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(Raum) Els Poblets (Ondara Pego Vergel Marina Alta
Die Tage der internationalen Privat-Sekundarschule "Lady Elizabeth" in Llíber sind gezählt. Nach dem Aus für das Neubauprojekt in Jávea hat sich der Träger mit der Gemeinde Benitachell geeinigt und baut für 15 Millionen Euro eine neue Sekundarschule (Senior School, Klassen 7 bis Bachillerato) neben die vor zwei Jahren eröffnete Vor- und Grundschule (Junior School) "Lady Elizabeth" auf dem Cumbre del Sol von Poble Nou de Benitatxell. Die neue Sekundarschule, an der in Englisch unterrichtet wird, soll für das Schuljahr 2018/19 ans Netz gehen. Teil des Projektes wird ein Sportzentrum sein, das auch die Einwohner von Benitachell nutzen können, sowie ein Auditorium für 640 Pesonen.
<a href="http://www.costa-info.de/galerie/main.php">Fotoalbum Schulprojekt Lady Elizabeth auf dem Cumbre del Sol von Benitachell</a>


Die von einem verurteilten grossen Drogenhändler enteignete Villa im Ortsteil Campell von Pedreguer wird in Zukunft als Tageszentrum für körperlich und geistig behinderte Menschen aus dem Marina-Alta-Kreis verwendet. Der Staat stellt der Gemeinde das Gebäude für zunächst 15 Jahre für diesen Zweck zur Verfügung, verlängerbar auf maximal 50 Jahre.

Zum 2. Mal nach 2015 wird am Sonntag, 27. August 2017, die 9. Etappe des drittwichtigsten Drei-Wochen-Radrennens der Welt, der "Vuelta Ciclista a España", auf dem Cumbre del Sol von Benitachell ins Ziel gehen. Die 176 Kilometer lange Etappe kommt von Orihuela im Süden der Provinz Alicante und führt entlang der Küste durch Benidorm, Alfaz del Pí, Altea, Calpe, Benissa, Moraira auf den Berg Puig Llorença auf dem Cumbre del Sol von Benitachell, von dort nach Jávea und zurück ins Ziel auf dem Puig Llorença. Ein knallhartes Etappenende, mit dem sich die "ciclistas" den Ruhetag am darauffolgenden Tag hart verdienen müssen. Die Organisatoren der Vuelta kamen jetzt mit den Verantwortlichen der Gemeinde Benitachell zusammen (2. Foto), um die ersten Vorbereitungen für ein ähnlich gelungenes und spektakuläres Etappenfinish vorzubereiten wie im Spätsommer 2015. Damals fuhr der Holländer Tom Dumoulin in die Weltelite und an die Spitze der Vuelta (1. Foto), der Gesamtsieg war ihm ein paar Tage später nur durch ein geniales Zusammenspiel aller gegnerischen Rennställe zu nehmen.
Im vergangenen Jahr führte das Zeitfahren von Jávea nach Calpe durch Benitachell.

Kurz angemerkt
Ein fantastisches Spektakel, das vom 30. August 2015, das ich mir an drei Stellen angesehen habe: zuerst an der Küstenstrasse vor Moraira, als die komplette Meute in wenigen Sekunden vorbeigerauscht war. Dann am Ortseingang von Teulada von Benitachell aus, als das Feld nach einer Runde über den Cumbre das Feld bereits mächtig auseinandergezogen war. Und zuletzt ein paar Kilometer vor dem Ziel, nach einem Kilometer am Fusse des Cumbre, mit Steigungen von bis zu 20 %, als alle ziemlich einzeln kamen, jeder auf dem Zahnfleisch. Das Herz Tausender Radsportfans und solcher, die es (noch) nicht waren, ging an diesem Tag auf.
Carl-Georg Boge


Die für das Kreiskrankenhaus von Dénia zuständige Gesundheitsfirma "Marina Salud" bekam vom Kontrolldienst des Landes-Gesundheitsamtes erneut ein schlechtes Zeugnis ausgestellt, wie die Internet-Zeitung "Marina Plaza" berichtete. In der Notaufnahme seien Wartezeiten von bis zu 24 Stunden festgestellt worden. Auch in Bereichen von Organisation, Rotation der Belegschaft, Einsatz von Personal und Material in der Notaufnahme habe die Inspektion der Firma schlechte Noten erteilt, die offenbar mit zu wenig Personal arbeite. Die Firma habe die Grippewelle für die suboptimalen Werte verantwortlich gemacht und zudem Einspruch gegen den Bericht angekündigt, der laut Gewerkschaften die dritte offizielle Ermahnung für den Kreis-Gesundheitsdienst bedeutet.
Marina Salud hielt dem Kontroll-Bericht entgegen, dass von 57.000 registrierten Notfällen des Jahres 2016 rund 83 % in den vorgesehenen Zeiträumen abgewickelt worden seien, über dem Landes-Durchschnitt von 82 %. Ausserdem weist die Firma auf "zahlreiche Unstimmigkeiten und Irrtümer" in dem Kontrollbericht hin und fordert von den zuständigen Organismen der Comunitat Valenciana grössere Objektivität ein.
Dieweil reissen die Forderungen von Bürgermeistern und Regionalpolitikern nach einer Rückführung des privatisierten öffentlichen Gesundheitsdienstes der Marina Alta in die öffentliche Hand nicht ab.

Einen Schwerverletzten gab es beim Frontalzusammenstoss zweier Fahrzeuge auf der Verbindungsstrasse von Dénia nach Ondara. Der 30-jährige Fahrer eines der Pkw brach sich beide Beine und beide Arme. In dem anderen Auto befand sich ein 60-jähriges Ehepaar, das leicht verletzt wurde. Die Carretera Dénia-Ondara musste für eine ganze Weile gesperrt werden.

Die Provinz Alicante hat die Einrichtung eines Tageszentrums für abhängige Senioren in Ondara angekündigt. Alicante trägt zu zwei Dritteln die Baukosten von knapp einer halben Million Euro. Das Grundstück liegt im Ortsteil Tossals, in der Calle Josep Grimalt Mauro. Das Tageszentrum, das ab dem Frühjahr in rund 14 Monaten errichtet werden soll, kann bis zu 30 betreuungsbedürftige Senioren über Tag aufnehmen.

Einer der vier Männer, die im Jahr 2010 ein Chalet in Pedreguer überfielen, die Anwohner bedrohten, fesselten, knebelten, schlugen und ausraubten, ist jetzt vom Provinzgericht in Alicante zu 16 Jahren Gefängnis und einer Entschädigung von 15.000 Euro verurteilt worden. Die einzige Frau aus dem Quintett war bereits 2014 zu der gleichen Strafe verurteilt worden. Die anderen drei Männer sind flüchtig.





















Von einer erneuten heftigen Offensive mehrerer Banken zum Abstoss von leer stehenden Krisenimmobilien in der Marina Alta hat jetzt die Internet-Zeitung "Marina Plaza" berichtet. Eine Bank habe den Preis von 70 dieser Wohnungen in Innenstädten, vor allem Dénia, Vergel, Pego und Calpe um bis zu 50 % gesenkt, "bis zum 31. März", wohl, um Druck aufzubauen. Auch einige Reihen- und Stadthäuser sind dabei. Den Haken nennt die Zeitung auch: Auf der Liste stehen keine touristischen Vorzeigeobjekte, sondern unbewohnte einfache, aber grosse Stadtwohnungen oftmals älteren Semesters und in oberen Stockwerken von Gebäuden ohne Aufzug gelegen. Auch im Hinterland stehen Immobilien auf der neuen Schnäppchen-Liste, die generell für Angebote in Calpe oder Jávea weniger Nachlässe anbietet als in Dénia und Umgebung.

"Ich verdanke dem jungen Mann mein Leben, der sein Auto anhielt, die Hunde ablenkte und mich in sein Auto holte". So kommentierte der 69-jährige Andrés Ayuso aus Els Poblets-Barranquets den Angriff von drei der fünf Kampfhunde eines holländischen Residenten aus Beniarbeig, die zuvor einen 66-Jährigen in jenem Ort in seinem Orangenhain totgebissen hatten (wir berichteten). Die Tiere waren aus dem Tierheim entkommen, wohin die Polizei sie gebracht hatte, indem sie einen Käfig zerstörten.
Ayuso schilderte, dass die Todeshunde direkt auf ihn zukamen und sich in ihn verbissen, einer in den Arm, zwei in die Beine. Das hätte er nicht mehr lange durchgehalten. "Sie hätten mich umgebracht". Die beiden Männer fuhren zur Guardia Civil nach Vergel, um vor den Hunden zu warnen, und bald waren diese gefangen. Sie wurden am Montag auf Gerichtsanordnung getötet.

Kurz angemerkt:
Die Fragen nach dem Verhalten der Behörden werden nicht weniger. Wie konnten die gefährlichen Kampfhunde, die zu jenem Zeitpunkt bereits unter dem schnell durch Autopsie und Spurenabgleich bestätigten Verdacht standen, den alten Mann in Beniarbeig totgebissen zu haben, aus dem Tierheim entkommen? Warum wurde dann nicht sogleich eine grosse Verfolgungs- und Suchaktion (von Tierheimleuten und Polizei) gestartet, so dass die blutrünstigen Tiere keine zweite Chance auf einen gefährlichen Angriff bekommen hätten? All diese Details sind aufzuklären, vor allem aber, ob die Behörden von dem offenbar verrückten Niederländer in Beniarbeig mit seinen gefährlichen Kampfhunden und den fehlenden Papieren und Versicherungen und vorherigen Zwischenfällen wussten.
Carl-Georg Boge (Hsg. costa-info.de und WOCHENPOST)


Ein 66-Jähriger wurde am Samstag, 19. Februar 2017, in der Hinterland-Gemeinde Beniarbeig von 5 Pitbull-Bullterrier-Mischlingen seines Nachbarn zerfleischt, die zu den acht in Spanien offiziell als gefährlich eingestuften Hunderassen gehören. Der Angriff fand in einem Orangenhain statt und wurde erst Stunden später vom Sohn des Opfer entdeckt, der seinen Vater suchte. Erst am heutigen Dienstag berichteten die spanischen Medien über das tragische Ereignis.
Der Nachbar verfügt nicht über die Lizenz für das Halten gefährlicher Hunde und schon gar nicht über eine Haftpflichtversicherung und könnte sich einer Anklage wegen Totschlags ausgesetzt sehen. Er hatte die Tiere gewaschen, um Spuren zu verwischen. Die Tiere, die in der Nacht zum Montag noch eine weitere Personen im Tierheim bissen, wo sie nach ihrer Beschlagnahmung untergebracht worden waren, und ihren Käfig zerstörten, wurden am heutigen Dienstag auf Gerichtsanordnung getötet. Vor wenigen Monaten hatten sieben Hunde in Pinoso im Süden der Provinz Alicante einen 76-jährigen Mann getötet.
Die spanische Presse berichtete, dass der Policía Local von Beniarbeig vorherige Zwischenfälle mit den Hunden bekannt gewesen seien, allerdings mit weniger schweren Konsequenzen.

Anmerkung der Redaktion:
Eine skandalöse Kombination: keine Lizenz für die Tiere, aber behördlich bekannte Zwischenfälle mit ihnen. Die Forderung einer Ausweitung einer möglichen -und wohl notwendigen- Anklage wegen Totschlags wäre vielleicht ein wenig zu hart und juristisch kaum zu halten. Aber wenn sich diese Kombination als wahr herausstellt, müsste den verantwortlichen Personen in der zuständigen Verwaltung mit der äussersten Härte des Disziplinarrechts nachgegangen werden.
Carl-Georg Boge (21. Februar 2017)


Die Stadt Pedreguer erwirbt für etwas über 200.000 Euro eine Immobilie in der Calle Col.legi, um dort ein Heimatmuseum einzurichten. Das Geld dafür wurde erlöst mit dem Verkauf einer städtischen Parzelle in der Partida Borissa. Das Museumsgebäude bietet auf zwei Etagen fast 800 qm. Es beherbergte Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhnderts das Teatro Serrano, wurde dann industriell genutzt.

Mit einem Schädelbruch ins Krankenhaus eingeliefert wurde am Dienstag, 14. Februar 2017, ein 48-jähriger französischer Radfahrer, der gegen 13 Uhr -offenbar ohne Fremdeinwirkung- an einer Bodenschwelle in der Calle Artemis von Denia gestürzt war.
Mit leichteren Verletzungen kam ein 24-jähriger britischer Radfahrer, der wenige Stunden später auf der Carretera de les Planes nach Javea herunter fuhr und gegen einen Beton-Lkw stiess. Trotz der nur leichten Verletzungen erlitt er einen Schock und blieb über Nacht im Krankenhaus.

Bis vor zwei Wochen war der französische Handelsriese "Carrefour" in der Marina Alta lediglich mit einem kleinen Geschäft zwischen Teulada und Moraira vertreten. Jetzt kündigte Carrefour nach der Eröffnung eines Hipermercados an der Stelle des Eroski in der Nähe der Ausfallstrasse Richtung Ondara Ende Januar die Übernahme des Eroski im Geschäftszentrum Portal de la Marina von Ondara an. Dort soll der neue Carrefour am 23. Februar 2017 auf 7.000 Quadratmetern seine Pforten öffnen. Alle 57 Angestellten sollen übernommen und dazu 47 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Auch die Billig-Tankstelle im Portal de la Marina wird von Carrefour übernommen.

Mit Gittern hat jetzt die Gemeinde Ondara sein altes Waschhaus (von 1950) vor dem Zugriff von Vandalen geschützt, die sich zuletzt immer öfter mit Wandschmierereien und Zerstörungen bemerkbar gemacht hatte. Ausserdem wurden Reparaturarbeiten durchgeführt und das Waschhaus neu gestrichen.

Im März soll in Alicante endlich der Prozess im Dénianer Eifersuchts-Auftragsmordfall Franco von 2010 stattfinden, bei dem für die verdächtigte Schweizer Auftraggeberin 28 1/2 Jahre Haft gefordert werden. Die junge Kolumbianerin Sandra Franco starb nach den Ermittlungen der Polizei im April 2010 in ihrer Wohnung in der Dénianer Strasse Médico Vallalta durch die Kugeln des polnischen Auftragsmörders J. K., weil die Schweizerin Silvia C. aus Jávea für insgesamt 35.000 Euro an J.K. und zwei polnische Mittelsmänner die Geliebte ihres deutschen Ehemannes N.C. aus dem Weg räumen liess. Der Fall schlug damals auch in deutschen Medien hohe Wellen, weil es sich bei dem Deutschen um einen in Jávea sehr bekannten Geschäftsmann handelte.
Der Prozessbeginn verschob sich, weil einer der drei Verdächtigen wegen anderer Verbrechen in Polen vor Gericht stand. Jetzt aber stehe seine Auslieferung bevor und dem Schöffenprozessbeginn in Alicante nichts mehr im Wege, so die spanische Presse. Für das polnische Trio fordert die Staatsanwaltschaft 23 Jahre und für den deutschen Ehemann der Auftraggeberin 20 Monate Gefängnis wegen unerlaubten Waffenbesitzes.

Eine 22.000 Jahre alte Gravur mit einem Pferdemotiv haben jetzt Archäologen in der Cova del Comte von Pedreguer entdeckt. Sie ähnelt der vor mehr als zwei Jahren entdeckten Höhlenmalerei am gleichen Ort und bedeutet nach Angaben der Forscher einen ganz aussergewöhnlichen, weil schwierig zu machenden, Fund, öffne "das Tor für weitere für die historische Bestimmung wichtige Entdeckungen. Zahlreiche weitere Objekte aus der Steinzeit sind schon bei den bisher vier Ausgrabungen ans Tageslicht gekommen. Die Altersbestimmungen fanden in einem Speziallabor in Miami unter der Anwendung der "Kohlenstoff-14"-Technologie" statt.





















Die Gemeinde Pedreguer kann zumindest für weitere 15 Jahre bis maximal 50 Jahre über das gerichtlich enteignete Chalet des 2006 verhafteten und dann verurteilten Drogenhändlers "Franky" für soziale Zwecke verfügen. Die entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Bürgermeister Sergi Ferrús und eine Vertreterin des zuständigen Ministeriums. Seit 2008 stellt das Rathaus die Mansion behinderten Menschen und ihren Vereinigungen zur Verfügung.

Als "obsolet" hat das Land Valencia gegenüber dem spanischen Bundesverkehrsministerium die Nationalstrasse N-332 in den Landkreisen Marina Alta und Baixa bezeichnet. Sie weise ein tägliches Fahrzeugaufkommen von 15.000 auf, jedes Jahr passieren in der Marina Alta vier schwere Unfälle, es gibt mehrere Stellen, die offiziell als "besonders unfallträchtig" gekennzeichnet sind. In einem Bericht des Europäischen Automobilvereins EuroRAP wurde noch vor Kurzem auf die Gefährlichkeit der N-332 in "unserem" Teilstück hingewiesen, vor allem zwischen Calpe und Gata de Gorgos.
Die Generalitat Valenciana fordert, die Privatkonzession für die Autobahn AP-7 nicht über 2019 zu verlängern und diese somit als Ausweichstrasse freizugeben. Ausserdem drängt Valencia in Madrid darauf, dass das "Ministerio de Fomento" seinen Widerstand wegen "mangelnder Rentabilität" gegen den Küstenzug aufgebe.

Mit einer Mehrheit von 9 Stimmen (1.290 zu 1.281) hat in einer Volksabstimmung Pedreguer die Stiertreiben-Varianten "bou embolat" (mit Feuer auf den Hörnern) und "encaixonat" (aus einer dunklen Kiste heraus) abgeschafft werden. Das Stier- und Kuhtreiben an sich stand nicht zur Debatte. Das Ayuntamiento hatte den Abstimmungsprozess organisiert, an dem alle in Pedreguer gemeldeten Anwohner ab 16 Jahren teilnehmen durften, sowohl via Internet als auch mit "analoger" Stimmabgabe.

Die Polizei hat an der Autobahnabfahrt von Ondara einen niederländischen Drogenhändler fest, der 26 Kilo Marihuana im Auto versteckt hatte.
Drei bereits im November mit kompromittierendem Material in der Nähe eines Einbruchsortes verhaftete junge Männer aus Oliva wurden nun erneut dem Haftrichter vorgeführt: Dem Trio werden fast 30 Einrüche in Urbanisationen und Landhäuser im Raum Pedreguer, Benidoleig und Orba zur Last gelegt.

Neue Spuren von Kannibalismus vor rund 10.000 Jahren in unserer Region haben jetzt Forscher der Universitat de Valencia an menschlichen Überresten in den "Santa-María"-Höhlen des Hinterlandortes Castell de Castells entdeckt. Die Anwesenheit von mindestens zwei Erwachsenen und einem Kind von 2 Jahren wurde nachgewiesen. Die Forschungsergebnisse wurden in der akademischen Zeitschrift "Journal of Anthropological Archeology" veröffentlicht. Ähnliche Entdeckungen waren vor Kurzem auch in der "Cova del Comte" von Pedreguer gemacht worden. Deren erste menschliche Nutzung fand vor 25.000 Jahren statt.
Bei dem Kannibalismus könne es sich um eine punktuelle "Notlösung" aus Nahrungsmangel gehandelt haben, aber auch um sozial etabliertes Verhalten oder Riten sowie Gewalt zwischen Gruppen.

2.000 Kubikmeter Schilf und anderer vom Unwetter vor drei Wochen verunzieren nach wie vor den Almadrava-Strand von Els Poblets und Dénia. Die Stadt Dénia wartet, so die spanische Presse, auf die Genehmigung der regionalen Küstenverwaltung, um die vom Girona-Fluss angeschwemmten Schilf-Reste zu entfernen.

"Es ist nur deshalb nichts Schlimmes passiert, weil der Fluss Girona nicht wollte". So bewertete die Bürgerinitiative "Riu Girona", die sich nach den desaströsen Überschwemmungen entlang dieses Flusses vor zehn Jahren gebildet hatte, den glimplichen Ausgang der Regenfälle vor Weihnachten. An irgendwelchen wichtigen getroffenen und seit Jahren von der Plataforma geforderten Präventionsmassnahmen habe es jedenfalls nicht gelegen, dass es diesmal nicht zu wesentlichen Überschwemmungen gekommen sei. Sondern lediglich daran, dass der Regen nicht auf einen Schlag gefallen sei und ausserdem rechtzeitig aufgehört habe. Die Vorbeugepläne schlafen, so die Bürgerinitiative, den Schlaf des Gerechten in den Büros des Wasserwirtschaftsamtes CHJ. Und die Versiegelung der Böden gehe fröhlich weiter.

Eine Serie von Einbrüchen in ein Haus in der Hinterlandgemeinde Sanet y Negrals und einen Geräteschuppen im benachbarten Beniarbeig hat jetzt die Polizei aufgeklärt. Festgenommen wurden ein 34-jähriger Mann aus Beniarbeig als Verantwortlicher für ein Dutzend ähnlicher Einbrüche in dieselben Ziele. Kurz darauf erhielt der Besitzer eines Schrottplates in Palma de Gandía Besuch von der Guardia Civil, als Hehler, der sich bereits einen Ruf erworben hatte, Werkzeug, Schrott und Eisenwaren zweifelhafter Herkunft aufzukaufen. Dem Seriendieb aus Beniarbeig hatte der Hehler aus Gandía 15.000 Euro bezahlt und dafür Rechnungen auf Schrott ausgestellt, weit unterhalb dem tatsächlichen Wert der Werkzeuge.

Der erste Waldbrand des neuen Jahres wurde am Mittag des Montag, 2. Januar 2017, gegen 15 Uhr von der Urbanisation Montesano beim Hinterlandörtchen Sanet y Negrals gemeldet. Feuerwehrleute zu Lande und aus der Luft hatten das Feuer schnell unter Kontrolle, niemand musste evakuiert werden. 12.000 qm Gelände verbrannten.

Die Guardia Civil von Vergel hat in Pedreguer eine Bande von 5 Drogenhändlern ausgehoben und dabei 30 Kilo Marihuana und knapp 700 Gramm ziemlich reine Kokain sichergestellt. 5 Häuser und Wohnungen wurden durchsucht, dabei neben den Drogen auch Waffen sichergestellt. Die Dealer operierten in Dénia und Hinterlandgemeinden wie Sagra. Zwei der 5 Verhafteten kamen ins Gefängnis.





















Auf mehr als 300 Metern erneuert die Trinkwasserfirma Aqualia im Ortsteil Sorts de Mar von Els Poblets die Wasserleitungen. Dabei handelt es sich Arbeiten in den Strassen 2, 20, 21 und 22, Camí Marjaletes, Camí Real de Gandía, Partida Revoltes, in Miraflor, bei der Brücke der Landstrasse CV730 und der Kläranlage. Diese Arbeiten sind Teil eines nach Auskunft der Firma rund sechs Millionen Euro umfassenden Investitionsplanes im Gemeindegebiet von Els Poblets.

Mit einer Serie von Informationsvorträgen, die jetzt in Parcent begann, will das Müllkonsortium "Marina Residus" (MARE) die Bürger der Landkreise Marinas Alta und Baixa (rund 430.000) vom Nutzen der Mülltrennung überzeugen. Neue Abfalltarife sollen künftig einen hohen Recyclinganteil belohnen.

Im klassischen Nebensaison-Monat ist im Marina-Alta-Kreis die Arbeitslosigkeit wieder über die Marke von 13.000 geklettert. Seit dem Sommer sind im Saldo über 1.700 Arbeitsplätze verloren gegangen. Der grösste Anstieg entfiel im November mit 120 auf Calpe auf fast 1.650. Dénia: plus 100 auf 4.200; Jávea: plus 80 auf 1.800; Teulada-Moraira: +40 auf 600; Benissa: + 50 auf 800. Die Hinterlandgemeinden Pego, Ondara, Pedreguer und Gata verzeichneten dagegen leichte Rückgänge bei der Arbeitslosigkeit. Bauwesen und Industrie meldeten leichtes Minus beim paro, der ausschliesslich im Dienstleistungsbereich zunahm.
Allerdings stand die Arbeitslosigkeit vor einem Jahr noch bei 14.400.

Die Flüsse Girona und Gorgos im Norden der Marina Alta waren kurz davor, über die Ufer zu treten, mehrere Häuser mussten in der Nähe der Girona-Mündung evakuiert werden. Trotzdem war am Montag Nachmittag, 19. Dezember 2016, der Höhepunkt der mehrtägigen Gota Fría überstanden. Für den heutigen Dienstag, 20. Dezember 2016, wurde die Rückkehr der Schulkinder der Region in die Schulen angekündigt und die Herabstufung des Alarmniveaus von rot auf orange. Bis zum Montag waren an den meisten Orten der Region bis zu 100 Liter Niederschlags pro Quadratmeter gemessen.
Die Autobahn AP-7 musste beim Tunnel vor Gandía vorübergehend gesperrt werden, weil ein riesiger Gesteinsbrocken auf die Fahrbahn gefallen war. Die Städte Dénia und Jávea hatten Teile ihrer Strände mit grossen Sandaufschüttungen vor dem Weggeschwemmtwerden zu schonen versucht. Polizei und Zivilschützer hatten allerorten zahlreiche kleine Probleme zu lösen (Benitachell stellte Fotos für ein Fotoalbum zur Verfügung), insgesamt hatten jedoch die eindringlichen Warnungen und Absagen von Veranstaltungen dazu beigetragen, mehr und grössere Schäden zu vermeiden.

In Ondara ist die renommierte Regional-Köchin Pepa Romans im Alter von 72 Jahren gestorben. Vor 30 Jahren eröffnete sie in ihrer Geburtsstadt Ondara das Restaurant "Casa Pepa", dem 2000 ein Michelin-Stern zuerkannt wurde. Die Zutaten stammten aus dem Garten des Restaurants, einem alten Landhaus im Ortsteil Pamis. Pepa Romans gilt als eines der Aushängeschilder der Regionalküche der Marina Alta, der sie mit kreativen Wendungen zu überregionaler Berühmtheit verholfen habe. Ihren letzten öffentlichen Auftritt hatte Romans vor wenigen Wochen bei der Gastronomie- und Gewerbemesse von Ondara, bei der ihrem Lebenwerk eine eigene Ehrung zuteil wurde. Seit einigen Jahren zeichnen ihre Kinder Sole und Tona Ballester für die Küche des Restaurants "Pepa Romans" verantwortlich.

Aus der Kette der Marriott-Hotels klinkt sich zum neuen Jahr das Fünf-Sterne-Hotel "La Sella Golf Resort" zwischen Dénia und Pedreguer aus. Damit geht eine 13-jährige Zusammenarbeit zuende. Zuletzt haben sich die Besucherzahlen auf knapp 50 % verbessert und die Fakturierung auf mehr als sechs Millionen Euro im Jahr 2015, mit weiteren Steigerungen um 6 % für das laufende Jahr. Zuletzt habe man einen Teil der Schulden beim Finanzamt zurückzahlen können. Das Alltagsgeschäft, Personal und Lieferanten oder Gäste werden durch die Trennung von der Marke Marriott nicht berührt, Verträge bestehen nicht mehr mit Marriott, sondern mit der Hotel-Eignerin Bañó.
Sie verwies auf die Wachstumsraten des Hotels hin, die auch die Zufriedenheit der Gäste beinhalten.

Zwei Insassen eines Wagens wurden am Dienstag, 6. Dezember 2016, gegen 11 Uhr, bei einem Verkehrsunfall auf der Nationalstrasse N-332 bei Ondara verletzt, als ihr Pkw gegen eine Leitplanke stiess. Die beiden 52-Jährigen wurden vom Notdienst ins Krankenhaus nach Dénia gebracht.

Auf der Durchgangsstrasse N-332 von Gata de Gorgos ist am Montag, 5. Dezember 2016, gegen 11 Uhr eine 86-Jährige von einem Lkw überfahren und getötet worden. Das Fahrzeug musste angehoben werden, um die bereits verstorbene Frau unter den Rädern hervorzubekommen. Der Lkw-Fahrer musste mit einer Nervenattacke ins Gesundheitszentrum gebracht werden.

Gata de Gorgos Bürgermeisterin Magda Mengual (Compromís) regiert zwar seit dem Zerwürfnis mit den Sozialisten aus der Minderheit heraus, gegen die Mehrheit von PP und PSOE. Aber dem Antrag auf eine formelle Rüge des Stadtoberhauptes wegen Nichterfüllung der von PSOE und PP getroffenen Stadtratsbeschlüsse reichte es Ende November denn doch nicht. Die beiden PSOE-Abgeordneten stimmten schliesslich doch nicht mit der PP, und so konnte Mengual noch einmal den Kopf aus der Schlinge ziehen. Am Ende der Debatte forderte de PP von Gata de Gorgos, die politische Spannung herunterzufahren.

Von einer Zunahme der Infektionen mit dem AIDS-Virus in nur zwei Jahren (2012-14) von 2 auf fast 10 Fälle auf je 100.000 Einwohner in Spanien haben die Gesundheitsbehörden hingewiesen. Auch der Marina-Alta-Kreis habe eine hohe Steigerung erlebt, so die Chefin der Inneren Abteilung des Kreis-Gesundheitsamtes in Dénia, Dra. Patricio Martín. Sie gibt dafür einer gewissen Nachlässigkeit in der Prophylaxe die Schuld, die sich nach dem Bekanntwerden der grossen Effizienz in den neuen Behandlungsformen eingestellt habe.
Dra. Martín konstatierte laut spanischer Presse das Ende des bisherigen Konzepts von Risikogruppen, nämlich Homo- und Bisexueller, weil ein erhöhtes Infektionsrisiko sich mittlerweile auf Menschen ohne festen Partner und mit einem aktiven Sexualleben ausgedehnt habe. Wer sich nicht dem Risiko einer lebenslangen Behandlung aussetzen möchte, tue gut daran, sich auf geschützten Verkehr rückzubesinnen. Heterosexuelle Ansteckung gehöre zum Alltag, wer auch nur den Hauch eines Möglichkeit spüre, sich angesteckt zu haben, solle den einfachen Test machen. Dra. Martin erinnerte daran, dass mit der einfachen Blutuntersuchung zur Feststellung von HIV-Antikörpern auch Hepatitis B oder C nachgewiesen werde.





















Im Alter von 63 Jahren ist in Pedreguer der ehemalige sozialistische Bürgermeister Vicent Costa nach mehrmonatiger schwerer Krankheit gestorben. Er stand der Gemeinde von 2003 bis 2007 vor und blieb nach verlorener Wahl noch bis 2007 in der Opposition im Stadtrat, der von PP-Bürgermeister Andrés Ferrer geführt wurde, in dem jedoch linke und valencianistische Parteien die Mehrheit hatten. So lehnte Pedreguer offiziell die spanische konstituionelle Monarchie ab, weil sie "direkte Erbin der Franco-Diktatur" sei. Deshalb forderte Pedreguer ein Referendum für eine Veränderung der Staatsform zugunsten der dritten Republik.

5.000 Schüler in den Landkreisen Marina Alta und Baixa werden ein Mal pro Monat in ihren Kantinen mit einem ökologischen Menü versorgt. Das wird von der Catering-Firma "Mendoza" angeboten. Ausserdem werden die Schüler an verschiedenen Terminen über gesunde und ökologische Ernährung mit heimatlichen Produkten informiert. Den Auftakt dazu machte die Grundschule von Benidoleig.

Dem erst vor sieben Monaten als Nachfolger der privaten Tierschutzinitiative in Monte Pego gegründeten Tierschutzverein APROP von Pego steht das Wasser bis zum Hals. Geringen Einnahmen stehen monatliche Ausgaben bis zu 2.000 Euro gegenüber. Ausserdem müsste die Zahl der freiwilligen Helfer innerhalb kurzer Zeit auf 40 verdoppelt werden. Helfer sind schwieriger zu finden als Unterschriften: Die Petition an das Rathaus für ein neues Gründstück fand 4.000 Unterzeichner. Der Mietvertrag über das von APROP genutzte Grundstück wird wahrscheinlich nicht verlängert, und die Stadt darf nach Anweisungen aus Alicante ("razones sanitarias") das ins Auge gefasste Grundstück des aus Kostengründen aufgeschobenen Ecoparque nicht zur Verfügung stellen.
APROP startete mit 20 Hunden und 15 Katzen, erreichte die Adoption von 30 Hunden und 20 Katzen der insgesamt 60 und 40 Tiere, die sie in den bisher sieben Monaten zu betreuen hatten. Aber selbst mit den erreichten Spenden und Futterspenden reicht es hinten und vorne nicht.

In der Gemeinde Pedreguer, die häufig als "Kathedrale" der Stiertreiben in den Strassen bezeichnet wird, sollen die Bürger über die Abschaffung der Modalitäten "bou embolat" (mit Feuer auf den Hörnern) und der Verwendung "jungfräulicher" Stiere (solcher also, die noch keinerlei Erfahrung mit Fiesta-Veranstaltungen haben und aus einer dunklen Kiste in das Spektakel entlassen werden) abstimmen. Die von der valencianistischen Partei "Compromís" gestellte Ortsregierung hat das Referendum für den Monat Dezember anberaumt. Die konservative Oppositionspartei PP stellte sogleich klar, dass die Anberaumung der Bürgerabstimmung keinem von aussen gestellten Antrag entspreche, sondern einzig und allein der Vorgabe der Bürgermeisterpartei. "Bou embolat" und "toro cerril" stellen nach Meinung der Partido Popular "Teil der Volks- und Fiesta-Kultur von Pedreguer" dar. Dann solle, so fordert kurioserweise die PP, das Rathaus doch ein Referendum mit aller Konsequenz anleiern und die Bürger fragen, ob sie die "bous al carrer" komplett abschaffen wollen.
In anderen Gemeinden der Marina Alta wie Ondara, Jávea und Benitachell wurden diese beiden Spielarten des Stiertreibens als Ausdruck von Tierquälerei direkt von den Rathäusern verboten.
Die Fiestas Sant Bonaventura von Pedreguer gelten als die am meisten von Stiertreiben gekennzeichneten im Land Valencia. In diesem Jahr gab es 18 Stiere (drei davon "wilde" aus der Kiste) im vergangenen 20. In den beiden vergangenen Jahren liessen bei den "bous al carrer" von Pedreguer zwei Menschen ihr Leben.

Die Policía Nacional hat in Pego einen 74-jährigen britischen Lehrer verhaftet, der in den 80er Jahren in Mainhead zwei Schülerinnen von 13 und 16 Jahren missbraucht hatte. Gegen ihn lag ein europäischer Haftbefehl vor, und ihm droht eine Strafe von bis zu 40 Jahren. Vor Kurzem hatte die Polizei den Hinweis erhalten, dass der Gesuchte in Pego leben könnte und startete die Nachforschungen. In den letzten Monaten hat die Policía Judicial der Provinz Alicante vier Kinderschänder festgenommen, die mit internationalen Haftbefehlen gesucht worden waren.

Die Anwohner von Pedreguer haben im Rahmen des mitbestimmten Investitionshaushaltes sich für die Überdachung der Plaça de l'Amistat und fúr die Einrichtung eines Jogging- und Spazier-Weges parallel zur Autobahn AP-7 entschieden. Zum 5. Mal konnten die Bürger von Pedreguer über die Verwendung von mehreren Hunderttausend Euro entscheiden. Ausserdem votierten die Menschen für die Wiederaufforstung der Berge.

Die Hinterlandgemeinde Benigembla (500 Einwohner) stellt bis zum nächsten Regen nachts die Trinkwasserversorgung ein (21.30 bis 8 Uhr), weil der Corralets-Brunnen in Benissa, aus dem sie ihr Wasser bezieht, auf ein "alarmierend niedriges Niveau" gesunken ist. Bürgermeister Rogelio Taverner (PSOE) forderte die Anwohner zu "verantwortungsvollem Wasserverbrauch" auf. Er wies darauf hin, dass der Fluss seit drei Jahren kein Wasser mehr führe, selbst im September und Oktober habe es nicht wesentlich geregnet. Die Rede ist von "einer der schlimmsten Trockenheiten in diesem Jahrhundert".

Ein 59-Jähriger stürzte am Montag, 7. November 2016, mit seinem Gleitschirfm auf die Landstrasse CV-720 bei der Hinterlandortschaft Parcent. Der Mann wurde mit dem Krankenwagen ins Hospital nach Dénia gebracht, wo eine Knöchelverdrehung behandelt werden musste.

Die gefährlichere der beiden Eindringlings-Pflanzen, die seit einer ganzen Weile im Naturpark Pego-Oliva für das Sterben zahlreicher Fische verantwortlich ist, wird in einer Anfang November beginnenden gemeinsamen Aktion der Stadt Pego und des Landes-Umweltministeriums in den Marjal-Flüssen Racons und Bullent aufs Korn genommen: Die Ludwigia grandiflora oder Heusenkräuter soll entweder mit langarmigen Baggern vom Ufer aus oder mit Spezialmaschinen vom Wasser aus entfernt werden. Bis Jahresanfang soll dann ein langfristiger Aktions- und Kontrollplan gegen die Invasoren kommen (die Eregia densa gilt als weit weniger gefährlich, obwohl sie ihrer deutschen Bezeichnung "dichtblättrige Wasserpest" eigentlich der schlimmere Finger sein sollte), denen seit fast einem Jahrzehnt in dem Feuchtgebiet niemand zu Leibe gerückt war. Die im 20. Jahrhundert vom Westatlantik nach Europa eingeschleppte Blaukrabbe wurde ebenfalls an den Flussmündungen entdeckt, befinde sich aber unter Kontrolle.





















28.000 Dosen Grippe-Impfstoff stellt in diesem Herbst an rund 50 Stellen die Gesundheitsverwaltung des Marina-Alta-Kreises zur Verfügung. Die Impfung wird Menschen über 60, Gesundheitspersonal, Schwangeren und chronisch Kranken nahegelegt. Im vergangenen Jahr fiel die Impfbilanz mit 50 % der über 64-Jährigen und fast drei Vierteln des Gesundheitspersonals "zufriedenstellend" aus, so die Verantwortlichen bei der Vorstellung der Impfkampagne in Benissa. Rechtzeitig zum impfen zu gehen, so Benissas Bürgermeister Juan Bautista Roselló (oberes Bild, Mitte), sorge dafür, dem noch nicht aufgetretenen Grippevirus zuvorzukommen.

In den ländlichen Ortsteilen Mirandes und Planisses von Gata de Gorgos sind mit einem starken Rattengift versehene Fleischköder entdeckt worden. Die Tierschutzvereinigung "Gatarrapa" empfiehlt Hundebesitzern, beim Spazierengehen gut auf ihre Tiere aufzupassen und diese nicht aus den Augen zu lassen. Wer einen solchen Köder entdeckt, möge ihn der Policía Local melden. Die Tierschützer erinnern daran, dass es sich bei dem Ausbringen vergifteter Köder um eine Straftat handelt.
Im März vergangenen Jahres starben daran sieben Hunde in Gata an dem Insektenvernichtungsmittel "Aldicarb", so die spanische Presse, das in Fleischbrocken versteckt worden war.

Die Gleisrenovierungsarbeiten des Trenet-Zuges zwischen Calpe und Dénia sollen nach Angaben des Landes Valencia im November beginnen und ein Jahr dauern. Die Kosten werden mit knapp sieben Millionen Euro angegeben. Darin sollen auch erhebliche Verbesserungen der Bahnhöfe des Streckenabschnitts enthalten sein.

Im Hinterlandort Vall de Gallinera haben Unbekannte am dritten Oktoberwochenende zehn Pinien gefällt, um den Wanderweg zum Castell de Benissili zu versperren. Vor Kurzem waren bereits verschiedene Beschilderungen auf der "Ruta dels 8 pobles" entfernt worden. Die Umweltpolizei "Seprona" hat die Untersuchung des Falles übernommen. Und in der Zone der "Font del Llimener" in der Gemeinde Alpatró fanden, ebenfalls am Wochenende, nach mehreren Stunden des Reinigens und Arbeitens in der ländlichen Grünzone die Reifen ihrer Autos zerstochen vor.

Im September 2016 ist gegenüber dem Vormonat die Arbeitslosigkeit in der Marina Alta um 750 gewachsen, mehr als ein Drittel davon allein in Dénia und ein Fünftel in Calpe. Der prozentuelle Anstieg liegt höher als in allen anderen Landkreisen der Provinz Alicante, auch etwas über dem südlichen Nachbarkreis Marina Baixa (730). In der gesamten Comunidad Valenciana blieb die Arbeitslosigkeit im September gegenüber dem Monat August konstant, was bei dem erwartbaren Ende von touristischen Saisonarbeitsverhältnissen auf eine erhebliche allgemeine wirtschaftliche Genesung hindeutet. In noch schlechterem Licht erscheint die jüngste Arbeitslosigkeitsentwicklung der Marina Alta und der Marina Baixa nach Meinung der Gewerkschaften dadurch, dass September eigentlich ein von der touristischen Belegung ausgezeichneter Monat an der Costa Blanca gewesen ist.
Zu berücksichtigen bleibt allerdings auch, dass mit etwas mehr als 12.000 die Anzahl der "parados" in der Marina Alta so niedrig liegt wie seit 2008 nicht mehr.

In mehreren Stadtgebieten, in denen die aktuelle Bebauungsregelung von den Vorschlägen für den neuen Flächennutzungsplan abweichen, plant das Rathaus von Dénia bis zu maximal zwei Jahren die Aussetzung der Erteilung von Neubaugenehmigungen. Zu diesen Gebieten gehört neben Bosc de Diana, der obere Bereich von Marquesa am Naturpark, die Zone um das Sportzentrum und einzelne Parzellen von Les Marines auch bestimmte Parzellen aus dem Dénianer Teil der Urbanisation Monte Pego, nämlich solche, die nicht erschlossen sind, jedoch ein sehr starkes Gefälle aufweisen.
Der entsprechende Beschluss soll am Dienstag kommender Woche, 18. Oktober 2016, im Stadtparlament von Dénia gefasst werden. Die erste Veranstaltung zur Bürgerinformation findet am 20. Oktober statt, um 19 Uhr im Colegio Llebeig. Dann folgen innerhalb eines Monats zehn weitere Veranstaltungen in Dénia, La Xara und Jesús Pobre.

Toetlicher Aperitif am Sonntagabend, 8. Oktober 2016, in der Dorfbar von Orba: Ein 50 Jahre alter Mann verschluckte sich an einem Calamar. Zwei Mal erlitt er einen Herzstillstand. Auch der ärztliche Notdienst konnte ihn nicht mehr retten.

Auf die in den letzten Monaten stark gewachsenen Probleme durch die "invasiven Pflanzen" 'Ludwigia grandiflora' und 'Egeria densa' im Feuchtgebiet Marjal Pego-Oliva hat die Stadt Pego hingewiesen und das regionale Wasserwirtschaftsamt Confederación Hidrográfica del Júcar (CHJ) aufgefordert, dringend Massnahmen dagegen zu ergreifen. In den Flüssen Racons und Bullent sei ein verstärktes Fischsterben zu beobachten, weil die Pflanzen fremden Ursprungs die Sauerstoffversorgung des Flusses negativ beeinflussen. Auch für Wandervögel können, so das Ayuntamiento, die ortsfremden Pflanzen eine tödliche Falle darstellen.
Das Problem: Die Position des Direktors des Naturparks Marjal Pego-Oliva ist seit über einem Jahr vakant. Er könne die Aktionen der beteiligten Verwaltungen (Kommunen, Land und Bund) bündeln, so dass nicht eine die Verantwortung auf die andere(n) schiebt und sich das Problem in der Zwischenzeit verschärft. Pego beklagt, dass das CHJ auf ein Schreiben vom Juli noch nicht einmal geantwortet habe. Das Park-Überwachungsgremium "Junta Rectora" sei erst ein einziges Mal zusammengetreten.

Nur die staatliche Küstenverwaltung kann nach Auskunft der Stadt Dénia den Bau eines bis zu 20 Meter hohen Appartementhauses in erster Strandlinie zwischen Bovetes und Bassetes (Las Marinas) verhindern. Das Ayuntamiento müsse nach Lage der Dinge die beantragte Baugenehmigung erteilen, weil der in der vergangenen Legislaturperiode verabschiedete Bebauungsplan diese vierstöckige Variante zulasse, obwohl sie nicht in das städtebauliche Konzept der neuen Rathausspitze passe. Nationale Medien haben der neuen Zubetonierung der Küste bereits kritische Aufmerksamkeit gewidmet, Bürgermeister Vicent Grimalt blieb lediglich resigniertes Achselzucken. Diese heisse Kartoffel habe man aus der Zeit geerbt, als in Dénia und in Valencia die Partido Popular das Sagen hatte.
Grimalt glaubt allerdings nicht, dass das Ministerium sich gegen das Projekt stark machen werde. Denn an jener Stelle war vor dem neuen Küstengesetz Bebauung erlaubt und ist es noch immer. Denn die öffentliche Schutzzone beträgt lediglich 20 Meter und nicht 100 wie anderswo. Nicht so einfach liegt die Sache jedoch bei der ebenfalls geplanten Promenade zwischen Appartementhaus und Meer. Da hat tatsächlich "Costas" das Sagen und hat darauf zu achten, dass nicht jede Urbanisation an ihrem Küstenstreifen herumbastelt wie sie will.
Dieweil formiert sich der Widerstand, berichtet die Bürgerplattform, die im ersten Anlauf über tausend Unterschriften gegen das Projekt gesammelt hatte, dass WWF und Greenpeace den Stopp des Bebauungsprojektes gefordert und es als neue Aggression gegen die seit Jahrzehnten systematisch malträtierte valencianische Küste bezeichnet haben. Sprecher der Bürgerinitiative ist José Morillas, Tel.: 696497091. Zum Kommunikationsteam gehört Ralph Schulze:
protejamoslaplaya@gmail.com


Das Stadtparlament von Ondara hat einstimmig vom spanischen Justizministerium die schnelle Begnadigung des vor sieben Jahren wegen Drogenhandels verurteilten Anwohners Vicente José Brigido gefordert, nachdem dieser jetzt benachrichtigt wurde, dass er jetzt ins Gefängnis zurück müsse. Brigido ist verheiratet mit Kindern, und nicht nur die Polizei bescheinigte ihm tadelloses Verhalten, sondern zahlreiche Bürger der Stadt gingen für die Begnadigung auf die Strasse, sammelten über change.org im Internet zahlreiche Unterschriften für diesen Zweck.













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