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Land Valencia / Spanien
Einer Umfrage des Versicherungs-Vergleichsportals Acierto.com sieht die Spanier kritisch mit den Leistungen für Geringverdiener und Arbeitslose. 9 von 10 Befragten halten den Mindest-Referenzlohn von 736 Euro für ungerechtfertigt niedrig. Die Arbeitslosigkeit wird nach wie vor als grösstes Problem wahrgenommen, kein Wunder: Die Zahl der Arbeitslosen ist ungefähr die gleiche wie vor zehn Jahren, auch wenn es nach einer dreijährigen Verschlimmerung seit 2014 auch auf dem Arbeitsmarkt kontinuierlich, wenn auch langsam, bergauf geht.
Die Leistungen für Arbeitslose sind allerdings seit 2009 gesunken und werden kürzer gezahlt. Zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass das Arbeitslosengeld länger gezahlt werden müsste und nicht mit der Dauer geringer ausfallen dürfte. Auch die Höhe der Entschädigungen bei Entlassung sehen die Spanier kritisch: Über drei Viertel glauben, dass mindestens auf der Basis von 40 Tagen pro gearbeitetem Jahr gezahlt werden müsste.
Und die finanzielle Situation eines grossen Teils der rund sieben Millionen "autónomos" (Selbstbeschäftigten) sehen 60 % der Befragten kritisch und weniger als 10 % als gut.
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Um 28 % ist im ersten Quartal 2018 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum in Spanien die Zahl der registrierten Vergewaltigungen auf fast vier pro Tag gestiegen, die Anzahl der sexuellen Übergriffe um 12 % auf mehr als 3.000 von Januar bis März. Insgesamt stieg die Zahl der Delikte um 1,5 %. Besonders starke Zuwächse gab es bei Entführungen und Raub, die Zahl der Morde und Autodiebstähle ging zurück.
Dieweil überzeugte erst grosser Widerstand aus Politik, Medien und Gesellschaft den umstrittenen Justizminister Rafael Catalá (PP), den quasi ad hoc zur Verurteilung der "Manada" nicht wegen Gruppenvergewaltigung sondern wegen sexueller Nötigung eingesetzten Ausschuss zur Vorbereitung einer Gesetzesänderung paritätisch zu besetzen. Zunächst war nicht eine einzige Frau für das Gremium vorgesehen. Es wurde bekannt, dass die Beratungsgremien des spanischen Justizministeriums durchschnittlich nur zu rund 15 % mit Frauen besetzt sind. Die Proteste gegen das Urteil gegen die "manada" gehen weiter.
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Jeder dritte Valenciano fühlt sich einer GAES-Studie zufolge ernsthaft durch Lärm belästigt. Die Weltgesundheitsbehörde WHO siedelt das für menschliches Verhalten negative Lärmniveau bei oberhalb von 65 Dezibel an, allerdings können auch Dauergeräusche von mehr als 30 dB Schwierigkeiten beim (Ein-)Schlafen bedeuten. Als schlimmste Lärmquelle werden mit 60 % der Nennungen Bauarbeiten auf der Strasse angesehen, gefolgt von Arbeiten beim Nachbarn (50 %) und dem Verkehr mit 40 %. Die Hälfte der Befragten bezeichnete die Stadt, in der sie leben, als "sehr oder ziemlich laut". Jeder Dritte hat bei der Auswahl seiner Wohnung auf den Lärm geachtet.
Die Liste der als "angenehm und entspannend" bezeichneten Geräuschquellen gaben vier von fünf Valencianos das Meer an, 60 % "die Berge" und mehr als ein Drittel "die Stille" an.
Nur jeder Zehnte gab an, sich aktiv gegen Lärm zu schützen, vor allem, um besser einschlafen zu können, aber auch beim Studieren oder Arbeiten.
GAES empfiehlt, auch im persönlichen Bereich auf unnötigen Lärm zu verzichten: nicht unnötig hupen, nicht zu laut feiern, nicht lauter sprechen als nötig, was laut Umfrage den Valencianos nicht besonders leicht fällt: Jeder fünfte gab zu, gelegentlich beim Sprechen zu Schreien.
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200 Richter und Staatsanwälte demonstrierten am Montag, 7. Mai 2018, vor dem spanischen Justizministerium für eine "von politischen Pressionen freie Justiz" und forderten den Rücktritt von Justizminister Rafael Catalá (PP). Dieser hatte sich nach dem umstrittenen Urteil gegen die so genannte "manada" von 5 jungen Männern, die der Vergewaltigung einer jungen Frau während der Sanfermines 2016 in Pamplona angeklagt und lediglich wegen Nötigung und nicht Vergewaltigung verurteilt wurden, abfällig gegen den Richter Ricardo González geäussert, der ein abweichendes Minderheitsvotum zu Gunsten der Angeklagten ("kein Zwang, sondern eine Sex-Orgie") unterzeichnet hatte. Alle Richterverbände des Landes verurteilten Catalá dafür, die Opposition forderte -einmal mehr- seinen Rücktritt. "Mehr Richter und weniger Korruption" war eine weitere Forderung der Demonstranten.
Aber Regierungschef Rajoy macht keine Anstalten, seinen Justizminister fallen zu lassen.
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Ihr offizielles Ende hat die baskische "Untergrundorganisation ETA, die für ein unabhängiges Baskenland kämpfte", wie es auch heute und nach fast tausend Toten in den öffentlich-rechtlichen Nachrichten im deutschen Fernsehen formuliert wurde, nach fast sechzig Jahren verkündet. Eine wachsweiche Entschuldigung bei den "kollateralen" und "am Konflikt unbeteiligten" Opfern, fehlende Aufklärung über rund 40 % der Morde liessen Regierung und die meisten Parlamentsparteien unbeeindruckt reagieren: Man schulde der Terrororganisation ETA für die halbgare Selbstauflösung nichts. Auf die Verfolgung von Verbrechern durch die Polizei und auf die Politik gegenüber den einsitzenden Etarras, die auf eine Annäherung an das Baskenland schielen, habe die Inszenierung keinen Einfluss. Den gewaltsamen Kampf hatte ETA schon vor mehreren Jahren aufgegeben.












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Eine Gruppe von Experten in der Kontrolle von landwirtschaftlichen Plagen hat die Nützlichkeit des Ausreissens von Bäumen gegen die Feuerbakterie "Xylella fastidiosa" angezweifelt, wie die Zeitung "Información" von einer Fachtagung im valencianischen Segorbe berichtete. In der Provinz Alicante sind auf 46 Grundstücken in 45 Städten und Gemeinden vor allem in den Marinas Alta und Baixa 2.250 Mandelbäume vernichtet und entsorgt worden. Zunächst sei es wichtig, mehr über die Bakterie und die Phasen ihrer Verwundbarkeit zu erfahren, um dann die passenden bakteriziden Strategien zu entwerfen.
Die zum Zweck des Kampfes gegen die Feuerbakterie gegründete Alianza para el Control Vectores Xylella fastidiosa (IVIA), an der Agrar-Forschungs- und Insektizidfirmen beteiligt sind, sucht in Italien nach Informationen, wo Xylella zum ersten Mal in Europa aufgetreten war und am stärksten verbreitet ist und Hunderte von Hektar Olivenplantagen vernichtet hat, sowie an amerikanischen Universitäten, wo das Problem seit 1860 bekannt ist.
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Exemplare der sehr giftigen Qualle "Portugiesische Galeere" sind an der spanischen Mittelmeerküste aufgetaucht, unter anderem am Strand von San Juan bei Alicante, an dem aus diesem Grund sogar die Rote Fahne gehisst wurde. Die phosphoreszierende Quallenart mit Tentakeln von bis zu 30 Metern ist zehn Mal so giftig wie eine normale Qualle. Ihre sehr schmerzhaften Verbrennungen verursachen Übelkeit, Fieber, Lähmung in Extremfällen bis hin zum Tod. Sie kommt vor allem im Atlantik vor und wird manchmal durch Frühjahres-Unwetter mit Atlantikwasser durch die Strasse von Gibraltar gespült. Strömungen können diese Tiere in seltenen Fällen bis an unsere Küsten bringen, erläuterten Meeresbiologen der spanischen Presse. Die Stadt Alicante gab beim Küstenökologischen Institut eine Studie über die "Carabela Portuguesa" in Auftrag.
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Der neue Abfallplan des Landes Valencia sieht für das Jahr 2020 den Verbot von Kaffeekapseln und Plastikbesteck vor. Das berichtete die spanische Presse. Der Plan soll den Recycling-Gedanken und die Mehrfachverwendung von Produkten betonen. Ähnliche Massnahmen sind bereits auf den Balearen verabschiedet worden.
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Die Tierschützer-Versammlung von Benissa (Assemblea Animalista) hat nach einem Bericht der spanischen Presse das Land Valencia aufgefordert, nicht nur die jüngste Vergiftungswelle bei Benissa (20 tote Hunde, 27 überlebten, dazu tote Dachse Füchse, Katzen u.a) aufzuklären. Bei den an "strategisch zum ´Schutz von Jagdgebieten´ von Kennern des jeweiligen Geländes ausgelegten Giftködern, so die Tierschützer, handele es sich sogar um eine potentielle Gefahr für unterirdische Wassersysteme. Die "Assemblea" hat die Generalitat Valenciana zur Aussetzung der Jagd in den von Giftauslegung betroffenen Zonen aufgefordert. Mit der Serra de Bèrnia und El Ferrer waren sogar europäisch geschützte Gebiete betroffen.
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