COSTA INFO - Ein Service der WOCHENPOST
HomeMeldungenTermineDie KüsteWochenpostBranchenbuchLeserforumFotogalerie
(Raum) Els Poblets (Ondara Pego Vergel Marina Alta
90 Freiwillige zahlreicher Vereinigungen aus der Marina Alta holten an einem einzigen Tagen 4,5 Tonnen Müll aus dem Naturpark "Marjal" von Pego und Oliva. Besonders bemerkenswert, so die Veranstalter, die eine starke Zunahme der Verschmutzung des Naturparks konstatierten: 3 tote Schafe, zahlreiche Autoreifen und viele achtlos fortgeworfene Säcke von Material für den im Marjal stattfindenden Reisanbau - in unterschiedlichen Zersetzungsstadien.
Vorher war der Umgang mit dem Müll im Marjal Sache der Parkverwaltung, jetzt obliegt sie den beiden Rathäusern, mit offenbar eher bescheidenen Ergebnissen.

Die Guardia Civil hat die beiden Mitglieder einer spanisch-bulgarischen Mesalliance verhaftet, die für 50 Einbrüche in der Urbanisation "Gata Residencial" und den Verkauf der Beute auf dem Schwarzmarkt verantwortlich ist. Der 25-jährige spanische Einbrecher in nicht bewohnte Häuser und Wohnungen bei Gata de Gorgos wurde in seinem Wohnort Oliva festgenommen. Der 42-j¨ährige Bulgare -ebenfalls aus Oliva- kaufte ihm die Beute en Gros ab und verscherbelte sie auf Floh- und Wochenmärkten. Der Schaden pro heimgesuchtem Haus lag bei rund tausend Euro.
Nach dem Termin beim Richter wurde das Duo wieder auf freien Fuss gesetzt.
Der Einbrecher hatte auch in ländlichen Bereichen von Pedreguer, Orba, Benidoleig und Pego sein Unwesen getrieben, wo ihm weitere 40 Einbrüche zur Last gelegt werden.

Dank eines erneuten Haushalts-Abrechnungsüberschusses vom vergangenen Jahr kann die Gemeinde Ondara in diesem erstmals Geld für die Reduzierung ihrer Schulden bei den Banken abzweigen, deren Gesamthöhe nicht genannt wurde. In den vergangenen Jahren mussten die Überschüsse jeweils für die Rückzahlung eines staatlichen Kredites aus dem Jahr 2012, mit dem die Schulden bei Lieferanten beglichen wurden, verwendet werden. Nach endgültiger Tilgung jener Last bleibt von dem 2016er Überschuss von 1,8 Mi noch eine halbe Million Euro für die Tilgung von Bankschulden übrig.
Die angepeilten Haushaltsansätze von Ondara für die kommenden Jahre liegen zwischen 6,5 und 6,7 Millionen Euro.

Die Rettungsexperten der Feuerwehren on Dénia, Benidorm und Cocentaina mussten in der zweiten April-Woche schon nach Einbruch der Dunkelheit zwei junge Kletterer aus Gandia aus der Sierra de Segària bei Ondara bergen. Diesen war beim Abstieg die Zeit davon gelaufen, und weil sie kein Telefon dabei hatten, gaben sie Lichtzeichen und riefen um Hilfe. Ortspolizisten aus Ondara bekamen dies mit und leiteten die Rettungsaktion ein. Auch vom Montgó bei Dénia berichteten Anwohner am Anfang der Woche, aber mittags, von einer Rettungsaktion, die mit dem Hubschrauber durchgeführt wurde.

Im Alter von 50 Jahren ist der Bürgermeister der 300-Einwohner-Hinterlandgemeinde Tormos, Vicente Javier Ripoll (PP), gestorben. Er wurde auf dem Landgrundstück der Familie gefunden, die nach ihm suchte, weil er nicht zum Essen gekommen war. Die spanische Presse geht von natürlicher Todesursache aus, weil Ripoll unter Herzproblemen litt. Ripoll war 2015 von den Wählern als Gemeindeoberhaupt bestätigt worden.

Am Sonntag, 7. Mai 2017, will der Marina-Alta-Kreis vor dem Sitz der Valencianer Landesregierung Druck machen, damit es mit dem vorzeitigen Rückkauf der Gesundheitskonzession von der Firma "Marina Salud" endlich voran gehe. Die Konzession läuft 2022 aus, aber die Gemeinden und privaten Plattformen wollen verhindern, dass die öffentliche Gesundheit noch so lange in den Händen der von der deutschen DKV geführten Privatfirma bleibt. Die Kommunen stellen kostenlose Busse bereit, damit möglichst viele Bürger der Marina Alta an der Protestveranstaltung am 7.5. um 11 Uhr in der Landeshauptstadt teilnehmen können. Zunächst war die Veranstaltung für den 22. April vorgesehen, aber der liegt inmitten eines verlängerten Wochenendes (Mo., 24.4.: San Vicente Ferrer), was die Beteiligung gemindert hätte.
Drei Wochen vor dem Protesttermin, also Mitte April, wird sich Landes-Ministerpräsident Ximo Puig (PSOE) mit Bürgermeistern der Marina Alta und Vertretern der Plattform treffen und sie über den Fortgang der Verhandlungen Generalitat-DKV informieren.

Die Marina Alta hat im vergangenen Winter mit fast 400 Litern pro Quadratmeter in Pego oder knapp 300 in Jávea rund 25 Mal so viel Regen verzeichnet wie in drei Wintermonaten des Vorjahres. Mehr Niederschläge als vom 20.12.2016 bis 20.3.2017 wurden, so der staatliche Wetterdienst AEMET, in keinem der Jahre mit Aufzeichnungen registriert.

Mit Teresa Signes Diego ist mit 104 Jahren die älteste Anwohnerin von Gata de Gorgos und eine der betagtesten in der Marina Alta Ende März gestorben. Sie hinterlässt zwei Töchter, 5 Enkel und 7 Urenkel. Als junge Frau emigrierte sie mit ihirem Mann Batiste Mulet nach Algerien, wo ihre beiden Töchter zur Welt kamen. Der Stadtchroniker: Am selben Tag, an dem des restaurierte Standbild des "Santíssim Crist" nach Gata de Gorgos zurückkehrte, kam der Mann von Teresa Signes aus dem Krieg nach Hause.





















In zwei Jahren könnte die Rückkehr des Seeadlers in die Naturparks Montgó von Dénia und Jávea (die Steilküste des Cabo San Antonio) und Feuchtgebiet Marjal von Pego-Oliva geschafft sein. Die an dem Langzeitprojekt beteiligten Wissenschaftler, Naturschützer, Politiker und Parkverantwortlichen sind der Meinung, dass ihr vor fünf Jahren begonnenes Projekt in zwei Jahren mit der Rückkehr der vor vier Jahrzehnten in der Region ausgerotteten Spezies gekrönt werden könnte. Jetzt wurde das Wissenschaftler-Team unter Vertrag genommen, das vom Naturpark Doñana aus erstmals geschafft hatte, die Spezies auf die iberische Halbinsel zurückzubringen.
In den 80er Jahren hatten die Seeadler, von denen gelegentlich Exemplare "auf der Durchreise" zu sehen sind, zuletzt in der Marina Alta genistet. Vor drei Jahren scheiterte ein erster Versuch der Wiedereinführung an der San-Antonio-Steilküste, wo ein Steinadler-Paar ein Jahr zubrachte, aber kein Nest baute. Auch bei dem neuen Versuch geht es darum, den als Jungtiere herzubringenden Exemplaren glaubhaft den Eindruck zu vermitteln, sie seien hier geboren. Sonst ist kaum möglich, dass sie an dieser Stelle nisten. Es gibt jedoch noch ein Hindernis auf dem Weg zur Wiedereinführung der Spezies in den Montgó-Park: Iberdrola muss sein durch den Park führendes Stromnetz "mit Hilfe einer kleinen Investition" so anpassen, vor allem die Türme, dass von ihnen keine Lebensgefahr mehr für diese Tiere ausgeht. Es könne sogar gut sein, dass das erste Seeadler-Nest auf einem Iberdrola-Turm entstehen mag. Diesem Foto und dieser Nachricht, so die Verantwortlichen des Seeadler-Projektes, werde sich der Stromriese wohl nicht wegen einer relativ kleinen vorzunehmenden Investition verweigern.

Die Gemeinde Els Poblets hat den Ende vergangenen Jahres eröffneten Hundepark für Tiere "potentiell gefährlicher Rassen" gesperrt. Bürgermeister Salvador Sendra begründete die Massnahme der spanischen Presse gegenüber mit Klagen von anderen Hundebesitzern. Der Park werde sehr viel genutzt, aber die Hunde potentiell gefährlicher Rassen durften dort natürlich nicht frei und ohne Maulkorb herumlaufen.
Jetzt aber sind die Gegner des Verbotes auf den Plan getreten und beklagen die Diskriminierung ihrer Tiere. Sie werden unterstützt, so die spanische Presse, von Vertretern der Tierschutzvereine, die darauf hinweisen, dass die Aggresivität von Hunden nicht in ihrer Rasse begründet liege, sondern vor allem in schlechter Erziehung.
Sendra kritisiert, dass das Verbotsschild herausgerissen worden ist. Er deutet an, dass an die Einrichtung eines oder zweier weiterer Hundeparks gedacht sei, wobei einer davon auch für Hunde potentiell gefährlicher Rassen zugänglich sein könnte. Sendra betonte, dass das Verbot im Hundepark nichts mit dem tödlichen Angriff von 5 Kampfhunden aus Beniarbeig auf einen Mann aus dem Dorf zu tun habe (wir berichteten). Diese Tiere waren nicht als Angehörige potentiell gefährlicher Rassen registriert.

Die Tage der internationalen Privat-Sekundarschule "Lady Elizabeth" in Llíber sind gezählt. Nach dem Aus für das Neubauprojekt in Jávea hat sich der Träger mit der Gemeinde Benitachell geeinigt und baut für 15 Millionen Euro eine neue Sekundarschule (Senior School, Klassen 7 bis Bachillerato) neben die vor zwei Jahren eröffnete Vor- und Grundschule (Junior School) "Lady Elizabeth" auf dem Cumbre del Sol von Poble Nou de Benitatxell. Die neue Sekundarschule, an der in Englisch unterrichtet wird, soll für das Schuljahr 2018/19 ans Netz gehen. Teil des Projektes wird ein Sportzentrum sein, das auch die Einwohner von Benitachell nutzen können, sowie ein Auditorium für 640 Pesonen.
<a href="http://www.costa-info.de/galerie/main.php">Fotoalbum Schulprojekt Lady Elizabeth auf dem Cumbre del Sol von Benitachell</a>


Die von einem verurteilten grossen Drogenhändler enteignete Villa im Ortsteil Campell von Pedreguer wird in Zukunft als Tageszentrum für körperlich und geistig behinderte Menschen aus dem Marina-Alta-Kreis verwendet. Der Staat stellt der Gemeinde das Gebäude für zunächst 15 Jahre für diesen Zweck zur Verfügung, verlängerbar auf maximal 50 Jahre.

Zum 2. Mal nach 2015 wird am Sonntag, 27. August 2017, die 9. Etappe des drittwichtigsten Drei-Wochen-Radrennens der Welt, der "Vuelta Ciclista a España", auf dem Cumbre del Sol von Benitachell ins Ziel gehen. Die 176 Kilometer lange Etappe kommt von Orihuela im Süden der Provinz Alicante und führt entlang der Küste durch Benidorm, Alfaz del Pí, Altea, Calpe, Benissa, Moraira auf den Berg Puig Llorença auf dem Cumbre del Sol von Benitachell, von dort nach Jávea und zurück ins Ziel auf dem Puig Llorença. Ein knallhartes Etappenende, mit dem sich die "ciclistas" den Ruhetag am darauffolgenden Tag hart verdienen müssen. Die Organisatoren der Vuelta kamen jetzt mit den Verantwortlichen der Gemeinde Benitachell zusammen (2. Foto), um die ersten Vorbereitungen für ein ähnlich gelungenes und spektakuläres Etappenfinish vorzubereiten wie im Spätsommer 2015. Damals fuhr der Holländer Tom Dumoulin in die Weltelite und an die Spitze der Vuelta (1. Foto), der Gesamtsieg war ihm ein paar Tage später nur durch ein geniales Zusammenspiel aller gegnerischen Rennställe zu nehmen.
Im vergangenen Jahr führte das Zeitfahren von Jávea nach Calpe durch Benitachell.

Kurz angemerkt
Ein fantastisches Spektakel, das vom 30. August 2015, das ich mir an drei Stellen angesehen habe: zuerst an der Küstenstrasse vor Moraira, als die komplette Meute in wenigen Sekunden vorbeigerauscht war. Dann am Ortseingang von Teulada von Benitachell aus, als das Feld nach einer Runde über den Cumbre das Feld bereits mächtig auseinandergezogen war. Und zuletzt ein paar Kilometer vor dem Ziel, nach einem Kilometer am Fusse des Cumbre, mit Steigungen von bis zu 20 %, als alle ziemlich einzeln kamen, jeder auf dem Zahnfleisch. Das Herz Tausender Radsportfans und solcher, die es (noch) nicht waren, ging an diesem Tag auf.
Carl-Georg Boge


Die für das Kreiskrankenhaus von Dénia zuständige Gesundheitsfirma "Marina Salud" bekam vom Kontrolldienst des Landes-Gesundheitsamtes erneut ein schlechtes Zeugnis ausgestellt, wie die Internet-Zeitung "Marina Plaza" berichtete. In der Notaufnahme seien Wartezeiten von bis zu 24 Stunden festgestellt worden. Auch in Bereichen von Organisation, Rotation der Belegschaft, Einsatz von Personal und Material in der Notaufnahme habe die Inspektion der Firma schlechte Noten erteilt, die offenbar mit zu wenig Personal arbeite. Die Firma habe die Grippewelle für die suboptimalen Werte verantwortlich gemacht und zudem Einspruch gegen den Bericht angekündigt, der laut Gewerkschaften die dritte offizielle Ermahnung für den Kreis-Gesundheitsdienst bedeutet.
Marina Salud hielt dem Kontroll-Bericht entgegen, dass von 57.000 registrierten Notfällen des Jahres 2016 rund 83 % in den vorgesehenen Zeiträumen abgewickelt worden seien, über dem Landes-Durchschnitt von 82 %. Ausserdem weist die Firma auf "zahlreiche Unstimmigkeiten und Irrtümer" in dem Kontrollbericht hin und fordert von den zuständigen Organismen der Comunitat Valenciana grössere Objektivität ein.
Dieweil reissen die Forderungen von Bürgermeistern und Regionalpolitikern nach einer Rückführung des privatisierten öffentlichen Gesundheitsdienstes der Marina Alta in die öffentliche Hand nicht ab.

Einen Schwerverletzten gab es beim Frontalzusammenstoss zweier Fahrzeuge auf der Verbindungsstrasse von Dénia nach Ondara. Der 30-jährige Fahrer eines der Pkw brach sich beide Beine und beide Arme. In dem anderen Auto befand sich ein 60-jähriges Ehepaar, das leicht verletzt wurde. Die Carretera Dénia-Ondara musste für eine ganze Weile gesperrt werden.

Die Provinz Alicante hat die Einrichtung eines Tageszentrums für abhängige Senioren in Ondara angekündigt. Alicante trägt zu zwei Dritteln die Baukosten von knapp einer halben Million Euro. Das Grundstück liegt im Ortsteil Tossals, in der Calle Josep Grimalt Mauro. Das Tageszentrum, das ab dem Frühjahr in rund 14 Monaten errichtet werden soll, kann bis zu 30 betreuungsbedürftige Senioren über Tag aufnehmen.

Einer der vier Männer, die im Jahr 2010 ein Chalet in Pedreguer überfielen, die Anwohner bedrohten, fesselten, knebelten, schlugen und ausraubten, ist jetzt vom Provinzgericht in Alicante zu 16 Jahren Gefängnis und einer Entschädigung von 15.000 Euro verurteilt worden. Die einzige Frau aus dem Quintett war bereits 2014 zu der gleichen Strafe verurteilt worden. Die anderen drei Männer sind flüchtig.





















Von einer erneuten heftigen Offensive mehrerer Banken zum Abstoss von leer stehenden Krisenimmobilien in der Marina Alta hat jetzt die Internet-Zeitung "Marina Plaza" berichtet. Eine Bank habe den Preis von 70 dieser Wohnungen in Innenstädten, vor allem Dénia, Vergel, Pego und Calpe um bis zu 50 % gesenkt, "bis zum 31. März", wohl, um Druck aufzubauen. Auch einige Reihen- und Stadthäuser sind dabei. Den Haken nennt die Zeitung auch: Auf der Liste stehen keine touristischen Vorzeigeobjekte, sondern unbewohnte einfache, aber grosse Stadtwohnungen oftmals älteren Semesters und in oberen Stockwerken von Gebäuden ohne Aufzug gelegen. Auch im Hinterland stehen Immobilien auf der neuen Schnäppchen-Liste, die generell für Angebote in Calpe oder Jávea weniger Nachlässe anbietet als in Dénia und Umgebung.

"Ich verdanke dem jungen Mann mein Leben, der sein Auto anhielt, die Hunde ablenkte und mich in sein Auto holte". So kommentierte der 69-jährige Andrés Ayuso aus Els Poblets-Barranquets den Angriff von drei der fünf Kampfhunde eines holländischen Residenten aus Beniarbeig, die zuvor einen 66-Jährigen in jenem Ort in seinem Orangenhain totgebissen hatten (wir berichteten). Die Tiere waren aus dem Tierheim entkommen, wohin die Polizei sie gebracht hatte, indem sie einen Käfig zerstörten.
Ayuso schilderte, dass die Todeshunde direkt auf ihn zukamen und sich in ihn verbissen, einer in den Arm, zwei in die Beine. Das hätte er nicht mehr lange durchgehalten. "Sie hätten mich umgebracht". Die beiden Männer fuhren zur Guardia Civil nach Vergel, um vor den Hunden zu warnen, und bald waren diese gefangen. Sie wurden am Montag auf Gerichtsanordnung getötet.

Kurz angemerkt:
Die Fragen nach dem Verhalten der Behörden werden nicht weniger. Wie konnten die gefährlichen Kampfhunde, die zu jenem Zeitpunkt bereits unter dem schnell durch Autopsie und Spurenabgleich bestätigten Verdacht standen, den alten Mann in Beniarbeig totgebissen zu haben, aus dem Tierheim entkommen? Warum wurde dann nicht sogleich eine grosse Verfolgungs- und Suchaktion (von Tierheimleuten und Polizei) gestartet, so dass die blutrünstigen Tiere keine zweite Chance auf einen gefährlichen Angriff bekommen hätten? All diese Details sind aufzuklären, vor allem aber, ob die Behörden von dem offenbar verrückten Niederländer in Beniarbeig mit seinen gefährlichen Kampfhunden und den fehlenden Papieren und Versicherungen und vorherigen Zwischenfällen wussten.
Carl-Georg Boge (Hsg. costa-info.de und WOCHENPOST)


Ein 66-Jähriger wurde am Samstag, 19. Februar 2017, in der Hinterland-Gemeinde Beniarbeig von 5 Pitbull-Bullterrier-Mischlingen seines Nachbarn zerfleischt, die zu den acht in Spanien offiziell als gefährlich eingestuften Hunderassen gehören. Der Angriff fand in einem Orangenhain statt und wurde erst Stunden später vom Sohn des Opfer entdeckt, der seinen Vater suchte. Erst am heutigen Dienstag berichteten die spanischen Medien über das tragische Ereignis.
Der Nachbar verfügt nicht über die Lizenz für das Halten gefährlicher Hunde und schon gar nicht über eine Haftpflichtversicherung und könnte sich einer Anklage wegen Totschlags ausgesetzt sehen. Er hatte die Tiere gewaschen, um Spuren zu verwischen. Die Tiere, die in der Nacht zum Montag noch eine weitere Personen im Tierheim bissen, wo sie nach ihrer Beschlagnahmung untergebracht worden waren, und ihren Käfig zerstörten, wurden am heutigen Dienstag auf Gerichtsanordnung getötet. Vor wenigen Monaten hatten sieben Hunde in Pinoso im Süden der Provinz Alicante einen 76-jährigen Mann getötet.
Die spanische Presse berichtete, dass der Policía Local von Beniarbeig vorherige Zwischenfälle mit den Hunden bekannt gewesen seien, allerdings mit weniger schweren Konsequenzen.

Anmerkung der Redaktion:
Eine skandalöse Kombination: keine Lizenz für die Tiere, aber behördlich bekannte Zwischenfälle mit ihnen. Die Forderung einer Ausweitung einer möglichen -und wohl notwendigen- Anklage wegen Totschlags wäre vielleicht ein wenig zu hart und juristisch kaum zu halten. Aber wenn sich diese Kombination als wahr herausstellt, müsste den verantwortlichen Personen in der zuständigen Verwaltung mit der äussersten Härte des Disziplinarrechts nachgegangen werden.
Carl-Georg Boge (21. Februar 2017)


Die Stadt Pedreguer erwirbt für etwas über 200.000 Euro eine Immobilie in der Calle Col.legi, um dort ein Heimatmuseum einzurichten. Das Geld dafür wurde erlöst mit dem Verkauf einer städtischen Parzelle in der Partida Borissa. Das Museumsgebäude bietet auf zwei Etagen fast 800 qm. Es beherbergte Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhnderts das Teatro Serrano, wurde dann industriell genutzt.

Mit einem Schädelbruch ins Krankenhaus eingeliefert wurde am Dienstag, 14. Februar 2017, ein 48-jähriger französischer Radfahrer, der gegen 13 Uhr -offenbar ohne Fremdeinwirkung- an einer Bodenschwelle in der Calle Artemis von Denia gestürzt war.
Mit leichteren Verletzungen kam ein 24-jähriger britischer Radfahrer, der wenige Stunden später auf der Carretera de les Planes nach Javea herunter fuhr und gegen einen Beton-Lkw stiess. Trotz der nur leichten Verletzungen erlitt er einen Schock und blieb über Nacht im Krankenhaus.

Bis vor zwei Wochen war der französische Handelsriese "Carrefour" in der Marina Alta lediglich mit einem kleinen Geschäft zwischen Teulada und Moraira vertreten. Jetzt kündigte Carrefour nach der Eröffnung eines Hipermercados an der Stelle des Eroski in der Nähe der Ausfallstrasse Richtung Ondara Ende Januar die Übernahme des Eroski im Geschäftszentrum Portal de la Marina von Ondara an. Dort soll der neue Carrefour am 23. Februar 2017 auf 7.000 Quadratmetern seine Pforten öffnen. Alle 57 Angestellten sollen übernommen und dazu 47 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Auch die Billig-Tankstelle im Portal de la Marina wird von Carrefour übernommen.

Mit Gittern hat jetzt die Gemeinde Ondara sein altes Waschhaus (von 1950) vor dem Zugriff von Vandalen geschützt, die sich zuletzt immer öfter mit Wandschmierereien und Zerstörungen bemerkbar gemacht hatte. Ausserdem wurden Reparaturarbeiten durchgeführt und das Waschhaus neu gestrichen.

Im März soll in Alicante endlich der Prozess im Dénianer Eifersuchts-Auftragsmordfall Franco von 2010 stattfinden, bei dem für die verdächtigte Schweizer Auftraggeberin 28 1/2 Jahre Haft gefordert werden. Die junge Kolumbianerin Sandra Franco starb nach den Ermittlungen der Polizei im April 2010 in ihrer Wohnung in der Dénianer Strasse Médico Vallalta durch die Kugeln des polnischen Auftragsmörders J. K., weil die Schweizerin Silvia C. aus Jávea für insgesamt 35.000 Euro an J.K. und zwei polnische Mittelsmänner die Geliebte ihres deutschen Ehemannes N.C. aus dem Weg räumen liess. Der Fall schlug damals auch in deutschen Medien hohe Wellen, weil es sich bei dem Deutschen um einen in Jávea sehr bekannten Geschäftsmann handelte.
Der Prozessbeginn verschob sich, weil einer der drei Verdächtigen wegen anderer Verbrechen in Polen vor Gericht stand. Jetzt aber stehe seine Auslieferung bevor und dem Schöffenprozessbeginn in Alicante nichts mehr im Wege, so die spanische Presse. Für das polnische Trio fordert die Staatsanwaltschaft 23 Jahre und für den deutschen Ehemann der Auftraggeberin 20 Monate Gefängnis wegen unerlaubten Waffenbesitzes.

Eine 22.000 Jahre alte Gravur mit einem Pferdemotiv haben jetzt Archäologen in der Cova del Comte von Pedreguer entdeckt. Sie ähnelt der vor mehr als zwei Jahren entdeckten Höhlenmalerei am gleichen Ort und bedeutet nach Angaben der Forscher einen ganz aussergewöhnlichen, weil schwierig zu machenden, Fund, öffne "das Tor für weitere für die historische Bestimmung wichtige Entdeckungen. Zahlreiche weitere Objekte aus der Steinzeit sind schon bei den bisher vier Ausgrabungen ans Tageslicht gekommen. Die Altersbestimmungen fanden in einem Speziallabor in Miami unter der Anwendung der "Kohlenstoff-14"-Technologie" statt.





















Die Gemeinde Pedreguer kann zumindest für weitere 15 Jahre bis maximal 50 Jahre über das gerichtlich enteignete Chalet des 2006 verhafteten und dann verurteilten Drogenhändlers "Franky" für soziale Zwecke verfügen. Die entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Bürgermeister Sergi Ferrús und eine Vertreterin des zuständigen Ministeriums. Seit 2008 stellt das Rathaus die Mansion behinderten Menschen und ihren Vereinigungen zur Verfügung.

Als "obsolet" hat das Land Valencia gegenüber dem spanischen Bundesverkehrsministerium die Nationalstrasse N-332 in den Landkreisen Marina Alta und Baixa bezeichnet. Sie weise ein tägliches Fahrzeugaufkommen von 15.000 auf, jedes Jahr passieren in der Marina Alta vier schwere Unfälle, es gibt mehrere Stellen, die offiziell als "besonders unfallträchtig" gekennzeichnet sind. In einem Bericht des Europäischen Automobilvereins EuroRAP wurde noch vor Kurzem auf die Gefährlichkeit der N-332 in "unserem" Teilstück hingewiesen, vor allem zwischen Calpe und Gata de Gorgos.
Die Generalitat Valenciana fordert, die Privatkonzession für die Autobahn AP-7 nicht über 2019 zu verlängern und diese somit als Ausweichstrasse freizugeben. Ausserdem drängt Valencia in Madrid darauf, dass das "Ministerio de Fomento" seinen Widerstand wegen "mangelnder Rentabilität" gegen den Küstenzug aufgebe.

Mit einer Mehrheit von 9 Stimmen (1.290 zu 1.281) hat in einer Volksabstimmung Pedreguer die Stiertreiben-Varianten "bou embolat" (mit Feuer auf den Hörnern) und "encaixonat" (aus einer dunklen Kiste heraus) abgeschafft werden. Das Stier- und Kuhtreiben an sich stand nicht zur Debatte. Das Ayuntamiento hatte den Abstimmungsprozess organisiert, an dem alle in Pedreguer gemeldeten Anwohner ab 16 Jahren teilnehmen durften, sowohl via Internet als auch mit "analoger" Stimmabgabe.

Die Polizei hat an der Autobahnabfahrt von Ondara einen niederländischen Drogenhändler fest, der 26 Kilo Marihuana im Auto versteckt hatte.
Drei bereits im November mit kompromittierendem Material in der Nähe eines Einbruchsortes verhaftete junge Männer aus Oliva wurden nun erneut dem Haftrichter vorgeführt: Dem Trio werden fast 30 Einrüche in Urbanisationen und Landhäuser im Raum Pedreguer, Benidoleig und Orba zur Last gelegt.

Neue Spuren von Kannibalismus vor rund 10.000 Jahren in unserer Region haben jetzt Forscher der Universitat de Valencia an menschlichen Überresten in den "Santa-María"-Höhlen des Hinterlandortes Castell de Castells entdeckt. Die Anwesenheit von mindestens zwei Erwachsenen und einem Kind von 2 Jahren wurde nachgewiesen. Die Forschungsergebnisse wurden in der akademischen Zeitschrift "Journal of Anthropological Archeology" veröffentlicht. Ähnliche Entdeckungen waren vor Kurzem auch in der "Cova del Comte" von Pedreguer gemacht worden. Deren erste menschliche Nutzung fand vor 25.000 Jahren statt.
Bei dem Kannibalismus könne es sich um eine punktuelle "Notlösung" aus Nahrungsmangel gehandelt haben, aber auch um sozial etabliertes Verhalten oder Riten sowie Gewalt zwischen Gruppen.

2.000 Kubikmeter Schilf und anderer vom Unwetter vor drei Wochen verunzieren nach wie vor den Almadrava-Strand von Els Poblets und Dénia. Die Stadt Dénia wartet, so die spanische Presse, auf die Genehmigung der regionalen Küstenverwaltung, um die vom Girona-Fluss angeschwemmten Schilf-Reste zu entfernen.

"Es ist nur deshalb nichts Schlimmes passiert, weil der Fluss Girona nicht wollte". So bewertete die Bürgerinitiative "Riu Girona", die sich nach den desaströsen Überschwemmungen entlang dieses Flusses vor zehn Jahren gebildet hatte, den glimplichen Ausgang der Regenfälle vor Weihnachten. An irgendwelchen wichtigen getroffenen und seit Jahren von der Plataforma geforderten Präventionsmassnahmen habe es jedenfalls nicht gelegen, dass es diesmal nicht zu wesentlichen Überschwemmungen gekommen sei. Sondern lediglich daran, dass der Regen nicht auf einen Schlag gefallen sei und ausserdem rechtzeitig aufgehört habe. Die Vorbeugepläne schlafen, so die Bürgerinitiative, den Schlaf des Gerechten in den Büros des Wasserwirtschaftsamtes CHJ. Und die Versiegelung der Böden gehe fröhlich weiter.

Eine Serie von Einbrüchen in ein Haus in der Hinterlandgemeinde Sanet y Negrals und einen Geräteschuppen im benachbarten Beniarbeig hat jetzt die Polizei aufgeklärt. Festgenommen wurden ein 34-jähriger Mann aus Beniarbeig als Verantwortlicher für ein Dutzend ähnlicher Einbrüche in dieselben Ziele. Kurz darauf erhielt der Besitzer eines Schrottplates in Palma de Gandía Besuch von der Guardia Civil, als Hehler, der sich bereits einen Ruf erworben hatte, Werkzeug, Schrott und Eisenwaren zweifelhafter Herkunft aufzukaufen. Dem Seriendieb aus Beniarbeig hatte der Hehler aus Gandía 15.000 Euro bezahlt und dafür Rechnungen auf Schrott ausgestellt, weit unterhalb dem tatsächlichen Wert der Werkzeuge.

Der erste Waldbrand des neuen Jahres wurde am Mittag des Montag, 2. Januar 2017, gegen 15 Uhr von der Urbanisation Montesano beim Hinterlandörtchen Sanet y Negrals gemeldet. Feuerwehrleute zu Lande und aus der Luft hatten das Feuer schnell unter Kontrolle, niemand musste evakuiert werden. 12.000 qm Gelände verbrannten.

Die Guardia Civil von Vergel hat in Pedreguer eine Bande von 5 Drogenhändlern ausgehoben und dabei 30 Kilo Marihuana und knapp 700 Gramm ziemlich reine Kokain sichergestellt. 5 Häuser und Wohnungen wurden durchsucht, dabei neben den Drogen auch Waffen sichergestellt. Die Dealer operierten in Dénia und Hinterlandgemeinden wie Sagra. Zwei der 5 Verhafteten kamen ins Gefängnis.





















Auf mehr als 300 Metern erneuert die Trinkwasserfirma Aqualia im Ortsteil Sorts de Mar von Els Poblets die Wasserleitungen. Dabei handelt es sich Arbeiten in den Strassen 2, 20, 21 und 22, Camí Marjaletes, Camí Real de Gandía, Partida Revoltes, in Miraflor, bei der Brücke der Landstrasse CV730 und der Kläranlage. Diese Arbeiten sind Teil eines nach Auskunft der Firma rund sechs Millionen Euro umfassenden Investitionsplanes im Gemeindegebiet von Els Poblets.

Mit einer Serie von Informationsvorträgen, die jetzt in Parcent begann, will das Müllkonsortium "Marina Residus" (MARE) die Bürger der Landkreise Marinas Alta und Baixa (rund 430.000) vom Nutzen der Mülltrennung überzeugen. Neue Abfalltarife sollen künftig einen hohen Recyclinganteil belohnen.

Im klassischen Nebensaison-Monat ist im Marina-Alta-Kreis die Arbeitslosigkeit wieder über die Marke von 13.000 geklettert. Seit dem Sommer sind im Saldo über 1.700 Arbeitsplätze verloren gegangen. Der grösste Anstieg entfiel im November mit 120 auf Calpe auf fast 1.650. Dénia: plus 100 auf 4.200; Jávea: plus 80 auf 1.800; Teulada-Moraira: +40 auf 600; Benissa: + 50 auf 800. Die Hinterlandgemeinden Pego, Ondara, Pedreguer und Gata verzeichneten dagegen leichte Rückgänge bei der Arbeitslosigkeit. Bauwesen und Industrie meldeten leichtes Minus beim paro, der ausschliesslich im Dienstleistungsbereich zunahm.
Allerdings stand die Arbeitslosigkeit vor einem Jahr noch bei 14.400.

Die Flüsse Girona und Gorgos im Norden der Marina Alta waren kurz davor, über die Ufer zu treten, mehrere Häuser mussten in der Nähe der Girona-Mündung evakuiert werden. Trotzdem war am Montag Nachmittag, 19. Dezember 2016, der Höhepunkt der mehrtägigen Gota Fría überstanden. Für den heutigen Dienstag, 20. Dezember 2016, wurde die Rückkehr der Schulkinder der Region in die Schulen angekündigt und die Herabstufung des Alarmniveaus von rot auf orange. Bis zum Montag waren an den meisten Orten der Region bis zu 100 Liter Niederschlags pro Quadratmeter gemessen.
Die Autobahn AP-7 musste beim Tunnel vor Gandía vorübergehend gesperrt werden, weil ein riesiger Gesteinsbrocken auf die Fahrbahn gefallen war. Die Städte Dénia und Jávea hatten Teile ihrer Strände mit grossen Sandaufschüttungen vor dem Weggeschwemmtwerden zu schonen versucht. Polizei und Zivilschützer hatten allerorten zahlreiche kleine Probleme zu lösen (Benitachell stellte Fotos für ein Fotoalbum zur Verfügung), insgesamt hatten jedoch die eindringlichen Warnungen und Absagen von Veranstaltungen dazu beigetragen, mehr und grössere Schäden zu vermeiden.

In Ondara ist die renommierte Regional-Köchin Pepa Romans im Alter von 72 Jahren gestorben. Vor 30 Jahren eröffnete sie in ihrer Geburtsstadt Ondara das Restaurant "Casa Pepa", dem 2000 ein Michelin-Stern zuerkannt wurde. Die Zutaten stammten aus dem Garten des Restaurants, einem alten Landhaus im Ortsteil Pamis. Pepa Romans gilt als eines der Aushängeschilder der Regionalküche der Marina Alta, der sie mit kreativen Wendungen zu überregionaler Berühmtheit verholfen habe. Ihren letzten öffentlichen Auftritt hatte Romans vor wenigen Wochen bei der Gastronomie- und Gewerbemesse von Ondara, bei der ihrem Lebenwerk eine eigene Ehrung zuteil wurde. Seit einigen Jahren zeichnen ihre Kinder Sole und Tona Ballester für die Küche des Restaurants "Pepa Romans" verantwortlich.

Aus der Kette der Marriott-Hotels klinkt sich zum neuen Jahr das Fünf-Sterne-Hotel "La Sella Golf Resort" zwischen Dénia und Pedreguer aus. Damit geht eine 13-jährige Zusammenarbeit zuende. Zuletzt haben sich die Besucherzahlen auf knapp 50 % verbessert und die Fakturierung auf mehr als sechs Millionen Euro im Jahr 2015, mit weiteren Steigerungen um 6 % für das laufende Jahr. Zuletzt habe man einen Teil der Schulden beim Finanzamt zurückzahlen können. Das Alltagsgeschäft, Personal und Lieferanten oder Gäste werden durch die Trennung von der Marke Marriott nicht berührt, Verträge bestehen nicht mehr mit Marriott, sondern mit der Hotel-Eignerin Bañó.
Sie verwies auf die Wachstumsraten des Hotels hin, die auch die Zufriedenheit der Gäste beinhalten.

Zwei Insassen eines Wagens wurden am Dienstag, 6. Dezember 2016, gegen 11 Uhr, bei einem Verkehrsunfall auf der Nationalstrasse N-332 bei Ondara verletzt, als ihr Pkw gegen eine Leitplanke stiess. Die beiden 52-Jährigen wurden vom Notdienst ins Krankenhaus nach Dénia gebracht.

Auf der Durchgangsstrasse N-332 von Gata de Gorgos ist am Montag, 5. Dezember 2016, gegen 11 Uhr eine 86-Jährige von einem Lkw überfahren und getötet worden. Das Fahrzeug musste angehoben werden, um die bereits verstorbene Frau unter den Rädern hervorzubekommen. Der Lkw-Fahrer musste mit einer Nervenattacke ins Gesundheitszentrum gebracht werden.

Gata de Gorgos Bürgermeisterin Magda Mengual (Compromís) regiert zwar seit dem Zerwürfnis mit den Sozialisten aus der Minderheit heraus, gegen die Mehrheit von PP und PSOE. Aber dem Antrag auf eine formelle Rüge des Stadtoberhauptes wegen Nichterfüllung der von PSOE und PP getroffenen Stadtratsbeschlüsse reichte es Ende November denn doch nicht. Die beiden PSOE-Abgeordneten stimmten schliesslich doch nicht mit der PP, und so konnte Mengual noch einmal den Kopf aus der Schlinge ziehen. Am Ende der Debatte forderte de PP von Gata de Gorgos, die politische Spannung herunterzufahren.

Von einer Zunahme der Infektionen mit dem AIDS-Virus in nur zwei Jahren (2012-14) von 2 auf fast 10 Fälle auf je 100.000 Einwohner in Spanien haben die Gesundheitsbehörden hingewiesen. Auch der Marina-Alta-Kreis habe eine hohe Steigerung erlebt, so die Chefin der Inneren Abteilung des Kreis-Gesundheitsamtes in Dénia, Dra. Patricio Martín. Sie gibt dafür einer gewissen Nachlässigkeit in der Prophylaxe die Schuld, die sich nach dem Bekanntwerden der grossen Effizienz in den neuen Behandlungsformen eingestellt habe.
Dra. Martín konstatierte laut spanischer Presse das Ende des bisherigen Konzepts von Risikogruppen, nämlich Homo- und Bisexueller, weil ein erhöhtes Infektionsrisiko sich mittlerweile auf Menschen ohne festen Partner und mit einem aktiven Sexualleben ausgedehnt habe. Wer sich nicht dem Risiko einer lebenslangen Behandlung aussetzen möchte, tue gut daran, sich auf geschützten Verkehr rückzubesinnen. Heterosexuelle Ansteckung gehöre zum Alltag, wer auch nur den Hauch eines Möglichkeit spüre, sich angesteckt zu haben, solle den einfachen Test machen. Dra. Martin erinnerte daran, dass mit der einfachen Blutuntersuchung zur Feststellung von HIV-Antikörpern auch Hepatitis B oder C nachgewiesen werde.





















Im Alter von 63 Jahren ist in Pedreguer der ehemalige sozialistische Bürgermeister Vicent Costa nach mehrmonatiger schwerer Krankheit gestorben. Er stand der Gemeinde von 2003 bis 2007 vor und blieb nach verlorener Wahl noch bis 2007 in der Opposition im Stadtrat, der von PP-Bürgermeister Andrés Ferrer geführt wurde, in dem jedoch linke und valencianistische Parteien die Mehrheit hatten. So lehnte Pedreguer offiziell die spanische konstituionelle Monarchie ab, weil sie "direkte Erbin der Franco-Diktatur" sei. Deshalb forderte Pedreguer ein Referendum für eine Veränderung der Staatsform zugunsten der dritten Republik.

5.000 Schüler in den Landkreisen Marina Alta und Baixa werden ein Mal pro Monat in ihren Kantinen mit einem ökologischen Menü versorgt. Das wird von der Catering-Firma "Mendoza" angeboten. Ausserdem werden die Schüler an verschiedenen Terminen über gesunde und ökologische Ernährung mit heimatlichen Produkten informiert. Den Auftakt dazu machte die Grundschule von Benidoleig.

Dem erst vor sieben Monaten als Nachfolger der privaten Tierschutzinitiative in Monte Pego gegründeten Tierschutzverein APROP von Pego steht das Wasser bis zum Hals. Geringen Einnahmen stehen monatliche Ausgaben bis zu 2.000 Euro gegenüber. Ausserdem müsste die Zahl der freiwilligen Helfer innerhalb kurzer Zeit auf 40 verdoppelt werden. Helfer sind schwieriger zu finden als Unterschriften: Die Petition an das Rathaus für ein neues Gründstück fand 4.000 Unterzeichner. Der Mietvertrag über das von APROP genutzte Grundstück wird wahrscheinlich nicht verlängert, und die Stadt darf nach Anweisungen aus Alicante ("razones sanitarias") das ins Auge gefasste Grundstück des aus Kostengründen aufgeschobenen Ecoparque nicht zur Verfügung stellen.
APROP startete mit 20 Hunden und 15 Katzen, erreichte die Adoption von 30 Hunden und 20 Katzen der insgesamt 60 und 40 Tiere, die sie in den bisher sieben Monaten zu betreuen hatten. Aber selbst mit den erreichten Spenden und Futterspenden reicht es hinten und vorne nicht.

In der Gemeinde Pedreguer, die häufig als "Kathedrale" der Stiertreiben in den Strassen bezeichnet wird, sollen die Bürger über die Abschaffung der Modalitäten "bou embolat" (mit Feuer auf den Hörnern) und der Verwendung "jungfräulicher" Stiere (solcher also, die noch keinerlei Erfahrung mit Fiesta-Veranstaltungen haben und aus einer dunklen Kiste in das Spektakel entlassen werden) abstimmen. Die von der valencianistischen Partei "Compromís" gestellte Ortsregierung hat das Referendum für den Monat Dezember anberaumt. Die konservative Oppositionspartei PP stellte sogleich klar, dass die Anberaumung der Bürgerabstimmung keinem von aussen gestellten Antrag entspreche, sondern einzig und allein der Vorgabe der Bürgermeisterpartei. "Bou embolat" und "toro cerril" stellen nach Meinung der Partido Popular "Teil der Volks- und Fiesta-Kultur von Pedreguer" dar. Dann solle, so fordert kurioserweise die PP, das Rathaus doch ein Referendum mit aller Konsequenz anleiern und die Bürger fragen, ob sie die "bous al carrer" komplett abschaffen wollen.
In anderen Gemeinden der Marina Alta wie Ondara, Jávea und Benitachell wurden diese beiden Spielarten des Stiertreibens als Ausdruck von Tierquälerei direkt von den Rathäusern verboten.
Die Fiestas Sant Bonaventura von Pedreguer gelten als die am meisten von Stiertreiben gekennzeichneten im Land Valencia. In diesem Jahr gab es 18 Stiere (drei davon "wilde" aus der Kiste) im vergangenen 20. In den beiden vergangenen Jahren liessen bei den "bous al carrer" von Pedreguer zwei Menschen ihr Leben.

Die Policía Nacional hat in Pego einen 74-jährigen britischen Lehrer verhaftet, der in den 80er Jahren in Mainhead zwei Schülerinnen von 13 und 16 Jahren missbraucht hatte. Gegen ihn lag ein europäischer Haftbefehl vor, und ihm droht eine Strafe von bis zu 40 Jahren. Vor Kurzem hatte die Polizei den Hinweis erhalten, dass der Gesuchte in Pego leben könnte und startete die Nachforschungen. In den letzten Monaten hat die Policía Judicial der Provinz Alicante vier Kinderschänder festgenommen, die mit internationalen Haftbefehlen gesucht worden waren.

Die Anwohner von Pedreguer haben im Rahmen des mitbestimmten Investitionshaushaltes sich für die Überdachung der Plaça de l'Amistat und fúr die Einrichtung eines Jogging- und Spazier-Weges parallel zur Autobahn AP-7 entschieden. Zum 5. Mal konnten die Bürger von Pedreguer über die Verwendung von mehreren Hunderttausend Euro entscheiden. Ausserdem votierten die Menschen für die Wiederaufforstung der Berge.

Die Hinterlandgemeinde Benigembla (500 Einwohner) stellt bis zum nächsten Regen nachts die Trinkwasserversorgung ein (21.30 bis 8 Uhr), weil der Corralets-Brunnen in Benissa, aus dem sie ihr Wasser bezieht, auf ein "alarmierend niedriges Niveau" gesunken ist. Bürgermeister Rogelio Taverner (PSOE) forderte die Anwohner zu "verantwortungsvollem Wasserverbrauch" auf. Er wies darauf hin, dass der Fluss seit drei Jahren kein Wasser mehr führe, selbst im September und Oktober habe es nicht wesentlich geregnet. Die Rede ist von "einer der schlimmsten Trockenheiten in diesem Jahrhundert".

Ein 59-Jähriger stürzte am Montag, 7. November 2016, mit seinem Gleitschirfm auf die Landstrasse CV-720 bei der Hinterlandortschaft Parcent. Der Mann wurde mit dem Krankenwagen ins Hospital nach Dénia gebracht, wo eine Knöchelverdrehung behandelt werden musste.

Die gefährlichere der beiden Eindringlings-Pflanzen, die seit einer ganzen Weile im Naturpark Pego-Oliva für das Sterben zahlreicher Fische verantwortlich ist, wird in einer Anfang November beginnenden gemeinsamen Aktion der Stadt Pego und des Landes-Umweltministeriums in den Marjal-Flüssen Racons und Bullent aufs Korn genommen: Die Ludwigia grandiflora oder Heusenkräuter soll entweder mit langarmigen Baggern vom Ufer aus oder mit Spezialmaschinen vom Wasser aus entfernt werden. Bis Jahresanfang soll dann ein langfristiger Aktions- und Kontrollplan gegen die Invasoren kommen (die Eregia densa gilt als weit weniger gefährlich, obwohl sie ihrer deutschen Bezeichnung "dichtblättrige Wasserpest" eigentlich der schlimmere Finger sein sollte), denen seit fast einem Jahrzehnt in dem Feuchtgebiet niemand zu Leibe gerückt war. Die im 20. Jahrhundert vom Westatlantik nach Europa eingeschleppte Blaukrabbe wurde ebenfalls an den Flussmündungen entdeckt, befinde sich aber unter Kontrolle.













Weiter