COSTA INFO - Ein Service der WOCHENPOST
HomeMeldungenTermineDie KüsteWochenpostBranchenbuchLeserforumFotogalerie
Marina Alta, Els Poblets, Hinterland
In kürzester Zeit gingen in der ersten Gota Fría der beginnenden Saison am Sonntag, 17. September 2022, erhebliche Niederschlagsmengen auf die Marina Alta hinunter: In Benissa fielen fast 140 Liter pro Quadratmeter, davon in einer Stunde 120. Im benachbarten Senija fielen 125 l/qm, in Teulada fast 60, in Gata und Alcalí 50, während sichOrba, Parcent, Pedreguer und Jávea mit 30 l/m begnügen mussten un Dénia mit noch etwas weniger. Die grosse Regenmenge von Benissa war ausschlaggebend für die Gewalt des Wassers im Barranco del Quisi Richtung Calpe, die bei einem Hilfseinsatz für den Tod eines Ortspolizisten verantwortlich war (wir berichteten unter "Calpe").
Das Wetteramt hat für die Marina Alta für Mittwoch-Nacht und Donnerstag eine neue Unwetter-Warnung herausgegeben.

Das Rathaus von Calpe berichtete von einer Belegung von 100 % und bis zu 150.000 Einwohnern plus Besuchern im Monat August, und auch die anderen Tourismus-Hochburgen in der Marina Alta standen dieser Rekordzahl laut spanischer Presse nicht weit nach, z. B. mit 100 % während der Wochenden von Juni bis Mitte September in Dénia sowie 92 und 98 % in den Monaten Juli und August, während Jávea 100 % Belegung im August meldete. Kehrseite: die Stromrechnungen des Gastgewerbes. Von einem Dénianer Hotel wurde berichtet, dass es im Sommer Stromkosten von 6.000 € hatte und in diesem Jahr 32.000 €, so die Internet-Zeitung "Marina Plaza".

Die Arbeitslosenzahl ist im Marina-Alta-Kreis im August 2022, entgegen dem negativen nationalen Trend, ganz leicht auf knapp 9.100 Personen gesunken. Gegenüber dem gleichen Vojahresmonat beträgt der Rückgang sogar 2.600. Im Bereich Dienstleistungen konzentrierte sich der Rückgang des "paro" mit 70 auf 6.900. Ausnahme bei der Rückgang der Arbeitslosigkeit in den wichtigsten Tourismus-Gemeinden der Marina Alta (Jávea, Calpe, Teulada Moraira, Benissa) bildete Dénia mit einem leichten Zuwachs.





















Die Feuerwehr wartete nach der Kontrolle des Brandes am 21. August 2022 noch einige Tage zu, weil es an einigen Stellen im Hinterland der Marina Alta und im valencianischen Nachbarkreis El Comtat noch sehr lange gekokelt hatte und zahlreiche Kontrollen durchzuführen waren, aber zwei Wochen nach seinem Ausbruch wurde am letzten August-Sonntag 2022 der Mitte des Monats ausgebrochene Grossbrand für offiziell gelöscht erklärt. Mehr als 12.000 Hektar fielen in einem Gebiet mit einem Umfang von hundert Kilometern den Flammen zum Opfer. 1.500 Menschen, darunter einige komplette kleine Gemeinden im Marina-Alta-Hinterland, mussten evakuiert werden. Das Land Valencia kündigte besondere Hilfen für die betroffenen Gebiete an, die zu einem grossen Teil schon vorher von erheblichem Bevölkerungsschwund betroffen waren.

In der spanischen Ländekammer, dem Senado, wird demnächst das von der Hinterland-Gemeinde Xaló bei Benissa angeregte Projekt eines Netzes von Radwegen an den Hinterland-Strassen auf die Tagesordnung gesetzt. Jalón ist Ausgangspunkt einer ganzen Serie von Radrouten, auf denen allerdings die bicicleta-Freunde den Asphalt mit den Autos teilen müssen. Die spanische Regierung und weitere Institutionen sollen für die Schaffung von Hinterland-Radwegen nicht zuletzt für bekannt radfreundliche mitteleuropäische Touristen gewonnen werden, Projekt, für das eigentlich die "Next-Generation"-Covid-Regenerationsfonds der Europäischen Union wie gemalt seien, so die valencianische Partei Compromís.
Kurz angemerkt:
Allerdings: An einen Radweg entlang der vor wenigen Monaten für über eine Million neu hergerichteten Strasse von Llíber nach Senija hat offenbar niemand gedacht. Beim neuen Bürgersteig von Benissa zum Bahnhof spielen die Radler ebenfalls keine Rolle. Und von welcher Art Rad-Infrastruktur die kommenden Ergänzungen der neuen Umgehungsstrasse von Benissa (z. B. Ausbau der N-332 Richtung Teulada) begleitet sein werden, wird sich in den nächsten Monaten weisen. (cgb)


Mehr als 10.000 Hektar sind in den ersten vier Tagen des historisch schlimmsten Waldbrandes in der Marina Alta im Hinterland von Pego und Vall de Ebo bis Dienstag, 16. August 2022, verbrannt. Es ist das groesste Feuer im Land Valencia in den letzten zehn Jahren. Mehr als 1.500 Personen mussten evakuiert werden, mehr als zwei Dutzend Flugzeuge und ueber 300 Loeschkraefte am Boden waren allein heute im Einsatz.

Die vom Benissaner Bürgermeister Arturo Poquet geführte Konservative Volkspartei (PP) wirft dem sozialistisch geführten Land Valencia vor, die kleinen Orte und die kleinsten Dörfer (unter 1.500 Einwohner) im Marina-Alta-Kreis und in der Provinz Alicante zu vernachässigen. Lediglich zwei Millionen Euro stellt laut Poquet Valencia Valenica aus seinem "Fondo de Cooperación" an Investitionen in der Marina Alta zur Verfügung, mit klarer Schlagseite zu Lasten der kleinsten Kommunen. Diese überleben laut PP nur durch die überproportionale Berücksichtigung aus dem Investitionsplan "Más Cerca" der (PP-geführten) Provinz Alicante, nämlich fast sieben Mio €.





















Die französische Firma "Vivalto Santé" übernimmt mit ihrem angekündigten Kauf der Firma "Ribera Salud" vom US-amerikanischen Multi "Centene Corporation" die in Konzession vergebene öffentliche Gesundheitsversorgung des Marina-Alta-Kreises und des Krankenhauses von Dénia. Es falle auf, dass auch diese Übernahme ohne Kommentierung des Landes-Gesundheitsministeriums angekündigt wurde, das bereits vor mehreren Jahren die vorzeitige Auslösung der Mitte des Jahrzehnts auslaufenden Konzession angekündigt hatte, aber sich seinerzeit nicht mit der damaligen Eigentümer-Firma über den Preis einig geworden war. Die europäische Wettbewerbs-Behörde muss dem Deal noch zustimmen.

Die spanische Regierung hat das Hinterland-Tal "Vall del Pop" in der Marina Alta unter 17 Bewerbern in der Comunitat Valenciana mit einem Tourismus-Förder-Programm von 1,5 Millionen €uro ausgestattet, dessen Schwerpunkt auf umweltgerechten Angeboten liegt: "Landschaft, Sport und Kultur". Zu den Initiativen gehört die Herrichtung des "Camí de les Voltes", eine Fussgänger-Anbindung und eine Zone für Wohnwagen. Das Vall de Pop ist die erste Hinterland-Zone, die ein solches Projekt durch die spanische Regierung gefördert bekommt, von dem folgende Gemeinden profitieren: Alcalalí, Benigembla, Benissa, Castell de Castells, Llíber, Murla, Parcent, Senija und Xalò. Die Hälfte des Geldes kommt aus Valencia, ein Drittel aus Madrid, den Rest muss der Hinterland-Gemeindeverbund selbst aufbringen.

Sechs Jahre nach der Unterbrechung des Dienstes aus Sicherheitsgründen, geht die Runderneuerung der Zuglinie Benidorm-Dénia in die letzte Phase: Seit Mitte Juli fahren die Züge wieder bis Gata de Gorgos, jetzt fehlt noch die Fertigstellung der Gleisarbeiten bis zur Endstation in Dénia. Allerdings müssen, damit auch die bereits für etliche Millionen Euro angeschafften Schweizer TRAM-Elektrozüge auf der Linie eingesetzt werden können, die Brücken in Altea-Mascarat und Benissa-Quisi fertig gestellt sein, an denen bereits gearbeitet wird. Ein Busdienst komplettiert bis zum Anschluss bis Dénia die Zugverbindung.

Im Geschäftszentrum von Ondara wurde Anfang Juli 2022 der Grundstein für ein Casino gelegt, das zugleich gehobene Gastronomie und Auftritte von Künstlern aus der Region anbieten will. Das erste Casino der Marina Alta soll in wenigen Monaten eröffnen, so die Besitzerfirma "Grupo Acrismatic". Das Casino soll zunächst 75 Arbeitsplätze bieten. Die Investition wird mit 2,5 Mio €uro angegeben.

In der nationalen Statistik des Durchschnittseinkommens in den spanischen Städte über 20.000 Einwohner schneiden die "drei Grossen in der Marina Alta", Dénia, Xàbia und Calp, sehr schlecht ab. Konkret: Dénia (mit 27.000 €uro 100.), Jávea (mit 25.000 € 52.) und Calpe (mit 24.500 € 35.) befinden sich unter den gut 400 spanischen Städten über 20.000 Einwohner im letzten Viertel. Nur die im Süden gelegenen Städte Almoradí, Elda, Orihuela, Crevillent und Santa Pola, sowie Torrevieja als Schlusslicht der Tabelle (mit 21.000 € Einkommen pro Haushalt) stehen unter den Städten der Comunitat Valenciana schlechter als die drei der Marina Alta.
Vorn im Durchschnittseinkommen der Haushalte liegt im Land Valencia Bétera mit 40.000 €, während auf nationaler Ebene die Madrider Kommune Pozuelo de Alarcón mit fast 85.000 € die Einkommens-Rangliste anführt, so die Internet-Zeitung "Marina Plaza".






















Mehrere Videos über Wal-Sichtungen vor den Küsten von Dénia und Jávea wurden am letzten Juni-Wochenende 2022 gedreht, wie die spanische Internet-Zeitung "Marina Plaza" berichtete. Dort ist ein Video zu sehen, dass vor Jávea-Portitxol entstanden ist. Die Ankunft der Wale von Italien, die kurz vor der Küste zwischen Dénia und Jávea links abdrehen Richtung Süden und Atlantik, ist um diese Jahreszeit ein immer öfter beobachtetes Phänomen, das von der Stadt Dénia auch touristisch genutzt wird.

Um knapp 300 fiel im Mai 2022 die Arbeitslosigkeit in der Marina Alta auf 9.800. Vor Ausbruch der Pandemie betrug sie 11.000 und auf ihrem Höhepunkt im Jahr 2021 über 14.000. Für 2022 wird ein sehr guter Tourismus-Sommer erwartet, entsprechend wurde im Monat Mai eingestellt, wenn auch in diesem Mai 2022 die Verringerung des "paro" schwächer ausfiel als in den meisten letzten Jahren. Seit Mai 2021 jedenfalls reduzierte sich die Zahl der Arbeitsuchenden in unserem Landkreis um fast 3.600.

Nach Zahlen des Nationalen Statistische Instituts auf Grund anonymisierter Telefon-Daten verzeichnete in der Marina Alta Calpe mit 15.000 im April die meisten ausländischen Gäste, gefolgt von Jávea und Dénia mit 12.000 und 10.000 sowie Teulada-Moraira und Benissa mit fast 7.000 und 5.500. In Dénia lagen die Deutschen mit 2.200 vor Briten, Franzosen und Holländern, während in Jávea die Briten ein Drittel der Gesamtzahl stellten, gefolgt von Holländern (2.000), Franzosen und Belgiern (je 1.300) und Deutschen mit 1.100. In Calpe dominierten im April Belgier und Briten (je rund 3.500), gefolgt von Deutschen (1.700), Franzosen und Niederländern.
In Teulada-Moraira hatten Briten (2500) und in Benissa Belgien und Holland (zusammen 2.500) die Nase vorn, mit Deutschland (900 / 700) jeweils auf Rang 4.

Die Stadt Dénia und das Land Valencia haben Anfang Juni 2022 mit täglichen Kontrollfahrten begonnen, die Yachtbesitzer aufscheuchen sollen, die wissender oder unwissender Weise ihre Anker in den geschützten Seegraswiesen vor der Küste von Dénia und dem Meeres-Schutzgebiet Cabo de San Antonio versenken. Das ist nämlich mittlerweile verboten. Allerdings gibt es von den Ankerbojen, die die Yachten vom Ankerwerfen abhalten sollen, nur einen Bruchteil der notwendigen Anzahl. Deshalb begnügen sich fürs Erste die Kontrolleure mit Ermahnungen und der Aufforderung, sich zum Ankern Stellen zu suchen, an denen es keine Seegraswiesen gibt.
Die erste -problemlos befolgte- Aufforderung erging an den Besitzer eines französischen Katamarans.





















Unter dem Vorwurf des Investitionsbetrugs von 100.000 €uro steht Ende Mai 2022 ein Unternehmer vor dem Provinzgericht in Alicante. Er habe 2010 einen Immobilienmakler dazu überredet, ihm 100.000 € als Investition für einen künftigen Sporthafen in Almadrava auf der Grenze zwischen Els Poblets und Dénia zu geben, bei dem ein Profit von 17 Millionen €uro entstehen sollte. Der Betrüger wusste, so der Vorwurf, dass es in dieser Stelle keine rechtliche Möglichkeit für den Bau eines Sporthafens gebe.
Kurz zweierlei angemerkt:
* Wieder ein Prozess über ein Jahrzehnt nach dem Ereignis, kaum eine Veröffentlichung über ein Gerichtsverfahren, bei der dieser Hinweis auf eine viel zu langsame (und deshalb mindestens suboptimale) Justiz keine Rolle spielte. Oft gibt es für diesen Umstand sogar explizit einen Strafnachlass.
* Die Leichtgläubigkeit der Menschen kennt wirklich kaum Grenzen. Sinkt mit der Höhe des zu erwartenden Gewinns die Vorsicht, obwohl es genau anders herum sein sollte? Aber da es einen Immobilienmakler erwischt hat, könnte in diesem Fall eine Höchststrafe für den Geschädigten bedeuten: dass sein Name öffentlich bekannt wird, denn für seinen Job hat er sich mit dieser Demonstration mangelhafter minimaler Kenntnis elementaler Bebauungs- und Nicht-Bebauungsvorgaben in der Region mal so richtig disqualifiziert. Wer würde ihm die Abwicklung eines mehrere Hunderttausend €uro schweren Geschäftes anvertrauen? Nur: Wenn das nicht schwerer wiegt als das verlorene Geld, könnte man vermuten, dass es um seine Makler-Geschäfte nicht allzu doll bestellt ist.
Carl-Georg Boge, Hsg. WOCHENPOST und costa-info.de


Nach einem kurzen Intermezzo mit Temperaturstürzen von bis zu zehn Grad und erneuten Regenfällen von bis zu 20 Litern pro Quadratmeter im Hinterland der Marina Alta Mitte der Woche kehrt über das letzte Mai-Wochenende die vorsommerliche Hitze mit Tageswerten von 30 Grad an Küste und ins Hinterland des Kreises zurück, so das spanische Wetteramt.

Am 18. Oktober 2020 hielten eine Neonazi-Demo und die gewaltsame Gegendemo mit Zerstörungen und Auseinandersetzungen mit der Polizei die Stadt Pego in Atem. Jetzt zeichnen sich die juristischen Folgen ab: Während sich das gute Dutzend der einheimischen Gegendemonstranten, die die auswärtigen Hooligans in das Pegoliner Fussball-Stadion getrieben hatten und sich dann mit der diese vor gewalttätigen Rache der "Antifaschisten" schützenden Polizei eine Schlacht lieferten, vor Gericht mit Gefängnisstrafen von bis zu 9 Jahren auseinandersetzen müssen, bleibt die illegale Ursprungsdemo mit faschistischen Parolen und zahlreichen "Viva Hitler" offenbar juristisch folgenlos. Denn die Polizei hatte zwar die gewalttätigen Gegen"demonstranten" identifiziert, aber nicht die Neonazi-Ultras aus Gandia, die anlässlich eines Fussballspiels durch die Gemeinde Pego gezogen waren und diese mit ihren Parolen und Aufklebern überzogen hatte, was spätestens seit Verabschiedung des "Ley de la Memoria Democrática" unter Strafe steht.
Das Land Valencia will nun von der spanischen Regierung eine Aufstockung der Policía Nacional in der Comunitat Valenciana fordern und diese mit der spezifischen Untersuchung von Verfehlungen gegen das Gesetz der "Memoria Democrática" betrauen lassen. Wenn dies nicht reiche, um das Problem zu lösen, sei auch die Schaffung einer valencianischen Landespolizei eine Möglichkeit.

Kurz angemerkt:
Wie es sie in Katalonien und im Baskenland bereits gibt...


Den dritten Preis hat bei einem nationalen Talent-Wettbewerb für Digitalisierungs-Projekte die Sekundarschule "Matemàtic Vicent Caselles Costa" von Gata de Gorgos gewonnen. 5 Schüler aus Gata nahmen neben hundert Vertretungen aus ganz Spanien an dem Wettbewerb teil. Ihr Projekt hat die Verbesserung der Gruppendynamik bei elektronischen Spielen zum Ziel.

Die höchsten Mietpreise in der Marina Alta weist einer Erhebung des Portals "Idealista" mit knapp 11 €uro pro Quadratmeter Moraira auf und liegt dabei über den valencianischen Provinzhauptstädten Valencia (10 €), (Alicante (8) und Castellón (7). In der Marina Alta folgen Jávea und Calpe mit fast 10 und knapp 9 €/qm. Diese von der Inflation und der touristischen Konkurrenz auf neue Rekordhöhen getriebenen Mieten sind für die arbeitende Bevölkerung mit kleinen Einkommen immer schwerer zu stemmen.

Bis Ende Juli 2022 bietet das Land Valencia die Zugfahrten zwischen Dénia und Alicante kostenlos an. Das gleiche Angebot wie für "TRAM d´Alacant" gilt für TRAM de Castelló und Metrovalencia. Auch die Wochentags-Tarife werden für die Züge in Valencia und Alicante etwa um die Hälfte gesenkt, um dem öffentlichen Transport neue Kundschaft zu erschliessen und die bestehende zu entlasten.

Mit erneuten Niederschlägen von bis zu 70 Litern pro Quadratmetern am Mittwoch, 4. Mai 2022, ist die Zahl der Marina-Alta-Gemeinden, in denen es in diesem Jahr mehr als 1.000 l/qm geregnet hat (normalerweise eine starke Jahresproduktion), auf 7 angestiegen, angführt von Vall d´Ebo und Val de Laguar mit 1.450 und 1.250. Noch mal so viele Kommunen verzeichnen bisher Niederschläge von zwischen 500 und 1.000 l/qm, darunter vorneweg Orba, Alcalalí und Pego, aber auch Jávea mit noch knapp unter 800 l/qm, allerdings mit einer Besonderheit: Diesen fast 800 l/qm von Toscamar stehen lediglich knapp 300 am Arenal-Strand gegenüber.
Benitatxell, Benissa, Gata und Dénia-Montgó stehen 2022 mit bisher zwischen 470 und 420 l/qm zu Buche.
Die Rangliste der ersten 15:
La Vall d’Ebo: 1437 l/qm
La Vall de Laguar: 1.243
Castells: 1.158
La Vall de Gallinera: 1.261
Benigembla: 1.208
La Vall d’Alcalà: 1.061
Parcent: 1.015
Orba: 913
Alcalalí: 848
Pego (Ambra): 834
L’Atzúvia: 781
Xàbia (Montgó/Toscamar): 776
Ondara: 537
Ràfol: 535
Pedreguer (Patronat): 518


Im Marina-Alta-Kreis variieren laut Immobilien-Portal "Idealista" die Immobilien-Preise zwischen 3.200 Quadratmetern in Moraira und knapp 800 in Pego. Unter 1.000 €/qm rangiert unter den aufgeführten Kommunen ausser Pego lediglich Ondara, unter dem valencianischen Landes-Durchschnitt von 1.500 €/qm befinden sich die (Halb-)Hinterland-Gemeinden Benidoleig (1.000), Sanet i Negrals (1.100), Beniarbeig und Gata de Gorgos (1.350) sowie Teulada und Jalón mit 1.450 €/qm. Unter dem Durchschnitt der Provinz Alicante von 1.700 liegen Orba, Vergel und Pedreguer mit 1.600.
Immobilienpreise unter 2.000 €/qm sind in Alcalalí und Els Poblets zu finden, während Ràfol und die Kreishauptstadt Dénia sich bei 2.500 befinden. Calpe weist einen Wert von 2.300, Benissa 2.550, und Jávea steht mit 2.650 zu Buche. Rang 2 in der Marina Alta bekleidet -Idealista zufolge- Benitachell mit knapp 2.700 € pro Qadratmeter, und die höchsten Immobilienpreise weist Moraira mit beinahe 3.200 €/qm auf.
Zum Vergleich: Finestrat und Altea aus dem benachbarten Marina-Baixa-Kreis liegen bei 2.300, die südlichen Kreishauptstädte Elda, Villena oder Alcoy unterhalb des Werts von Pego. Die billigsten Immobilien in der Provnz Alicante gibt es mit 460 €/qm in Algueña.
EL PRECIO POR METRO CUADRADO EN LA MARINA ALTA
Ort Preis € pro m2
MORAIRA 3.173
BENITATXELL 2.693
XÀBIA 2.653
BENISSA 2.569
CALP 2.274
DÉNIA 2.075
RÀFOL 2.049
ELS POBLETS 1.875
ALCALALÍ 1.818
Provinz-Durchschnitt 1.713
PEDREGUER 1.611
VERGER 1.606
ORBA 1.605
Landes-Durchschnitt 1.488
XALÓ 1.452
TEULADA 1.438
GATA DE GORGOS 1.361
BENIARBEIG 1.342
SANET I NEGRALS 1.123
BENIDOLEIG 1.022
ONDARA 929
PEGO 781






















Die Stadt Pego hat bestätigt, dass nach 400 Jahren der Franiskaner-Orden die Gemeinde Pego verlässt. PSOE-Bürgermeister Enrique Moll: "Wir haben alles getan, damit die Franziskaner in Pego bleiben, aber es war nicht möglich". Der Grund: Es fehlt am Nachwuchs. Die drei verbliebenen Franziskaner-Mönche sind 90, 87 und 80 Jahre alt. Sie werden nach Cocentaina und Villarreal geschickt. Im Juni soll der Konvent "Sagrada Familia" geschlossen werden. Im Prinzip war mit der Schliessung des Franziskaner-Ordens von Benissa vor fünf Jahren das Ende des Convento von Pego nur noch eine Frage der Zeit.
Das Colegio Sant Antoni bleibt bestehen, fürs erste mit ein oder zwei Gottesdiensten pro Woche. Aber über die weiteren Aktivitäten, die vom Erzbistum Valencia abhängen, wie zum Beispiel die Pfadfinder, wird die Zukunft entscheiden müssen. Das derzeitige Gebäude der Franziskaner stammt aus dem Jahr 1892 und diente während des Bürgerkrieges als Flüchtlingszentrum und Fahrschule.

Die Gemeinde Pedreguer spart durch die Neuverhandlung ihres Stromtarifes innerhalb eines Rahmenvertrages der Provinz Alicante rund 200.000 Euro gegenüber den normalen Marktreisen ein, wie das Rathaus mitgeteilt hat. Ausserdem werde für die öffentliche Beleuchtung im Ort ausschliesslich zertifizierte Energie aus erneuerbaren Quellen verwendet, wodurch jährlich ein CO2-Ausstoss von 160.000 Kilogramm erreicht werde.

Nunca llueve a gusto de todos. Das spanische Diktum "Es regnet nie zur Zufriedenheit aller" findet auch bei den lang ersehnten März-Regenfällen unserer Region seine wörtliche Anwendung: Während die Landwirtschaft der Provinz Alicante sich über das Äquivalent von 150 Hektokubikmetern und somit regenbedingte Einsparungen von 60 Mio € freuen kann, sieht die Kooperative "Cerezas Montaña de Alicante" mit Sitz im Marina-Alta-Hinterlandort Vall de Gallinera eine "katastrophische" Kirschenernte voraus, und zwar "die vierte hintereinander". Anfang März hatten 20 % der Kirschbäume mit der Blüte begonnen. Der fast ununterbrochene Regenmonat und die dauernde Feuchtigkeit haben nicht nur die Blüten stark beschädigt, sondern auch die Bestäubung durch Bienen ud Insekten verhindert: "Die Kirschsaison fällt auch dieses Jahr fast komplett aus". Im vergangenen Jahr machte der Mairegen kurz vor der Ernte fast alle "media-estación"-Kirschen für den Verkauf unbrauchbar, weil aufgeplatzt.
Die Kosten für die Bewirtschaftung eines Kirschbaum-Hektars wird mit 3.000 € veranschlagt. Und jetzt kostet der Dünger doppelt so viel wie im Vorjahr, der Sprit 1,90 und die Versicherungspolice nach mehreren Missernten "kaum noch zu bezahlen". Manch´ ein Kirschanbauer, so die Kooperative, hat aufgrund des düsteren Panoramas der letzten Jahre das Handtuch geworfen, etliche der zuvor tausend Hektar der Kooperative sind für den Anbau der besonders wetterempfindlichen Frucht verloren gegangen.
Noch eine Schattenseite, neben einer Serie gefrusteter Costa-Blanca-Besucher (die Briten durften seit Mitte März erstmals wieder Covid-auflagenfrei nach Alicante fliegen), beleuchtete das Rathaus von El Verger mit dem Hinweis auf die vielen Schwalben und anderen Wandervögel aus Afrika, die nach der anstrengenden Reise die harten hiesigen Wetterbedingungen im März nicht überlebt haben. Ihnen fehlten die fliegenden Insekten als Nahrung. Empfehlungen zur Rettung, wenn man ein schwer angeschlagenes Exemplar auffindet: in einen Karton mit Löchern geben, bei einer Temperatur von 25 Grad, keinen Föhn benutzen, dringend per WhatsApp 679 761 970 kontaktieren.

Die Unternehmer-Vereinigung, die Rotary-Clubs, die Stiftung Dénia und das Rote Kreuz organisieren für den 27. Mai 2022 ein Benefiz-Essen im Marriott-Hotel von Dénia, um Spenden für die Hilfsprojekte in der Ukraine zu sammeln. Banco Sabadell hat dafür ein eigenes Konto eingerichtet, auf das Spendenwillige, die nicht am Essen teilnehmen möchten, einzahlen können:
ES22 0081 0615 71 0002647371
Spenden ab 100 €uro sind von der Steuer absetzbar. Für eine entsprechende Bescheinigung sind die Steuer-Daten und die Bankbestätigung über die Spende einzusenden an:
comunicacion@empresarios-cedma.es


Das Rote Kreuz kommt in den meisten Städten der Marina Alta an seine Grenzen und hat die Bürger allenthalben zu verstärkten Spenden von nicht verderblichen Lebensmitteln sowie Hygieneartikeln aufgefordert. Denn der anderthalb Monate dauernde Ukrainekrieg hat die Bestände, trotz hohen Spendenaufkommens, fast bis auf das Minimum abschmelzen lassen.



Nach einem sonnigen Vor-Oster-Wochenende mit Tagestemperaturen bis zu 20 Grad sagt der spanische Wetterdienst aemet für den Start in die Oster-Woche einen wolkigen Montag und für den Dienstag eine Rueckkehr zum Regen voraus. Der Maerz und die erste April hatten der Region eine ungekannte Regenserie mit Kälte und fast vollständiger Abwesenheit von Sonnenlicht beschert.

Wegen der gestiegenen Materialkosten wird sich der Bau der neuen Bar der Stierkampfarena von Ondara um mehr als 100.000 € verteuern. Die entsprechenden Mittel hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung bereit gestellt. Insgesamt wurden 230.000 € für Projektverteuerungen aus den Kredit-Mitteln des Staates mobilisiert, darunter 70.000 € für den Espai Català.





















Der Anfang der letzten Märzwoche markierte einen "Waffenstillstand" an der Regenfront des Marina-Alta-Kreises. Aber bis dahin hatte der Hinterland-Ort Vall de Ebo die 1.000-Liter-Marke weit übersprungen und andere Orte sich ihr angenähert, so dass sogar der 65 Jahre alte traurige Marina-Monatsrekord von Jávea mit 1.270 l/qm im Oktober 1957 vor den letzten mit Regen avisierten Märztagen 2022 in "Reichweite" schien. März, so das Alicantiner Klima-Institut, hat sich durch den Klimawandel in den letzten Jahren in unserer Region zu einem Regenmonat entwickelt, und das werde so bleiben. Der allerdings in diesem Jahr Hinterland-Gemeinden wie Parcent nicht nur die grösste je gemessene März Niederschlags-Menge bescherte, sondern mehr Regen als der Hälfte der letzten 30 Jahre.
Die Stauseen haben von fast leer auf voll umgeschaltet, die Versorgung im Sommer ist garantiert. Brunnen, die seit Jahrzehnten nicht mehr so aufgefüllt waren wie Ende März. Die Fallas allerdings haben in einem extrem sonnenarmen März in diesem Jahr so wenig Sonnenstunden erlebt wie in den letzten 80 Jahren nicht. Anfang April ist in unserer Region ein Absinken der Temperaturen um bis zu 6 Grad angekündigt, der an der einen oder anderen Stelle im Hinterland das Thermometer sogar unter Null sinken lassen soll, so die spanische Presse.

Mit 110 neu gemeldeten Ansteckungsfällen in der letzte Märzwoche 2022 (auf knapp 600) registrierte die Covid-Inzidenz in der Marina Alta einen neuen Anstieg auf fast 350. Allerdings ohne eine grosse Zahl an Krankenhauseinweisungen. Lediglich 3 Covid-Patienten liegen derzeit im Kreiskrankenhaus, nur eine davon auf der Intensivstation.
In der Spitzengruppe der Gemeinden mit "extremem Ansteckungsrisiko" (über 500 pro 100.00) befinden sich Teulada und Vergel; Dénia, Benissa und Jávea kehrten in die Gruppe des "hohen Risikos" (300-500) zurück.
Die offiziellen Einstufungen:
RIESGO EXTREMO DE CONTAGIO (Más de 500 por cien mil habitantes): El Verger, Ràfol, Orba, Castell de Castells y Teulada
RIESGO ALTO DE CONTAGIO (300-500): Dénia, Xàbia, Benissa, Pedreguer, Ondara, L'Azúbia, Tormos, Ebo, Benigembla.
RIESGO MEDIO: (100-300): Calp, Gata, Beniarbeig, Benimeli, Sagra, Pego, Parcent, Alcalalí
RIESGO BAJO (50-100): Els Poblets, Benidoleig
CIRCULACIÓN CONTROLADA (Menos de 50): Sanet, Murla, Laguar, Alcalà, Gallinera, Xaló, Llíber, Senija, Benitatxell

Das Rathaus von Gata de Gorgos hat sich die Einschränkung und langfristige Abschaffung von Plastikflaschen zum Ziel gesetzt. Zum Anfang erhalten die Schulkinder wiederbefüllbare Feldflaschen und werden an die Bevölkerung Glasflaschen ausgegeben, um im Rahmen der "Campaña Azul" ein Zeichen und einen Anfang für die Ersetzung von Plastikflaschen durch recycelbares Material zu setzen.

Bis über 500 Liter pro Quadratmeter gab es im Hinterland der Marina Alta in den ersten drei Maerz-Wochen 2022,nach monatelanger Trockenheit zum Teil so viel wie im ganzen Vorjahr. Noch diese ganze letzte Woche des Monats gehen laut Wetteramt aemet die Regenfälle in der Region weiter, allein für den Montag waren zum Teil bis zu 50 l/qm angekündigt.

Bis über 130 Liter Regens pro Quadratmeter fielen am Donnerstag, 17. März 2022, im Hinterland der Marina Alta, genauer, in der Ortschaft Castell de Castells. In Vall de Gallinera wurden 110 l/m gemessn, in Vall d´Ebo und Vall d´Alcalà immerhin noch 60. Der Montgó von Jávea und Pego standen mit knapp der Hälfte davon zu Buche. Die Vorhersage für den Tag bestand in mehr als 100 l/qm und in Windgeschwindigkeiten von 70 km/h.
Auch für den Freitag sind noch Niederschläge bis zu 60 l/qm innerhalb von 12 Stunden für die Region avisiert, begleitet wieder von starkem Wind. Samstag dann Regen, aber leichter als zuvor, und ebenfalls schwächerer Wind.

Am Montag Nachmittag, 14. März 2022, überzog der berüchtigte Staub aus der Sahara den Himmel der Marina Alta mit gelbbraunem Licht. Der Staubhimmel könnte sich in den nächsten Tagen noch weiter Richtung Norden ausbreiten, soll aber auf unserer Region noch eine Weile erhalten bleiben, so das Klimatologische Labor der Universität von Alicante.
Nach eher trocken vorhergesagtem Dienstag und Mittwoch soll den Vorhersagen zufolge die entscheidende zweite Hälfte der Falla-Fiesta-Woche von Regen bestimmt sein.

Der lang erwartete Regen der ersten und beginnenden zweiten Märzwoche brachte in 7 Tagen 140 Liter pro Quadratmeter in Dénia, Pego und dem Hinterlandort Vall de Laguar, während Jávea 170 erhielt, jeweils den grössten Teil davon am Montag, 7. März. Immerhin noch 70 l/qm fielen ab für Ortschaften wie Ondara, La Xara und Benitachell.
Die zu erwartenden Verkehrsbehinderungen werden mehr als kompensiert durch den positiven Einfluss der lange überfälligen Niederschläge auf die Landwirtschaft und für die beginnende Auffüllung der Reserven.

Neue Bauarbeiten warten auf die Anlieger der Zone Marjals und der Gewerbestrasse Avda. de Alicante von Ondara, für die das Rathaus Zuschüsse von je 200.000 € beantragt hat. Die Opposition weist darauf hin, dass die Anrainer in den letzten Jahren so viele unsinnige, widersprüchliche und nervenaufreibende Arbeiten an ihren Strassen erdulden mussten, dass die anliegenden Anwohner "die Nase voll" und keine Lust auf weitere "disrupciones" haben: "Seit 2018 erdulden Anwohner und Unternehmer an der Avda. Alicante und Marjals nutzlose und beschämende Bauarbeiten, für die 800.000 € ausgegeben wurden - Parkplatzprobleme für Anrainer und Kunden, Zufahrtsprobleme für Industriefahrzeuge, Beschilderungs-Chaos etc."
Die Stadtspitze hält dagegen, dass es ein Fehler sei, sich gegen die geplanten Verbesserungen und die zu erwartenden Subventionen zu stellen. Sie rechnet vor, dass, trotz Pandemie, die vorherigen Modernisierungsprojekte immerhin zu 40 Geschäftsgründungen in den betroffenen Zonen geführt haben, bei 20 Aufgaben. Ondaras Bürgermeister Ramiro: "Das Ergebnis wird die vorübergehenden Belästigungen rechtfertigen."

Die in der ganzen Region vertretene Organisation "Amigos de Ucrania" sammeln ab sofort für die ganze Marina Alta Spenden für die Ukraine in der Teuladiner Rathaus-Aussenstelle "Espai Senieta" am zentralen Kreisverkehr von Moraira, täglich von 8 bis 20 Uhr: haltbare Lebensmittel, Wärmewäsche, Medikamente, Kompasse, Rucksäcke, gebrauchte Mobiltelefone. Ein Mal pro Woche fährt ein Bus mit den Spenden zur Grenze der Ukraine.
Ende 2019 waren in der Provinz Alicante 19.000 Ukrainer offiziell gemeldet.




















Seit Mitte Februar 2022 wird auf der Plattform Amazon Prime Video der 2020 in Dénia und Umland gedrehte Film "El Sustituto" angeboten, der sich mit der Geschichte der nach dem Weltkrieg nach Dénia geflüchteten Nationalsozialisten beschäftigt. Ein junger Polizist untersucht im Jahr 1982 die Rolle der Nazis in der Hauptstadt der Marina Alta, so der Kern des Action-Streifens, der es auf der Beliebtheits-Rangliste der Amazon-Filme sofort bis fast ganz nach oben schaffte.
Kurz angemerkt:
Ein Action-Streifen mit etlichen Stereotypen und Platitüden für meinen Geschmack und mindestens so vielen Logik-Lücken wie ein sonntäglicher Tatort. Vielleicht war meine Erwartungshaltung angesichts der Realitätsbasis zu sehr auf dokumentarisch gepolt.
-cgb-


Das künftige Landes-Gesetz zum Schutz der Seegras-Wiesen wird Ankern weitgehend nur noch an Bojen erlauben. Doch die neue Vereinigung für Nautischen Tourismus in der Marina Alta (ATNMA) weist auf ein grosses Missverhältnis hin: Zwischen Dénia und Calpe gibt es nur rund hundert dieser Bojen, aber fast 4.000 in den Yachthäfen registrierte Freizeitboote. Die Vereinigung fordert nun die Politik zur Lösung des Problems auf, denn fast die gesamte Küste ist von Posidónia-Seegraswiesen geprägt, so dass anderes als Bojen-Ankern künftig nicht mehr erlaubt wäre.

Mehr als die Hälfte der Arbeitslosen in der Marina Alta, nämlich 6.200 der insgesamt zuletzt auf knapp unter 11.000 gesunkenen, suchen seit über einem Jahr nach einer Arbeitsstelle, wie das Observatori Marina Alta mitteilte. Der Anteil der Langzeit-parados liegt nicht nur weit über dem von einem Drittel vor der Pandemie, sondern auch erheblich über dem nationalen Mittel von 45 %.

Die Ortspolizei von Jávea hat nach einer Kontrolle drei Personen unter dem Verdacht des Drogenhandels verhaftet, nachdem sie an der Zufahrt zu einer Urbanisation mit ihrem Auto "verdächtige Manöver" durchgeführt und dann vor der Polizei zu flüchten versucht hatten. Bei den Dreien wurden 700 € und 100 britische Pfund sowie 40 Dosen Kokain sicher gestellt. Sie wurden dem Haftrichter vorgeführt.

Zum ersten Mal seit Anfang 2008 ist jetzt im Januar zu einem Jahresbeginn die Arbeitslosigkeit in der Marina Alta unter 11.000 gefallen, leicht unter dem letzten Wert vor Ausbruch der Pandemie vor zwei Jahren. Von ihrem Höhepunkt mit 17.000 Ende 2012 war sie bis zum Ende des Vor-Covid-Jahres 2019 auf knapp über 11.000 gesunken, dann jedoch bis Januar 2021 auf fast 14.500 explodiert. Diese Tendenzen entsprechen denen in der Comunitat Valenciana und Spanien.
AÑO PARADOS ENERO
2022 10.867
2021 14.439
2020 (PRECOVID) 11.171
2019 11,380
2018 12,066
2017 13,058
2016 14.236
2015 15.606
2014 16.626
2013 (PEOR DATO) 16.958
2012 16.596
2011 15.461
2010 15.007
2009 12.192
2008 (Último año antes de la crisis del ladrillo) 7.335
2007 5.941

Im Vergleich zum Januar vor einem Jahr machte in der Marina Alta (insgesamt minus ein Viertel) Teulada mit fast einem Drittel die grössten Fortschritte in der Reduzierung der Arbeitslosigkeit, von 760 auf 520, gefolgt von Jávea (auf 1.450), Calpe (auf 1.500) und Benissa (auf 630) mit je beinahe minus 30 %, gefolgt von Dénia (3.400), Pedreguer (500) und Pego und Ondara (je 550) mit Reduzierung ihrer Arbeitslosenzahlen um ein Fünftel in den letzten zwölf Monaten.
POBLACIÓN PARO ENERO 2022. ENERO 2021 DIFERENCIA %
TEULADA MORAIRA 524 765 -241 -31%
XÀBIA 1.444 2.049 -605 -29%
CALP 1.518 2.150 -632 -29%
BENISSA 627 863 -236 -27%
MEDIA MARINA ALTA 10.867 14.439 -3.572 -24,7%
DÉNIA 3.392 4.372 -980 -22%
PEDREGUER 509 649 -140 -21%
GATA 350 447 -97 -21%
PEGO 549 674 -125 -18%
ONDARA 545 669 -124 -18%


Ein 52-Jähriger, der von seiner Tochter in Calpe des fast täglichen sexuellen Missbrauchs zwischen 2008 und 2014 angezeigt wurde, erhielt jetzt vom Provinzgericht in Alicante eine Gefängnisstrafe von fünfeinhalb Jahren und anschliessend sechs Jahren überwachte Freiheit. Der Mann muss seine Tochter mit 15.000 € entschädigen.
Erst als das Kind in die Pubertät kam, erkannte es im Sexualkundeunterricht, was ihm passiert war und ging mit der Mutter zur Polizei. Es folgten Angstattacken, die mindestens zwei Mal zur Einlieferung ins Krankenhaus führten. Der Vater leugnete während des Prozesses die Vorwürfe.
Für einen anderen Mann aus Calpe fordert die Staatsanwaltschaft bei seinem Prozess im Februar 7 Jahre Haft. Ihm wird vorgeworfen, Kinderpornographie mit Fotos von unter 5-Jährigen im Internet verteilt zu haben. Bei seiner Verhaftung vor drei Jahren wurden in seinem Haus Tausende von kinderpornographischen Archiven sichergestellt.

Die Überbevölkerung von Wildschweinen hat zuletzt in der Provinz Alicante für mehr als 70 Verkehrsunfälle in der Provinz Alicante gesorgt. Ende Januar starb in der katalanischen Ortschaft Abrera ein Motorradfahrer nach einem Zusammenstoss mit einem Wildschwein.





















Mit der entscheidenden Stimme der sozialistischen Bürgermeisterin Carolina Vives hat die Ortsregierung von Els Poblets die Abänderung des Bebauungsplanes genehmigt, so dass beim Kreisverkehr am Ortseingang eine Tankstelle mit Autowasch-Anlage gebaut werden kann. Das solle "wenige Meter von Wohnhäusern und dem Ortskern" geschehen, protestiert eine Gruppe von Anwohnern. Zwei Mal war das Vorhaben im Magistrat von Els Poblets mit unentschiedenem Abstimmung vertagt worden, weil die Koalitionspartner unterschiedlicher Meinung sind.
Die Planänderung ist notwendig, weil eine Installation wie eine Tankstelle an dieser Stelle nicht ausdrücklich verboten, aber eben auch nicht konkret erlaubt ist. Die Kritiker führen toxische Gase, dauerhafte luminische Kontamination und die Zerstörung der Ästhetik der Ortszufahrt ins Feld, sowie Wertverlust für die umliegenden Immobilien und verminderte Lebensqualität für deren Bewohner.

Trotz fast 1.800 neuer Covid-Fälle in vier Tagen ist Ende Anfang der letzten Januar-Woche die Inzidenz im Marina-Alta-Kreis erstmals in der sechsten Welle gesunken, auf 4.100 pro 100.000 Einwohner in 14 Tagen. Zuvor waren an vier Tagen fast 3.000 neue Fälle gezählt worden. In den letzten vier Tagen gab es keinen Todesfall, in den vier Tagen davor 4, insgesamt zählt die Marina Alta 230 im Verlauf der Pandemie.

Alle Städte und Gemeinden des Marina-Alta-Kreises über tausend Einwohner lagen mit dem vom Finanzamt im Jahr 2019 registrierten Durchschnittseinkommen ihrer Einwohner nicht nur unter dem Mittel von Spanien (28.500 €uro), sondern auch unter dem der Comunitat Valenciana (25.500). Und mit Jávea (24.800) und Dénia (24.500) lagen nur zwei Kommunen der Marina Alta über dem Einkommensdurchschnitt in der Provinz Alicante (23.500), während Teulada Moraira im Kreis mit 22.500 E an dritter Stelle lag, gefolgt von Calpe und Benissa mit 22.000 € Jahresverdienst pro Einwohner.

Die Oberflächentemperatur im spanischen Mittelmeerstreifen ist in den letzten vier Jahrzehnten um fast anderthalb Grad gestiegen. Das teilte nach den jüngsten Messungen im vergangenen Herbst das Centro de Estudios Ambientales del Mediterráneo (CEAM) mit. Der Herbst fiel mit gut einem Grad über dem Mittel der letzten 40 Jahre besonders warm aus in puncto Wassertemperatur.

Mit einem Zuwachs von über tausend auf fast 3.700 aktive Covid-Fälle innerhalb von nur drei Tagen verzeichnete zuletzt die Marina Alta die höchste Zuwachsrate unter den 24 Landkreisen im Bundesland Valencia. Aus lediglich 4 Kreisen des Landes wurde zuletzt eine Minderung der Inzidenz berichtet. Der Druck auf die Intensivstationen der Krankenhäuser bleibt jedoch nach wie vor begrenzt, wenn auch der Corona-bedingte Personalausfall für eine grosse Strapazierung des Systems und die ununterbrochene Überlastung der im Gesundheitssystem beschäftigten Menschen sorgt.

Weiter