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Land Valencia / Spanien
Dem Verdacht des Betrugs, zumindest aber Misswirtschaft geht die valencianische Justiz jetzt bei der im Sommer abgewählten Führung des Landes-Ärzteverbandes nach. Die abgewählte Präsidentin Rosa Fuster und ihr Schatzmeister haben einer Baufirma vor einem halben Jahr vier Schecks über insgesamt 500.000 Euro für ein -sehr schwach dokumentiertes- Darlehen mit dem Zweck der Renovierung eines Gebäudes auf der Rambla von Barcelona ausgestellt. Das ist illegal, in der Höhe, in dem Zweck und in der Form.
Die neu gewählte Leitung der Ärztevereinigung zeigte ihre Vorgänger an, deren juristische Verantwortlichkeit nun im Einzelnen zu bestimmen sein wird. Fuster ist sich keines Unrechts bewusst, sieht den Folgen der Strafanzeige gelassen entgegen, während ihr seinerzeit entlassener Geschäftsführer von den spanischen Medien zunächst nicht zu lokalisieren war.
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Ausgesprochen undurchsichtig stellt sich nach Auffassung der Landes-Oppositionspartei PSOE der Verkauf der Eintrittskarten während des fünfjährigen Formel-1-Fiaskos der Generalitat Valenciana dar. Nicht nur sind nach Angaben der Generalitat die entsprechenden Einnahmen vom ersten Jahr 2008 bis zum letzten Jahr 2012 von 27 auf 5 Millionen Euro gesunken. Aber die Durchsicht der Kassenbücher der Formel-1-Verwaltungsfirma "Valmor" durch die PSOE erbrachte im ersten Jahr millionenschwere Sammelposten ohne dass klar werde, wer die Tickets ge- oder verkauft habe. In den Folgejahren reduzierten sich die Sammelposten auf maximal 500.000 Euro, darunter einer von 150.000 Euro durch die Pleite-Sparkasse CAM, als diese schon verstaatlicht war. Die PSOE will jetzt wissen, ob es unter Ministerpräsident Francisco Camps Anweisungen gab, dass öffentliche Firmen oder Organismen grosse Formel-1-Kartenpakete erwarben.
Fest stehe jedenfalls, so die Opposition, dass 2012, nach dem Kauf der Formel-1-Firma "Valmor" durch das Land Valencia für 50 Millionen Euro, für den letzten "Grossen Preis von Europa" nur noch Tickets für rund fünf Millionen Euro verkauft worden seien. Auch bei der "Preisgestaltung" muss es schwer nachzuvollziehende Schwankungen oder direkten Betrug gegeben haben. Nach offiziellen Angaben wurden 2008 für knapp 80.000 Karten 27 Mio Euro erzielt (ein offensichtlich künstlich aufgeblähtes Ergebnis), 2009: 7 Mio E für 24.500 Karten, 2010: 8 Mio E für 27.000 Karten, 2011: 6 Mio E für 24.500 Karten und 2012: 5 Mio E für 30.000 Karten.
Die PSOE wartet noch auf das Eingeständnis der PP-Landesregierung, dass die Formel 1 ein riesiges Groschengrab für die valencianischen Steuerzahler gewesen sei. Das Kartenhaus aus Lügen sei von Anfang bis Ende aufrecht erhalten worden. Da wurden in einem Jahr auf Kosten des Landes Tribünen für 65.000 Zuschauer mit Kosten von 4,5 Mio Euro aufgestellt, obschon längst klar war, dass man nicht einmal die Hälfte dieser Plätze würde an den Mann bringen können. Kein Wunder, dass, als das Land die Pleite-Firma "Valmor" übernahm, die bis dahin erzielten Einnahmen aus dem Kartenverkauf längst aufgezehrt waren. Die Staatsanwaltschaft, so die PSOE, werde sich noch mit den wenig durchsichtigen, wenn nicht gar direkt frisierten Karten-Verkaufszahlen der valencianischen Formel-1-Periode zu beschäftigenhaben.
Die Antwort der zuständigen Landesministerin María José Catalá fiel laut spanischer Presse ein bisschen dürftig aus: Da solle die PSOE, deren Führungspersonal sich seinerzeit gerne auf mit Bernie Ecclestone habe ablichten lassen, den Ball mal lieber flach halten. Vielleicht werde ja eine künftige Koalitionsregierung unter den Sozialisten weitere Ausgaben des "Gran Premio de Europa" auf dem Kurs von Valencia organisieren.
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Die umstrittene Ölsuche der Firma Repsol vor der kanarischen Küste beginnt. In bis zu 3.000 Meter Tiefe soll gebohrt werden, nachdem der Ölriese vor 12 Jahren die ersten Anträge für das Projekt stellte. Am Wochenende kam es zu einem Zusammenstoss auf hoher See zwischen Greenpeace, dessen Aktivisten das Repsol-Boot "Rowan" entern wollten, und der spanischen Marina, bei dem eine Umweltschützerin auf gefährliche Weise über Bord ging. Die Opposition fordert Erklärungen im Parlament durch den Verteidigungsminister. Von einem von der kanarischen Regierung geforderten Volksentscheid über die Ölsuche wollte die spanische Zentralregierung nichts wissen.
In einer Pro- und Contra-Debatte über die Ölsuche vor den Kanaren in der Zeitung El País folgerte der ehemalige Vorsitzende der "Asociación de Geólogos de España", Antonio Alfonso, der in Ölfirmen wie Shell, Chevron und Gulf gearbeitet hat, dass die "Ölbohrung eine vollständige Sicherheit" biete. Dagegen folgert der ehemalige Professor der Universität von Alaska Richard Steiner, der an der Erforschung von Ölkatastrophen wie der Exxon Valdez teilgenommen hat: "Die USA würde dieses Projekt nicht akzeptieren".
Auch vor der spanischen Mittelmeerküste, im Golf von Valencia, soll die Suche nach Öl beginnen. Ein kurzer Protest der hiesigen Gemeinden unter Verweis auf die touristischen Interessen blieb bisher ohne Erfolg. Die Massnahme ist weiterhin geplant.
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Die Anzahl der Wohnungsverkäufe ist im Monat September gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat in Spanien um 14 % auf 27.000 gestiegen. Den grössten Anteil daran hatte das Land Valencia mit 4.700 Immobilien. Davon machten die Gebrauchten mit 3.000 den Löwenanteil aus. In der Comunidad Valenciana wechselten pro 100.000 Einwohner 120 Wohnungen/Häuser den Besitzer, in Murcia und Andalusien waren es 80.
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Mehr als 2,2 Millionen Katalanen nahmen am -vom spanischen Verfassungsgericht für illegal erklärten- Referendum über die Unabhängigkeit des Nordost-Bundeslandes von Spanien teil. Vier Fünftel der Teilnehmer sprachen sich für die Unabhängigkeit aus, zehn weitere Prozent für einen eigenen Staat, aber mit einer neuen Definition der Beziehungen zu Spanien, keiner völligen Unabhängigkeit. Die Befürworter der Unabhängigkeit interpretierten das Ergebnis als Wasser auf ihre Mühlen, die republikanische Partei ERC forderte die Ausrufung von konstituierenden Wahlen und die Schaffung einer Regierung der "nationalen katalanischen Konzentration", um den tatsächlichen Unabhängigkeitsprozess in Gang zu bringen. Mit der spanischen Zentralregierung gebe es nichts mehr zu verhandeln, sie habe sich als völlig uneinsichtig und überfordert erwiesen.
Die Beteiligung an dem Referendum lag mit rund 33 % etwa 20-25 % unter denjenigen bei den vergangenen Landtags- und Bundestagswahlen in Katalonien. Die rund zwei Mio Ja-Stimmen entsprechen in etwa denjenigen derer, die bei den Landtagswahlen 2012 die Parteien gewählt hatten, die sich für den "proceso participativo" ausgesprochen hatten, also die Durchführung jenes Referendums für die Unabhängigkeit.
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Für das kommende Weihnachtsgeschäft geht für ganz Spanien ein Gutachten der Zeitarbeitsfirma Randstad von rund 650.000 neuen Arbeitsverträgen aus. Das würde gegenüber dem Vorjahres-Weihnachten einen Anstieg von gut 2 % bedeuten. Zwar entfällt auf die Comunitat Valenciana als klassisches Tourismusziel zu Weihnachten für Spanier mit 95.000 ein grosser Teil der 650.000 -grössenteils vorübergehenden- Arbeitsplätze. Aber Randstad sieht für unser Bundesland einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 9 % bei diesem Beschäftigungsplus voraus.
Bessere Prognosen erhalten die Balearen, La Rioja und Murcia, mit Zuwächsen von 15 % gegenüber Weihnachten 2013.
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Zwar sind für die erste Novemberwoche Wetterbewegungen Richtung Herbst und sogar Regen angekündigt, aber für das Land Valencia ist das trockenste "hydrologische" Jahr (Oktober bis September) seit 1950 bereits ein Faktum. Immerhin: Obwohl es im spanischen Südosten so wenig geregnet hat wie seit zwei Generationen nicht mehr, befinden sich die Stauseekapazitäten noch auf einem guten Niveau, weil der Verbrauch stark zurückgegangen und das Wasser erheblich sparsamer verwendet wird als früher. Allerdings leidet vor allem die Landwirtschaft. Für die Olivenernte im Land Valencia geht die Agrarwirtschaft von einem Rückgang um die Hälfte gegenüber dem Vorjahr aus, nicht zuletzt, weil viele Bäume schlicht eingegangen sind, wodurch sich das Problem nicht nur auf ein Jahr erstreckt, sondern auch auf die folgenden. Jedoch könnte dieses Problem schlimmer sein, wenn so ein Olivenbauer in der Zeitung "Información", "dieser Baum nicht so intelligent wäre: im Frühjahr gab es eine gute Blüte, aber zum Zweck des Selbsterhaltes warfen die Bäume angesichts der Trockenheit ihre Blüten frühzeitig ab".
Der Rückgang der Olivenernte ist allerdings kein rein valencianisches Phänomen, sondern muss sich Spanien auf die Halbierung seiner Vorjahresernte von 1,7 Millionen Tonnen einstellen. Noch unklar ist, was die punktuellen Regenfälle von September und Oktober noch haben retten können. Auf dem Markt übersetzt sich diese Knappheit jetzt in höhere Preise für Olivenöl, von denen aber in den Varianten "Vírgen extra" und "Vírgen" laut Landwirtschaftsvereinigung AVA ein geringerer Anteil beim Erzeuger ankommt als in Ländern wie Griechenland, Italien oder sogar Tunesien.
Bis Mitte September hatten die durchschnittlichen Niederschläge der vergangenen zwölf Monate im Land Valencia mit 210 Litern pro Quadratmeter bei 40 % des langjährigen Mittels von 500 l/qm gelegen, mit der Gemeinde Novelda als Extrembeispiel: knapp 60 anstatt der normalen rund 300 l/qm.













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Als Attraktion für Taucher versenkt die Stadt Gandía im Süden der Provinz Valencia in 4 Kilometern Entfernung vor ihrer Küste vier Holzboote. Die Schiffe werden in rund 20 Meter Tiefe "landen" und eine Fläche von etwa 800 Quadratmetern beanspruchen. Die staatliche Küstenverwaltung hat ihr O.k. gegeben. Die Gesamtkosten der Aktion sollen rund 200.000 Euro betragen, einschliesslich das Kaufpreises für die Boote, die dann auch noch "dekontaminiert" werden müssen. In der nicht bewachsenen Unterwasserzone soll in zehn Jahren mit Hilfe der versenkten Schiffe ein künstliches Riff mit Vegetation und Fischen entstanden sein.
Die Kalkulation: Kämen pro Jahr 5.000 Taucher, um das künstliche Riff zu erkunden, blieben im Schnitt 5 Tage und gäben täglich 50 Euro aus, so betrüge der "impacto" mehr als 1,2 Millionen Euro pro Jahr, so Gandias Bürgermeister Arturo Torró. Andere Gemeinden der Region haben mit dem künstlichen Schiffe-Versenken gute Erfahrungen gemacht, so die spanische Presse.
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Die Serie der ehemaligen hochrangingen PP-Amtsträger im Land Valencia, die Probleme mit der Justiz bekommen, reisst nicht ab. Jetzt hat die Zeitung "Las Provincias" berichtet, dass der ehemalige Chef der früheren Sparkasse "Bancaja", die sich mit "Cajamadrid" zu Bankia zusammenschloss, Luis Olivas, 3,3 Millionen Euro nicht an Sparkasse zurückgegeben hat, wie es die Sparkassen-Statuten der Generalitat Valenciana verlangten. Die 3,3 Mio Euro erhielt Olivas, der zuvor Interims-Ministerpräsident des Landes Valencia war (zwischen Zaplana und Camps), aus seinen Aufsichtsrats-Mandaten in Grossfirmen wie Iberdrola oder Enagas.
Gleichzeitig wurde aus Dokumentation, die die Banco de España an den Nationalen Gerichtshof "Audiencia Nacional" geschickt hat, deutlich, dass Bancaja 165 Mio Euro verlor, welche die Kasse der Firma "Sedesa" von Vicente Cotino (Neffe des Ex-Landesministers und Noch-Landtagspräsidenten Juan Cotino) für den Kauf von Grundstücken geliehen hatte, die nie erworben wurden. Bei der Vergabe von zahlreichen Seniorenheim-Konzessionen an die Cotino-Firma "Sedesa" durch die Landesregierung mit Minister Cotino kam es zu Unregelmässigkeiten, Sedesa steht vor einer 15 Mio Euro schweren Pleite.
Dieweil versucht die Bundesspitze der Konservativen Volkspartei, sich zur neuen Speerspitze im Kampf gegen die Korruption aufzuschwingen. Mit der oppositionellen PSOE ist sie zu der Übereinstimmung gekommen, das künftig illegale Zahlungen an politische Parteien nicht mehr nur eine Ordnungswidrigkeit sein sollen sondern eine Straftat.
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