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Zum Artikel:
Rathaus: "durch Unverantwortliche IBI-Senkungen kaum Spielraum für Investitionen"
Gepl. IBI-Erhöhung Benissa: Willkür, weil nicht Wert entscheidet
Berger, am 08.03.2017 um 00:25 Uhr
Der zuständige Finanzrat (letztlich verantwortlich ist aber der Bürgermeister)
möchte also die IBI in 2018 wieder erhöhen. Hat der Mann sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, das die IBI ohnehin schon unverhältnismäßig hoch ist? Basierend auf einem Katasterwert, der oftmals nicht in Relation zum Wert des Hauses/der Immobilie steht.
Tyrannisiert der neue Bürgermeister die Bürger, die seiner Meinung nach wohlhabend sind, mit einer realitätsfremden IBI, wird er hoffentlich gleich bei der nächsten Wahl abgewählt.
Hier Sparvorschläge:
1. In nahezu allen Büros der Stadt sitzen zuviele Bedienstete
2. Die Policia Local hat die neuesten und größten Autos und zuviel Personal
(Trotzdem dauert ein Erscheinen vor Ort an der Küste 30 Minuten)
Den gesamten Stadthaushalt von der IBI abhängig zu machen und dabei einzukalkulieren, Eigentümern von Immobilien mehr Geld abzunehmen als verhältnismäßig ist (weil sie angeblich mehr Geld haben als andere) spottet jeder Beschreibung. Die Besteuerung, Herr Bürgermeister, orientiert sich nämlich nicht daran, wieviel Geld jemand hat, sondern was der Gegenstand tatsächlich wert ist, den man besteuern will. Ansonsten ist das nämlich Willkür, die in Europa nichts zu suchen hat.
Außerdem soll die IBI auch für Investitionen in die Infrastruktur genutzt werden, und nicht um Überbeschäftigung in den Resorts zu finanzieren. Hier könnte außerdem eine geplante Zweckentfremdung vorliegen.
Re: Gepl. IBI-Erhöhung Benissa: Am Hebesatz drehen ist Trickserei!
Berger, am 10.03.2017 um 01:38 Uhr
Sorry, aber ich kann nur wieder holen:
Auch die jetzige IBI ist in Benissa zu hoch und bedarf der weiteren Senkung. Jetzt sogar noch höchstricherliche Rechtsprechung austricksen zu wollen indem am Hebesatz manipuliert werden soll, um sie wieder zu erhöhen, kann ich nicht gut heißen.
Mich wundert es, das es augenscheinlich Immobilienbesitzer wie Herrn Ro in Benissa gibt, die wieder eine zu hohe IBI auf ihre Immobilie zahlen wollen.
Solche Trickser wie die jetzige Regierung verschwindet dann hoffentlich gleich nach der nächsten Wahl. Meine Unterstützung haben die nicht!
Re: Gepl. IBI-Erhöhung Benissa: Roselló band Nachfolger die Hände
Ecky Ro, am 09.03.2017 um 14:01 Uhr
Herr Berger,
ich denke, Sie verwechseln etwas, wenn Sie den "Neuen Bürgermeister" beschuldigen, schon wieder mehr Steuern zu verlangen.
Die Realität wurde in diesem Forum doch genau beschrieben (bzw. in der Wo-Po): mit großem Tamtam und Wahl-beeinflussend hatte Roselló 2015 sich damit gebrüstet, die IBI um ca. 20% zu senken. Er baute darauf, dass er "für immer" wieder gewählt würde und reagierte im Grunde nur darauf, dass der Ob.Gerichtshof (OG) stellenweise die zu Grunde gelegten Katasterwerte für überzogen, also illegal befunden hatte. Das hieß: alle Gemeinden mussten den vom Katasteramt zu hoch angesetzten, nunmehr zu korrigierenden Grundwert angleichen, das war nichts Freiwilliges oder Generöses vom damaligen Bürgermeister.
Der Haken: statt sich mit jenen fremden Federn (des OG) zu schmücken, hat er dem neuen Bürgermeister & seinem Team die Hände gebunden; das war weder fair noch Schuld des 'Neuen'.
Mir ist nicht bekannt, ob für Benissa diese Kataster-Neubewertung schon effektiv ist; wenn ja, bleibt dem Rathaus immer noch das Angleichen mittels Hebesatzes; leider sind es dabei immer die Endverbraucher = Haus- & Grundbesitzer, welche die Zeche bezahlen.

Als erfreuliche Nebensache ergab sich aber auch, dass die 'Plusvalía' (Zugewinnsteuer direkt ans Rathaus, früher gnadenlos erhoben) vom OG als 'so nicht haltbar' befunden wurde; denn wer durch Krise etc. Verluste beim Hausverkauf hatte, wurde rechtswidrig trotzdem zur Kasse gebeten; es gilt nun, dass nur der Wert-ZUWACHS versteuert werden darf (eine Art Gewinnsteuer). Es dauert oft lange, aber manches wird dann doch fair geregelt; leider kaum über Sammelklagen -- jeder Geschädigte muss dasselbe Recht erneut für sich erstreiten.

Zuguterletzt: wenn sich erfüllt, was sich das 'Tripartito' auf die Fahnen geschrieben hat, dann wären ein paar mehr Ihrer Argumente im Kern entkräftet (bitte hierzu die Wahlbroschüren sehen; oder auch mal bei Sr. Mollà, dem 'Zünglein an der Waage' nachfragen - er hat vieles weiter in der Hand; erste Regel: wiederholte Kontrollen; zweitens niedrigere Höchstgehälter festsetzen; drittens Ratsleute nur dann bezahlen, wenn sie für die Bürger arbeiten; und so weiter...