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Land Valencia / Spanien
Die Entlassung von 430 Personen in Spanien (100 Piloten und 330 Bordpersonal) hat der spanischen Presse zufolge der irische Billigflieger Ryanair gegenüber den Gewerkschaften angekündigt. Davon am stärksten betroffen sein werden die Stützpunkte Teneriffa und Girona mit je 100, sowie Las Palmas und Lanzarote mit 70 und 60. Die Gewerkschaft USO sieht dahinter ein Manöver, Aktivitäten auf die Filialen Lauda Motion und Buzzi zu verlagern, obwohl man zugleich weiterhin Subvention der spanischen Verwaltungen beziehe. Die (oft auf den Winter beschränkte) Schliessung von Stützpunkten und die Einstellung von Flügen, auch durch die verspätete Auslieferung von Flugzeugen, werde für Ryanair im nächsten Jahr den Verlust von 500.000 Passagieren bedeuten.
Canarias träfe es besonders hart, nachdem durch die Thomas-Cook-Pleite bis August 2020 eine Dreiviertel Million Plätze verloren gehen, so die spanische Presse. Eine Erklärung, ob diese Pleite nicht ehemaligen Mitbewerbern wie Ryanair zusätzliche Plätze verschaffen sollte, gibt es allerdings nicht. Einiges spricht dafür, dass Ryanair vor den Verhandlungen mit den Gewerkschaften Ende Oktober besonders schwarz malt, um sich eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen. Die Gewerkschaft USO kündigte den Gang vor Gericht für den Fall an, dass Ryanair die Stützpunktschliessungen nicht ausreichend und formell begründe.
Im Quartal bis Ende Juni registrierte Ryanair mit 240 Millionen Euro 20 % weniger Gewinn als im Vorjahr, vor allem wegen der ebenfalls um ein Fünftel gestiegenen Personalkosten.
Der Mitbewerber Norwegian, der ebenfalls Flugstreichungen ankündigte, vor allem aber in Madrid und die Streichung dieses offiziellen Stützpunktes, registrierte im ersten Halbjahr 2019 Verluste von 145 Mio Euro, gegenüber 25 Mio Euro Gewinn im gleichen Vorjahreszeitraum. Im September stimmte ein Grossteil der Norwegian-Anleger einer Schuldenstreckung um zwei Jahre zu.
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Bei den zahlreichen Strassenunruhen und -kämpfen in Katalonien sind zwischen Montag, 14. Oktober 2019, und Donnerstag Nachmittag, 17. Oktober 2019, nach offiziellen Angaben 150 Personen verletzt worden, ein grosser Teil Polizisten, die zum Teil mit Säure attackiert wurden. Rund hundert Personen wurden verhaftet, bisher knapp ein halbes Dutzend ins Gefängnis eingeliefert. Die bisher entstandenen Sachschäden werden mit 650.000 Euro angegeben, eine Zahl, die erheblich steigern würde, zumal für Freitag, 18. Oktober 2019, ein Generalstreik zum Protest gegen das Gerichtsurteil des Tribunal Supremo aufgerufen wurde. Seat schliesst für Freitag seine Fabrik in Martorell: 6.500 Arbeiter bleiben zuhause, 3.500 Kfz müssen später produziert werden.
Es mehren sich die Berichte von Krawallmachern, die in den Strassen-Auseinandersetzungen nach dem Gerichtsurteil gegen die Führung der Unabhängigkeitsbewegung und ehemalige Minister der Landesregierung eine gute Gelegenheit für "systemfeindliche Bamboole" sehen.
Über die Nachrichten über gewaltsame Auseinandersetzungen geraten die zahlreichen friedlichen Demonstrationen in den Hintergrund. Zusätzliches Öl ins Feuer giesst am Donnerstag Abend eine Gegendemo mit franquistischen und faschistischen Flaggen, nur wenige Meter entfernt von dem harten Kern der radikalen und gewaltbereiten "Unabhängigkeitskämpfern". 400 Container brannten in den ersten drei Tagen, dazu zahlreiche Kfz und Gebäude nur deshalb nicht, weil die Feuerwehr schnell zur Stelle war.
Der katalanische Ministerpräsident QuimTorra sprach bei den Gewaltbereiten ambivalent von "infiltrados". Er kündigte ein zweites Unabhängigkeits-Referendum für das Jahr 2020 an und überraschte damit selbst seine Koalitionspartner. ERC sprach sich dagegen aus, wies darauf hin, dass jetzt der Moment für die Herstellung einer grossen Einigkeit in Katalonien sei. Die Opposition forderte seinen Rücktritt. Die Opposition im Bundesparlament von Madrid fordert den sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez zur Ausrufung des Notstandes und Anwendung des Artikels 155 mit der Einschränkung der katalanischen Autonomiebefugnisse auf.
Der für den 26. Oktober um 13 Uhr in Barcelona vorgesehene Liga-Klassiker gegen Real Madrid ist aus Sicherheitsbedenken auf Dezember verschoben worden.
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Zu zwischen 11 und 13 Jahren wurden die inhaftierten ehemaligen katalanischen Landesminister um Oriol Junqueras (ERC) und die Ex-Präsidenten des Landtags, Carme Forcadell, verurteilt, die vor zwei Jahren die Abspaltung Kataloniens von Spanien betrieben und dabei unter anderem eine zuvor als illegal erklärte Volksabstimmung organisierten. Die Führer der Zivilorganisationen ANC und Omnium Cultural, Jordi Sánchez und Jordi Cuixart, die sich dem selben Ziel verschrieben hatte, erhielten vom Tribunal Supremo in Madrid am heutigen Montag, 14. Oktober 2019, eine Haftstrafe von 9 Jahren. Ihnen wurde "sedición" zur Last gelegt, die öffentliche und tumultartige Erhebung, um "mit Gewalt oder ausserhalb der gesetzlichen Wege" die Erfüllung der Gesetze und Ausführung von Anweisungen der Vertreter des Staates zu verhindern. Ausserdem fand die Veruntreuung öffentlicher Gelder mehrerer katalanischer Landesministerien für Zwecke des Unabhängigkeitskampfes Eingang in das Urteil sowie die Missachtung des Verbotes der Volksabstimmung.
Hätte sich das Gericht auf die Klassifizierung "rebelión" an Stelle der "sedición" festgelegt, hätten die Strafen doppelt so hoch ausfallen können. Mit Spannung werden nun die Reaktionen in Katalonien auf das Urteil gegen die Führer des "procés" erwartet. Erste Strassen waren Minuten nach der Urteilsverkündung durch Studenten gesperrt.
In der politischen Debatte taucht seit Längerem die Figur der Begnadigung ("indulto") durch die Exekutive auf und wird von den möglichen Strafmilderungen durch die zuständigen (katalanischen) Gefängnisverwaltungen gesprochen, die nach Anrechnung der zweijährigen Untersuchungshaft schon bald die ersten Freigänge und "freiheitsnäheren" Einstufungen der Haftbedingungen zur Folge haben könnte.
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Einer Studie des Landes Valencia aus dem Jahr 2016 zufolge gaben mehr als drei Viertel der Einwohner der Comunitat Valenciana an, die Landessprache Valenciano sehr gut, gut oder ausreichend zu sprechen. Der Grossraum Marina Alta und Alcoy-Gandia gehört zu den Gebieten des Landes, in denen die Verbreitung des Valenciano am besten gewährleistet ist. Hier führte die für die Firma zuständige Firma "Sigma Dos" mehr als 1.100 Befragungen durch. Demnach gibt hier nur jeder 50. an, überhaupt kein Valenciano zu sprechen, jeder 10. wenig, jeder 5. ausreichend und 60 % perfekt.
Mit dem Sprechen sieht es schon ein wenig schlechter aus: je 10 % gar nicht oder ein wenig, 20 % ausreichend und 60 % perfekt. Kaum die Hälfte dagegen liest eigenen Angaben Valenciano zufolge perfekt und je ein Viertel ausreichend oder ein wenig/gar nicht. Jeder 5. Anwohner der Region Marina Alta-Alcoy-Gandia gab zu, die Landessprache gar nicht zu schreiben, jeder 4. lediglich "un poco". 15 % schreiben ausreichend Valenciano und nur jeder 3. perfekt.
Im Süden der Provinz Alicante und im Westen der Comunitat Valenciana ist es um die Beherrschung des Valenciano weitaus schlechter bestellt.
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Eine Ministerialverfügung des Ministerio de Fomento in Madrid zwingt seit einer Weile laut spanischer Presse die Notarztwagen zu einer Wartezeit von zwischen fünf und zehn Minuten an den Zahlstellen der Konzessionsautobahn AP-7 in der Comunitat Valenciana, weil die Fahrer mit einem Dokument beweisen müssen, dass sie tatsächlich einen Notfall an Bord haben. Die Medizin-Gewerkschaft CESMV bestätigte diese schwer nachzuvollziehende Information.
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Das Land Valencia hat erneut die Erfüllung des vor den Wahlen gebrochenen Versprechens angekündigt, das privatisierte Gesundheitswesen in der Marina Alta in die öffentliche Hand zurückzuführen. Man habe die vor den Wahlen auf Grund völlig unterschiedlicher Entschädigungsvorstellungen abgebrochenen Verhandlungen mit der Firma "Marina Salud" und deren Hauptaktionär DKV wieder aufgenommen. Vor Ende der -gerade begonnenen- Legislaturperiode werde die Konzession ausgelaufen oder vorzeitig zurückgekauft sein.












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Die valencianistische Partei Compromís wirft der ausscheidenden sozialistischen Übergangsregierung vor, nichts gegen das stark steigende Problem der Spielsucht sowohl im Internet als auch Online zu unternehmen. Nicht nur stieg die Zahl der aktiven Spieler in den wie Pilze aus dem Boden schiessenden Wetthäusern in den letzten zwei Jahren um 13 %, die Zahl der in einigen einschlägigen Krankenhaus-Abteilungen zu behandelnden Spielsüchtigen um ein Vielfaches. Auch einfache Vorschläge wie Mindestabstand von Wetthäusern zu Schulen, wie bei Apotheken üblich, werden nicht gesetzlich verankert, die Verantwortung auf die für Minderjährige zuständigen Bundesländer abgeschoben, weil mehr als ein Drittel der Spiel-Abhängigkeiten im Alter von unte 18 Jahren entstehen.
Ins Bild passe, so Compromís, dass der in der Bundesverwaltung für "Juego" zuständige Regierungsdirektor im spanischen Finanzministerium Veröffentlichungen in der spanischen Presse zufolge sich von Unternehmen des Sektors zu zehn zumeist internationalen Kongressen habe einladen lassen, die alle Kosten übernahmen, darunter bei einem viertägigen Aufenthalt, an dem er mit einem 30-minütigen Vortrag teilnahm. Die PP hob den Mann vor drei Jahren ins Amt, die jetzt regierende PSOE gehe auf die Compromís-Vorschläge zur Trennung der unheiligen Allianz von Kontrollierten und Kontrolleuren nicht ein.

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600.000 Touristen, darunter 150.000 Briten im Ausland, sind von dem am heutigen Montag, 23. September 2019, verkündeten Aus für den britischen Reiseveranstalter Thomas Cook betroffen, den zweitgrössten Veranstalter der Welt. Die britische Regierung kündigte eine umfassende Repatriierungskampagne an, "die grösste seit dem 2. Weltkrieg". Davon müssen auch zig Tausende mit der Gesellschaft nach Spanien gekommene Touristen profitieren. Allein auf den Kanarischen Inseln wird deren derzeitige Anzahl mit bis zu 25.000 angegeben. Aber auch Murcia zählt viele Cook-Touristen, ebenso wie die Provinz Alicante, allerdings nicht nur aus Grossbritannien, sondern auch aus anderen europäischen Ländern.
El País schätzt die Verbindlichkeiten des Grossveranstalters auf 230 Millionen Euro. Und zum Ende des Sommers war offenbar das Ende der Fahnenstange erreicht und keine frische Liquidität mehr zu erreichen.
Thomas Cook brachte 2018 sieben Millionen Fluggäste nach Spanien und vier Millionen "Paket"-Touristen. Auf die Kanaren kam jeder 5. britische Tourist mit dem pleite gegangenen Reiseveranstalter.
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Weil die Sozialistische Partei Spaniens auf ein besseres Wahlergebnis hofft, werden die Spanier nach einem halben Jahr am 10. November 2019 wieder an die Urnen gerufen. Eine Koalition mit "Podemos" sollte es nicht mehr sein, diese und die anderen Links- oder wenn möglich auch die rechts verorteten "Ciudadanos" sollten mit Enthaltung gegen programmatische Zugeständnisse die Wahl der PSOE-Regierung durch das im Frühjahr gewählte Nationalparlament ermöglichen. Seit seiner gescheiterten Inthronisierung (oder noch früher) steht fest, dass Interims-Regierungschef Pedro Sánchez (seit einem Konstruktiven Misstrauensvotum vor 15 Monaten) auf eine klarere relative Mehrheit für seine PSOE hofft, um weniger Zugeständnisse machen zu müssen.
Es wird wesentlich darauf ankommen, ob die zu erwartende sehr hohe Wahlenthaltung sich stärker im rechten oder im linken Lager bemerkbar machen wird.
Der offizielle Wahlkampf wird auf eine Woche halbiert, weil es sich um eine Wiederholungswahl handelt, aber die Kosten für die Staatskasse werden immerhin noch mit rund 140 Millionen Euro angegeben.
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