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Land Valencia / Spanien
Die für Mitte Oktober angekündigte Gota Fria hat bisher gehalten, was die Vorhersagen versprochen haben. Im Raum Castellon und Valencia wurden bis zu 200 Liter pro Quadratmeter gemessen, in der Marina Alta bis zu 80. Einmal mehr wurden in Denia und zahlreiche Strassen überschwemmt. Für den Samstag wird eine Wiederbelebung der Stürme mit Starkregen in unserer Region vorhergesagt.
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Mit der Ankündigung der "vielleicht wichtigsten Gota Fría seit dem Jahr 2000" für die Comunitat Valenciana hängte sich die spanische Tageszeitung "Las Provincias" weit aus dem Fenster. Von Donnerstag bis Samstag dieser Woche, 18.-20. Oktober 2018) soll es nicht nur flächendeckend regnen, sondern auch durchweg stark.
Für den Norden der Provinz Castellón werden schon für Donnerstag Niederschläge von bis zu 100 Litern in 12 Stunden prognostiziert, auch für Valencia sollen 20 bis 30 Liter in einer Stunde oder 60 in 12 keine Seltenheit bleiben. Für das ganze Land Valencia jedenfalls soll ab Donnerstag/Freitag Vorsorgealarm für verstärkte Regenfälle gelten.
Vielleicht orientiert die Zeitung die Wichtigkeit ja eher an der Notwendigkeit als an der Menge, denn ein Übertreffen der mehr als 400 l/qm des Jahres 2007 in Zonen der Marina Alta mit katastrophalen Auswirkungen vor allem in Calpe und den südlichen Küstengemeinden der Marina Alta dürfte sich nicht so einfach vorhersagen lassen.
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9 von 10 spanischen Hotel-Besuchern haben sich schon einmal über mindestens eine Norm eines Gastbetriebes hinweggesetzt. Damit liegen nach einer Umfrage von "Hotelscan.com" die Spanier knapp vor Italienern (87 %), Portugiesen (82) und Briten (78), gefolgt von den Franzosen mit 67 %. Häufigstes Vergehen (70 %): Mitgehenlassen von Teilen des Frühstücks, um später davon zu essen, gefolgt von Rauchen am Fenster eines Nichtraucher-Zimmers mit 53 %. 4 von Spaniern haben schon mal Handtücher oder einen Morgenmantel aus einem Hotel mitgehen lassen, immer jeder Dritte hat bereits die Alkohol-Flaschen aus der Minibar leergetrunken und anschliessend mit Wasser oder Saft aufgefüllt. Jeweils jeder zehnte hat eine überzählige Person mit ins Zimmer gebracht und in in geschlossenem Hotelpool gebadet, jeder Vierte Liegestühle den ganzen Tag über mit seinem Handtuch belegt, so die spanischen Ergebnisse der Hotelscan-Umfrage.
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Die spanische Finanzministerin María Jesús Montero bestätigte in einer Anhörung des Senats, dass die Comunitat Valenciana zu den von der Madrider Bundesregierung am schlechtesten finanzierten Bundesländern gehört. Diese schon lange andauernde Diskriminierung sei "nicht zu verstehen". So erhalte jeder Valenciano pro Jahr 800 Euro weniger aus Madrid als zum Beispiel ein Kantabrier, die am besten mit Bundesmitteln ausgestattete Comunidad Autónoma Spaniens. Auch Valencias Ministerpräsident Ximo Puig hatte unlängst bei einem Besuch beim spanischen Regierungschef Pedro Sánchez (beide PSOE) die alte valencianische Forderung nach einer gerechteren Verteilung der Bundesmittel wiederholt und die Zusage erhalten, dass dies bald in Angriff genommen werde.
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An mehr als 200 öffentlichen Grundschulen in der Comunitat Valenciana erhalten in der Vorschule die 3- bis 5-Jährigen nicht eine einzige Stunde "Unterricht" in Castellano. Das, so die Oppositionspartei "Ciudadanos" ergebe sich aus den Sprachen-Lehrplänen des sogenannten "Ley de Pluringüismo", das ein "experimentelles Programm" erlaube, bei denen die jeweilige Schule sich nicht an die Minimal- und Maximalvorgaben für die offiziellen Landessprachen Castellano und Valenciano sowie Englisch halten muss. In all diesen Fällen wird 90 % in Valenciano und 10 % in Englisch unterrichtet. Die Muttersprache vieler Kinder werde an diesen Schulen drei Jahre lang komplett ignoriert. Das will die Partei Ciudadanos beim Landes-Ombudsmann anzeigen.
Aber der 1. Klasse ist dann ein Viertel der Unterrichtszeit in Castellano Pflicht.
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Der ehemalige valencianische Ministerpräsident Francisco Camps, Exponent einer von Bestechungsskandalen aber auch von Wirtschaftswachstum geprägten Periode, hat sich seiner Konservativen Volkspartei jetzt als Bürgermeisterkandidat für die Landeshauptstadt Valencia angeboten. Wenn die Parteibasis ihn darum bitte, sei dies die grösstmögliche Ehre für ihn.
Das Bundesgericht von Madrid hat für wenigen Tagen den Bestechungsskandal-Prozess "Orange Market" oder "Gürtel" gegen Camps wieder eröffnet, weil in anderen ähnlich gelagerten Verfahren enge Mitarbeiter Camps direkt belastet haben, darunter der frühere PP-Vize in der Comunitat, Ricardo Costa. Jetzt sagte seine Beraterin Belén Reyero aus, dass Camps über die vorherige Absprache von Bauverträgen im Zusammenhang mit dem Formel-1-Kurs in Valencia zugunsten "befreundeter Unternehmer" Bescheid wusste.












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Ein Chalet in Jávea kaufte der mit einer Jáveanerin verheiratete sozialistische spanische Bundesminister für Wissenschaften, der Astronaut Pedro Duque, über eine nach Berichten in der spanischen Presse dafür eingerichteten GmbH. "Er habe keine Illegalität und keine Irregularität", so Duques Antwort. Er habe dadurch keine Steuern gespart, und überhaupt sei er dem Fiskus nie etwas schuldig geblieben. Dass er keine hohle Gesellschaft nur zum Steuersparen gegründet hat, wird der Ehemann der spanischen Botschafterin in Malta, Consuelo Femenía aus Jávea, nun nachweisen müssen, klinkte sich Duques Kabinettskollegin aus dem Finanzressort in die Debatte ein: Der Rückhalt am ersten Tag der mittlerweile fünften Affäre um einen PSOE-Minister (einer trat bereits wegen dubioser Steuerpraktiken und eine andere wegen ungeklärter Umstände ihres Master-Titels an der Madrider Skandal-Universität Rey Juan Carlos zurück) aus der eigenen Partei fiel verhalten aus, die erste öffentliche Rechtfertigung des Ministers verbesserungsbedürftig, obwohl der Ehrenbürger von Xàbia vom Regierungssitz Moncloa als sehr guten Minister und exemplarischen Bürger. Das Problem ist nicht die Legalität, sondern sind die selbst gesetzten hohen Standards, politisch, nicht juristisch: Der heutige Ministerpräsident Pedro Sánchez, der sich vor zwei Wochen für unzureichend nachgewiesene Passagen aus seiner Doktorarbeit rechtfertigen musste, hatte 2015 erklärt, dass, wer mit "Instrumental-Gesellschaften" Geld spare, in seinem PSOE-Parteivorstand nichts zu suchen habe.
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Der Justizministerin Dolores Delgado könnte bald ihre frühere Nähe zu einem fast literaturreifen Vertreter der "Kloaken des Staates" zum Verhängnis werden, dem wegen mehrerer Delikte inhaftierten Comisario Villarejo, der alles und jeden aufzeichnete. Jetzt hat Villarejo, der vor einem Jahr auch den spanischen Ex-König Juan Carlos mit Veröffentlichungen über dessen deutsche adlige Freundin Corinna Sayn-Wittgenstein in Bedrängnis brachte, aus dem Gefängnis heraus seine Getreuen mit der Streuung von politisch kompromittierenden Äusserungen Delgados bei privaten Veranstaltungen mit ihm beauftragt. Noch hält sie durch, sieht den Staat unter Beschuss. Er werde der Erpressung nicht nachgeben, bescheidet Sánchez - bisher.
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Die konservative Volkspartei hat diese Probleme mit zu hohen Standards nicht, und nicht nur, weil zu ihren Regierungszeiten niemand eine regelrechte Hatz auf ihre Minister machte: Sie wählte nach Mariano Rajoys Rücktritt den jungen Pablo Casado trotz seines schwelenden Masters-Skandals an die Spitze, den er, mit mehr offenen Fragen und Zweifeln konfrontiert als die zurückgetretene PSOE-Ministerin, schlicht aussass, bis die Staatsanwaltschaft ihn von juristischen Vorwürfen entlastete. Erste Amtshandlung, neben entrüsteten Forderungen nach Aufklärung durch die unter Beschuss geratenen PSOE-Minister: moralischer Aufbau der PP-Parteibasis in Valencia in Erinnerung an die glorreichen und fehlerfreien Zeiten, in denen die Partei ohne Makel das Land Valencia aus dunklem Hinterwäldlertum in die Spitze der spanischen Comunidades Autónomas geführt habe. Fast gleichzeitig ordnete die Wiederaufnahme des "Gürtel"-Gerichtsverfahrens gegen Valencias Ex-Ministerpräsidenten Francisco Camps (PP) an, nachdem er -nach seinem Freispruch- in anderen Verfahren um das PP-Bestechungs-Konglomerat der von Casado beschworenen exemplarischen Zeiten der valencianischen Partido Popular von mehreren Seiten und Partei"freunden" schwer belastet worden war.
Carl-Georg Boge

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In den Monaten September und Oktober aktualisiert das Armada-Schiff “Malaspina” die Kartographie an der Küste der Provinz Alicante. In der zweiten Septemberwoche waren die Buchten von Moraira und Calpe an der Reihe, danach die von Altea. Die letzte Aktualisierung war vor mehr als 20 Jahren geschehen, aber zum Beispiel haben Arbeiten in den Häfen zu Veränderungen des Meeresgeländes führen können, die jetzt mit modernsten Methoden erfasst werden. Mit Hilfe der neuen Daten werden dann die nautischen Karten aktualisiert.
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Das oberste spanische Gericht "Tribunal Supremo" hat in einem Urteil den Kontakt mit sexueller Absicht und ohne Zustimmung von der bisherigen Einstufung als Vergehen heraufgestuft zur Straftat. Das Strafmass richtet sich nach der Intensität des Kontaktes, das Minimum wird auf ein halbes Jahr verdoppelt, so die spanische Presse. Dieses Verhalten wird künftig als "abuso sexual" verurteilt und mit Gefängnis zwischen sechs Monaten und zwei Jahren bestraft, während bisher die Einstufung als "coacciones leves" Strafen von drei Monaten bis zwei Jahren brachten.
Die Neubewertung gilt für ausgeübten Körperkontakt ohne Einverständnis zu sexuellen Zwecken wie auch für die Anordnung, sexuelle Handlungen -unfreiwillig- an dem "Befehlsgeber" auszuführen.
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