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Planung in Calpe: viel Geld für unsinnige Projekte
Werner Kitzig, am 14.06.2017 um 02:26 Uhr
Leserbrief
Nachdem ich in mehreren Zeitungen der Casta Blanca von den Neuen Projekten, die Calpe demnächst durchführen will, gelesen habe, bin ich erbost darüber, wie wieder einmal über 3.000.000 € zum Fenster hinaus geworfen werden, Geld das an anderer Stelle wesentlich sinnvoller eingesetzt werden könnte.
Die Idee mit dem Laufband oder der Rolltreppe in der Gabriel Miro, nur um Leute vom Plaza Colon in die Altstadt zu hieven, ist wohl ein verspäteter Aprilscherz, oder ein sog. „Schwabenstreich“. Hat man noch nicht aus dem Disaster des Klapperpflasters der Gabriel Miro gelernt, das jetzt nach wenigen Jahren schon wieder durch Zementfüllungen repariertverschandelt wird. Dieses Pflaster hat ebenso einige Millionen nutzlos verschlungen.
Ein Laufband wird noch dramatischer ausgehen. Ganz davon abgesehen, daß alle älteren Leute nun an den Geschäften vorbei rauschen, ohne etwas zu kaufen ( wie ist denn die Meinung der Geschäftslaute in Calpe ?) werden Reparaturen und Beschädigungen nicht ausbleiben. Die Kosten für den Betrieb des ständig laufenden Bandes werden auch entsprechend hoch sein. Dazu wird wieder einmal die Straße verschmälert, was auf Kosten der Parkplätze geht.
Hier könnte man doch sinnvoller elektrisch angetriebene Kleinbusse im 10 Minutentakt einsetzen, die die Gabriel Miro hoch- und die Calle Valencia abwärts fahren. Hier würden auch wieder sinnvolle Arbeitsplätze geschaffen, und man könnte die Dichte dieses Verkehrs den jeweiligen Bedürfnissen anpassen.
Ein weiteres Projekt ist die Brücke über die 332. Welch eine „Augenweide“, wenn man sich die bereits bestehende Fußgänger-Brücke ansieht. Warum denkt man hier nicht an eine Unterführung mit Rolltreppen. Dies wird in jeder Stadt mit einer vernünftigen Planung gemacht.
Ein weiterer Punkt ist die Erweiterung der Fahrradwege, um den Verkehr in der Stadt Calpe zu verbessern. In der Gabriel Miro habe ich noch nie einen Radfahrer gesehen, wohl aber laut knatternde, aufgemotzte Motorräder, gegen deren Belästigung das Ayuntamiento bisher auch noch nichts unternommen hat, obwohl es sich so sehr für den Tourismus hier einsetzen will.
Allein das bisher schon bestehende Fahrrad-System, das auch eine Menge ohnehin knapper Parkplätze verschlungen hat, wird nur spärlich benutzt, da die meisten Fahrradfahrer, sobald sie nur einen entsprechenden Helm und ein Vereinstrikot anhaben, ohnehin auf der Straße und nicht auf dem Fahrradweg fahren. Aber hier in Spanien darf man nicht viel gegen die Fahrradfahrer sagen, dies ist wie in Indien eine „heilig Kuh“.
Wenn ich also sehe, wie wieder einmal viel Geld für unnötige Dinge verschwendet wird, und an anderer Stelle Straßenbeleuchtungen und Fußgängerwege fehlen, wo enge Nebenstraßen zu Durchgangs-Verkehr mit Schwertransportern freigegeben werden ( z.B. Straße von Calpe nach Pedramala durch La Cometa), dann zweifle ich schon an dem Vermögen unserer Stadtplaner. Hier ist, was die Straßenbeleuchtung z.B. angeht, Benissa mit ihren Solarlampen uns weit voraus.
Re: Planung Calpe: Laufband wäre Attraktion und Erleichterung
Wolfgang Hoffmann, am 22.06.2017 um 00:31 Uhr
Ich weiß nicht, warum man sich über die geplanten Laufbänder so aufregt, wo sie doch in allen neueren Flughäfen und Bahnhöfen vorhanden sind und unfallfrei genutzt werden, und da sind diese Bänder sogar auf ebenem Fluren.
Klar, die Idee ist etwas abgehoben, aber wäre für Calpe bestimmt eine Atraktion und für den Besucher sicher eine Erleichterung.
Als man die schönen Bäume mit knallgelben Pomeranzen bei der Umgestaltung der Gabriel miro rausgerissen hat, hat man diese Straße eh versaut und ihr den spanischen Flair genommen.
Bei dieser Gelegeheit könnte man auch gleich das unsinnige und für Zweiradfahrer gefährliche Betonpflaster herausnehmen und dem Veranlasser in Rechnung stellen.
Hätte man vorher einen Straßenbauer gefragt, so hätte man bestimmt erfahren, daß dieses Pflaster höchstens für Parkplätze für Pkw etwas taugt.
Eine ganz ,,tolle" Einrichtung sind auch die Lampen und Poller direkt neben den Parkstreifen. Wenn man links parkt, kann der Fahrer oft nicht aussteigen und rechts geschieht dies dem Beifahrer.
Ich frage mich oft, wer hier so einen Unsinn anordnet.


Re: Planung in Calpe: Parksituation immer schlimmer
Gisela Hermanns, am 21.06.2017 um 00:46 Uhr
Sie treffen den Nagel auf den Kopf,so was unsinniges wie eine Rolltreppe habe ich noch nie gehört.Es wäre sinnvoller ein Parkhaus zu bauen,man traut sich kaum in die Stadt oder an den Strand zu fahren da man zeitweise über 30 Minuten herumfährt.Ein geeigneter Platz wäre dafür dort wo jetzt der Kinderrummel steht,es gibt doch einen auf der Hauptstrasse.Komme schon 9 Jahre für mehrere Monate nach Calpe aber die Parksituation kotzt mich an.Die Radfahrwege werden kaum benutzt und wenn man die Radfahrer darauf aufmerksam macht zeigen sie dir den Stinkefinger.Viele Leute die ich kenne,und das sind nicht wenige,sind der gleichen Meinung.Ich hoffe das in der nächsten Zeit auch mal was für die Autofahrer getan wird denn so geht es nicht weiter.Man sollte auch mal an die Gehbehinderten denken die nicht zu Fuss in die Stadt oder an den Strand laufen können.
Re: Planung in Calpe: planlos, sehe keine Chance für Veränderung
J.W.Härtel, am 19.06.2017 um 00:32 Uhr
Sehr geehrter Herr Kitzig,

auch ich bin voll und ganz ihrer Meinung.
Besonders über die Kleinbusse für die Gabriel Miro. Man könnte auch an Jeepneys denken, die auf den Philippinen so erfolgreich sind.

Ich bin ziemlich traurig über die absolut planlose Politik in ganz Spanien, ebenso wie in den Gemeinden.
Leider sehe ich auch so gar keine Chance für Veränderung.
Re: Calpe: Geld für unsinnige Projekte - wirtschaftliche Interessen?
Frank Calamus, am 18.06.2017 um 00:21 Uhr
Herrn Kitzig ist für seinen ausführlichen Beitrag sehr zu danken! Man kann nur den Kopf schütteln über soviel Eigenbrötlerei ("Calp 100 % differente"). Oder sind wirtschaftliche Interessen im Spiel ? Frank