehr wohl gegen Valenciano gewehrt haben, wie gegen das Küstenschutzgesetz (mehr gegen die Handhabung als gegen das Gesetz), gegen zu hohe IBI usw.
Re: Valenciano ! Aber zu dumm fuer Sprachen, Kultur und Land
Mein Name ? Einmischer. Wenn es wichtig ist., am 03.12.2017 um 00:20 Uhr
Es gibt keine EU Buerger, denn EU ist ein Staatenbund, ergo hat niemand einen EU Pass, was logisch bedeutet, nicht nur fuer die EU, dass alle Menschen die nicht Staatsangehoerige des Landes sind, in dem sie sich gerade aufhalten, sei es fuer Urlaub, geschaeftlich, kurz- oder langzeit Aufenthalter, meist geschaetzte Gaeste sind, ob die Wertschaetzung abhaenig von Benehmen oder Geld ist Ansichtssache.

Aber zu dumm fuer Sprachen, Kultur und Land, oder zu faul, zu ininteressiert sich ueber das Auswanderungsziel und seine Eigenheiten zu informieren, das ist die Kategorie der Meckerer und Gruender einfaeltiger Sprachplattformen wie von allemann eingespeist.
Valenciano ist kein Dialekt, es ist Amtssprache, hat eine sehr alte Geschichte und wird zum Erhalt auch unterrichtet. Ob politisch motiviert und Aergernis oder Unbewiesen, das zu beurteilen ist Sache der Bueger der autonomen Region Valencia.

Nur soviel noch zu Kultur und Sprache : Kein Muenchner, Stuttgarter kaeme auf die Idee nach Hannover oder Hamburg umzusiedeln wenn er weder Platt noch das klassische Hochdeutsch mag. Zwischen beidem noch jene Varianten, fuer sueddeutsche Ohren eher "spanisch".

Klar ist einzig eins, unqualifizierte Einmischung in Land wo man Gast, das schafft keine Freundschaften.
Von Sprachzwang zu reden und schreiben geradezu schizophren, niemand hat die nun jammernden gezwungen mit Sack und Pack, mit oder ohne Kinder fuer immer in die zweisprachige Region Valencia zu ziehen.
Vernunft waere Rueckzug, denn Valenciano hat so viel ueberstanden und bleibt, zu Recht, ist Mein NameTeil spanischer Geschichte, verganeglich dagegen die Einwanderer die hier einem Glueck nachrennen, das sie nie erreichen.
Re: Valenciano? - kein Kontakt, kein Interesse, keine Einmischung
Tami, am 02.12.2017 um 01:13 Uhr
Ich bin zwar auch der Meinung, dass durch die Unterrichtssprache Valenciano den Kindern kein Gefallen getan wird.
Darueberhinaus denke ich aber, dass die Auslaender in zwei Gruppen unterteilt werden sollten. Zum einen haben wir hier Gaeste, die ihren Ruhestand hier verbringen, keinerlei Kontakt zur spanischen Kultur und Lebensweise haben und auch kein Interesse daran haben, die Sprache zu lernen (sei es nun castellano oder valenciano). Ich denke, diese Gruppe sollte sich nicht in spanische Belange einmischen. Sie sollen die Sonne geniessen, weiter auf "die Spanier" schimpfen, und sich ansonsten heraushalten.
Anders sieht es mit Auslaendern aus, die hier ihr Arbeitsleben verbringen und deren Kinder hier zur Schule gehen. Wenn sie mit der aktuellen Politik nicht einverstanden sind, sollten sie sich engagieren.
Ob damit etwas erreicht wird, wage ich zu bezweifeln. Leider ist Politik allgemein (und nicht nur in Spanien) wenig buergerorientiert.