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(Raum) Els Poblets (Ondara Pego Vergel Marina Alta
Über den seit anderthalb Jahrzehnten bestehenden "Escándalo de los Avales" in der 1.500 Häuser umfassenden Urbanisation Monte Pego auf halbem Weg zwischen Vergel und Pego hat jetzt die spanische Presse berichtet: Wer neu oder umbaut, muss beim Rathaus für den Ersatz möglicher Schäden an öffentlicher Infrastruktur durch die Bauarbeiten eine Garantiezahlung leisten. Diese behält die Stadtverwaltung von Pego seit 2003 ein, so die Anwohnervereinigung "Pro Monte Pego". Das Ayuntamiento führe ins Feld, dass dieses Geld "in der Zukunft einmal für die Reparatur der Infrastruktur der Urbanisation" genutzt werden müsse.
Hintergrund des Skandals ist ein uralter Streit zwischen der Stadt und der Promotionsfirma "Monte Pego, S.A.". Die Stadt wartet seit 12 Jahren darauf, dass die Firma die Beendigung der Erschliessungsarbeiten der Urbanisation erklärt. Und bis dahin könne das in Einklang mit dem valencianischen Baugesetzt kassierte Geld nicht zurückgezahlt werden. Die Behauptung der Bürger, dass die Stadt keine Informationen über die einbehaltenen Summen herausgebe, stimme nicht, so das Ayuntamiento von Pego: Sie seien im Stadthaushalt vermerkt, der Jahr für Jahr vom Gemeindeparlament verabschiedet werde, und auf gerichtliche Anfragen an die Justiz übersandt worden.
Die Anwohner fühlen sich trotzdem von der Stadt Pego hinters Licht geführt, die Garantiezahlungen für eine nach wie vor private Urbanisationen kassiere (und einbehalte) und obendrein für neu gebaute Häuser hinten heraus die offizielle Bewohnbarkeitsbescheinigung verweigere.

Die Polizei hat eine sechsköpfige Bande von Drogenhändlern zwischen 20 und 45 Jahren ausgehoben, darunter eine Frau, die unter anderem in der Nähe der Grundschule von La Xara agierten. Bei der Operation wurden 4 Kilo Marihuana in Kugeln, hundert Kilo Marihuana-Pflanzen und 5 Gramm Kokain sowie mehrere Messer sichergestellt. Anwohnern hatten Anzeigen gemacht, die Polizei observierte und durchsuchte schliesslich mehrere Wohnungen in La Xara, Ondara und Pedreguer.

Beileibe noch kein konkretes Projekt, aber immerhin eine gemeinsame Absichtserklärung: Spaniens Regierung in Madrid erklärte sich mit dem Vorschlag des Landes Valencia und der Städte Gata de Gorgos und Pedreguer einverstanden, die chronisch überlastete und ausnehmend unfallträchtige Nationalstrasse N-332 zwischen Gata und der Autobahnzufahrt Ondara auf vier Spuren auszubauen. Diese Lösung sei einer neuen Autobahnabfahrt zwischen Pedreguer und Gata vorzuziehen. Mit Sicherheit aber wird erst einmal die Auswirkung der Autobahn-Freigabe ab 2020 abgewartet, um ein neues Strassenprojekt zu definieren.

Der valencianische Ombudsmann "Síndic de Greuges" hat die Stadt Dénia offiziell aufgefordert sich mit der staatlichen Wasserverwaltung "Confederación Hidrigráfica del Júcar" (CHJ) auf eine Lösung für das stinkende stehende Wasser an der Mündung des Girona-Flusses zu einigen. Denn dies sei den Anwohnern nicht mehr länger zuzumuten, und beide Organismen kämen ihrer Verantwortung nicht nach. Der Dénianer Umweltstadtrat, so die spanische Presse, habe zugesichert, dass Massnahmen zur Reinigung des Flussbettes getroffen werden, wenn dies nötig werde. Das jedoch reicht Anwohnern und mit ihnen dem Bürgeranwalt nicht, deshalb die Aufforderung, "den Flusslauf immer sauber zu halten".

Eine spektakuläre Windhose war am Donnerstag Morgen, 6. September 2018, gegen 8.30 Uhr über dem Meer vor den Küsten zwischen Oliva und Dénia zu sehen. Die Bilder wurden von dem Boot Astraleta gemacht. Die Wetterabteilung der Universidad de Alicante deutete an, dass in den nächsten Tagen vielleicht weitere Phänomene dieser Art zu beobachten sein werden.
Das Video ist in der Zeitung "Información" zu sehen:
https://www.diarioinformacion.com/marina-alta/2018/09/06/forma-espectacular-manga-marina-frente/2059966.html


Ein Feuer hat in der Hinterlandgemeinde Benidoleig in der Zone Camí Real Ende August 3.000 qm Schilfgelände verbrannt. Es brach nachts um 2 Uhr aus, war mit Hilfe der Feuerwehren aus Dénia und Torremanzanas um 5 Uhr gelöscht. Ein zunächst bedrohtes Haus brauchte nicht evakuiert zu werden.





















Ein Feuer verbrannte bei der Hinterland-Gemeinde Beniarda rund 25 Hektar Pinienbestand und Unterholz, bevor die Feuerwehr es unter Kontrolle bringen konnte. Der Brznd war am Mittwoch ausgebrochen, Regen half am Donnerstag bei den Löscharbeiten.

Die Provinz Alicante hat im Gemeindegebiet von Llíber für 60.000 Euro eine Behelfsbrücke über den Gorgos-Fluss gebaut, die für die Zeiten, in denen der Fluss viel Wasser führt, die Isolierung der Anwohner des Ortsteils Font d´Aixa beendet.

Zwischen Alcalalí und Xaló brach in dieser Woche das dritte Feuer dieses Sommers im und beim Flussbett des Rio Gorgos aus und verbrannte drei Hektar Landes. Ein Dutzend Feuerwehrleute aus Dénia und Benissa sowie 20 Helfer sowie zwei Einheiten aus der Luft löschten den Brand. Die anderen beiden hatten in Parcent und ebenfalls in Alcalalí stattgefunden.

20 Städte und Gemeinden der Marina Alta nehmen an dem Provinz-Programm zur Sterilisation freilegender Katzen teil. Damit soll die Katzenpopulation unter Kontrolle gehalten werden.
Folgende Beihilfen wurden gezahlt:
Gemeinden bis 1.000 Einwohner:
Jesús Pobre 822,37 Euro; Llíber 328,94; Murla 657,89; Sanet y Negrals 822,37; Senija 822,37
Gemeinden bis 5.000 Einwohner:
Beniarbeig 1.081,08; Benidoleig 1.081,08; El Poble Nou de Benitatxell 1.081,08; Els Poblets 1.081,08; El Verger 410,81; Xaló 756,76
bis 15.000 Einwohner:
Benissa 1.236,94; Gata de Gorgos 1.236,94; Ondara 643,21; Pedreguer 1.236,94; Pego 791,64; Teulada 1.236,94; bis 50.000 Einwohner:
Calp 2.320,78; Dénia 2.320,78; Xàbia 2.320,78


Ein 4-Jähriger hatte in der Ferienschule Granja Escuela von Beniarbeig mittags keine Lust mehr zu warten, bis ihn seine Eltern abends abholen würden, machte sich vom Acker und lief die 700 Meter allein nach Hause. Seine Mutter hatte zum Glück an dem Tag frei, und es blieb bei einem grossen Schrecken allerseits. Die Eltern hatten ihn abends noch nie zu Fuss, immer nur mit dem Auto abgeholt, der Kleine hatte seiner Lehrerin schon seit Tagen angedeutet, so die Zeitung "Información", dass er wisse, wo lang es nach Hause gehe.
Der Leiter der Ferienschule entschuldigte sich bei den Eltern: "Wir hätten die Absicht des Kindes entdecken und ernst nehmen müssen. Dies ist uns in 35 Jahren zum ersten Mal passiert. Wir werden besser aufpassen müssen, aber einzäunen ist nicht die Lösung."

Nach einem Feuer im Hinterland half einen Tag später, Ende der ersten August-Woche 2018, auch in Jávea, am Rande des Naturparks Montgó, der erstmals einsetzende Regen der Feuerwehr beim Löschen eines Waldbrandes. Die Löscher waren mit Einheiten zu Lande und aus der Luft angerückt.

Ein Blitz löste am Donnerstag Nachmittag, 9. August 2018, einen Brand in den Bergen der Hinterland-Gemeinde Vall de Laguar aus, in der Nähe des Wanderweges im "Barranc de l´Infern". Das Feuer entstand ziemlich nahe eines Berggipfels, hatte deshalb in seiner Ausbreitung nach oben nicht mehr allzu viel Nahrung. Regen von mehr als 15 Litern pro Quadratmetern half der Feuerwehr bei der Löschung des Brandes.

Bei zwei kleinen Bränden in Alcalalí und Ondara war am Sonntag, 5. August 2018, die Feuerwehr aus Dénia jeweils so schnell vor Ort, dass es nicht zu grösseren Schäden kam. In Alcalalí brannte es beim Gorgos-Fluss und in Ondara in der Nähe der Autobahn-Auffahrt.

Die Rathäuser des Marina-Alta-Kreises haben von 2012 bis Ende 2017 ihre Schulden um rund 60 % von fast 160 auf weniger als 70 Millionen Euro gesenkt. Mehr als die Hälfte der 33 Kommunen hat keine Bankschulden mehr, und die Grossschuldner Calpe, Dénia und Jávea sorgten für den Löwenanteil der abgeschmolzenen Schuldenlast und wiesen zum Jahresende "nur" noch Aussenstände von 25, 20 und 8 Millionen Euro aus und sind auf dem Weg, diese Hypothek hinter sich zu lassen. Entscheidend dazu beigetragen hat der 2012 vom staatlichen Finanzminsterium diktierte Sparplan, der nur noch Investitionen ohne stark belastende Folgekosten zuliess, im Gegenzug dafür seinerzeit jene Sonderkredite gewährte, die den Bankrott der Gemeinden verhinderten. Von diesen Einschränkungen wollen sich jetzt die meisten Rathäuser befreien.
Die Verschuldungder Marina-Alta-Gemeiden im Dezember 2017 laut spanischem Finanzministerium:
L’ATZÚBIA 157
ALCALALÍ 0
BENIARBEIG 261
BENIGEMBLA 0
BENIDOLEIG 0
BENIMELI 0
BENISSA 1
BENITATXELL 59
CALP 25.762
CASTELL DE CASTELLS 0
DÉNIA 20.333
GATA DE GORGOS 747
LLÍBER 404
MURLA 0
ONDARA 1.649
ORBA 975
PARCENT 0
PEDREGUER 905
PEGO 5.400
ELS POBLETS 0
EL RÀFOL D’ALMÚNIA 27
SAGRA 0
SANET I NEGRALS 0
SENIJA 0
TEULADA 0
TORMOS 0
LA VALL D’ALCALÀ 0
LA VALL D’EBO 0
LA VALL DE GALLINERA 0
LA VALL DE LAGUAR 0
EL VERGER 2.463
XABIA 7.991
XALÓ 0


Das Oberste Spanische Gericht (Supremo) hat jetzt die 11-jährige Haftstrafe für den 60-jährigen Carlos César N. N. aus Gata de Gorgos bestätigt, der zwischen 2014 und 2016 seinen heute 10-jährigen Stief-Enkel missbrauchte, wenn dieser ihn besuchte. Dafür nutzte der Mann Besuche auf seinem Landgrundstück mit Lagerhütte, bis er vor zwei Jahren von dem Freund der Mutter auf frischer Tat ertappt wurde.
Das Tribunal Supremo bestätigte die Strafe, die vom Provinzgericht und vom Oberlandesgericht verhängt worden war.





















Das Rathaus von Dénia hatte im April 2018 am Bassetes-Strand in Las Marinas den Bau eines 200 qm grossen Chalets durch die Frau des ehemaligen Bürgermeisters von Ondara (2001-2015), Ximo Ferrando, gestoppt, weil es dafür keine Genehmigung gibt. Es sollte an Stelle einer Casita von 70 qm entstehen, so die Zeitung "Las Provincias", die ergänzt: "Auf der Baustelle wird derzeit gearbeitet". Ferrandos Gattin versuchte es über Tricks, das Projekt als "obra menor" (Pool und Aussenzaun) zu deklarieren und die Verdreifachung des Bauvolumens durchzuschummeln und stiess auf das Njet der Dénianer Stadtverwaltung. Der Plan der Bürgermeistersfrau, die mit ihrem Mann drei Immobilienfirmen teile, sei gewesen, das geplante Luxuschalet mit einem 20 Meter langen Privatweg zum Strand zu verkaufen. Einem Interessenten sei die Baustelle bereits gezeigt worden.

In der Nacht zum Donnerstag, 26. Juli 2018, war um 23.45 Uhr in der Marina Alta, vor allem aber in Calpe, Benissa und Teulada-Moraira, ein Erdbeben der Stärke von 3,1 auf der Richter-Skala zu spüren, dessen Epizentrum im Meer vor dem Peñón de Ifach lag. Auf den Polizeiwachen gingen zahlreiche Anrufe ein. Um 1.05 und 1.25 Uhr wurden Nachbeben der Stärken 2 und 2,2 verzeichnet. Schäden wurden nicht registriert.

Anwohner des Camí de les Guadianes von Els Poblets wollten vom Rathaus wissen, warum seit einigen Wochen die begonnenen und halb fertigen Erschliessungsarbeiten an ihrer Strasse nicht mehr voran gehen. Anwohner sind genervt, Geschäftsleute ob bereits erlittener Verluste besorgt. Das Ayuntamiento beantwortete der spanischen Zeitung "Información" diese Frage: Man warte auf die Trinkwasserfirma "Aqualia", die bis Ende August an derselben Stelle Leitungsarbeiten und -erneuerungen durchführen müsse. Es gehe darum, den Asphalt der Strasse nicht kurz nacheinander zwei Mal aufreissen zu wollen, bat die Stadt die Anwohner um Geduld.

Kurz angemerkt:
Das Problem ist ein kommunikatives. Warum teilt die Gemeindeverwaltung diese Planungen den Betroffenen und der Öffentlichkeit nicht mit? Dann würde die Kritik an der Verzögerung, wenn nicht verstummen, so doch erheblich gemässigter ausfallen. Und sich auf die Frage "beschränken", warum zwischen der ersten Phase der Erschliessungsarbeiten und den Arbeiten von Aqualia ein wochenlanger Stillstand sein musste und ob überhaupt die Arbeiten im Sommer stattfinden müssen.
Carl-Georg Boge


Am Montag, 16. Juli 2018, brach im "Pinaret" von La Xara, Dénia, ein Feuer aus. Die Feuerwehr war schnell mit Einheiten aus der Luft und zu Lande zu Stelle und brachte den Brand in der Nähe des Naturparks "Montgó" bald unter Kontrolle. Die Besucher eines nahe gelegenen Behinderten-Tageszentrums durften ihre Einrichtung während einer ganzen Weile nicht verlassen. Mehrere Anwohner mussten eine Weile ihre Häuser verlassen.

Die Gemeinde Pedreguer restauriert ihr mittelalterliches Castillo Ocaive mit einem Finanzaufwand von 340.000 Euro. Etwa 40 % dieser Kosten werden in diesem und dem nächsten Jahr von der Europäischen Union aus den FEDER-Entwicklungsfonds beigesteuert. Die Burg ist vom Einsturz bedroht. Das Erhaltungs- und Restaurationsprojekt soll in den nächsten Monaten entworfen und noch vor Ende des Jahres angegangen werden. 2016 wurde das Castillo ins Register der Kulturgüter (BIC) aufgenommen, im vergangenen eingehend topografisch erfasst und dokumentiert.
Der Ocaive-Berg wurde bereits in der Bronzezeit besiedelt, die architektonischen Strukturen auf dem oberen Teil stammen aus dem 13. und 14. Jahrhundert, die tiefer gelegenen Brunnen aus noch früheren Jahrhunderten.

Die Polizei von Denia hat zwei Männer im Alter von 23 und 29 Jahren verhaftet, die Touristen betrogen, die über das Internet bei ihnen über gefälschte Webseiten Ferienwohnungen in Calpe, Benissa, Teulada-Moraira, Denia und Alicante mieten wollten und die Anzahlungen behielten ohne die Unterkünfte zu liefern. Ausserdem werden den beiden Männern rund 20 von Touristen bewohnte Ferienunterkuenfte in der Marina Alta zur Last gelegt. Dabei machte das umtriebige Duo Beute im Wert von mehr als 60.000 Euro.

Dem schnellen Eingreifen der Löschkräfte aus der Luft und der Verfügbarkeit von Wasserdepots zu diesem Zweck auf dem Montgó war es zu verdanken, dass am Sonntag Nachmittag, 8. Juli 2018, ein Brand in dem Naturpark, an der Gemeindegrenze zwischen Dénia und Jávea (wir berichteten), in nur drei Stunden gelöscht war. Den ganzen Montag über wurden weitere Lufteinsätze geflogen, um ein erneutes Ausbrechen der Flammen zu verhindern. Mit einer Wärmebildkamera wurden aus der Luft besonders stark aufgeheizte Stellen identifiziert.

Ein Waldbrand ist am heutigen Sonntag Nachmittag, 8. Juli 2018, im Naturpark Montgó ausgebrochen, in der Nähe der Camell-Höhle an der Grenze der Gemeindegebiete von Dènia und Jàvea. Die Feuerwehr bemüht sich mit Einheiten aus der Luft und am Boden darum, das vom Wing begünstigte Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Ein 14-jähriger Ausflügler musste am Mittwoch, 4. Juli 2018, wegen eines Hitzschlags mit Hilfe eines Hubschraubers aus der Serra de Sègaria evakuiert werden. Der Junge aus Madrid war mit seinem Vater unterwegs, als er begann, sich schlecht zu fühlen und zu zittern. Nach einem Anruf an 112 war in kurzer Zeit der Helikopter zur Stelle und kurze Zeit darauf der Junge im Krankenhaus.
Die Feuerwehr erinnerte daran, dass anstrengende Aktivitäten und Ausflüge zu dieser Jahreszeit nichts für die Mittagszeit sind. Und für eine Vormittagsroute in die Berge solle man drei Liter Flüssigkeit pro Person dabei haben. Gute Wegkenntnisse seien ebenfalls vonnöten.

Im Rahmen eines Schüleraustausches mit der Sekundarschule von Pedreguer verbrachte eine Schülergruppe aus dem baden-württembergischen Nagold im Juni eine Woche in der Gemeinde. Besonderes Gedenken galt bei der Willkommensfeier dem Nagolder Lehrer Jürgen Kuppinger: Der gute Geist hinter dem Austauschprogramm war vor Kurzem nach langer Krankheit gestorben.





















Der Klassiker zum Auftakt der sommerlichen Schwimmwettbewerbe (Circuito de Aguas Abiertas) an den Küsten der Marina Alta wurde in diesem Jahr ernsthaft vom Amtsschimmel bedroht: Fast die ganze Woche vor der "Milla Verde" über musste Benissas Sportstadtrat Xavi Tro (Compromís) bei der Küstenverwaltung in Alicante nachfragen und Druck machen, um die Rücknahme der zunächst erteilten Absage das zum 7. Mal organisierten Rennens zwischen Fustera-Strand und Club Naútico Les Bassetes zu erwirken. Ein besonders wichtiger Verwaltungsfunktionär in Alicante pochte auf die verschärften Küstenumweltschutzregeln des sogenannten "Pativel"-Planes und liess sich, so Tro, nur sehr mühsam überzeugen.
Davon wussten nur wenige der knapp 200 Schwimmer, die bei perfekten Wasserbedingungen in zwischen 20 und 40 Minuten die 1,6 Kilometer zurücklegten. Dafür brauchten Xavi Martínez (Ferca, 20.20 Min.), Alberto López (UPV) und Antoni Guardiola (Ondara) sowie Maite Bañuls (Ondara, 22.50 Min.), Sandra Ortolà (Adrenalin Sport) und Blanca Salvador (UPV) am wenigsten Zeit (zweites Foto).
Für den gastgebenden Schwimmklub Benissa (drittes Foto) belegten Alejandro Ferrer, Ricardo Esteve, Isabel Rodenas und Ana Baydal vordere Plätze in ihren Altersklassen.
Das nächste Rennen des Circuito findet am Sonntag, 1. Juli 2018, am I. Montañar-Steinstrand in Richtung Hafen statt, das dritte am 29.7. in Moraira (Portet-Ampolla), das vierte am 26. August in Els Poblets (Almadrava) und der Abschluss am 8. September in Dénia-Marineta Cassiana.

Auf 70 Wanderer und Kajakfahrer pro Tag will die Leitung des Naturparks Montgó die tägliche Besucherzahl in der Meereshöhle "Cova Tallada" an der Küste zwischen Dénia und Jávea begrenzen. Die bis zu mehrere Hundert Menschen betragende Besucherschwemme der letzten Jahre hat der offiziell auch durch die Europäische Union "geschützte" Höhle arg zugesetzt, sogar Kontamination des Meerwassers durch Sonnencreme wurde festgestellt.
Das Problem der Besucherbegrenzung, die schon in diesem Sommer in Kraft treten soll, wird die Kontrolle sein. Es sollen Tickets vergeben und "Schwarz-Einschleicher" mit Strafen belegt werden. Jetzt wird festzulegen sein, wer das Personal stellt und die Kosten trägt. In der spanischen Presse wurde auch angedeutet, dass überlegt wird, den Tallada-Besuchern einen Obolus abzuverlangen.

75 % der Wasserzähler in der Hinterland-Gemeinde Xaló sind "intelligent" und helfen dabei, den Verlust von Trinkwasser schnell zu bemerken und deshalb einzuschränken. Diese Investition hat sich das Rathaus seit Ende 2015 eine Viertel Million Euro kosten lassen. Dazu komme, so das Ayuntamiento, dass man in den vergangenen zwei Jahren mit Nachdruck an der Behebung von Wasserlecks gearbeitet habe.

Das vor 30 Jahren gegründete und bis vor vier Jahren untätige Trinkwasser-Konsortium der Marina Alta stellte jetzt in Javea das Projekt einer Verbindung der Wassernetze der 5 Gemeinden Teulada-Moraira, Benitachell, Benissa, Senija und Gata de Gorgos (zusammen 32.000 Einwohner, im Sommer das Dreifache) vor, das mit 1,4 Mio Euro veranschlagt wird. Allerdings fehlen laut spanischet Presse etliche Konkretisierungen, so dass der Auftrag fruehestens im Herbst erteilt und mit dem Beginn der Arbeiten nicht vor 2019 gerechnet werden koenne.
Ein Plus der Fünfer-Koalition: Ihre Netze sind via Benitachell mit Javea verbunden, das ihnen über Benitachell Ueberschuesse der Produktion seiner Meerwasserentsalzungsanlage (2002 für 24 Mio Euro in Betrieb genommen) verkauft hat.

Die Valencianistische Partei Compromís hat als Ergänzung zum noch von der PP-Regierung verabschiedeten spanischen Haushalt 2018 ein halbes Hundert neuer Autobahnauffahrten entlang der AP-7 im Land Valencia gefordert, für je eine halbe Million Euro. Vier davon sollen in der Marina Alta liegen: El Verger, Pedreguer, Gata-Xàbia und Calpe, wo seit Jahren eine Abfahrt gefordert wird. Nach Wunsch von Compromís, Regierungspartei in Valencia und in Madrid an der Seite des erfolgreichen PSOE-Misstrauensvotums gegen Mariano Rajoy, sollen die 50 Auffahrten bis zum Ende der Privatkonzession der AP-7 eingerichtet werden und die Autobahnnutzung dann gratis sein.

Die Gemeinde Xalò hat seit Juli 2017 mehr als 170.000 Euro in die Asphaltierung von Strassen und Wegen investiert. Zunächst war die Reihe am Camí de la Nova Negra für mehr als ein Drittel der Gesamtsumme. Dazu kam die Reparatur der Caminos Pep del Carreró und Tarifa. Im Mai 2018 bildeten die Strassen Rafael, Antoni, Cristòfol, Joaquim, Nou und Rafalet im Ortszentrum den vorläufigen Abschluss der Investitionsmassnahmen.

Gegen die "Todeskreuzung" von Bundesstrasse N-332 und Landesstrasse CV-678 zum Strand haben Anfang Juni in Pego tausend Menschen demonstriert, darunter die Bürgermeister von Pego, Oliva, El Berger und Atzúbia. "Im letzten Jahr starben hier vier Radfahrer, vor zwei Wochen eine weitere Person. Diese Tragödien an der Stelle müssen aufhören. Die Regierung in Madrid muss hier endlich Abhilfe schaffen". Die nächste Demo findet in Oliva statt. Vor etlichen Jahren gab es ein Projekt mit 2 Kreisverkehren und einer Überführung, das verschwand jedoch in einer Regierungsschublade.

Ein wahrscheinlich aus schlecht verbrannten Gartenabfällen entstandenes Feuer zwischen Beniarbeig und der Sierra de Segària vernichtete am Freitag Nachmittag, 1. Juni 2018, drei Hektar nicht mehr bebauten Ackerlandes. Neben zahlreichen "Bodentruppen wurden drei Flugzeuge und zwei Hubschrauber eingesetzt. Am Abend war der Brand gelöscht.

Aufgrund der zahlreichen Klagen wegen stinkenden Wassers an der verstopften Mündung des Girona-Flusses haben sich die beiden beteiligten Rathäuser von Dénia und Els Poblets mit dem regionalen Wasserwirtschaftsamt CHJ darauf geeinigt, den Abfluss ins Meer mit Baggern freizuschaufeln. Ein Berg von Kiesel, "Seealgen" und anderen Pflanzenresten ist freizuschaufeln.





















Eine "architektonische Transformation" nannte es die spanische Presse, was in dem vor zehn Jahren eröffneten Geschäftszentrum "Portal de la Marina" bei Ondara vor Kurzem begonnen hat. Der Eingangsbereich wird auf spektakuläre Weise neu gestaltet, ebenso wie die Zone der Gaststätten und die "Grünausstattung". Die Rolle des natürlichen Lichts soll gestärkt werden. Die Investitionskosten werden mit mehr als drei Millionen Euro angegeben, die Bauzeit mit sechs Monaten. Das Geschäftszentrum braucht während dieser Zeit nicht geschlossen werden, im Sommer sollen die Arbeiten ausgesetzt werden. Portal de la Marina zählt jährlich rund vier Millionen Besucher. Ausser einem Spielplatz gehört eine Konzertbühne zu den angestrebten Neuigkeiten.

Den 1. Kurzgeschichten-Wettbewerb der Stiftung Fundem Jardín de l'Albarda in Pedreguer hat der holländische Arzt Dr. Max Meertens aus Benissa mit dem Text "Tu silencio" gewonnen. Auf den Plätzen folgten María Teresa Gavilá und María Cebrián.
Weitere Informationen: http://www.jardinalbarda.com
https://www.facebook.com/jardinlalbarda/
https://www.facebook.com/tallerparentesisdenia


Von faulendem und stinkendem Wasser im Mündungsbereich des Girona-Flusses zwischen Dénia und Els Poblets hat jetzt die spanische Presse berichtet. Die Anwohner der anliegenden Urbanisation "Torre Almadraba" haben bei der Umweltpolizei und beim Wasserwirtschaftsamt die Kontaminieren und das daraus resultierende Fischsterben angezeigt. Der Abfluss ins Meer ist versperrt. Die Anwohner: "Die heissen Monate haben noch nicht begonnen, aber schon jetzt ist das Leben hier kaum auszuhalten". Die zuständige Behörde CHJ und die Küstenverwaltung, so die Anwohner, werden immer dann erst tätig und schaufeln den Giroaa-Abfluss ins Meer mit Baggern frei, wenn die Gerüche und die damit verbundenen Klagen der Anwohner nicht mehr auszuhalten seien.

Die Guardia Civil hat in Teulada, Moraira und Llíber das grösste spanische Labor für synthetische Drogen hochgehen lassen und dabei 800 Kilo Extasis und Amphetamine wie sieben Tonnen Rohmaterial sichergestellt. Sechs Personen wurden in den drei Ortschaften verhaftet, den konfiszierten Drogen wird ein Marktwert von über 100 Millionen Euro zugeschrieben. Die Nachforschungen begannen vor einem Jahr. Die Guardia Civil arbeitete mit Europol und der holländischen Polizei zusammen.
In dem Labor in Teulada konnten pro Tag 5 Kilo Drogen hergestellt werden.

Die Polizei hat in Pego einen Mann verhaftet, der regelmäßig seinen 12-jährigen Neffen sexuell missbrauchte, dies filmte und die Videos mit seinem Freund teilte und das Kind auch anderen Paedophilen anbot. Der Mann lebte im Haus seiner Schwester mi ihren drei Kindern, wo die sexuellen Übergriffe stattfanden. Die beiden Spanier im Alter von 35 und 59 Jahren wurden ins Gefängnis geschickt.

Gegen die Abholzungspolitik des Landes Valencia gegen die Verbreitung der "Xylella"-Feuerbakterie, die auch unzählige gesunde Mandelbäume betreffe, demonstrierten am zweiten Mai-Wochenende rund 500 Personen in Benissa, darunter Vertreter aller Parteien, Landwirte, zahlreiche Betroffene, darunter auch etliche besorgte Ausländer. Bisher hat das Land den Schädling auf 150 Grundstücken in den Landkreisen Marina Alta, Marina Baixa und El Comtat registriert und 56.000 Mandelbäume auf 1.250 Hektar zu vernichten. Die Demonstranten forderten eine Strategie, mit der gesunde Bäume geschützt anstatt vernichtet werden, und die Eindämmung der Plage mit anderen Mitteln.

Mit 75 zeichnete die Küste zwischen dem Dénianer Molinell-Strand in Las Marinas und dem Meeres-Naturpark Cabo San Antonio von Dénia und Jávea für mehr als die Hälfte der 2017 im Land Valencia registrierten Walsichtungen verantwortlich. Auf Rang 2 folgten mit knapp 30 die Columbretes-Inseln. Zum Verständnis: Bis zu 7 Tiere wurden bei einer Sichtung ausgemacht. 15 Nester von Seevögeln mit erfolgreicher Reproduktion wurden von der Küstenwacht registriert sowie 3 Wanderfalken-Paare. Allerdings mussten 2017 an und vor den Küsten von Dénia ein halbes Dutzend toter Delfine, ein Grindwal und 3 Schildkröten geborgen werden.
Positiv registriert wurde von den Küstenschützern die um die Hälfte auf 720 gesunkene Zahl der wegen Geschwindigkeitsübertretung angehaltener Boote im Naturpark registriert. 1.400 Interventionen und Inspektionen standen 2017 zu Buche, beim Land Valencia ist eine Personalaufstockung beantragt worden. 4.000 Menschen nahmen an den Aktivitäten des Umweltdienstes teil.

Ein 13-jähriger Niederländer, der sich bei einem Sturz auf dem Rückweg herunter vom Montgó eine schwere Verletzung am Schienbein zugezogen hatte, wurde am Montag Nachmittag, 7. Mai 2018, mit Hilfe eines Hubschraubers geborgen. Er war in einer 14-köpfigen Gruppe einschliesslich seiner Mutter unterwegs. Der Junge kam anschliessend ins Krankenhaus.

Mit einem kaputten Lieferwagen und Verletzungen an Rücken und Nacken sowie einem grossen Schreck musste jetzt eine 60-jährige Britin ihre Tierliebe bezahlen, aus der sie Anfang Mai auf der Strasse von Gata de Gorgos nach Llíber einem plötzlich auf der Fahrbahn aufgetauchten Hund ausweichen wollte. Sie verlor die Kontrolle über ihr Fahrzeug, landete erst vor einer Pinie und mit ihrem Fahrzeug mehrere Meter tief stürzte.
Die Feuerwehr musste die Frau aus ihrem Fahrzeug befreien.

Zwanzig Freiwillige, darunter Bürgermeister José Ramiro und fünf Stadträte von Ondara, sammelten Ende April mehr als 260 Kilo Müll aus dem Flussbett des Alberca-Flusses von Ondara in der Innenstadt ein, zwischen Tunnel und Fussgängerüberweg beim Parkplatz 0-30. 50 Kilo schweren Abfalls und zwei Dutzend Beutel mit Kleinmüll wie Papier, Dosen, Plastik und Verpackungen, kamen zusammen. Zuvor war auch der Flusslauf in Beniarbeig gereinigt worden.
Vierzig Gemeinden im ganzen Land Valencia nahmen an der Flüsse-Reinigungskampagne "Mans al Riu" teil, bei der 850 Freiwillige fast 11 Tonnen Abfälle aus Flussbetten und Barrancos holten.





















1.500 qm aufgegebener Orangenplantage im Ortsteil Marjals von Pego wurden am Freitag Nachmittag, 27. April 2018, ein Raub der Flammen. Zum Löschen waren je eine Feuerwehreinheit aus Dénia und Benissa erschienen.

Die Anzahl der 2017 verkauften Wohn-Immobilien ist in der Marina Alta gegenüber dem Vorjahr um 10% auf 5.500 gestiegen, gegenüber dem Jahr 2011 (3.600), dem letzten mit Rückgang, um etwas mehr als die Hälfte. Das geht aus einer Statistik des staatlichen Ministerio de Fomento hervor. Die Verkäufe im letzten Vorkrisenjahr 2006 hatten sich auf knapp 11.000 belaufen.
Dénia und Jávea verzeichneten 2017 jeweils ein Wachstum von 10 %, auf 1.500 und 1.000 Immobilien. In den letzten fünf Jahren wuchsen die Immobilientransaktionen in Dénia und Jávea um 60 und 90 %. Calpe blieb dahinter mit 3 % Wachstum im vergangenen und 40 % in den letzten sechs Jahren zurück.

Zu zwei Jahren Gefängnis hat das Strafgericht von Benidorm den 48-jährigen holländischen Besitzer von mehreren Hunden gefährlicher Rassen verurteilt, die vor einem Jahr einen 76-jährigen Mann aus Ondara getötet hatten. Der Verurteilte muss die Familie des toten mit 170.000 Euro entschädigen. Er war sich der Gefährlichkeit seiner Tiere bewusst, für die er nicht über die notwendigen Papiere verfügte, denn die Pitbull-Terrier hatten schon zuvor für gefährliche Zwischenfälle gesorgt, nicht nur auf dem -nicht ausreichend gesicherten- Grundstück, sondern auch ausserhalb.
Kurz angemerkt:
Ich hatte schon damals die Frage gestellt, ob nach den offenbar folgenlosen vorhergehenden Zwischenfällen nach dem Todesfall jemand die Frage nach einer möglichen Verantwortung der lokalen Aufsichtsbehörde, des Rathauses von Beniarbeig nämlich, gestellt habe. In den Berichten vom Gerichtsprozess gegen den verurteilten Holländer war davon jedenfalls nicht die Rede.
Carl-Georg Boge


Der Uhrenturm (Torre del Reloj) von Ondara ist jetzt nach der Installation eines Geländers durch das Rathaus besuchbar geworden: Nach einem ersten geführten Besuch des Turms aus islamischen Zeiten, in dem bereits der spanische Volksheld "El Cid" zwischen 1090 und 1091 abgestiegen war, gibt es eine zweite Führung am 20. Mai. Der Mechanismus der Turmuhr ist von Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Turm wurde zum Kulturgut ("Bien de Interés Cultural") erklärt.

5 Jahre Gefängnis hat die Staatsanwaltschaft von Benidorm für den niederländischen Besitzer von mehreren Kampfhunden aus Ondara gefordert, die vor knapp einem Jahr einen 76-Jährigen in Ondara totbissen. Die gefährlichen Tiere waren -nicht zum ersten Mal- von dem Grundstück des Angeklagten entkommen und hatten den Mann auf seinem landwirtschaftlichen Grundstück getötet. Der Holländer hatte, als die Polizei kam, versucht, Spuren zu verwischen und eines seiner Tiere gewaschen. Aber im Speichel der Kampfhunde fanden sich noch DNA-Spuren ihres Opfers. Der Besitzer wartet seither im Gefängnis von Alicante auf seinen Prozess. Vor Gericht sagte er bisher nicht aus, sein Anwalt will laut spanischer Presse die Strafe auf eine Busszahlung beschränken. Neben 5 Jahren Gefängnis fordern Staatsanwalt und Nebenklage Entschädigungen von 175.000 Euro.
Ein weiteres Drama wurde seinerzeit nur mit Glück vermieden, nachdem die zunächst gefangenen und in ein Tierheim in Els Poblets eingelieferten Hunde am nächsten Tag ausgebrochen und in Els Poblets einen weiteren Mann angegriffen hatten. Diesen hätten sie wohl auch totgebissen, wie er hinterher selbst sagte, wenn nicht ein junger Autofahrer ihn auf das Dach seines Fahrzeugs gerettet hätte. Die Kampfhunde, für die es keine Papiere gab (nur einer hatte einen Chip), wurden eingeschläfert, auf den Besitzer warten vier Jahre Gefängnis wegen Totschlags durch Nachlässigkeit und fortgesetzter Tiermisshandlung.

In einem grossen Haufen Müll und Exkremente liessen mehrere Besetzer eines Chalets in Els Poblets zwei Hunde zurück, als sie aus dem Haus geworfen wurden. Seit Monaten, so gibt die die Zeitung "Información" die Klage einer Nachbarin wieder, hausen die beiden Hunde allein in dem Chalet. Sie fordert vom Rathaus, die verlassenen Tiere ins Tierheim bringen zu lassen.

10.4.2018:
Zunächst dachte Michael Kaworsky aus Moraira, der am 31. März 2018 mit rund 110 Km/h auf der Autobahn zwischen Ondara und Oliva unterwegs war, dass aus dem Krankenwagen, der mehrere hundert Meter vor ihm fuhr, eine Decke herausgefallen sei, als sich dessen Hintertüren öffneten. Als der Deutsche sein Fahrzeug wenige Meter vor dem "Paket", das zuvor über die Fahrbahn geschleudert worden war, zum Stehen brachte, merkte der Besitzer der Autobahnwerkstatt "MK" in Ondara, dass eine blutende und schwer verletzte Frau von zwischen 20 und 40 Jahren vor ihm lag.
Kaworksy brachte die von hinten kommenden Fahrzeuge zum Abbremsen und den zunächst weiterfahrenden Krankenwagen mit Lichtzeichen zum Umdrehen, mit Schwierigkeiten, denn die beiden Personen des Landes-Konzessionsdienstes SVB (Servicio Vital Básico) im Krankenwagen sassen vorne, niemand bei der Patientin, so Kaworsky. Von seinem Hinweis, dass man einen Arzt und die Polizei rufen müsse, "wollten die beiden nichts wissen." Kaworsky, der noch immer schlecht schläft, wie die Zeitung "Información" am heutigen Dienstag, 10. April 2018, berichtet, erinnert sich, dass die beiden die schwer verletzte Frau, die nur mit Schwierigkeiten arbeitete, ziemlich lieblos auf die Bahre und dann in die Ambulanz hoben und dann davonfuhren. "Ich wartete an der Ausfahrt Oliva, aber die beiden fuhren einfach weiter Richtung Valencia". Kaworsky fotografierte die Ambulanz, deren Fahrer und Begleiter der halbtot auf der Fahrbahn liegenden Frau die Schuld für den Vorfall gaben, weil "sie verrückt ist".
Für den fassungslosen Deutschen ("Ich fürchte, die Frau hat nicht überlebt. Sie war so schwer verletzt") war damit der Fall natürlich nicht abgeschlossen. Als er bei der Guardia Civil in Gandia (Provinz Valencia) Anzeige erstatten wollte, war dort wegen Fiestas geschlossen. Und Policía Local und Nacional verwiesen ihn an die Guardia Civil de Tráfico de Alicante, weil der Unfall in dieser Nachbarprovinz geschehen sei. Am Donnerstag, 5. April 2018, schliesslich erstattete Michael Kaworsky Anzeige beim Gericht in Dénia.
Heute, 10. April 2018, griff die Regionalzeitung "Información" den Fall auf und in den Mittags-Hauptnachrichten in ausführlicher Weise auch der staatliche Fernsehsender "Televisión Española".
Das Land Valencia bestätigte, eine Untersuchung eingeleitet zu haben. Die Frau, die unter einer mentalen Krankheit leide, sei mit einem Gurt auf der Bahre im hinteren Teil des Wagens festgeschnallt gewesen und auf dem Transport von Alicante nach Valencia dort von einer Person überwacht worden, so laut der spanischen Zeitung die -bisherige- Version des Landes-Gesundheitsministeriums, das jedoch weitere Nachforschungen anstellen will.

Mit zum Teil weiten Wegen war seit dem Aus der Gasolinera im Dörfchen Planes an der 40 Kilometer langen Land- und Bergstrasse CV-700 zwischen Pego und Muro vor sechs Jahren das Tanken für die Anwohner von 18 Ortschaften im Hinterland der Marina Alta verbunden, vor allem aber für die Landwirte, von denen etliche sich ein Diesel-Depot eingerichtet haben. Federico Catalá aus Planes, der als Antwort auf seinen Jobverlust vor ein paar Jahren eine der Bars in dem Dorf übernahm, will diese neue Chance für sich und die zahlreichen Hinterlandbewohner nutzen, "weil die Dienstleistungen auf dem Land immer weniger werden".
Den Nutzen haben die Anwohner von Benimarfull, Planes, Alpatró, La Carroja, Benissivà, Benialí und l'Atzúbia sowie Benillup, Almudaina, Benialfaquí, Catamarruc, Margarida, Alcalà de la Jovada, Beniaia, Benissili, Benirrama und Forna.

Ohne Fiesta-Königin will in Zukunft das Patronatsfest von Gata de Gorgos auskommen, das im Juli gefeiert wird. Das Stadtparlament hat mit den Stimmen aller Fraktionen auf Vorschlag der Bürgermeisterpartei "Compromís" dieses Amt abgeschafft. Ein halbes Jahrhundert lang war bei einem Festakt mit rund tausend Besuchern unter den durchweg 18-jährigen Bewerberinnen "die schönste, sympathischste, charismatischste und/oder Angehörige einer guten Familie", so die Zeitung "Información", zur Fiesta-Königin gewählt worden. Diese "stereotypische Verdinglichung" der Frau als zu "bewunderndes Objekt" müsse spätestens seit den Massendemonstrationen im März für grössere Geschlechtergerechtigkeit im Monat März durch eine zeitgemässere offene, "inklusive und der Gleichheit verpflichtete Formel" ersetzt werden, waren sich laut spanischer Presse alle Ratsparteien einig. Will heissen: Künftig wird für die Repräsentation der "Fiestas del Santíssim Crist" von Gata de Gorgos ein Paar gewählt, heterosexuell, homosexuell, Familienangehörige (z. B. Neffen), Freunde. Das genaue Verfahren werden die Festeros in den nächsten Monaten ausarbeiten. Die Monarchie jedenfalls hat ausgedient bei den Fiestas von Gata. Man darf gespannt sein auf die konkreten Umsetzungen dieser revolutionären Vorgaben.
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Die sozialistischen Ortsvereine von Vergel und Dénia haben ihre Generalsekretäre Juan Chover (zweites Foto) und Vicent Grimalt bestätigt, mit 11 (alle Anwesenden) und 36 (von 39 Anwesenden) Stimmen. Bemerkenswert die Formulierung der PSOE-Kreisvereinigung, die darauf hinwies, dass Grimalt mit zwei ungültigen und einer Gegenstimme "weit entfernt von einer einstimmigen Zustimmung seines Ortsvereins" war.














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