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Land Valencia / Spanien
Als Attraktion für Taucher versenkt die Stadt Gandía im Süden der Provinz Valencia in 4 Kilometern Entfernung vor ihrer Küste vier Holzboote. Die Schiffe werden in rund 20 Meter Tiefe "landen" und eine Fläche von etwa 800 Quadratmetern beanspruchen. Die staatliche Küstenverwaltung hat ihr O.k. gegeben. Die Gesamtkosten der Aktion sollen rund 200.000 Euro betragen, einschliesslich das Kaufpreises für die Boote, die dann auch noch "dekontaminiert" werden müssen. In der nicht bewachsenen Unterwasserzone soll in zehn Jahren mit Hilfe der versenkten Schiffe ein künstliches Riff mit Vegetation und Fischen entstanden sein.
Die Kalkulation: Kämen pro Jahr 5.000 Taucher, um das künstliche Riff zu erkunden, blieben im Schnitt 5 Tage und gäben täglich 50 Euro aus, so betrüge der "impacto" mehr als 1,2 Millionen Euro pro Jahr, so Gandias Bürgermeister Arturo Torró. Andere Gemeinden der Region haben mit dem künstlichen Schiffe-Versenken gute Erfahrungen gemacht, so die spanische Presse.
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Die Serie der ehemaligen hochrangingen PP-Amtsträger im Land Valencia, die Probleme mit der Justiz bekommen, reisst nicht ab. Jetzt hat die Zeitung "Las Provincias" berichtet, dass der ehemalige Chef der früheren Sparkasse "Bancaja", die sich mit "Cajamadrid" zu Bankia zusammenschloss, Luis Olivas, 3,3 Millionen Euro nicht an Sparkasse zurückgegeben hat, wie es die Sparkassen-Statuten der Generalitat Valenciana verlangten. Die 3,3 Mio Euro erhielt Olivas, der zuvor Interims-Ministerpräsident des Landes Valencia war (zwischen Zaplana und Camps), aus seinen Aufsichtsrats-Mandaten in Grossfirmen wie Iberdrola oder Enagas.
Gleichzeitig wurde aus Dokumentation, die die Banco de España an den Nationalen Gerichtshof "Audiencia Nacional" geschickt hat, deutlich, dass Bancaja 165 Mio Euro verlor, welche die Kasse der Firma "Sedesa" von Vicente Cotino (Neffe des Ex-Landesministers und Noch-Landtagspräsidenten Juan Cotino) für den Kauf von Grundstücken geliehen hatte, die nie erworben wurden. Bei der Vergabe von zahlreichen Seniorenheim-Konzessionen an die Cotino-Firma "Sedesa" durch die Landesregierung mit Minister Cotino kam es zu Unregelmässigkeiten, Sedesa steht vor einer 15 Mio Euro schweren Pleite.
Dieweil versucht die Bundesspitze der Konservativen Volkspartei, sich zur neuen Speerspitze im Kampf gegen die Korruption aufzuschwingen. Mit der oppositionellen PSOE ist sie zu der Übereinstimmung gekommen, das künftig illegale Zahlungen an politische Parteien nicht mehr nur eine Ordnungswidrigkeit sein sollen sondern eine Straftat.
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180 spanische Opfer des Contergan-Skandals der späten 50er und frühen 60er Jahre haben vor dem Provinzgericht von Madrid das Berufungsverfahren gegen die deutsche Pharma-Firma Grünenthal verloren. Es ging um 20.000 Euro für jedes der klagenden Mitglieder der Vereinigung der "Talidomida-Opfer" von Spanien (AVITE). Die Entschädigung war ihnen erstinstanzlich zugesprochen worden, nachdem die Klage 2012 eingereicht worden war. Das war jedoch zu spät, so die Begründung der Berufungsentscheidung zugunsten des Pharmakonzerns. Denn obwohl AVITE bereits 2003 gegründet worden war und das Institut Carlos III zwischen 2006 und 2008 die notwendigen Diagnosen bereit stellte (die laut spanischer Presse keinen Eingang in die Prozessakten fanden), wurde die Klage erst 2012 eingereicht, mindestens drei Jahre zu spät, um noch gesetzeskonform berücksichtigt werden zu können.
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Die Noch-Regierungspartei des Landes Valencia, die seit Jahren von Korruptionsskandalen gebeutelte Partido Popular, will geläutert und gereinigt in die Kommunal- und Landtagswahlen im kommenden Frühjahr gehen. Wer von Gerichts wegen einer Straftat beschuldigt wird, bekommt keinen Listenplatz mehr bei der PP der Provinz Alicante, was faktisch das Aus für die Bürgermeisterin von Alicante bedeutet, Sonia Castedo, deren Rücktritt -oder Parteiausschluss- die PP erzwingen will.
Alle PP-Stadträte und -Bürgermeister sollen in einem Transparenz-Portal alle Einkommensquellen öffentlich machen.
Die Nummer 2 der Landes-PP, José Ciscar, ehemaliger Bürgermeister von Teulada-Moraira, zeigte Verständnis dafür, dass die Bürger den Politikern mittlerweile mit Misstrauen begegnen. Das Vertrauen zurückzugewinnen werden ein langer und nicht ganz einfacher Prozess sein.
Dieweil in Madrid Ex-Minister Rodrigo Rato die einstweilige Aussetzung seiner Mitgliedschaft in der Partido Popular. Sein Ausschluss und derjenige aller PP-Mitglieder, die von den umstrittenen "all-inclusive"-Kreditkarten für führende Angestellte und der Aufsichtsräte von Cajamadrid und Bankia Gebrauch gemacht haben, wird seit einer Weile von der Opposition, jetzt allerdings auch innerhalb der von zahlreichen Korruptionsskandalen bedrängten "Volkspartei" gefordert.
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Eine Kaution von 3 Millionen Euro hat der Untersuchungsrichter des Skandals um die "Schwarzen" oder "B"-Bankkarten der Bank "Bankia" und ihrer Vorgängerin, der gescheiterten Sparkasse "Caja Madrid" dem ehemaligen Präsidenten der beiden Geldinstitute auferlegt, dem früheren spanischen Finanzminister Rodrigo Rato (PP). Rund 90 führende Angestellte und Aufsichtsräte von Caja Madrid und Bankia gaben in knapp 20 Jahren über diese auf die Institute ausgestellten Karten rund 15 Millionen Euro aus, zu einem grossen Teil für private Zwecke.
Vor Gericht wird zu klären sein, ob diese Art von verdeckten Gehalts- oder Entschädigungszahlungen Steuergesetze und Strafgesetze verletzten, wofür der Richter Anzeichen sieht wie die Auferlegung der millionenschweren Kautionen andeutet, 3 Mio für Ex-Minister Rato und 16 Mio für Miguel Blesa, den umstrittenen Ex-Chef von Caja Madrid. Der gab laut spanischen Medien zu Protokoll, "nichts von Buchhaltung" zu verstehen, hatte aber auf dem Höhepunkt des Skandals um Schrott-Anleihen "preferentes", die Tausende kleiner Bankkunden um ihre Ersparnisse brachten, öffentlich den Satz gesagt, dass erwachsene Menschen wissen müssen, was sie unterschreiben.
Die Anti-Korruptions-Staatsanwaltschaft hatte den Stein ins Rollen gebracht. Lediglich 3 der Empfänger der umstrittenen "tarjetas" hatten komplett auf ihren Gebrauch verzichtet. Rato selbst, geschasst, nachdem er Bankia vor die Wand gefahren hatte, leistete sich trotz seines millionenschweren Jahressalärs einen Abgang von 300 Euro auf Kosten "seiner" tarjeta in einem Luxus-Restaurant.
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Seit 2005 hat das spanische Innenministerium mehr als 70 Millionen in Errichtung und Sicherung von Grenzzäunen an der afrikanischen Exklave Ceuta und Melilla investiert, zwei Drittel davon in Melilla. Trotzdem wurde die angestrebte Undurchlässigkeit der Grenze nur in Ceuta erreicht, während in den letzten beiden Jahren in Melilla 400 und 830 Immigranten über die Zäune den Weg nach Spanien schafften. Insgesamt betrug die illegale Immigration über Ceuta und Melilla nach Spanien in den letzten zehn Jahren laut der Zeitung "El Mundo" 12.500 und 15.000 (davon 2.500 allein im vergangenen Jahr, von 34.000 in ganz Spanien). Von 4.500 Asylanträgen 2013 in Spanien wurden hingegen in Melilla nur 40 gestellt und 210 in Ceuta.
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Schuldzuweisungen und Ungereimtheiten haben sich in Windeseile rund um den Fall der mit Ebola angesteckten spanischen Krankenschwester entsponnen, während der erste in den USA diagnostizierte Ebola-Patient gestorben ist. Die Krankenschwester Teresa Romero betonte, dass sie sich wohl an das Ebola-Protokoll gehalten habe, andere offenbar nicht. Sie glaubt, sich über die Handschuhe des Schutzanzuges angesteckt zu haben, mit denen sie ihr Gesicht berührte. Der Gesundheitsminister des Bundeslandes Madrid ("Das Protokoll wurde zu jedem Zeitpunkt richtig und vollständig durchgeführt.") bezichtigte Romero spanischen Presseberichten zufolge sogar der Lüge. Sie sei mit den ersten Fiebersymptomen zum Gesundheitszentrum gegangen und habe sich dann sogar noch beim Friseur rasieren lassen, habe zuvor ihre Ferien abgesagt, weil sie sich wohl schon fünf Tage vor Bekanntwerdung des Falles schlecht fühlte. Gesundheitspersonal und Friseurangestellte, die mit Romero in Kontakt gekommen sind, stehen unter amtlicher Kontrolle. Mittlerweile gelten Menschen, die Kontakt mit Ebola-Erkrankten gehabt haben, nicht erst ab einem Fieber von 38,6 als mit hohem Risiko behaftet, sondern schon bei geringem Fieber.
Dieweil gab der Arzt, der Romero im Krankenhaus von Alcorcón behandelte, dass es erhebliche Lücken im Ebola-Sicherheitsprotokoll gegeben habe, ihm zum Beispiel die Ärmel des Schutzanzuges "zu kurz" waren und die Gewinnung des Ebola-Abstrichs zu lang gedauert habe. Mehr als ein Dutzend Kollegen der Notaufnahme des Krankenhauses kritisierten, dass ihnen zum Beispiel der Umgang mit den Schutzanzügen nicht ordentlich erläutert worden sei. Wenn das Ministerium jetzt behaupte, alle Vorkehrungen seien getroffen und alle möglicherweise Betroffenen Mediziner und Krankenschwestern angemessen über den Umgang mit Ebola-Kranken aufgeklärt worden, dann sei das schlicht falsch und eine Beleidigung der Intelligenz.
Der Hund der Krankenschwester wurde unter erheblichen Protesten von Tierschützern abgeholt, eingeschläfert und verbrannt, obwohl sich mehr als ein Beobachter für seine wissenschaftliche Verwendung stark gemacht hatte.
Die Rajoy-Regierung in Madrid, die der Gesundheitsministerin Ana Mato (PP) das Vertrauen aussprach, steht unter grossem öffentlichen Druck und hat ein erhebliches Glaubwürdigkeitsproblem, ebenso wie jene Landes-Gesundheitsverwaltungen, die in den letzten Jahren durch erhebliche Kürzungen aufgefallen sind. In der Provinz Alicante gab es schon jetzt mehrere Proteste von Mitarbeitern der öffentlichen Gesundheitsverwaltung, weil das Ebola-Protokoll nicht eingehalten werden könne und obendrein das Personal nicht ordentlich instruiert worden sei. Diesen Befund hatten Betroffene bereits vor Wochen öffentlich gemacht, als ein mit Ebola-verdächtigen Symptomen behandelter Schwarzafrikaner -der Alarm stellte sich bald als falsch heraus- alle beteiligten Stellen waren in helle Aufruhr versetzt, weil es materiell und in der Vorbereitung nach Auskunft von Insidern stark klemmte.
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In Madrid wurde am Montag, 6. Oktober 2014, die erste Ebola-Ansteckung in Europa bekannt gegeben: Eine Krankenschwester steckte sich in einem Hospital in der spanischen Hauptstadt offenbar bei einem aus Afrika zur Behandlung nach Spanien geholten Missionar an, der mittlerweile gestorben ist. Die spanische Regierung hat einen Krisenstab einberufen. Bisher hatte eine Ansteckung mit Ebola ausserhalb von Afrika als "unwahrscheinlich" gegolten.
Die erfahrene Krankenschwester (40 Jahre, verheiratet, keine Kinder, 15 Jahre Berufserfahrung) hatte sich mit ersten Fiebersymptomen am 30. September selbst im Krankenhaus gemeldet.
Personal des betroffenen Krankenhauses Carlos III La Paz gab an, dass die verwendeten Schutzanzüge nicht der anzuwendenden Schutznorm 4 entsprächen. Die Krankenhausleitung hielt dagegen, dass alle erforderlichen Sicherheitsmassnahmen getroffen worden seien.
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4 der besten 10 Tennisprofis der Welt gehen vom 18. bis 26. Oktober beim Valencia-Open an den Start, angeführt vom Vorjahresfinalisten David Ferrer aus Jávea und dem Tschechen Tomás Berdych. Ausserdem werden zu dem Turnier, dass zu einem Fünftel von Land, Provinz und Stadt Valencia finanziert wird, die Überraschungsfinalisten des letzten Grand Slams der Saison, der US Open, erwartet, Marian Cilic und Kei Nishikori. Allen ist gemein, dass sie sich gute Chancen ausrechnen, zum Saisonende am Masters' Turnier der besten Acht teilzunehmen. Da wird es ausgerechnet für Ferrer aus Xàbia ganz eng, der in den letzten Monaten oft früh ausgeschieden und so in der speziellen Masters-Qualifikations-Rangliste auf Rang 10 abgerutscht ist. Zudem hat er in der "richtigen" ATP-Rangliste (dort liegt Ferrer auf Rang 5) viele Ranglistenpunkte verloren und muss ausgerechnet zum Saisonende viele sehr gute Ergebnisse des Vorjahres verteidigen, weshalb er etliche Punkte -und Ranglistenplätze- verlieren kann, zum Beispiel, wenn er es bei seinem "Hausturnier" in Valencia nicht wieder ins Finale schafft wie im vergangenen Jahr, ebenso wie beim darauf folgenden 1.000-Punkte-Turnier in Paris.
Ausser den 4 Vertretern der "Big Ten" sind zahlreiche "Top 20" am Start, der letzte Startplatz wurde an die Nummer 40 der Welt vergeben, so Turnier-Organisator Juan Carlos Ferrero, ehemalige Nummer 1 der Welt und Daviscup-Sieger für Spanien. Von deutscher Seite ist in Valencia einmal mehr der Weltranglisten-24. Philipp Kohlschreiber am Start. Spanien wird neben Ferrer durch Roberto Bautista (17), Feliciano López (20), Tommy Robredo (21) und Fernando Verdasco (32), allesamt ihres Zeichens Daviscup-Sieger mit dem er im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends kaum zu besiegenden 'Armada Española', die jetzt jedoch den Abstieg in die Zweitklassigkeit verkraften musste.
Es wird erwartet, dass rund 15.000 Eintrittskarten ausserhalb der Comunidad Valenciana verkauft werden.
Alle Informationen über das Turnier

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Gründlich misslungen ist einem 19-Jährigen aus Castellón der Einbruch in eine Bank, genauer gesagt: in zwei Banken. Er nahm an seiner ersten Wirkungsstätte einen grossen Sack mit, den er voller Geldscheine wähnte. Als der Bankräuber-Anwärter merkte, dass er einen Beutel mit Werbebroschüren gestohlen hatte, wollte er sich nicht geschlagen geben. Er suchte schnurstracks eine andere Bankfiliale in der selben Strasse heim, erbeutete dort 1.200 Euro - in Münzen, er wollte offenbar die unangenehme Überraschung des ersten Überfalls vermeiden.
Allerdings erlebte der junge Mann dort eine noch unangenehmere Überraschung: Die Polizei war vom ersten Banküberfall informiert worden und ausgerückt. Praktischer Weise -für die Gesetzeshüter- hatte sich der böse Bube für seinen zweiten Anlauf die Nachbarschaft des ersten ausgesucht. Er hatte gerade noch Zeit, sich auf der Toilette zu verstecken und hoffte, dass sich die Sheriffs in ihrer Recherche auf seinen ersten Auftrittsort beschränken und keinen Hinweis auf den zweiten Überfall erhalten würden.
Die Hoffnung trog den Bankräuber von der traurigen Gestalt, und der lange Arm des Gesetzes sammelte ihn auf dem Stillen Örtchen ein.












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