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Land Valencia / Spanien
Das zuende gehende Jahr 2014 weist in der Landeshauptstadt Valencia mit einer Durchschnittstemperatur von 16,3 Grad die höchsten Werte seit 1869 auf. Im ganzen Land Valencia lag der Durchschnitt mit 16,4 Grad höher als in allen Jahren seit Beginn der systematischen Messungen 1950. Auch in ganz Spanien wurden historische Werte erreicht, mit 1,4 Grad über dem bisherigen Jahr mit den höchsten gemessenen Durchschnittstemperaturen, nämlich 1961. Während sich Spanien mit der Comunitat Valencia über höhere Temperaturen "einig" war, sah das bei den Niederschlägen anders aus: überdurchschnittliche in Spanien, unterdurchschnittliche im Land Valencia. Ein wenig Erleichterung an der Trockenheitsfront brachte der Herbst, der relativ regenreich und warm ausfiel.
Die Comunidad Valenciana verzeichnete 2014 keine echte Kältewelle, wies mit April und Oktober sowie August (in Carcaixent wurden 43,5 Grad gemessen) die stärksten Abweichungen nach oben von den Normalwerten auf, und nur der Juli fiel "frischer" aus als in den letzten zehn Jahren.
Für die Weihnachtstage werden keine grossen Wetterschwankungen oder -verschlechterungen mehr erwartet, so die staatliche Wetteragentur AEMET.
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In Faura (Valencia) starb jetzt im Alter von 100 Jahren Joan Garcés, der "langlebigste Dirigent der Welt", der mit vier einschlägigen Rekorden im Guiness Buch verzeichnet ist. Garcés leitet die Kapellen von Llíria, Castellón und Valencia, die Sinfonie des Liceo von Barcelona und die Lira Saguntina. Insgesamt dirigierte Garcés die Uraufführungen von mehr als 120 Werken. Unter seinen zahlreichen Auszeichnungen befinden sich solche des spanischen Kultusministeriums und der Generalitat Valenciana.
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Ein Informationsvideo mit Anleitungen zur Teilnahme an den Kommunalwahlen am 24. Mai 2015 für Ausländer hat das Ausländeramt der Provinz Alicante auf Youtube eingestellt:
https://www.youtube.com/watch?v=a8xai4gYPjo&list=PL2j_Qebj0DXhtajVugsKrm8gsdcaEVAAN&index=4
Die Provinz Alicante zählt 70.000 Residenten aus der Europäischen Union, die bis zum 30. Dezember 2014 in ihren Rathäusern formell ihren Wahlwillen anmelden können.
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Weitere Kürzungen von mehr als 1,4 Milliarden Euro hat die auf Druck der europäischen Defizit-Wächter eingerichtete "Finanzpolizei" im spanischen Finanzministerium in Madrid für den valencianischen Landeshaushalt 2015 verlangt. Die Autoridad Independiente de Responsabilidad Fiscal (AIReF) hat zudem den im Landesparlament verabschiedeten Etat für 2015 zurückgewiesen, weil er zwei Einnahmeposten in Höhe vonzusammen 2,6 Milliarden Euro beinhaltete, die nicht legal abgesichert seien: ein Vorschuss aus dem sogenannten "Fondo de Competitividad" von 2017 und eine Bankensteuer. Für die Bankensteuer im Jahr 2015 sei es zu spät, und der Fonds-Vorschuss von über einer Milliarde Euro sei nicht im spanischen Bundeshaushalt verzeichnet.
AIReF sieht für 2014 ein Jahresdefizit von 2,3 % des Landes-BIP voraus, weit entfernt von der geforderten Zahl von 1 %. Deshalb seien weitere Kürzungen von 1,4 Milliarden Euro vonnöten, so das spanische Finanzministerium. Sechs weitere spanische Bundesländer liegen über dem Defizitziel, darunter mit über 2 % am weitesten Extremadura, Katalonien, Valencia und Murcia, während es bei Castilla-La Manche, Andalusien und Balearen nicht ganz so schlimm aussieht.
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Ein Drittel der Gehaltsempfänger in Spanien, nämlich 5,7 Millionen, verdient weniger als 650 Euro pro Monat. Das addiert sich in 14 Zahlungen zum Minimal-Jahresgehalt von 9.000 Euro, wie das spanische Finanzamt jetzt veröffentlichte. So sind nach sieben Jahren Krise und den befolgten Rezepten von EU und IMF nach "moderación salarial" aus den früheren "mileuristas" nach Wortschöpfung der Zeitung "El Mundo" vor allem -aber nicht nur- die priviligierten unter den jungen Spaniern, die überhaupt Arbeit haben, "seisientoseuristas" geworden. 86 % der arbeitenden Menschen unter 18 Jahren befinden sich in dieser "Gehaltsklasse", drei Viertel der Beschäftigten zwischen 18 und 25 Jahren und immer noch ein Viertel derjenigen, die sich in ihrem letzten Arbeitsjahrzehnt bis 65 Jahre. Unter denen, die ihr Arbeitsleben über das Rentenalter hinaus verlängern (müssen), steigt die Anzahl der Mindestgehalts-Empfänger wieder auf fast zwei Drittel.
Das Durchschnittsgehalt der seit 2008 von 19,3 auf 16,8 Millionen gesunkenen Lohnempfänger ist von 19.000 auf 18.500 gesunken, so die von El Mundo veröffentlichten Zahlen des Finanzamtes.
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Um 7 % ist nach Angaben des spanischen Tourismus-Ministeriums die Zahl der ausländischen Besucher von Januar bis Oktober 2014 auf 58 Millionen gestiegen. Bis zum Jahresende wird mit 63 Mio Gästen aus dem Ausland gerettet.












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Politischer Paukenschlag zum Auftakt der Korruptions-Debatte im spanischen Nationalparlament: Stunden zuvor musste die Gesundheitsministerin der konservativen Rajoy-Regierung, Ana Mato, zurücktreten. Tags zuvor hatte ein für den berüchtigten "Gürtel"-Bestechungsskandal zuständiger Richter offiziell bestätigt, dass Mato vor Jahren von "Geschenken" des "Gürtel"-Netzwerkes an ihren früheren Ehemann profitiert hatte, darunter bezahlte Reisen und Kinderfeste (z. B. eine Kommunion für ihre Tochter für 2.000 Euro).
Mato ist strafrechtlich nicht verantwortlich und hat von jeher angegeben, von diesen Vergünstigungen nichts gewusst zu haben. Aber einen Parlamentsauftritt in der Korruptionsdebatte mit einer einschlägig angeschlagenen Ministerin auf der Regierungsbank wollte sich Rajoy denn doch nicht leisten.
Trotzdem, so die Opposition, sei Rajoys Partido Popular, die sich seit mindestens zwei Jahrzehnten vor allem aus Kommissionen und Bestechungsgeldern finanziert habe (drei ehemalige PP-Schatzmeister befinden sich unter den gerichtlich Beschuldigten), in Sachen Korruption der Bock und keinesfalls als Gärtner zu gebrauchen.
Im Vorfeld der Korruptionsdebatte hatte die neue alternative Linkspartei "Podemos" in einer Umfrage zu den Wahlabsichten höhere Werte erreicht als die durch unzählige Korruptionsskandale belasteten grossen Parteien PP und PSOE, letztere vor allem in Andalusien, wo sie seit Jahrzehnten an der Macht ist.
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Dem Verdacht des Betrugs, zumindest aber Misswirtschaft geht die valencianische Justiz jetzt bei der im Sommer abgewählten Führung des Landes-Ärzteverbandes nach. Die abgewählte Präsidentin Rosa Fuster und ihr Schatzmeister haben einer Baufirma vor einem halben Jahr vier Schecks über insgesamt 500.000 Euro für ein -sehr schwach dokumentiertes- Darlehen mit dem Zweck der Renovierung eines Gebäudes auf der Rambla von Barcelona ausgestellt. Das ist illegal, in der Höhe, in dem Zweck und in der Form.
Die neu gewählte Leitung der Ärztevereinigung zeigte ihre Vorgänger an, deren juristische Verantwortlichkeit nun im Einzelnen zu bestimmen sein wird. Fuster ist sich keines Unrechts bewusst, sieht den Folgen der Strafanzeige gelassen entgegen, während ihr seinerzeit entlassener Geschäftsführer von den spanischen Medien zunächst nicht zu lokalisieren war.
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Ausgesprochen undurchsichtig stellt sich nach Auffassung der Landes-Oppositionspartei PSOE der Verkauf der Eintrittskarten während des fünfjährigen Formel-1-Fiaskos der Generalitat Valenciana dar. Nicht nur sind nach Angaben der Generalitat die entsprechenden Einnahmen vom ersten Jahr 2008 bis zum letzten Jahr 2012 von 27 auf 5 Millionen Euro gesunken. Aber die Durchsicht der Kassenbücher der Formel-1-Verwaltungsfirma "Valmor" durch die PSOE erbrachte im ersten Jahr millionenschwere Sammelposten ohne dass klar werde, wer die Tickets ge- oder verkauft habe. In den Folgejahren reduzierten sich die Sammelposten auf maximal 500.000 Euro, darunter einer von 150.000 Euro durch die Pleite-Sparkasse CAM, als diese schon verstaatlicht war. Die PSOE will jetzt wissen, ob es unter Ministerpräsident Francisco Camps Anweisungen gab, dass öffentliche Firmen oder Organismen grosse Formel-1-Kartenpakete erwarben.
Fest stehe jedenfalls, so die Opposition, dass 2012, nach dem Kauf der Formel-1-Firma "Valmor" durch das Land Valencia für 50 Millionen Euro, für den letzten "Grossen Preis von Europa" nur noch Tickets für rund fünf Millionen Euro verkauft worden seien. Auch bei der "Preisgestaltung" muss es schwer nachzuvollziehende Schwankungen oder direkten Betrug gegeben haben. Nach offiziellen Angaben wurden 2008 für knapp 80.000 Karten 27 Mio Euro erzielt (ein offensichtlich künstlich aufgeblähtes Ergebnis), 2009: 7 Mio E für 24.500 Karten, 2010: 8 Mio E für 27.000 Karten, 2011: 6 Mio E für 24.500 Karten und 2012: 5 Mio E für 30.000 Karten.
Die PSOE wartet noch auf das Eingeständnis der PP-Landesregierung, dass die Formel 1 ein riesiges Groschengrab für die valencianischen Steuerzahler gewesen sei. Das Kartenhaus aus Lügen sei von Anfang bis Ende aufrecht erhalten worden. Da wurden in einem Jahr auf Kosten des Landes Tribünen für 65.000 Zuschauer mit Kosten von 4,5 Mio Euro aufgestellt, obschon längst klar war, dass man nicht einmal die Hälfte dieser Plätze würde an den Mann bringen können. Kein Wunder, dass, als das Land die Pleite-Firma "Valmor" übernahm, die bis dahin erzielten Einnahmen aus dem Kartenverkauf längst aufgezehrt waren. Die Staatsanwaltschaft, so die PSOE, werde sich noch mit den wenig durchsichtigen, wenn nicht gar direkt frisierten Karten-Verkaufszahlen der valencianischen Formel-1-Periode zu beschäftigenhaben.
Die Antwort der zuständigen Landesministerin María José Catalá fiel laut spanischer Presse ein bisschen dürftig aus: Da solle die PSOE, deren Führungspersonal sich seinerzeit gerne auf mit Bernie Ecclestone habe ablichten lassen, den Ball mal lieber flach halten. Vielleicht werde ja eine künftige Koalitionsregierung unter den Sozialisten weitere Ausgaben des "Gran Premio de Europa" auf dem Kurs von Valencia organisieren.
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