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(Raum) Els Poblets (Ondara Pego Vergel Marina Alta
75 % der Wasserzähler in der Hinterland-Gemeinde Xaló sind "intelligent" und helfen dabei, den Verlust von Trinkwasser schnell zu bemerken und deshalb einzuschränken. Diese Investition hat sich das Rathaus seit Ende 2015 eine Viertel Million Euro kosten lassen. Dazu komme, so das Ayuntamiento, dass man in den vergangenen zwei Jahren mit Nachdruck an der Behebung von Wasserlecks gearbeitet habe.

Das vor 30 Jahren gegründete und bis vor vier Jahren untätige Trinkwasser-Konsortium der Marina Alta stellte jetzt in Javea das Projekt einer Verbindung der Wassernetze der 5 Gemeinden Teulada-Moraira, Benitachell, Benissa, Senija und Gata de Gorgos (zusammen 32.000 Einwohner, im Sommer das Dreifache) vor, das mit 1,4 Mio Euro veranschlagt wird. Allerdings fehlen laut spanischet Presse etliche Konkretisierungen, so dass der Auftrag fruehestens im Herbst erteilt und mit dem Beginn der Arbeiten nicht vor 2019 gerechnet werden koenne.
Ein Plus der Fünfer-Koalition: Ihre Netze sind via Benitachell mit Javea verbunden, das ihnen über Benitachell Ueberschuesse der Produktion seiner Meerwasserentsalzungsanlage (2002 für 24 Mio Euro in Betrieb genommen) verkauft hat.

Die Valencianistische Partei Compromís hat als Ergänzung zum noch von der PP-Regierung verabschiedeten spanischen Haushalt 2018 ein halbes Hundert neuer Autobahnauffahrten entlang der AP-7 im Land Valencia gefordert, für je eine halbe Million Euro. Vier davon sollen in der Marina Alta liegen: El Verger, Pedreguer, Gata-Xàbia und Calpe, wo seit Jahren eine Abfahrt gefordert wird. Nach Wunsch von Compromís, Regierungspartei in Valencia und in Madrid an der Seite des erfolgreichen PSOE-Misstrauensvotums gegen Mariano Rajoy, sollen die 50 Auffahrten bis zum Ende der Privatkonzession der AP-7 eingerichtet werden und die Autobahnnutzung dann gratis sein.

Die Gemeinde Xalò hat seit Juli 2017 mehr als 170.000 Euro in die Asphaltierung von Strassen und Wegen investiert. Zunächst war die Reihe am Camí de la Nova Negra für mehr als ein Drittel der Gesamtsumme. Dazu kam die Reparatur der Caminos Pep del Carreró und Tarifa. Im Mai 2018 bildeten die Strassen Rafael, Antoni, Cristòfol, Joaquim, Nou und Rafalet im Ortszentrum den vorläufigen Abschluss der Investitionsmassnahmen.

Gegen die "Todeskreuzung" von Bundesstrasse N-332 und Landesstrasse CV-678 zum Strand haben Anfang Juni in Pego tausend Menschen demonstriert, darunter die Bürgermeister von Pego, Oliva, El Berger und Atzúbia. "Im letzten Jahr starben hier vier Radfahrer, vor zwei Wochen eine weitere Person. Diese Tragödien an der Stelle müssen aufhören. Die Regierung in Madrid muss hier endlich Abhilfe schaffen". Die nächste Demo findet in Oliva statt. Vor etlichen Jahren gab es ein Projekt mit 2 Kreisverkehren und einer Überführung, das verschwand jedoch in einer Regierungsschublade.

Ein wahrscheinlich aus schlecht verbrannten Gartenabfällen entstandenes Feuer zwischen Beniarbeig und der Sierra de Segària vernichtete am Freitag Nachmittag, 1. Juni 2018, drei Hektar nicht mehr bebauten Ackerlandes. Neben zahlreichen "Bodentruppen wurden drei Flugzeuge und zwei Hubschrauber eingesetzt. Am Abend war der Brand gelöscht.

Aufgrund der zahlreichen Klagen wegen stinkenden Wassers an der verstopften Mündung des Girona-Flusses haben sich die beiden beteiligten Rathäuser von Dénia und Els Poblets mit dem regionalen Wasserwirtschaftsamt CHJ darauf geeinigt, den Abfluss ins Meer mit Baggern freizuschaufeln. Ein Berg von Kiesel, "Seealgen" und anderen Pflanzenresten ist freizuschaufeln.





















Eine "architektonische Transformation" nannte es die spanische Presse, was in dem vor zehn Jahren eröffneten Geschäftszentrum "Portal de la Marina" bei Ondara vor Kurzem begonnen hat. Der Eingangsbereich wird auf spektakuläre Weise neu gestaltet, ebenso wie die Zone der Gaststätten und die "Grünausstattung". Die Rolle des natürlichen Lichts soll gestärkt werden. Die Investitionskosten werden mit mehr als drei Millionen Euro angegeben, die Bauzeit mit sechs Monaten. Das Geschäftszentrum braucht während dieser Zeit nicht geschlossen werden, im Sommer sollen die Arbeiten ausgesetzt werden. Portal de la Marina zählt jährlich rund vier Millionen Besucher. Ausser einem Spielplatz gehört eine Konzertbühne zu den angestrebten Neuigkeiten.

Den 1. Kurzgeschichten-Wettbewerb der Stiftung Fundem Jardín de l'Albarda in Pedreguer hat der holländische Arzt Dr. Max Meertens aus Benissa mit dem Text "Tu silencio" gewonnen. Auf den Plätzen folgten María Teresa Gavilá und María Cebrián.
Weitere Informationen: http://www.jardinalbarda.com
https://www.facebook.com/jardinlalbarda/
https://www.facebook.com/tallerparentesisdenia


Von faulendem und stinkendem Wasser im Mündungsbereich des Girona-Flusses zwischen Dénia und Els Poblets hat jetzt die spanische Presse berichtet. Die Anwohner der anliegenden Urbanisation "Torre Almadraba" haben bei der Umweltpolizei und beim Wasserwirtschaftsamt die Kontaminieren und das daraus resultierende Fischsterben angezeigt. Der Abfluss ins Meer ist versperrt. Die Anwohner: "Die heissen Monate haben noch nicht begonnen, aber schon jetzt ist das Leben hier kaum auszuhalten". Die zuständige Behörde CHJ und die Küstenverwaltung, so die Anwohner, werden immer dann erst tätig und schaufeln den Giroaa-Abfluss ins Meer mit Baggern frei, wenn die Gerüche und die damit verbundenen Klagen der Anwohner nicht mehr auszuhalten seien.

Die Guardia Civil hat in Teulada, Moraira und Llíber das grösste spanische Labor für synthetische Drogen hochgehen lassen und dabei 800 Kilo Extasis und Amphetamine wie sieben Tonnen Rohmaterial sichergestellt. Sechs Personen wurden in den drei Ortschaften verhaftet, den konfiszierten Drogen wird ein Marktwert von über 100 Millionen Euro zugeschrieben. Die Nachforschungen begannen vor einem Jahr. Die Guardia Civil arbeitete mit Europol und der holländischen Polizei zusammen.
In dem Labor in Teulada konnten pro Tag 5 Kilo Drogen hergestellt werden.

Die Polizei hat in Pego einen Mann verhaftet, der regelmäßig seinen 12-jährigen Neffen sexuell missbrauchte, dies filmte und die Videos mit seinem Freund teilte und das Kind auch anderen Paedophilen anbot. Der Mann lebte im Haus seiner Schwester mi ihren drei Kindern, wo die sexuellen Übergriffe stattfanden. Die beiden Spanier im Alter von 35 und 59 Jahren wurden ins Gefängnis geschickt.

Gegen die Abholzungspolitik des Landes Valencia gegen die Verbreitung der "Xylella"-Feuerbakterie, die auch unzählige gesunde Mandelbäume betreffe, demonstrierten am zweiten Mai-Wochenende rund 500 Personen in Benissa, darunter Vertreter aller Parteien, Landwirte, zahlreiche Betroffene, darunter auch etliche besorgte Ausländer. Bisher hat das Land den Schädling auf 150 Grundstücken in den Landkreisen Marina Alta, Marina Baixa und El Comtat registriert und 56.000 Mandelbäume auf 1.250 Hektar zu vernichten. Die Demonstranten forderten eine Strategie, mit der gesunde Bäume geschützt anstatt vernichtet werden, und die Eindämmung der Plage mit anderen Mitteln.

Mit 75 zeichnete die Küste zwischen dem Dénianer Molinell-Strand in Las Marinas und dem Meeres-Naturpark Cabo San Antonio von Dénia und Jávea für mehr als die Hälfte der 2017 im Land Valencia registrierten Walsichtungen verantwortlich. Auf Rang 2 folgten mit knapp 30 die Columbretes-Inseln. Zum Verständnis: Bis zu 7 Tiere wurden bei einer Sichtung ausgemacht. 15 Nester von Seevögeln mit erfolgreicher Reproduktion wurden von der Küstenwacht registriert sowie 3 Wanderfalken-Paare. Allerdings mussten 2017 an und vor den Küsten von Dénia ein halbes Dutzend toter Delfine, ein Grindwal und 3 Schildkröten geborgen werden.
Positiv registriert wurde von den Küstenschützern die um die Hälfte auf 720 gesunkene Zahl der wegen Geschwindigkeitsübertretung angehaltener Boote im Naturpark registriert. 1.400 Interventionen und Inspektionen standen 2017 zu Buche, beim Land Valencia ist eine Personalaufstockung beantragt worden. 4.000 Menschen nahmen an den Aktivitäten des Umweltdienstes teil.

Ein 13-jähriger Niederländer, der sich bei einem Sturz auf dem Rückweg herunter vom Montgó eine schwere Verletzung am Schienbein zugezogen hatte, wurde am Montag Nachmittag, 7. Mai 2018, mit Hilfe eines Hubschraubers geborgen. Er war in einer 14-köpfigen Gruppe einschliesslich seiner Mutter unterwegs. Der Junge kam anschliessend ins Krankenhaus.

Mit einem kaputten Lieferwagen und Verletzungen an Rücken und Nacken sowie einem grossen Schreck musste jetzt eine 60-jährige Britin ihre Tierliebe bezahlen, aus der sie Anfang Mai auf der Strasse von Gata de Gorgos nach Llíber einem plötzlich auf der Fahrbahn aufgetauchten Hund ausweichen wollte. Sie verlor die Kontrolle über ihr Fahrzeug, landete erst vor einer Pinie und mit ihrem Fahrzeug mehrere Meter tief stürzte.
Die Feuerwehr musste die Frau aus ihrem Fahrzeug befreien.

Zwanzig Freiwillige, darunter Bürgermeister José Ramiro und fünf Stadträte von Ondara, sammelten Ende April mehr als 260 Kilo Müll aus dem Flussbett des Alberca-Flusses von Ondara in der Innenstadt ein, zwischen Tunnel und Fussgängerüberweg beim Parkplatz 0-30. 50 Kilo schweren Abfalls und zwei Dutzend Beutel mit Kleinmüll wie Papier, Dosen, Plastik und Verpackungen, kamen zusammen. Zuvor war auch der Flusslauf in Beniarbeig gereinigt worden.
Vierzig Gemeinden im ganzen Land Valencia nahmen an der Flüsse-Reinigungskampagne "Mans al Riu" teil, bei der 850 Freiwillige fast 11 Tonnen Abfälle aus Flussbetten und Barrancos holten.





















1.500 qm aufgegebener Orangenplantage im Ortsteil Marjals von Pego wurden am Freitag Nachmittag, 27. April 2018, ein Raub der Flammen. Zum Löschen waren je eine Feuerwehreinheit aus Dénia und Benissa erschienen.

Die Anzahl der 2017 verkauften Wohn-Immobilien ist in der Marina Alta gegenüber dem Vorjahr um 10% auf 5.500 gestiegen, gegenüber dem Jahr 2011 (3.600), dem letzten mit Rückgang, um etwas mehr als die Hälfte. Das geht aus einer Statistik des staatlichen Ministerio de Fomento hervor. Die Verkäufe im letzten Vorkrisenjahr 2006 hatten sich auf knapp 11.000 belaufen.
Dénia und Jávea verzeichneten 2017 jeweils ein Wachstum von 10 %, auf 1.500 und 1.000 Immobilien. In den letzten fünf Jahren wuchsen die Immobilientransaktionen in Dénia und Jávea um 60 und 90 %. Calpe blieb dahinter mit 3 % Wachstum im vergangenen und 40 % in den letzten sechs Jahren zurück.

Zu zwei Jahren Gefängnis hat das Strafgericht von Benidorm den 48-jährigen holländischen Besitzer von mehreren Hunden gefährlicher Rassen verurteilt, die vor einem Jahr einen 76-jährigen Mann aus Ondara getötet hatten. Der Verurteilte muss die Familie des toten mit 170.000 Euro entschädigen. Er war sich der Gefährlichkeit seiner Tiere bewusst, für die er nicht über die notwendigen Papiere verfügte, denn die Pitbull-Terrier hatten schon zuvor für gefährliche Zwischenfälle gesorgt, nicht nur auf dem -nicht ausreichend gesicherten- Grundstück, sondern auch ausserhalb.
Kurz angemerkt:
Ich hatte schon damals die Frage gestellt, ob nach den offenbar folgenlosen vorhergehenden Zwischenfällen nach dem Todesfall jemand die Frage nach einer möglichen Verantwortung der lokalen Aufsichtsbehörde, des Rathauses von Beniarbeig nämlich, gestellt habe. In den Berichten vom Gerichtsprozess gegen den verurteilten Holländer war davon jedenfalls nicht die Rede.
Carl-Georg Boge


Der Uhrenturm (Torre del Reloj) von Ondara ist jetzt nach der Installation eines Geländers durch das Rathaus besuchbar geworden: Nach einem ersten geführten Besuch des Turms aus islamischen Zeiten, in dem bereits der spanische Volksheld "El Cid" zwischen 1090 und 1091 abgestiegen war, gibt es eine zweite Führung am 20. Mai. Der Mechanismus der Turmuhr ist von Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Turm wurde zum Kulturgut ("Bien de Interés Cultural") erklärt.

5 Jahre Gefängnis hat die Staatsanwaltschaft von Benidorm für den niederländischen Besitzer von mehreren Kampfhunden aus Ondara gefordert, die vor knapp einem Jahr einen 76-Jährigen in Ondara totbissen. Die gefährlichen Tiere waren -nicht zum ersten Mal- von dem Grundstück des Angeklagten entkommen und hatten den Mann auf seinem landwirtschaftlichen Grundstück getötet. Der Holländer hatte, als die Polizei kam, versucht, Spuren zu verwischen und eines seiner Tiere gewaschen. Aber im Speichel der Kampfhunde fanden sich noch DNA-Spuren ihres Opfers. Der Besitzer wartet seither im Gefängnis von Alicante auf seinen Prozess. Vor Gericht sagte er bisher nicht aus, sein Anwalt will laut spanischer Presse die Strafe auf eine Busszahlung beschränken. Neben 5 Jahren Gefängnis fordern Staatsanwalt und Nebenklage Entschädigungen von 175.000 Euro.
Ein weiteres Drama wurde seinerzeit nur mit Glück vermieden, nachdem die zunächst gefangenen und in ein Tierheim in Els Poblets eingelieferten Hunde am nächsten Tag ausgebrochen und in Els Poblets einen weiteren Mann angegriffen hatten. Diesen hätten sie wohl auch totgebissen, wie er hinterher selbst sagte, wenn nicht ein junger Autofahrer ihn auf das Dach seines Fahrzeugs gerettet hätte. Die Kampfhunde, für die es keine Papiere gab (nur einer hatte einen Chip), wurden eingeschläfert, auf den Besitzer warten vier Jahre Gefängnis wegen Totschlags durch Nachlässigkeit und fortgesetzter Tiermisshandlung.

In einem grossen Haufen Müll und Exkremente liessen mehrere Besetzer eines Chalets in Els Poblets zwei Hunde zurück, als sie aus dem Haus geworfen wurden. Seit Monaten, so gibt die die Zeitung "Información" die Klage einer Nachbarin wieder, hausen die beiden Hunde allein in dem Chalet. Sie fordert vom Rathaus, die verlassenen Tiere ins Tierheim bringen zu lassen.

10.4.2018:
Zunächst dachte Michael Kaworsky aus Moraira, der am 31. März 2018 mit rund 110 Km/h auf der Autobahn zwischen Ondara und Oliva unterwegs war, dass aus dem Krankenwagen, der mehrere hundert Meter vor ihm fuhr, eine Decke herausgefallen sei, als sich dessen Hintertüren öffneten. Als der Deutsche sein Fahrzeug wenige Meter vor dem "Paket", das zuvor über die Fahrbahn geschleudert worden war, zum Stehen brachte, merkte der Besitzer der Autobahnwerkstatt "MK" in Ondara, dass eine blutende und schwer verletzte Frau von zwischen 20 und 40 Jahren vor ihm lag.
Kaworksy brachte die von hinten kommenden Fahrzeuge zum Abbremsen und den zunächst weiterfahrenden Krankenwagen mit Lichtzeichen zum Umdrehen, mit Schwierigkeiten, denn die beiden Personen des Landes-Konzessionsdienstes SVB (Servicio Vital Básico) im Krankenwagen sassen vorne, niemand bei der Patientin, so Kaworsky. Von seinem Hinweis, dass man einen Arzt und die Polizei rufen müsse, "wollten die beiden nichts wissen." Kaworsky, der noch immer schlecht schläft, wie die Zeitung "Información" am heutigen Dienstag, 10. April 2018, berichtet, erinnert sich, dass die beiden die schwer verletzte Frau, die nur mit Schwierigkeiten arbeitete, ziemlich lieblos auf die Bahre und dann in die Ambulanz hoben und dann davonfuhren. "Ich wartete an der Ausfahrt Oliva, aber die beiden fuhren einfach weiter Richtung Valencia". Kaworsky fotografierte die Ambulanz, deren Fahrer und Begleiter der halbtot auf der Fahrbahn liegenden Frau die Schuld für den Vorfall gaben, weil "sie verrückt ist".
Für den fassungslosen Deutschen ("Ich fürchte, die Frau hat nicht überlebt. Sie war so schwer verletzt") war damit der Fall natürlich nicht abgeschlossen. Als er bei der Guardia Civil in Gandia (Provinz Valencia) Anzeige erstatten wollte, war dort wegen Fiestas geschlossen. Und Policía Local und Nacional verwiesen ihn an die Guardia Civil de Tráfico de Alicante, weil der Unfall in dieser Nachbarprovinz geschehen sei. Am Donnerstag, 5. April 2018, schliesslich erstattete Michael Kaworsky Anzeige beim Gericht in Dénia.
Heute, 10. April 2018, griff die Regionalzeitung "Información" den Fall auf und in den Mittags-Hauptnachrichten in ausführlicher Weise auch der staatliche Fernsehsender "Televisión Española".
Das Land Valencia bestätigte, eine Untersuchung eingeleitet zu haben. Die Frau, die unter einer mentalen Krankheit leide, sei mit einem Gurt auf der Bahre im hinteren Teil des Wagens festgeschnallt gewesen und auf dem Transport von Alicante nach Valencia dort von einer Person überwacht worden, so laut der spanischen Zeitung die -bisherige- Version des Landes-Gesundheitsministeriums, das jedoch weitere Nachforschungen anstellen will.

Mit zum Teil weiten Wegen war seit dem Aus der Gasolinera im Dörfchen Planes an der 40 Kilometer langen Land- und Bergstrasse CV-700 zwischen Pego und Muro vor sechs Jahren das Tanken für die Anwohner von 18 Ortschaften im Hinterland der Marina Alta verbunden, vor allem aber für die Landwirte, von denen etliche sich ein Diesel-Depot eingerichtet haben. Federico Catalá aus Planes, der als Antwort auf seinen Jobverlust vor ein paar Jahren eine der Bars in dem Dorf übernahm, will diese neue Chance für sich und die zahlreichen Hinterlandbewohner nutzen, "weil die Dienstleistungen auf dem Land immer weniger werden".
Den Nutzen haben die Anwohner von Benimarfull, Planes, Alpatró, La Carroja, Benissivà, Benialí und l'Atzúbia sowie Benillup, Almudaina, Benialfaquí, Catamarruc, Margarida, Alcalà de la Jovada, Beniaia, Benissili, Benirrama und Forna.

Ohne Fiesta-Königin will in Zukunft das Patronatsfest von Gata de Gorgos auskommen, das im Juli gefeiert wird. Das Stadtparlament hat mit den Stimmen aller Fraktionen auf Vorschlag der Bürgermeisterpartei "Compromís" dieses Amt abgeschafft. Ein halbes Jahrhundert lang war bei einem Festakt mit rund tausend Besuchern unter den durchweg 18-jährigen Bewerberinnen "die schönste, sympathischste, charismatischste und/oder Angehörige einer guten Familie", so die Zeitung "Información", zur Fiesta-Königin gewählt worden. Diese "stereotypische Verdinglichung" der Frau als zu "bewunderndes Objekt" müsse spätestens seit den Massendemonstrationen im März für grössere Geschlechtergerechtigkeit im Monat März durch eine zeitgemässere offene, "inklusive und der Gleichheit verpflichtete Formel" ersetzt werden, waren sich laut spanischer Presse alle Ratsparteien einig. Will heissen: Künftig wird für die Repräsentation der "Fiestas del Santíssim Crist" von Gata de Gorgos ein Paar gewählt, heterosexuell, homosexuell, Familienangehörige (z. B. Neffen), Freunde. Das genaue Verfahren werden die Festeros in den nächsten Monaten ausarbeiten. Die Monarchie jedenfalls hat ausgedient bei den Fiestas von Gata. Man darf gespannt sein auf die konkreten Umsetzungen dieser revolutionären Vorgaben.
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Die sozialistischen Ortsvereine von Vergel und Dénia haben ihre Generalsekretäre Juan Chover (zweites Foto) und Vicent Grimalt bestätigt, mit 11 (alle Anwesenden) und 36 (von 39 Anwesenden) Stimmen. Bemerkenswert die Formulierung der PSOE-Kreisvereinigung, die darauf hinwies, dass Grimalt mit zwei ungültigen und einer Gegenstimme "weit entfernt von einer einstimmigen Zustimmung seines Ortsvereins" war.






















28.3.:
Mit dem Defibrillator ihres Streifenwagens haben zwei Ortspolizisten nach einem Bericht der Zeitung Las Provincias einem Schweizer Residenten das Leben gerettet. Er war bewusstlos geworden, der Herzschlag hatte ausgesetzt.

Der sozialistische Ortsverein von Calpe hat Marco Bittner (erstes Foto rechts) zum neuen Generalsekretär gewählt. In Teulada-Moraira heisst der neue PSOE-Chef Héctor Morales (links). Beide erhielten keine Gegenstimmen. Bittner bekam von 60 Mitgliedern des Ortsvereins 25 Stimmen, 2 waren ungültig. Für Morales stimmten die 8 anwesenden der 11 Parteimitglieder.
Als nächstes bestimmten die Sozialisten von Benissa, Pedreguer und Xaló neue Vorstände: Die Wahl fiel in Benissa auf Vicente Cabrera (alle 13 Stimmen, zweites Foto), der schon mal Spitzenkandidat war, Guillermo Salvador (5 Stimmen, drittes foto) und Nando Mengual (7 Stimmen).

Auf die Hälfte ist in den letzten zwei Jahren nach Auskunft der sozialistischen Rathauspartei PSOE der sonntägliche Flohmarkt im Industriegebiet "Les Galges", der direkt vom Rathaus verwaltet wird. Die wirtschaftlichen und touristischen Vorteile des Rastro für Pedreguer sind nach Meinung der PSOE so mannigfaltig, dass die Partei der Bürgermeisterpartei Compromís Vorschläge für dessen Wiederbelebung macht: Statistik über Besucher und Entwicklung der Stände, Studie über die Gründe für den Besucherrückgang und Strategie für die Wiederbelebung, Gebührensenkung für Standbesitzer, Werbung, zusätzliche musikalische und kulturelle Aktivitäten, kostenlose Ausstellungsflächen für Vereinigungen und Gewerbe aus Pedreguer.

Eine erste Studie für die Zeitschrift "Aguaits" für regionale Studien hat eine erste Zahl der Repressionsopfer während und nach dem Spanischen Bürgerkrieg in der Marina Alta veröffentlicht, nach bisherigen Erkenntnissen mehr als 2.000. Die ersten 106 Toten gingen, so die Zeitung "Información", auf das Konto des "terror revolucionario" und traf 30 Geistliche und je 20 Grundbesitzer und Angehöriger "liberaler Berufe"/Studenten sowie je 15 Händler und Arbeiter. Die Studie betont, dass diese Morde (das bekannteste Massaker fand an 15 Dénianern statt, deren Leichname in eine tiefe Höhle auf dem Montgó geworfen wurden) "unkontrollierte Antworten" auf den franquistischen Aufstand gegen die Republik gewesen seien. Die Volksgerichte hingegen haben keinen "Feind der Republik" zum Tode verurteilt.
Die Antwort der franquistischen Sieger des Bürgerkriegs in den Nachkriegsjahren fiel schlimm aus: Mindestens 1.900 Republikaner oder deren Sympathisanten (davon über 1.800 Männer), so die von den Stadtarchivaren von Dénia und Pego unterstützten Historiker Teresa Ballester und Francisco Moreno, wurden Opfer der Repression, eine in dem Artikel nicht genannte Zahl erschossen oder zu Tode geprügelt oder gefoltert und/oder starben im Gefängnis, andere misshandelt oder mit Berufsverbot belegt. Eine bereits in Arbeit befindliche zweite Studie werde diese Fälle konkretisieren und weitere hinzufügen, die man von Zeitzeugen und deren Angehörigen zu erhalten hofft. Dénias Stadtarchivarin Rosa Seser: "Nach vierzig Jahren Demokratie und zehn Jahre nach Verabschiedung des kaum angewandten Gesetzes der ´Memoria Histórica´ ist diese Aufarbeitung wirklich überfällig. Dazu brauchen wir, neben den Archiven, die Hilfe von Überlebenden und Angehörigen".

In Alicante steht ein Ortspolizist aus El Verger vor Gericht, dem vorgeworfen wird einer Organisation von Drogenhändlern Informationen angeboten zu haben. Dafür wollte er sich z. B. mit einem Mobiltelefon bezahlen lassen. Der Polizist ging den Ermittlern ins Netz, die 2012 bei den Ermittlungen gegen einen Drogenhändler-Ring, das grosse Mengen Kokain kaufte und an Einzel"Verbraucher" in Vergel und Els Poblets weiterverkaufte, die Telefone der Verdächtigen abhörte. Neben dem Polizisten stehen neun Mitglieder des Dealer-Rings vor Gericht. Die für die zehn Angeklagten geforderten Strafen liegen zwischen drei und fünf Jahren Gefängnis.

Die Landes-Eisenbahnverwaltung FGV hat an der Südzufahrt nach Gata de Gorgos die 30 Tonnen schwere alte Eisenbahnbrücke aus dem Jahr 1915 in einer Nacht abgebaut und durch eine ähnliche neue ersetzt. Während dieser Nacht war die Bundesstrasse N-332 sieben Stunden lang gesperrt. Die Gemeinde darf entscheiden, was sie mit dem alten architektonischen Kleinod anfangen will.

Nicht entsorgte Hundehäufchen in den Strassen von Pego sind vor vier Monaten von 30 Euro (bei sofortiger Zahlung nur 10 E) auf 50 E Strafe geklettert. Das hat laut Rathaus zu einer erheblichen Senkung ihrer Anzahl geführt, auf rund zehn pro Monat. Darunter seien einige beratungsresistente Hundeeigner. Besonders konfliktiv ist die Calle Sant Llorenç hinter der Kapelle Ecce Homo und der Passier Atzaneta.

Die Anzahl der in der Seguridad Social registrierten Firmen gibt Auskunft darüber, welche Sektoren in den Jahren 2012 bis 2017 in der Marina Alta sich als Wachstumsbereiche erwiesen haben. Schlusslicht ist die Landwirtschaft, deren Betriebe in den sechs Jahren um fast ein Fünftel auf rund 200 gefallen sind. Die Zahl der Industriebetriebe erfuhr mit 370 kaum eine Änderung, während es am Bau von unter 700 auf über 900 kräftig voran ging, ebenso wie bei den Dienstleistungen von 4.300 auf 4.900 zwischen 2012 und 2017.
Die Statistik des Landes Valencia zu den Firmenzahlen in der Marina Alta:
2012 2013 2014 2015 2016 2017
Alle 5.581 5.658 5.859 6.032 6.289 6.386
Landwirtschaft 248 262 254 251 235 212
Industrie. 357 352 352 364 368 368
Bau 686 683 720 788 835 919
Dienstleist. 4.290 4.361 4.533 4.629 4.851 4.887
Ähnlich sieht es natürlich aus mit der Entwicklung der in der Seguridad Social gemeldeten Arbeitskräfte, deren Gesamtzahl in den sechs Jahren um mehr als ein Fünftel auf 50.000 zunahm: Schwund von 1.400 auf 1.100 in der Landwirtschaft, unterdurchschnittlicher Zuwachs von 2.900 auf 3.300 in der Industrie, satte Steigerung um mehr als 20 % auf 39.000 im Dienstleistungssektor, während die Anzahl der Beschäftigten rund um das Bauwesen um 40 % auf 6.400 zunahm.
2012 2013 2014 2015 2016 2017
Alle 41.027 41.449 43.369 46.050 47.925 50.305
Agrar 1.382 1.223 1.196 1.171 1.144 1.084
Industrie 2.934 2.839 2.982 3.070 3.212 3.293
Bau 4.769 4.662 5.016 5.486 5.899 6.597
Dienstl. 31.942 32.725 34.175 36.323 37.670 39.331


Der Kreisparteitag der Sozialistischen Partei (PSOE) der Marina Alta hat in Calpe einen neuen Vorstand gewählt. Dabei erhielt die Kandidatur von Òscar Mengual 95% der Delegiertenstimmen. Der Dénianer Stadtrat Mengual nahm in sein Führungsgremium auch Personen der unterlegenen Kandidatur des Bürgermeisters von Pego, Enrique Moll, auf.
Für Kultur und Tradition ist der Benissaner Regierungsstadtrat Manuel Juan zuständig, Hector Morales aus Teulada für Gesundheit und Soziales.
Zur Ehrenpräsidentin der Kreis-Sozialisten wurde die 87-jährige Republikanerin und Feministin Josefa Pons aus Vergel bestimmt.





















Die Polizei hat in Ondara einen 46-jährigen Spanier verhaftet, der bei 7 Einbrüchen auf ein landwirtschaftliches Privatgrundstück in Ondara 250 Kilo Avocados im Wert von rund 500 Euro gestohlen und bei einem seiner Besuche den Hund des Besitzers tierarztreif geschlagen hatte. Der Eigentümer installierte Sicherheitskameras, die Polizei kam dem Dieb auf die Schliche, der mehrmals in Geschäften und Bars versucht hatte, Avocados zu verkaufen.

Erfolge hatte bei einer Sicherheitstagung in Pego die Sondereinheit der Guardia Civil gegen Erntediebstähle zu vermelden: Im Dezember wurden zwei Dutzend Personen im Rahmen einer Aktion verhaftet, die durch die dokumentarische Ausweisung von geernteten Orangen möglich wurde. Neben den Verhafteten wurden in Vergel 22 Personen unter dem Verdacht untersucht, mit Hilfe der Fälschung von Dokumenten 420 Tonnen Orangen illegal an den Mann gebracht zu haben.
Das Land Valencia forderte Anwohner und Landwirte auf, (Ernte-)Diebstähle und "verdächtiges Verhalten" sofort den Polizeikräften zu melden, um den Ganoven auf die Schliche zu kommen und die gegen sie erzielten Erfolge ausweiten zu können.

Klingt zunächst wie eine von Dario Fo verfasste Absurdität: Zu einer preiswerten Transportalternative zwischen Dénia und Calpe hat sich der Ersatzbus für die 2016 aus Sicherheitsgründen ausgesetzte TRAM-Bahnlinie in der Marina Alta herauskristallisiert. Weniger wegen des geringen Fahrpreises, sondern weil nur die wenigsten Reisenden, die unterwegs (Teulada, Benissa, Gata..) zusteigen, diesen zahlen, und selbst die Nutzer in Calpe und Dénia oft kostenlos die -umständliche- Busfahrt absolvieren. Damit ist ein grosser Teil des Verfalls der Passagierzahlen auf das Rekordtief von 425.000 im Jahr 2017 erklärt, so die Internet-Zeitung "Marina Plaza" - denn wer kein Ticket kauft, taucht auch nicht in der Statistik auf, die oft genug einen voll besetzten Bus als fast leer registriert hat.
Grund für diese "Grosszügigkeit" der Eisenbahnverwaltung des Landes Valencia, die den Busdienst nach eingesetzten Stunden (32 Reisen pro Tag) zwischen Mitte 2016 und Ende 2018 mit rund 1,5 Millionen Euro bezahlt, ist nach Auskunft der Gewerkschaft "Sindicato Ferroviario" der chronische Mangel an Personal und an Ticketautomaten. Und so freuen sich nicht nur passionierte oder gelegentliche Schwarzfahrer über leichtes Spiel, sondern wird ihr Lager um zahlreiche Menschen bereichert, die sich beim ersten Mal noch redlich und allzu oft vergeblich um die Bezahlung ihres Beförderungsentgeltes bemühen, dann jedoch achselzuckend den lieben Herrgott einen guten Mann sein lassen.
Immerhin: Die Generalitat Valenciana ist optimistisch, nach millionenschweren Investitionen Anfang nächsten Jahres die Zuglinie immerhin zwischen Calpe und Teulada wieder freigeben zu können.

Eine von der Monte-Pego-Anwohnervereinigung "Pro Monte Pego" angezeigte Fäkalien-Kontamination des Naturparks Marjal Pego-Oliva wird demnächst durch die Europäische Union untersucht. Das berichtet die spanische Presse. Seit 2010 werden demnach aus der hoffnungslos überlasteten Kläranlage der zu Pego und zu Denia gehörenden Urbanisation mit 1.300 Häusern Fäkalien über einen Bach in das Feuchtgebiet geleitet. Die beiden Städte haben ihre Teile der Urbanisation von Juan Porsellanes seit Jahrzehnten zu übernehmen abgelehnt, weil es an den grundsätzlichen Infrastrukturen mangele.

Ein 20.000 qm grosses Pinienwäldchen in der Alquería de Ferrando hat ein französisches Ehepaar der teilunabhaengigen Gemeinde Jesus Pobre vererbt. Das Stadtparlament von Denia nahm die Erbschaft der vor einem Jahr verstorbenen Ehefrau jetzt an, die mit der Bedingung einher geht, dass dieses Grundstück nicht verkauft oder bebaut wird, sondern als Gruenzone der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Das vor 30 Jahren nach Jesus Pobre gekommene Ehepaar hatte in seinen letzten Jahren etliche Verkaufsangebote abgelehnt.

Anwohner der Urbanisation Orbeta in der Hinterlandgemeinde Orba haben bei der Umweltpolizei Seprona erneut die tierfeindliche Haltung von elf Podenco-Hunden und Frettchen angezeigt. Die Polizei bestätigte schon 2016, dass die Hunde an zu kurzen Ketten lagen, die sanitären Bedingungen der Tiere in einer Garage indiskutabel waren, Ausgang nur zur Jagd. Den Frettchen ging und geht es noch schlimmer, obwohl 2016 bereits einige konfisziert worden waren. Es gab keine Sanktion, so die ausländischen Nachbarn in der spanischen Presse, obwohl acht der elf Hunde keinen Chip hatten und keiner geimpft war.
Und vom Rathaus Orba schon gar keine Hilfe: Die Ortspolizei habe vor Inspektionen jeweils den Besitzer gewarnt, der dann vorher saubermachen konnte. Bürgermeister Ignasi Cervera (Compromís) schaue weg, so der Vorwurf.
Gemeinsam mit Tierschützern wollen die Residenten jetzt weitere Tierbesitzer ans Licht der Öffentlichkeit zerren, die in Orga ihren Tieren keine minimalen akzeptablen Lebensbedingungen bieten. Bei Podencos kommt dazu, dass sie oft im Tierheim landen, weil Besitzer sie in den Bergen aussetzen, wenn sie nicht mehr zur Jagd taugen. Für die Haltung von Frettchen ist eine besondere Genehmigung vonnöten.

Die vom valencianischen Justizministerium veröffentlichte "Karte der Erinnerung" («Mapa de la Memoria») weist 9 Gemeinschaftsgräber für die Opfer des Spanischen Bürgerkrieges und der ersten franquistischen Repressionsphase im Anschluss daran in der Marina Alta auf: vier in Dénia, je zwei in Benissa und Pego und eines in Xàbia. Dabei geht nicht nur um die Erschiessungen durch die Diktatur, sondern auch um die berüchtigten "Spaziergänge" (mit tödlichem Ausgang) der republikanischen Milizen mit "nationalen" Gegnern zu Beginn des Bürgerkrieges, Opfern der Bombardierung und Versenkung eines französischen Schiffes im Hafen von Dénia durch die italienische Luftwaffe sowie republikanische Soldatengräber, so die Internet-Zeitung "Marina Plaza".
Den grössten Anteil der rund hundert Toten machen dabei die über 50 Republikaner aus, die an sechs Tagen im Oktober und November 1939 nach franquistischen Blitztribunalen zum Tode verurteilt, hingerichtet und in zwei "fosas" auf dem Friedhof von Dénia vergraben wurden, darunter die sozialistischen Bürgermeister von Dénia, Pedreguer und Xalò.
Auf dem Montgó weist ein von Angehörigen installiertes "Memorial" auf die Nacht vom 2. November 1936 hin, in der (bis zu) 20 Dénianer von republikanischen Milizen ein tiefes Loch geworfen wurden, wo bei Exkursionen im Sommer 1953 und 2013 Überreste von Skeletten sowie Schuhen und Gürtel zwischen den Steinen gefunden wurden.
Nach dem gescheiterten Staatsstreich von 1936 wurden 16 Menschen aus Pego in Nachbargemeinden wie Oliva, Gandia oder Vall de Gallinera ermordet, darunter Soldaten, Rathaus-Angestellte, Ärzte, Pfarrer, Landwirte und ein Anwalt.




















Ein kurzer und knackiger Wintersturm von Samstag Nachmittag, 27. Januar 2018, bis zum frühen Sonntagmorgen brachte im Marina-Alta-Kreis Niederschläge bis über 160 Liter pro Quadratmeter, gemessen in den Hinterland-Gemeinden Castell de Kastells und Benigembla. Aus Gata de Gorgos wurden 60 l/qm gemeldet, in Benissa-Montemar waren es zwischen 60 und 70.
In der Calle Metge José Bover bei der Plaza de la Constitució und dem Centro de Salud fiel ein Baum auf die Strasse. In Dénia-Les Deveses "klopften" die Wellen an mehrere Haustüren in erster Strandlinie. In mehreren Gemeinden kam es zu Stromausfällen. In mehreren Städten wurden Veranstaltungen abgesagt, allenthalben die Bürger zur Vorsicht ermahnt und aufgefordert, möglichst nur das Notwendigste ausserhalb der eigenen vier Wände zu erledigen. Aber am Sonntag Morgen, 28. Januar 2018, wich der Wintersturm vielerorts bereits früh der Sonne.

Am Gymnasium "Enric Valor" von Pego studieren in diesem Schuljahr die Elftklässlerinnen das Leben der 5 Pegolinos, die in Gusen, dem Konzentrationslager der Nationalsozialisten bei Mauthausen ihr Leben liessen: Vicent Sendra Escrivà, José Server Morell, Pascual Franqueza Alentado, Andrés Sendra Morell und Carlos Sendra Sendra. Die Fünf kämpften und verloren im Spanischen Bürgerkrieg auf republikanischer Seite, kamen über Flüchtlingslager in Frankreich in die NS-Vernichtungsmaschine von Mauthausen. Jetzt soll unter anderem im Gemeindearchiv von Pego das Leben der 5 von Pego durchleuchtet werden, die bis vor wenigen Jahren als "3 de Pego" figurierten, weil erst seit Kurzem bekannt ist, dass 5 Pegolinos in NS-Deutschland ihr Leben liessen und nicht "nur" 3.
Im Rahmen eines Projektes der "Memoria Histórica" am Instituto von Pego wurde bereits das Leben von 160 "Kriegskindern" aus dem republikanischen Madrid untersucht, die im Jahr 1936 "unter grosser Begeisterung" in dem Ort aufgenommen worden waren.

Die Feuerwehr hat am Mittwoch Morgen früh, 17. Januar 2018, eine gehbehinderte 85-jährige Niederländerin aus einem brennenden Wohnhaus in der Calle Beniarbeig von El Verger gerettet. Sie hatte Rauchvergiftungen erlitten, ebenso wie ihre Tochter und ihr Enkel, die zu Fuss aus der brennenden Wohnung flüchten konnten. Die drei wurden ins Krankenhaus nach Dénia gebracht.

Die Polizei hat in Javea zwei Marokkaner und einen Spanier im Alter von 18 und 17 Jahren unter dem Verdacht verhaftet, bei einer Mobildisco der Fiestas in Gata de Gorgos im November einen der beaufsichtigenden Festeros zusammengeschlagen und mit Tritten übel zugerichtet zu haben. Er hatte einen Streit geschlichtet, an dem sie beteiligt und sie zwei Mal der Veranstaltung verwiesen. Das Trio wurde unter Auflagen vom Richter freigelassen.

Der Landkreis Marina Alta ist mit einem Durchschnittsalter von knapp 45 Jahren der älteste von 34 in der Comunitat Valenciana. Im Hinterland liegt der Altersdurchschnitt sogar über 50 Jahre. Die Extremfälle sind Alcalalí und Bengembla mit Bevölkerungsanteilen von 90 % über 64 Jahre. Der Gegenpol dazu sind Ondara und Dénia mit Seniorenanteilen von nur einem Viertel. Dieser Wert liegt in der Marina Alta bei 38 %, in der Provinz Alicante bei knapp 30 % und im Land Valencia bei gut 28 %.
In Teulada-Moraira liegt der Seniorenanteil über 50 %, in Jávea und Benissa bei 40 %, in Calpe bei 30 % und in Dénia bei 26 %. Ein hoher Seniorenanteil weist naturgemäss auf einen hohen Anteil von EU-Ausländern hin, der im Fall Teulada-Moraira bei knapp 50 % angesiedelt ist, wobei im Allgemeinen rund 40 % der Ausländer aus Ländern der Europäischen Union stammen. Nicht verwunderlich also, dass Gemeinden wie Els Poblets und Benitachell mit besonders hohen Anteilen an EU-Ausländern Seniorenquoten von 70 und 65 % aufweisen.

Die Brutto- und Nettoeinkünfte der Bewohner im Marina-Alta-Kreis liegen mit rund 20.500 und 17.000 Euro nicht nur erheblich unter denen im Land Valencia (23.000 / 19.000 Euro), sondern erst recht unter denen im spanischen Mittel: 25.500 Euro Bruttoverdienst und 21.000 Euro netto). Diese Zahlen entnahm die Internet-Zeitung "Marina Plaza" einer Statistik des spanischen Finanzamtes, in der allerdings nur Gemeinden über tausend Einwohner berücksichtigt wurden und auch nur diejenigen, die Steuererklärungen einreichten, denn: Bei Einkünften unter 12.000 E bei einer Einzelperson oder 22.000 E bei mehreren Einkünften in einer Familie ist keine notwendig, und viele Menschen reichen keine ein, obwohl es bei drei Viertel der eingereichten Steuererklärungen zu Rückzahlungen kommt. Die absoluten Zahlen der Statistik von Hacienda sind also weniger aussagekräftig als die Vergleiche zwischen Gemeinden und Regionen.
Aus der Marina Alta jedenfalls befinden sich demnach nur Xàbia (40. und 780.) und Dénia (54. und 905. mit ) unter den 100 Gemeinden des Landes Valencia mit dem höchsten Durchschnittseinkommen und unter den 1.000 von Spanien.
Die Verdienstspanne in den berücksichtigten 20 (von insgesamt 33) Marina-Alta-Gemeinden reicht von 23.000 Euro brutto und 19.000 Euro netto in Jávea bis zu 17.500/15.000 in Pego. Am Ende der Gemeinden der Marina Alta in puncto Nettoeinkommen befinden sich, vor Pego, Ondara mit 15.000 Euro und Alcalalí mit 15.300. Auf der 113. Position in der Comunitat Valenciana und dem 1.244 in Spanien befindet sich Teulada mit netto 17.200 Euro.
Die ermittelten Nettoeinkünfte einiger Marina-Alta-Kommunen: Jávea: 19.000 E; Dénia: 18.400 E; Teulada-Moraira: 17.200; Els Poblets: 17.000; Benissa: 16.800; Calpe: 16.500; Benitachell: 15.900.

Marina Alta/Calpe/Teulada/Pego (cgb). Nach vier Jahren Schrumpfens um insgesamt 15 % durch die Aussortierung ausländischer “Karteileichen” seit 2012 hat sich 2016 die Bevölkerung der Marina Alta bei 170.000 eingependelt. Ausnahme Calpe: Eine intensive Kampagne brachte 1.300 Einwohner “zurück”, über die wichtige 20.000er Marke, während Pego die 10.000 verlor und Teulada-Moraira Gefahr läuft, das zu tun.
Folgende Gemeinden in der Marina Alta verloren 2016 Einwohner: Alcalalí, L’Atzúbia, Benidoleig, Benissa, El Poble Nou de Benitatxell, Castell de Castells, Gata de Gorgos, Llíber, Murla, Orba, Parcent, Pego, Els Poblets, Sagra, Sanet i Negrals, Teulada, la Vall d’Alcalà, la Vall d’Ebo, El Verger, Xàbia y Xaló. Und diese Kommunen legten zu: Beniarbeig, Benigembla, Benimeli, Calp, Dénia, Ondara, Pedreguer, El Ràfol d’Almúnia, Senija, Tormos, la Vall de Gallinera und la Vall de Laguar.
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Jetzt das Warten auf die Zahlen für Anfang 2018. Bekannt bereits: Dénia schaffte 2017 nur 400 neue Einwohner auf 42.500, davon 9.500 Ausländer aus fast 100 Ländern. Vorn: Deutschland mit 1.050, vor Rumänien und GB mit je 950.

Ein echtes Schmankerl bot die Preisverleihung nach dem Silvesterlauf von El Verger: Der einheimische Vizebürgermeister, Ex-Gemeindechef und sozialistische Stadtrat Ximo Coll hielt -vor dem Siegerpodest knieend- um die Hand seiner langjährigen Freundin und Parteigenossin im Stadtrat der Nachbargemeinde Els Poblets an, Carolina Vives. Die Hochzeit soll im Mai stattfinden.

Ein vergleichender Bericht in der spanischen Presse über die Neubautätigkeit in der Marina Alta sah in den ersten zehn Monaten des Jahres Teulada-Moraira mit 110 Häusern und Wohnungen vorn, in geringem Abstand gefolgt von den erheblich grösseren Kommunen Calpe und Dénia mit knapp über hundert, sowie knapp dahinter Jávea. Hier waren es jedoch viel mehr Einzelprojekte mit einer auffallend niedrigen Zahl von Wohneinheiten: 40 für 100 Immobilien in Xàbia, Dénia: 15 Projekte für wenig mehr Wohneinheiten; dazwischen Calpe und Teulada-Moraira mit unter 30 Promotionen)-
Jávea fällt also beim Neubau durch Einzelchalets auf, Dénia (mit einem starken Plus an Wohneinheiten) durch Wohnblocks. Jávea bebaute im untersuchten Zeitraum mit 21.000 die meisten Quadratmeter in unserem Landkreis, vor Calp und Teulada, sowie Dénia mit 15.000 qm abgeschlagen. Das finanzielle Bauvolumen lag (für etwa die gleiche Zahl an Wohnungen) liegt mit 15 Mio Euro in Jávea (das gegenüber dem Vorjahr sogar einen Rückgang verzeichnete) fast doppelt so hoch wie in der Kreishauptstadt. Besonders die Lage in Benissa (Wachstum gegenüber dem Vorjahr) und Benitachell (Rückgang), wo 2017 mit zwei und einem Dutzend nur Einfamilienhäuser gebaut wurden.
Das Hinterland, so die Studie, falle durch ziemlichen Stillstand am Bau auf, mit Ausnahme von Vergel. Insgesamt liegt in der Menge der gebauten Wohnungen die Marina Alta erheblich hinter Gemeinden im Süden der Provinz Alicante.

Die Tabelle aus der spanischen Presse:
Ort / neue Wohneinh. / Gesamtwert in 1.000 E / bebaute qm / Veränderung Wohneinh. ggü. 2016
Teulada-Moraira 108 9.740 21.606 +203%
Calp 105 10.728 19.997 +5,9%
Dénia 101 8.075 15.219 +124,8%
Xàbia 98 15.193 22.672 -51%
Benissa 25 4.842 8.383 +69,9%
El Verger 18 1.114 1.783 +674%
Benitatxell 11 1.718 2.908 -77,5%
Pedreguer-Gata 6 1.089 1.670 -22,5%
Ondara 2 492 1.333 -13,9%
Pego 2 321 447 +29,1%


Ort / Promotionen / Wohneinh. / Wohneinh. je Promotion
Xàbia 40 98 2,45
Teulada 30 108 3,6
Calp 27 105 3,88
Benissa 25 25 1
Dénia 14 101 7,2
Benitatxell 11 11 1
Pedreguer Gata 6 6 1
El Verger 5 18 3,6
Pego 2 2 1
Ondara 1 2 2





















Ein Manifest mit Selbstverpflichtungen in Sachen Sicherheit und Vorbeuge haben acht Gemeinden des Marina-Alta-Kreises unterschrieben: El Poble Nou de Benitatxell, Xàbia, Dénia, Ondara, El Verger, Llíber, Pedreguer und Benissa, also mehr als die Hälfte der Kommunen mit eigener Ortspolizei. Diese Gemeinden umfassen mehr als die Hälfte der rund 200.000 Einwohner der Marina Alta. Bei der Anfang des Jahres 2018 in Kraft tretenden Übereinkunft geht es vor allem um Zusammenarbeit in der Verbrechensbekämpfung, Informationsaustausch, gegenseitige personelle und materielle Unterstützung. Erste Kontakte für diese "Carta de Compromisos" gab es bereits vor sechs Jahren. Ein neues Gesetz der Landesregierung von Valencia sieht mit Beginn 2018 die Bildung überörtlicher Organe für die Kooperation in Sicherheitsfragen vor.

Am Morgen von Heiligabend kam es auf der Bundesstrasse N-332 auf der Höhe von Pedreguer gegen 10 Uhr erneut zu einem Verkehrsunfall. Zwei Menschen wurden verletzt. Die Strasse musste eine Stunde lang gesperrt werden.

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