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(Raum) Els Poblets (Ondara Pego Vergel Marina Alta
Am Montag Mittag musste die Feuerwehr eine Ausflüglerin aus dem Segaria-Berg bei Ondara retten, weil sie einen Hitzschlag erlitten hatte. Ihre Ausrüstung stimmte, so die spanische Presse (aber die Uhrzeit bei den derzeitigen Temperaturen eher weniger: 14 Uhr). Die Frau war alleine unterwegs und konnte die Rettung 112 anrufen und ein Foto von ihrer Position schicken, weil sie nicht mehr weiter konnte. 4 Feuerwehrleute brachten ihr zu trinken und dann die Mittags-Wandererin zu ihrem Auto zurück.

Einmal mehr ist auf der Bundesstrasse N-332 ein Radfahrer überfahren worden, diesmal auf dem Gemeindegebiet von Gata de Gorgos. Der 51-jährige Sportler liegt auf der Intensivstation des Kreiskrankenhauses von Dénia.

Dafür hatten die Anwohner schon ein paar Jahre gekämpft: Im Ortsteil Pamis von Ondara haben Mitte August die Erneuerungsarbeiten an der Kanalisation begonnen. Sie sollen bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Die Provinz Alicante trägt die Kosten von knapp 100.000 Euro.

Der Pilot eines Hubschraubers, der in der ersten Augustwoche über dem Naturpark Marjal von Pego und Oliva abstürzte, blieb bei dem Unfall unverletzt. Die Maschine verrichtete Sprüharbeiten. Es liefen keine Chemikalien aus.

Bei einem neuerlichen Verkehrsunfall auf der Nationalstrasse N-332 im Gemeindegebiet von Oliva, wurden ein Baby und drei Erwachsene verletzt. Ein Pkw und ein Lieferwagen waren Anfang August zusammengestossen, so dass alle vier Insassen ins Krankenhaus mussten.

Mindestens 2 Verletzte gab es am Dienstag Morgen, 1. August 2017, bei einem Frontalzusammenstoss zweier PKW, einem weissen Lieferwagen und einem roten Honda Civic, in der "Garganta de Gata", auf der N-332. Einer der Verletzten musste von der Feuerwehr befreit werden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, weil zunächst in beide Richtungen gesperrt werden musste.

Die Geschäftsleute von Dénia und der Marina Alta fürchten einem Bericht in der Zeitung "Las Provincias" zufolge für den Monat August eine nochmalige Zunahme der Taschendiebstähle vor allem an den Markttagen, aber mittlerweile in zunehmendem Masse selbst in den Geschäften. Das Problem sei nicht zuletzt ein juristisches, denn wenn die Langfinger denn mal geschnappt werden, so die Klage der Geschäftsleute, so enden die juristischen Bemühungen, sie aus dem Verkehr zu ziehen, meistens damit, dass sie sich für besitzlos erklären - und am nächsten Tag habe man es wieder auf Märkten, in Einkaufszonen und in Geschäften mit ihnen zu tun.
Keine neue Erkenntnisse: Die beliebtesten Zielpersonen für die geschickten Langfinger, die ihr Arbeitsfeld immer mehr auch in die Nähe von Geldautomaten verlagern, sind Touristen und Senioren, am besten eine Kombination aus beidem. Die Dénianer Geschäftsleute sorgen sich um den rufschädigenden Effekt, den diese Episoden für Städte wie Dénia haben.





















Einen Brand im Naturpark Pego-Oliva, der am Donnerstag, 27. Juli 2017, gegen 16 Uhr ausgebrochen war, hatte die Feuerwehr mit Hilfe eines Hubschraubers und eines Flugzeuges schnell unter Kontrolle. Drei Häuser mussten kurzfristig evakuiert werden. Betroffen war eine Zone Unterholzes in der Nähe der Landstrasse CV-715 an der Gemeindegrenze zwischen Pego und Oliva.

Eine 85-jährige Französin wurde am Mittwoch, 27. Juli 2017, von einem auf der Landstrasse Orba- Alcalalí von einem zurücksetzenden LKW angefahren und eingeklemmt. Weil ein Manöver mit dem Wagenheber nicht ausreichte, um die Frau zu befreien, musste die Feuerwehr kommen und den LKW anheben. Die Seniorin wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Firma Hospital Clínica Benidorm (HCB) hat beim Land Valencia und im Rathaus von Dénia den Antrag für den Bau eines grossen Privatkrankenhauses beim Camino de Gandía von Dénia gestellt, in der Nähe des Sportzentrums, unweit der Nordzufahrt nach Dénia. Der Name des Projektes, über das die Internet-Zeitung Marina Plaza berichtet: "Hospital Internacional HCB Dénia".
HCB verfügt über ein Krankenhaus in Benidorm und über Arztzentren in Albir, Calpe und Moraira sowie eine Arztpraxis in Jalón.
Dénias Bürgermeister Vicent Grimalt (PSOE) teilte jedoch mit, dass es derzeit keine Baugenehmigung geben könne, weil der Bebauungsplan der Stadt sich völlig in der Schwebe befinde. Das Stadtparlament hat nach gerichtlicher Aufhebung des Interims"planes" der letzten Jahre jetzt erst einmal die Gültigkeit des Flächennutzungsplanes von 1972 beschliessen müssen. Erneut tut die Verabschiedung eines Übergangsplanes Not. Bis dahin sei an eine Genehmigung für ein Hospital nicht zu denken.

Die Gemeinde Ondara hat ihre Plaza Mayor hergerichtet und hinterher einer Grundreinigung unterzogen. Aber es wurde nicht nur gestrichen, repariert und erneuert, auch die Birnen in Strassenlaternen und Scheinwerfern wurden durch energiesparende LED-Elemente ersetzt. Weitere öffentliche Plätze und Zonen von Ondara sollen ebenfalls auf Vordermann gebracht werden.

Die Stadt Pego muss -nicht zum ersten Mal- gegen sogenannte "invasive Pflanzen" im Feuchtgebiet "Marjal" kämpfen. Im Herbst vergangenen Jahres tauchten in den Flüssen erneut Heusenkräuter auf, 'ludwigia grandiflora', die seither für den Tod von mehreren Dutzend Fischen verantwortlich zeichnete. Die Gemeinde hat mit der Entfernung der Heusenkräuter in der Zone "Ullal" des Bullent-Flusses begonnen. Vorschlägen der Bekämpfung der Pflanzen mit Produkten wie dem umstritten Glyphosat erteilte die Gemeinde Pego eine Absage.
Eine weitere Bedrohung für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt ist die zunehmende Verbreitung der sogenannten Rotohr-Schildkröte, der 'trachemys scripta elegans', Deren Gegenwart hat das Ayuntamiento von Pego der Verwaltung des Naturparks Marjal gemeldet. Die Parkverwaltung habe gegen die Invasoren noch keine Mittel mobilisiert.

Die Policía Nacional hat in Dénia einen 19-Jährigen verhaftet, der in Gandía vier älteren Frauen im April und im Mai in der Nähe ihrer Wohnungen mit Gewalt ihren Schmuck abgenommen hatte. Besonders perfide: Der junge Mann hatte den Seniorinnen ihre Einkaufstúten nach Hause getragen und sie dann in ihren Hauseingängen beraubt, im letzten Fall einer Halskette im Wert von 6.000 Euro. Der letzte Raub fand Ende Mai statt, mittlerweile war in der Bevölkerung erhebliche Unruhe entstanden. Der Täter war zunächst nach Tarragona geflohen und später in einer Kontrolle in Dénia verhaftet worden. Er ist bei der Polizei alles andere als ein unbeschriebenes Blatt.

3 Spanier im Alter von 21, 25 und 40 Jahren stehen unter dem Verdacht, in Vergel fünf Tonnen Orangen gestohlen zu haben. Ihnen wird auch Urkundenfälschung vorgeworfen, um das gestohlene Gut aus zwei Wiederverkaufszentren für Zitrusfrüchte in Vergel an den Mann bringen zu können. Ihnen kam die Spezialeinheit der Guardia Civil auf die Spur, die gegen eben diese in den letzten Jahren immer häufiger gewordenen Diebstähle von Erntegut eingerichtet worden ist.

Die Guarcia Civil hat im Ortsteil Albardera von Pereguer drei Männer zwischen 30 und 35 Jahren verhaftet. In ihrem Haus und Grundstück wurden 260 bis zu zwei Meter grosse Marihuana-Pflanzen sichergestellt sowie 1.000 Gramm Drogen in verkaufsfähiger Verpackung. Die Tarnung der Finca war eigentlich gut, nur ein verdächtiger Schlauch führte die Polizisten, die Hinweise von Landwirten erhalten hatten, zum Ziel.





















Von Polizisten der Guardia Civil widerbelebt werden musste Ende Februar ein 33-jähriger Schweizer in Pego, der an einem Strommast einen gefährlichen Stromschlag und dann einen Herzstillstand erlitten hatte. Der Mann wollte mit einer langen Stange einen Ball von einem Strommast herunterholen, der sich dort verhakt hatte, wobei er ans Starkstromkabel geriet. Zwei Meter wurde der junge Schweizer von dem heftigen Schlag zurückgeworfen, dessen Wiederbelebung sich schwierig gestaltete, zu der ein Defibrillator benutzt werden musste. Der Mann kam ins Krankenhaus und ist mittlerweile längst ausser Gefahr.

Der vor einem Jahr ins Leben gerufene Tierschutzverein "Aprop" von Pego hat in dieser Zeit in der Gemeinde fast 170 Haustiere aufgenommen. Die Hälfte der gut hundert Hunde sei zur Adoption vermittelt worden, ebenso wie 25 von 65 Katzen. Für eine kürzlich hochschwangere Hundedame mit jetzt 8 Babies werden neue Besitzer gesucht. 20 verloren gegangene Hunde konnten ihren Besitzern zurückgegeben werden.
Das vom Rathaus gestellte Gelände sei lediglich eine Notlösung, Strom komme aus einem lauten Dieselgenerator, im Sommer komme von 10 bis 16 Uhr kein Wasser aus dem Kran. Das Rathaus wolle -nach den Ortsfiestas- eine Unterstützungsvereinbarung über 10.000 Euro unterschreiben, die gegen Kostenbelege in Raten ausgezahlt werden soll, und mit Material für notwendige kleine Bauarbeiten.

Am 2. Juli findet in Ondara eine Tanzgala zu Gunsten der Seniorenresidenz Vírgen de la Soledad statt. Unter anderem treten Akteure des Tanzstudieos Salomé Rodríguez. Im zweiten Teil der Veranstaltung wird zu den Klängen der Filmmusik "Schindlers Liste" der Flüchtlinge gedacht. Ausserdem wird moderner Tanz, Hip Hop und Teile des Musicals Chicago zu sehen sein.

Die Zahl der von Cáritas Marina Alta betreuten Hilfsbedürftigen sank 2016 gegenüber dem Vorjahr um 7 % auf 3.100 aus insgesamt 800 Familien. Allerdings sprach Cáritas von einer erheblichen "Chronifizierung", davon, dass es für einen zu grossen Anteil der Gesellschaft auch in wirtschaftlich besseren Zeiten allzu schwer ist, Anschluss an den Arbeitsmarkt zu finden. Drei Viertel der Hilfsbedürftigen waren es auch in den vergangenen Jahren. Der Anteil der Jugendlichen ist gestiegen.
Bemerkenswert: Fast zwei Drittel der von Cáritas Betreuten sind Ausländer.
Cáritas Marina Alta nahm im vergangenen Jahr 205.000 Euro ein, 80 % davon durch Spenden, 4 % von den Rathäusern. Cáritas verfügt im Kreis über fast 300 freiwillige Hilfskräfte, 80 % davon Frauen und die Hälfte älter als 65 Jahre.

Vom Aussterben bedroht ist das Hinterland-Dörfchen Vall d'Ebo bei Pego, das im letzten halben Jahrhundert die Hälfte seiner knapp 500 Einwohner verloren hat. Seit vier Jahren ist hier kein Kind mehr geboren worden. , es gibt nur drei zwischen 5 und 9 Jahren. Die stärkste Altersgruppe ist mit mehr als hundert die zwischen 50 und 60 Jahren. Selbst die lokale Frucht "perello", ein kleine Art süssen Apfels in Birnenform, wird kaum noch geerntet. Einen möglichen Ausweg aus der ökonomischen und demographischen Sackgasse soll der ländliche Tourismus bieten: Es gibt die Rull-Höhle, und es wurden Wanderwege angelegt.

Ein offenbar unter Drogeneinfluss stehender 23-jähriger Holländer hat am Sonntag Morgen, 11. Juni 2017, um 8 Uhr auf der Nationalstrasse 332 in Oliva einen 23-jährigen Radfahrer totgefahren. Ein zweiter Radler blieb unverletzt, erlitt jedoch einen Nervenzusammenbruch. Der Autofahrer aus Ondara beging Fahrerflucht, wurde jedoch bald in Vergel verhaftet. Das Opfer war der Sohn eines Ortspolizisten aus dem Ort Senija bei Benissa, wo dreitägige Ortstrauer verfügt wurde.
Vor wenigen Wochen fuhr ebenfalls auf der N-332 in Oliva eine junge Frau unter Drogen und Alkohol drei Radfahrer aus Javea tot.

Einen Stock mit 20.000 Bienen hat die Umweltstiftung Enrique Montoliú in ihrem Mittelmeergarten "Albarda" in Pedreguer eingerichtet, in der Nähe des Naturparks Montgó: "Sie sind so wichtig auf der Erde wie das Plankton im Meer". In schwierigen Zeiten für die Imkerei sollen diese Honigbienen einen wesentlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung der regionalen Biodiversität leisten. Für die nächsten Wochen, vor allem aber ab Herbst, ist der Besuch etlicher Schulklassen geplant.

Ein 61-jähriger Fahrradfahrer verletzte sich am Freitag Morgen, 2. Juni 2017, bei einem Sturz auf der Carretera de Las Marinas schwer am Kopf und an anderen Stellen des Körpers. Er wurde mit dem Krankenwagen ins Hospital nach Dénia-La Xara gebracht.

Der 59-jährige Carlos César N. N. aus Gata de Gorgos wurde zu elf Jahren Gefängnis veurteilt, weil er zwischen 2014 und 2016 den 6-8-jährigen Enkel seiner Lebensgefährtin
sexuell missbraucht hatte. Dazu nutzte er Aufenthalte mit dem Kleinen auf einem Landgrundstück der Familie oder in seinem eigenen Haus. Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe, wollte sich auf das eine oder andere Gespräch mit sexueller Thematik mit ihm beschränkt haben. Aber im August 2016 hatte der Freund der Mutter des Kleinen den Grossvater in unmissverständlicher Pose mit dem Achtjährigen erwischt. Dieser bestätigte, dass die sexuellen Übergriffe während zwei Jahren mehrere Male stattgefunden hatten.





















Der niederländische Besitzer der fünf Kampfhunde aus Beniarbeig, die im Februar eine 75-Jährigen Nachbarn zerfleischten, wurde jetzt ins Gefängnis eingeliefert. Der Grund: Nach mehr als drei Monaten gingen jetzt bei Gericht die Ergebnisse der DNA-Analysen der Hunde an, die beweisen, dass diese Tiere Spuren von dem Getöteten aufwiesen, wie die spanische Presse berichtete. Der Mann, der seinerzeit einen der Hunde gewaschen hatte, um Spuren zu verwischen, wird der fahrlässigen Tötung und der Tiermisshandlung beschuldigt. Die nicht registrierten Kampfhunde wiesen Verletzungen von Kämpfen untereinander auf.

Anmerkung der Redaktion:
Der Fall hatte für grosses Aufsehen gesorgt, auch wir berichteten mehrfach. Aber nicht ein Wort ist bisher in spanischen Medien über mögliche Konsequenzen für das Rathaus oder die Polizei von Beniarbeig gefallen, wo es bereits mehrere Zwischenfälle mit Kampfhunden des Holländers gegeben hatte, in die Nähe dessen Hauses sich Spaziergänger schon länger kaum noch getraut hatten. Erstaunlich mag auch -nach über drei Monaten- eine der beiden Begründungen für die Inhaftierung anmuten (neben der Fluchtgefahr): Es bestehe die Gefahr der Beeinflussung von Zeugen. Dafür reichten also die überwältigenden Indizien nicht aus und war erst eine dreimonatige Wartefrist vonnöten? Nur gut, dass tatsächlich an den Tieren und in ihrem Speichel noch Spuren des Toten nachgewiesen werden konnten.
Wäre der Fall etwa nicht zu lösen gewesen, wenn dem jetzt Inhaftierten das Waschmanöver besser gelungen wäre? Hätte man sich dann juristisch etwa mit dem zweiten Angriff von drei der Tiere "begnügen" müssen? Sie waren aus den "betreuten" Zwingern in Els Poblets, wo sie von der Polizei untergebracht wurden, ausgerissen (hatten einen der Aufpasser gebissen) und hätten in diesem Ort fast einen zweiten älteren Mann getötet, der nur durch einen zufällig vorbeikommenden Autofahrer vor den attackierenden Kampfhunden gerettet wurde.
Carl-Georg Boge, Herausgeber costa-info.de und WOCHENPOST


Die Bundes-Wasserverwaltung hat den Bau einer 120 Meter langen Schutzmauer entlang der Girona-Mündung zwischen Dénia und Els Poblets beschlossen. Dadurch wird den Häusern auf der Uferseite von Els Poblets der Schutz zuteil, den die Besitzer seit 9 Jahren gefordert hatten. Mit "Das wurde aber auch Zeit" wurden in diesen Tagen zwei Vertreter der spanischen Regierung im Land Valencia von den betroffenen Anwohnern begrüsst. Zunächst wird das Schilf entfernt, dann die Mauer gebaut, deren Kosten mit fast 85.000 Euro angegeben werden.

In Els Poblets brannte Ende vergangener Woche ein Landhaus vollständig aus. Das Feuer brach gegen 10.30 Uhr aus, und obwohl die Feuerwehr schnell zur Stelle war, konnte sie die Immobilie nicht mehr retten. Das Dach stürzte ein, es bestand Einsturzgefahr für das ganze Gebäude. Die komplizierten Löscharbeiten waren erst gegen 14 Uhr beendet, so die spanische Presse.

Der Geschäftsbericht der Wirtschaftsförderungsagentur des Marina-Altta-Kreises (Creama) weist für 2016 mehr als 38.000 Aktionen aus, wie bei der jüngsten Hauptversammlung in Calpe bekannt gegeben wurde. Der Organismus habe an der Schaffung von 125 Firmen mit 200 direkten Arbeitsplätzen mitgewirkt, bei 650 Arbeitsplatzangeboten 1.400 Bewerbungsgespräche geführt. In Zusammenarbeit mit dem Landes-Arbeitsamt wurden 3.400 Ausbildungsstunden für knapp 1.300 Schüler/Aus-/Fortzubildende durchgeführt. 30 Ausbildungsbereiche wurden in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt Servef und anderen Institutionen abgedeckt. Insgesamt war 2016 aus Sicht von Creama ein ordentliches Jahr, man hoffe jedoch auf weitere Fortschritte im Kampf gegen fortbestehenden Ausschluss zu vieler Menschen vom Arbeitsmarkt. Creama will sich der Initiative zugunsten einer Zugverbindung mit dem nördlichen Nachbarkreis "La Safor" anschliessen.

Zum Motorbrand eines Pkw wurde am Sonntag Morgen, 14. Mai 2017, die Feuerwehr aus Dénia nach La Xara, in die Avenida del Mar gerufen. Der Fahrer hatte sein Auto unverletzt verlassen können. Innerhalb von einer halben Stunde war der Brand gelöscht.

Vielleicht muss vor Gericht geklärt werden, ob das Steinkreuz, das ein Bürger aus Dénia vom Stadtarchäologen schätzen liess und dann an das Ayunamiento von Oliva verkaufte, seiner vorherigen Besitzerin Elisa Gilabert in Dénia gestohlen wurde oder ob es, wie der des Diebstahls Bezichtigte jetzt zu Protokoll gab, ihm gestiftet wurde. Weil die Frau den Wert des Steinkreuzes nicht kannte, hatte sie kein Interesse daran, es zu erhalten und erlaubte ihm, es mitzunehmen. Er sei kann Antiquitäten-Experte, teilte der geschäftstüchtige Mann der spanischen Presse mit.

Von grosser Präsenz der Politik und Institutionen bei der Demonstration in Dénia für eine Zugverbindung zwischen Gandia und Dénia und relativ geringer Präsenz von Bürgern hat die Zeitung "Información" berichtet. Diese Verbindung wurde im Jahr 1974 geschlossen, und die Forderungen nach Wiedereinrichtung sind ebenfalls schon wieder mehrere Jahrzehnte alt. Auch die ehemalige PP-Bürgermeisterin von Dénia, Ana Kringe, machte in den Medien und wohl auch hinter den Kulissen einigen Betrieb zugunsten dieser Zugverbindung, aber ausser guten Worten kam aus Madrid nichts. Und weil das Thema schon so oft -ohne Konsequenzen- in die Schlagzeilen gehoben worden ist, gestaltet die Zuglinie zwischen Calpe und Dénia seit einem Jahr unterbrochen ist und in verschiedenen Abschnitten bis 2020 modernisiert und wieder freigegeben werden soll.

Strategiewechsel bei der Plattform für den vorzeitigen Rückkauf der öffentlichen Gesundheitskonzession des Landes Valenca für die Marina Alta von der Firma "Marina Salud": Anstatt einer Demonstration mit ungewisser Beteiligung in Valencia am 7. Mai wird in alle 33 Stadt- und Gemeinderäte ein entsprechender Antrag an die Generalitat Valenciana eingebracht. Da werden dann, so die Plattform, alle Parteien Farbe bekennen, und, wenn alle Kommunen mitmachen, ein erheblich grösserer Druck auf die sozialistisch-valencianistische Landesregierung aufgebaut. Die Bürgermeister sollen dann diese Petition gemeinsam in Valencia abgeben, begleitet von so vielen Bürgern wie möglich. "Dadurch bekommen wir bis zu 180.000 Menschen hinter unsere Forderung und nicht nur 2.000 oder 3.000 bei einer Demo".
Allerdings wies Dénias PSOE-Bürgermeister Vicent Grimalt auf die finanziellen Schwierigkeiten des Landes für einen vorzeitigen Rückkauf der in 5 Jahren auslaufenden Konzession hin, weil "wir das von Madrid am schlechtesten finanzierte Bundesland in Spanien sind".

Innerhalb von fünf Jahren hat die Gemeinde Pedreguer ihre Verschuldungsquote von 75 afu 28 % des Haushaltsvolumens reduziert. Dazu trug ein Rekord-Haushaltsüberschuss 2016 von einer Million Euro bei. 2012 erwirtschaftete die Gemeinde erstmals seit dem Krisenjahr 2007 Überschüsse. In zwei Jahren, so heisst es aus dem Ayuntamiento von Pedreguer, soll die Schuldenfreiheit erreicht sein.
Seit 2011 ist die Zeit, die dafür gebraucht wird, Lieferanten-Rechnungen zu bezahlen, im Rathaus von Pedreguer von 13 Monaten auf 17 Tage gesunken.




















90 Freiwillige zahlreicher Vereinigungen aus der Marina Alta holten an einem einzigen Tagen 4,5 Tonnen Müll aus dem Naturpark "Marjal" von Pego und Oliva. Besonders bemerkenswert, so die Veranstalter, die eine starke Zunahme der Verschmutzung des Naturparks konstatierten: 3 tote Schafe, zahlreiche Autoreifen und viele achtlos fortgeworfene Säcke von Material für den im Marjal stattfindenden Reisanbau - in unterschiedlichen Zersetzungsstadien.
Vorher war der Umgang mit dem Müll im Marjal Sache der Parkverwaltung, jetzt obliegt sie den beiden Rathäusern, mit offenbar eher bescheidenen Ergebnissen.

Die Guardia Civil hat die beiden Mitglieder einer spanisch-bulgarischen Mesalliance verhaftet, die für 50 Einbrüche in der Urbanisation "Gata Residencial" und den Verkauf der Beute auf dem Schwarzmarkt verantwortlich ist. Der 25-jährige spanische Einbrecher in nicht bewohnte Häuser und Wohnungen bei Gata de Gorgos wurde in seinem Wohnort Oliva festgenommen. Der 42-j¨ährige Bulgare -ebenfalls aus Oliva- kaufte ihm die Beute en Gros ab und verscherbelte sie auf Floh- und Wochenmärkten. Der Schaden pro heimgesuchtem Haus lag bei rund tausend Euro.
Nach dem Termin beim Richter wurde das Duo wieder auf freien Fuss gesetzt.
Der Einbrecher hatte auch in ländlichen Bereichen von Pedreguer, Orba, Benidoleig und Pego sein Unwesen getrieben, wo ihm weitere 40 Einbrüche zur Last gelegt werden.

Dank eines erneuten Haushalts-Abrechnungsüberschusses vom vergangenen Jahr kann die Gemeinde Ondara in diesem erstmals Geld für die Reduzierung ihrer Schulden bei den Banken abzweigen, deren Gesamthöhe nicht genannt wurde. In den vergangenen Jahren mussten die Überschüsse jeweils für die Rückzahlung eines staatlichen Kredites aus dem Jahr 2012, mit dem die Schulden bei Lieferanten beglichen wurden, verwendet werden. Nach endgültiger Tilgung jener Last bleibt von dem 2016er Überschuss von 1,8 Mi noch eine halbe Million Euro für die Tilgung von Bankschulden übrig.
Die angepeilten Haushaltsansätze von Ondara für die kommenden Jahre liegen zwischen 6,5 und 6,7 Millionen Euro.

Die Rettungsexperten der Feuerwehren on Dénia, Benidorm und Cocentaina mussten in der zweiten April-Woche schon nach Einbruch der Dunkelheit zwei junge Kletterer aus Gandia aus der Sierra de Segària bei Ondara bergen. Diesen war beim Abstieg die Zeit davon gelaufen, und weil sie kein Telefon dabei hatten, gaben sie Lichtzeichen und riefen um Hilfe. Ortspolizisten aus Ondara bekamen dies mit und leiteten die Rettungsaktion ein. Auch vom Montgó bei Dénia berichteten Anwohner am Anfang der Woche, aber mittags, von einer Rettungsaktion, die mit dem Hubschrauber durchgeführt wurde.

Im Alter von 50 Jahren ist der Bürgermeister der 300-Einwohner-Hinterlandgemeinde Tormos, Vicente Javier Ripoll (PP), gestorben. Er wurde auf dem Landgrundstück der Familie gefunden, die nach ihm suchte, weil er nicht zum Essen gekommen war. Die spanische Presse geht von natürlicher Todesursache aus, weil Ripoll unter Herzproblemen litt. Ripoll war 2015 von den Wählern als Gemeindeoberhaupt bestätigt worden.

Am Sonntag, 7. Mai 2017, will der Marina-Alta-Kreis vor dem Sitz der Valencianer Landesregierung Druck machen, damit es mit dem vorzeitigen Rückkauf der Gesundheitskonzession von der Firma "Marina Salud" endlich voran gehe. Die Konzession läuft 2022 aus, aber die Gemeinden und privaten Plattformen wollen verhindern, dass die öffentliche Gesundheit noch so lange in den Händen der von der deutschen DKV geführten Privatfirma bleibt. Die Kommunen stellen kostenlose Busse bereit, damit möglichst viele Bürger der Marina Alta an der Protestveranstaltung am 7.5. um 11 Uhr in der Landeshauptstadt teilnehmen können. Zunächst war die Veranstaltung für den 22. April vorgesehen, aber der liegt inmitten eines verlängerten Wochenendes (Mo., 24.4.: San Vicente Ferrer), was die Beteiligung gemindert hätte.
Drei Wochen vor dem Protesttermin, also Mitte April, wird sich Landes-Ministerpräsident Ximo Puig (PSOE) mit Bürgermeistern der Marina Alta und Vertretern der Plattform treffen und sie über den Fortgang der Verhandlungen Generalitat-DKV informieren.

Die Marina Alta hat im vergangenen Winter mit fast 400 Litern pro Quadratmeter in Pego oder knapp 300 in Jávea rund 25 Mal so viel Regen verzeichnet wie in drei Wintermonaten des Vorjahres. Mehr Niederschläge als vom 20.12.2016 bis 20.3.2017 wurden, so der staatliche Wetterdienst AEMET, in keinem der Jahre mit Aufzeichnungen registriert.

Mit Teresa Signes Diego ist mit 104 Jahren die älteste Anwohnerin von Gata de Gorgos und eine der betagtesten in der Marina Alta Ende März gestorben. Sie hinterlässt zwei Töchter, 5 Enkel und 7 Urenkel. Als junge Frau emigrierte sie mit ihirem Mann Batiste Mulet nach Algerien, wo ihre beiden Töchter zur Welt kamen. Der Stadtchroniker: Am selben Tag, an dem des restaurierte Standbild des "Santíssim Crist" nach Gata de Gorgos zurückkehrte, kam der Mann von Teresa Signes aus dem Krieg nach Hause.





















In zwei Jahren könnte die Rückkehr des Seeadlers in die Naturparks Montgó von Dénia und Jávea (die Steilküste des Cabo San Antonio) und Feuchtgebiet Marjal von Pego-Oliva geschafft sein. Die an dem Langzeitprojekt beteiligten Wissenschaftler, Naturschützer, Politiker und Parkverantwortlichen sind der Meinung, dass ihr vor fünf Jahren begonnenes Projekt in zwei Jahren mit der Rückkehr der vor vier Jahrzehnten in der Region ausgerotteten Spezies gekrönt werden könnte. Jetzt wurde das Wissenschaftler-Team unter Vertrag genommen, das vom Naturpark Doñana aus erstmals geschafft hatte, die Spezies auf die iberische Halbinsel zurückzubringen.
In den 80er Jahren hatten die Seeadler, von denen gelegentlich Exemplare "auf der Durchreise" zu sehen sind, zuletzt in der Marina Alta genistet. Vor drei Jahren scheiterte ein erster Versuch der Wiedereinführung an der San-Antonio-Steilküste, wo ein Steinadler-Paar ein Jahr zubrachte, aber kein Nest baute. Auch bei dem neuen Versuch geht es darum, den als Jungtiere herzubringenden Exemplaren glaubhaft den Eindruck zu vermitteln, sie seien hier geboren. Sonst ist kaum möglich, dass sie an dieser Stelle nisten. Es gibt jedoch noch ein Hindernis auf dem Weg zur Wiedereinführung der Spezies in den Montgó-Park: Iberdrola muss sein durch den Park führendes Stromnetz "mit Hilfe einer kleinen Investition" so anpassen, vor allem die Türme, dass von ihnen keine Lebensgefahr mehr für diese Tiere ausgeht. Es könne sogar gut sein, dass das erste Seeadler-Nest auf einem Iberdrola-Turm entstehen mag. Diesem Foto und dieser Nachricht, so die Verantwortlichen des Seeadler-Projektes, werde sich der Stromriese wohl nicht wegen einer relativ kleinen vorzunehmenden Investition verweigern.

Die Gemeinde Els Poblets hat den Ende vergangenen Jahres eröffneten Hundepark für Tiere "potentiell gefährlicher Rassen" gesperrt. Bürgermeister Salvador Sendra begründete die Massnahme der spanischen Presse gegenüber mit Klagen von anderen Hundebesitzern. Der Park werde sehr viel genutzt, aber die Hunde potentiell gefährlicher Rassen durften dort natürlich nicht frei und ohne Maulkorb herumlaufen.
Jetzt aber sind die Gegner des Verbotes auf den Plan getreten und beklagen die Diskriminierung ihrer Tiere. Sie werden unterstützt, so die spanische Presse, von Vertretern der Tierschutzvereine, die darauf hinweisen, dass die Aggresivität von Hunden nicht in ihrer Rasse begründet liege, sondern vor allem in schlechter Erziehung.
Sendra kritisiert, dass das Verbotsschild herausgerissen worden ist. Er deutet an, dass an die Einrichtung eines oder zweier weiterer Hundeparks gedacht sei, wobei einer davon auch für Hunde potentiell gefährlicher Rassen zugänglich sein könnte. Sendra betonte, dass das Verbot im Hundepark nichts mit dem tödlichen Angriff von 5 Kampfhunden aus Beniarbeig auf einen Mann aus dem Dorf zu tun habe (wir berichteten). Diese Tiere waren nicht als Angehörige potentiell gefährlicher Rassen registriert.

Die Tage der internationalen Privat-Sekundarschule "Lady Elizabeth" in Llíber sind gezählt. Nach dem Aus für das Neubauprojekt in Jávea hat sich der Träger mit der Gemeinde Benitachell geeinigt und baut für 15 Millionen Euro eine neue Sekundarschule (Senior School, Klassen 7 bis Bachillerato) neben die vor zwei Jahren eröffnete Vor- und Grundschule (Junior School) "Lady Elizabeth" auf dem Cumbre del Sol von Poble Nou de Benitatxell. Die neue Sekundarschule, an der in Englisch unterrichtet wird, soll für das Schuljahr 2018/19 ans Netz gehen. Teil des Projektes wird ein Sportzentrum sein, das auch die Einwohner von Benitachell nutzen können, sowie ein Auditorium für 640 Pesonen.
<a href="http://www.costa-info.de/galerie/main.php">Fotoalbum Schulprojekt Lady Elizabeth auf dem Cumbre del Sol von Benitachell</a>


Die von einem verurteilten grossen Drogenhändler enteignete Villa im Ortsteil Campell von Pedreguer wird in Zukunft als Tageszentrum für körperlich und geistig behinderte Menschen aus dem Marina-Alta-Kreis verwendet. Der Staat stellt der Gemeinde das Gebäude für zunächst 15 Jahre für diesen Zweck zur Verfügung, verlängerbar auf maximal 50 Jahre.

Zum 2. Mal nach 2015 wird am Sonntag, 27. August 2017, die 9. Etappe des drittwichtigsten Drei-Wochen-Radrennens der Welt, der "Vuelta Ciclista a España", auf dem Cumbre del Sol von Benitachell ins Ziel gehen. Die 176 Kilometer lange Etappe kommt von Orihuela im Süden der Provinz Alicante und führt entlang der Küste durch Benidorm, Alfaz del Pí, Altea, Calpe, Benissa, Moraira auf den Berg Puig Llorença auf dem Cumbre del Sol von Benitachell, von dort nach Jávea und zurück ins Ziel auf dem Puig Llorença. Ein knallhartes Etappenende, mit dem sich die "ciclistas" den Ruhetag am darauffolgenden Tag hart verdienen müssen. Die Organisatoren der Vuelta kamen jetzt mit den Verantwortlichen der Gemeinde Benitachell zusammen (2. Foto), um die ersten Vorbereitungen für ein ähnlich gelungenes und spektakuläres Etappenfinish vorzubereiten wie im Spätsommer 2015. Damals fuhr der Holländer Tom Dumoulin in die Weltelite und an die Spitze der Vuelta (1. Foto), der Gesamtsieg war ihm ein paar Tage später nur durch ein geniales Zusammenspiel aller gegnerischen Rennställe zu nehmen.
Im vergangenen Jahr führte das Zeitfahren von Jávea nach Calpe durch Benitachell.

Kurz angemerkt
Ein fantastisches Spektakel, das vom 30. August 2015, das ich mir an drei Stellen angesehen habe: zuerst an der Küstenstrasse vor Moraira, als die komplette Meute in wenigen Sekunden vorbeigerauscht war. Dann am Ortseingang von Teulada von Benitachell aus, als das Feld nach einer Runde über den Cumbre das Feld bereits mächtig auseinandergezogen war. Und zuletzt ein paar Kilometer vor dem Ziel, nach einem Kilometer am Fusse des Cumbre, mit Steigungen von bis zu 20 %, als alle ziemlich einzeln kamen, jeder auf dem Zahnfleisch. Das Herz Tausender Radsportfans und solcher, die es (noch) nicht waren, ging an diesem Tag auf.
Carl-Georg Boge


Die für das Kreiskrankenhaus von Dénia zuständige Gesundheitsfirma "Marina Salud" bekam vom Kontrolldienst des Landes-Gesundheitsamtes erneut ein schlechtes Zeugnis ausgestellt, wie die Internet-Zeitung "Marina Plaza" berichtete. In der Notaufnahme seien Wartezeiten von bis zu 24 Stunden festgestellt worden. Auch in Bereichen von Organisation, Rotation der Belegschaft, Einsatz von Personal und Material in der Notaufnahme habe die Inspektion der Firma schlechte Noten erteilt, die offenbar mit zu wenig Personal arbeite. Die Firma habe die Grippewelle für die suboptimalen Werte verantwortlich gemacht und zudem Einspruch gegen den Bericht angekündigt, der laut Gewerkschaften die dritte offizielle Ermahnung für den Kreis-Gesundheitsdienst bedeutet.
Marina Salud hielt dem Kontroll-Bericht entgegen, dass von 57.000 registrierten Notfällen des Jahres 2016 rund 83 % in den vorgesehenen Zeiträumen abgewickelt worden seien, über dem Landes-Durchschnitt von 82 %. Ausserdem weist die Firma auf "zahlreiche Unstimmigkeiten und Irrtümer" in dem Kontrollbericht hin und fordert von den zuständigen Organismen der Comunitat Valenciana grössere Objektivität ein.
Dieweil reissen die Forderungen von Bürgermeistern und Regionalpolitikern nach einer Rückführung des privatisierten öffentlichen Gesundheitsdienstes der Marina Alta in die öffentliche Hand nicht ab.

Einen Schwerverletzten gab es beim Frontalzusammenstoss zweier Fahrzeuge auf der Verbindungsstrasse von Dénia nach Ondara. Der 30-jährige Fahrer eines der Pkw brach sich beide Beine und beide Arme. In dem anderen Auto befand sich ein 60-jähriges Ehepaar, das leicht verletzt wurde. Die Carretera Dénia-Ondara musste für eine ganze Weile gesperrt werden.

Die Provinz Alicante hat die Einrichtung eines Tageszentrums für abhängige Senioren in Ondara angekündigt. Alicante trägt zu zwei Dritteln die Baukosten von knapp einer halben Million Euro. Das Grundstück liegt im Ortsteil Tossals, in der Calle Josep Grimalt Mauro. Das Tageszentrum, das ab dem Frühjahr in rund 14 Monaten errichtet werden soll, kann bis zu 30 betreuungsbedürftige Senioren über Tag aufnehmen.

Einer der vier Männer, die im Jahr 2010 ein Chalet in Pedreguer überfielen, die Anwohner bedrohten, fesselten, knebelten, schlugen und ausraubten, ist jetzt vom Provinzgericht in Alicante zu 16 Jahren Gefängnis und einer Entschädigung von 15.000 Euro verurteilt worden. Die einzige Frau aus dem Quintett war bereits 2014 zu der gleichen Strafe verurteilt worden. Die anderen drei Männer sind flüchtig.





















Von einer erneuten heftigen Offensive mehrerer Banken zum Abstoss von leer stehenden Krisenimmobilien in der Marina Alta hat jetzt die Internet-Zeitung "Marina Plaza" berichtet. Eine Bank habe den Preis von 70 dieser Wohnungen in Innenstädten, vor allem Dénia, Vergel, Pego und Calpe um bis zu 50 % gesenkt, "bis zum 31. März", wohl, um Druck aufzubauen. Auch einige Reihen- und Stadthäuser sind dabei. Den Haken nennt die Zeitung auch: Auf der Liste stehen keine touristischen Vorzeigeobjekte, sondern unbewohnte einfache, aber grosse Stadtwohnungen oftmals älteren Semesters und in oberen Stockwerken von Gebäuden ohne Aufzug gelegen. Auch im Hinterland stehen Immobilien auf der neuen Schnäppchen-Liste, die generell für Angebote in Calpe oder Jávea weniger Nachlässe anbietet als in Dénia und Umgebung.

"Ich verdanke dem jungen Mann mein Leben, der sein Auto anhielt, die Hunde ablenkte und mich in sein Auto holte". So kommentierte der 69-jährige Andrés Ayuso aus Els Poblets-Barranquets den Angriff von drei der fünf Kampfhunde eines holländischen Residenten aus Beniarbeig, die zuvor einen 66-Jährigen in jenem Ort in seinem Orangenhain totgebissen hatten (wir berichteten). Die Tiere waren aus dem Tierheim entkommen, wohin die Polizei sie gebracht hatte, indem sie einen Käfig zerstörten.
Ayuso schilderte, dass die Todeshunde direkt auf ihn zukamen und sich in ihn verbissen, einer in den Arm, zwei in die Beine. Das hätte er nicht mehr lange durchgehalten. "Sie hätten mich umgebracht". Die beiden Männer fuhren zur Guardia Civil nach Vergel, um vor den Hunden zu warnen, und bald waren diese gefangen. Sie wurden am Montag auf Gerichtsanordnung getötet.

Kurz angemerkt:
Die Fragen nach dem Verhalten der Behörden werden nicht weniger. Wie konnten die gefährlichen Kampfhunde, die zu jenem Zeitpunkt bereits unter dem schnell durch Autopsie und Spurenabgleich bestätigten Verdacht standen, den alten Mann in Beniarbeig totgebissen zu haben, aus dem Tierheim entkommen? Warum wurde dann nicht sogleich eine grosse Verfolgungs- und Suchaktion (von Tierheimleuten und Polizei) gestartet, so dass die blutrünstigen Tiere keine zweite Chance auf einen gefährlichen Angriff bekommen hätten? All diese Details sind aufzuklären, vor allem aber, ob die Behörden von dem offenbar verrückten Niederländer in Beniarbeig mit seinen gefährlichen Kampfhunden und den fehlenden Papieren und Versicherungen und vorherigen Zwischenfällen wussten.
Carl-Georg Boge (Hsg. costa-info.de und WOCHENPOST)


Ein 66-Jähriger wurde am Samstag, 19. Februar 2017, in der Hinterland-Gemeinde Beniarbeig von 5 Pitbull-Bullterrier-Mischlingen seines Nachbarn zerfleischt, die zu den acht in Spanien offiziell als gefährlich eingestuften Hunderassen gehören. Der Angriff fand in einem Orangenhain statt und wurde erst Stunden später vom Sohn des Opfer entdeckt, der seinen Vater suchte. Erst am heutigen Dienstag berichteten die spanischen Medien über das tragische Ereignis.
Der Nachbar verfügt nicht über die Lizenz für das Halten gefährlicher Hunde und schon gar nicht über eine Haftpflichtversicherung und könnte sich einer Anklage wegen Totschlags ausgesetzt sehen. Er hatte die Tiere gewaschen, um Spuren zu verwischen. Die Tiere, die in der Nacht zum Montag noch eine weitere Personen im Tierheim bissen, wo sie nach ihrer Beschlagnahmung untergebracht worden waren, und ihren Käfig zerstörten, wurden am heutigen Dienstag auf Gerichtsanordnung getötet. Vor wenigen Monaten hatten sieben Hunde in Pinoso im Süden der Provinz Alicante einen 76-jährigen Mann getötet.
Die spanische Presse berichtete, dass der Policía Local von Beniarbeig vorherige Zwischenfälle mit den Hunden bekannt gewesen seien, allerdings mit weniger schweren Konsequenzen.

Anmerkung der Redaktion:
Eine skandalöse Kombination: keine Lizenz für die Tiere, aber behördlich bekannte Zwischenfälle mit ihnen. Die Forderung einer Ausweitung einer möglichen -und wohl notwendigen- Anklage wegen Totschlags wäre vielleicht ein wenig zu hart und juristisch kaum zu halten. Aber wenn sich diese Kombination als wahr herausstellt, müsste den verantwortlichen Personen in der zuständigen Verwaltung mit der äussersten Härte des Disziplinarrechts nachgegangen werden.
Carl-Georg Boge (21. Februar 2017)


Die Stadt Pedreguer erwirbt für etwas über 200.000 Euro eine Immobilie in der Calle Col.legi, um dort ein Heimatmuseum einzurichten. Das Geld dafür wurde erlöst mit dem Verkauf einer städtischen Parzelle in der Partida Borissa. Das Museumsgebäude bietet auf zwei Etagen fast 800 qm. Es beherbergte Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhnderts das Teatro Serrano, wurde dann industriell genutzt.

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