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(Raum) Els Poblets (Ondara Pego Vergel Marina Alta
Erfolge hatte bei einer Sicherheitstagung in Pego die Sondereinheit der Guardia Civil gegen Erntediebstähle zu vermelden: Im Dezember wurden zwei Dutzend Personen im Rahmen einer Aktion verhaftet, die durch die dokumentarische Ausweisung von geernteten Orangen möglich wurde. Neben den Verhafteten wurden in Vergel 22 Personen unter dem Verdacht untersucht, mit Hilfe der Fälschung von Dokumenten 420 Tonnen Orangen illegal an den Mann gebracht zu haben.
Das Land Valencia forderte Anwohner und Landwirte auf, (Ernte-)Diebstähle und "verdächtiges Verhalten" sofort den Polizeikräften zu melden, um den Ganoven auf die Schliche zu kommen und die gegen sie erzielten Erfolge ausweiten zu können.

Klingt zunächst wie eine von Dario Fo verfasste Absurdität: Zu einer preiswerten Transportalternative zwischen Dénia und Calpe hat sich der Ersatzbus für die 2016 aus Sicherheitsgründen ausgesetzte TRAM-Bahnlinie in der Marina Alta herauskristallisiert. Weniger wegen des geringen Fahrpreises, sondern weil nur die wenigsten Reisenden, die unterwegs (Teulada, Benissa, Gata..) zusteigen, diesen zahlen, und selbst die Nutzer in Calpe und Dénia oft kostenlos die -umständliche- Busfahrt absolvieren. Damit ist ein grosser Teil des Verfalls der Passagierzahlen auf das Rekordtief von 425.000 im Jahr 2017 erklärt, so die Internet-Zeitung "Marina Plaza" - denn wer kein Ticket kauft, taucht auch nicht in der Statistik auf, die oft genug einen voll besetzten Bus als fast leer registriert hat.
Grund für diese "Grosszügigkeit" der Eisenbahnverwaltung des Landes Valencia, die den Busdienst nach eingesetzten Stunden (32 Reisen pro Tag) zwischen Mitte 2016 und Ende 2018 mit rund 1,5 Millionen Euro bezahlt, ist nach Auskunft der Gewerkschaft "Sindicato Ferroviario" der chronische Mangel an Personal und an Ticketautomaten. Und so freuen sich nicht nur passionierte oder gelegentliche Schwarzfahrer über leichtes Spiel, sondern wird ihr Lager um zahlreiche Menschen bereichert, die sich beim ersten Mal noch redlich und allzu oft vergeblich um die Bezahlung ihres Beförderungsentgeltes bemühen, dann jedoch achselzuckend den lieben Herrgott einen guten Mann sein lassen.
Immerhin: Die Generalitat Valenciana ist optimistisch, nach millionenschweren Investitionen Anfang nächsten Jahres die Zuglinie immerhin zwischen Calpe und Teulada wieder freigeben zu können.

Eine von der Monte-Pego-Anwohnervereinigung "Pro Monte Pego" angezeigte Fäkalien-Kontamination des Naturparks Marjal Pego-Oliva wird demnächst durch die Europäische Union untersucht. Das berichtet die spanische Presse. Seit 2010 werden demnach aus der hoffnungslos überlasteten Kläranlage der zu Pego und zu Denia gehörenden Urbanisation mit 1.300 Häusern Fäkalien über einen Bach in das Feuchtgebiet geleitet. Die beiden Städte haben ihre Teile der Urbanisation von Juan Porsellanes seit Jahrzehnten zu übernehmen abgelehnt, weil es an den grundsätzlichen Infrastrukturen mangele.

Ein 20.000 qm grosses Pinienwäldchen in der Alquería de Ferrando hat ein französisches Ehepaar der teilunabhaengigen Gemeinde Jesus Pobre vererbt. Das Stadtparlament von Denia nahm die Erbschaft der vor einem Jahr verstorbenen Ehefrau jetzt an, die mit der Bedingung einher geht, dass dieses Grundstück nicht verkauft oder bebaut wird, sondern als Gruenzone der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Das vor 30 Jahren nach Jesus Pobre gekommene Ehepaar hatte in seinen letzten Jahren etliche Verkaufsangebote abgelehnt.

Anwohner der Urbanisation Orbeta in der Hinterlandgemeinde Orba haben bei der Umweltpolizei Seprona erneut die tierfeindliche Haltung von elf Podenco-Hunden und Frettchen angezeigt. Die Polizei bestätigte schon 2016, dass die Hunde an zu kurzen Ketten lagen, die sanitären Bedingungen der Tiere in einer Garage indiskutabel waren, Ausgang nur zur Jagd. Den Frettchen ging und geht es noch schlimmer, obwohl 2016 bereits einige konfisziert worden waren. Es gab keine Sanktion, so die ausländischen Nachbarn in der spanischen Presse, obwohl acht der elf Hunde keinen Chip hatten und keiner geimpft war.
Und vom Rathaus Orba schon gar keine Hilfe: Die Ortspolizei habe vor Inspektionen jeweils den Besitzer gewarnt, der dann vorher saubermachen konnte. Bürgermeister Ignasi Cervera (Compromís) schaue weg, so der Vorwurf.
Gemeinsam mit Tierschützern wollen die Residenten jetzt weitere Tierbesitzer ans Licht der Öffentlichkeit zerren, die in Orga ihren Tieren keine minimalen akzeptablen Lebensbedingungen bieten. Bei Podencos kommt dazu, dass sie oft im Tierheim landen, weil Besitzer sie in den Bergen aussetzen, wenn sie nicht mehr zur Jagd taugen. Für die Haltung von Frettchen ist eine besondere Genehmigung vonnöten.

Die vom valencianischen Justizministerium veröffentlichte "Karte der Erinnerung" («Mapa de la Memoria») weist 9 Gemeinschaftsgräber für die Opfer des Spanischen Bürgerkrieges und der ersten franquistischen Repressionsphase im Anschluss daran in der Marina Alta auf: vier in Dénia, je zwei in Benissa und Pego und eines in Xàbia. Dabei geht nicht nur um die Erschiessungen durch die Diktatur, sondern auch um die berüchtigten "Spaziergänge" (mit tödlichem Ausgang) der republikanischen Milizen mit "nationalen" Gegnern zu Beginn des Bürgerkrieges, Opfern der Bombardierung und Versenkung eines französischen Schiffes im Hafen von Dénia durch die italienische Luftwaffe sowie republikanische Soldatengräber, so die Internet-Zeitung "Marina Plaza".
Den grössten Anteil der rund hundert Toten machen dabei die über 50 Republikaner aus, die an sechs Tagen im Oktober und November 1939 nach franquistischen Blitztribunalen zum Tode verurteilt, hingerichtet und in zwei "fosas" auf dem Friedhof von Dénia vergraben wurden, darunter die sozialistischen Bürgermeister von Dénia, Pedreguer und Xalò.
Auf dem Montgó weist ein von Angehörigen installiertes "Memorial" auf die Nacht vom 2. November 1936 hin, in der (bis zu) 20 Dénianer von republikanischen Milizen ein tiefes Loch geworfen wurden, wo bei Exkursionen im Sommer 1953 und 2013 Überreste von Skeletten sowie Schuhen und Gürtel zwischen den Steinen gefunden wurden.
Nach dem gescheiterten Staatsstreich von 1936 wurden 16 Menschen aus Pego in Nachbargemeinden wie Oliva, Gandia oder Vall de Gallinera ermordet, darunter Soldaten, Rathaus-Angestellte, Ärzte, Pfarrer, Landwirte und ein Anwalt.




















Ein kurzer und knackiger Wintersturm von Samstag Nachmittag, 27. Januar 2018, bis zum frühen Sonntagmorgen brachte im Marina-Alta-Kreis Niederschläge bis über 160 Liter pro Quadratmeter, gemessen in den Hinterland-Gemeinden Castell de Kastells und Benigembla. Aus Gata de Gorgos wurden 60 l/qm gemeldet, in Benissa-Montemar waren es zwischen 60 und 70.
In der Calle Metge José Bover bei der Plaza de la Constitució und dem Centro de Salud fiel ein Baum auf die Strasse. In Dénia-Les Deveses "klopften" die Wellen an mehrere Haustüren in erster Strandlinie. In mehreren Gemeinden kam es zu Stromausfällen. In mehreren Städten wurden Veranstaltungen abgesagt, allenthalben die Bürger zur Vorsicht ermahnt und aufgefordert, möglichst nur das Notwendigste ausserhalb der eigenen vier Wände zu erledigen. Aber am Sonntag Morgen, 28. Januar 2018, wich der Wintersturm vielerorts bereits früh der Sonne.

Am Gymnasium "Enric Valor" von Pego studieren in diesem Schuljahr die Elftklässlerinnen das Leben der 5 Pegolinos, die in Gusen, dem Konzentrationslager der Nationalsozialisten bei Mauthausen ihr Leben liessen: Vicent Sendra Escrivà, José Server Morell, Pascual Franqueza Alentado, Andrés Sendra Morell und Carlos Sendra Sendra. Die Fünf kämpften und verloren im Spanischen Bürgerkrieg auf republikanischer Seite, kamen über Flüchtlingslager in Frankreich in die NS-Vernichtungsmaschine von Mauthausen. Jetzt soll unter anderem im Gemeindearchiv von Pego das Leben der 5 von Pego durchleuchtet werden, die bis vor wenigen Jahren als "3 de Pego" figurierten, weil erst seit Kurzem bekannt ist, dass 5 Pegolinos in NS-Deutschland ihr Leben liessen und nicht "nur" 3.
Im Rahmen eines Projektes der "Memoria Histórica" am Instituto von Pego wurde bereits das Leben von 160 "Kriegskindern" aus dem republikanischen Madrid untersucht, die im Jahr 1936 "unter grosser Begeisterung" in dem Ort aufgenommen worden waren.

Die Feuerwehr hat am Mittwoch Morgen früh, 17. Januar 2018, eine gehbehinderte 85-jährige Niederländerin aus einem brennenden Wohnhaus in der Calle Beniarbeig von El Verger gerettet. Sie hatte Rauchvergiftungen erlitten, ebenso wie ihre Tochter und ihr Enkel, die zu Fuss aus der brennenden Wohnung flüchten konnten. Die drei wurden ins Krankenhaus nach Dénia gebracht.

Die Polizei hat in Javea zwei Marokkaner und einen Spanier im Alter von 18 und 17 Jahren unter dem Verdacht verhaftet, bei einer Mobildisco der Fiestas in Gata de Gorgos im November einen der beaufsichtigenden Festeros zusammengeschlagen und mit Tritten übel zugerichtet zu haben. Er hatte einen Streit geschlichtet, an dem sie beteiligt und sie zwei Mal der Veranstaltung verwiesen. Das Trio wurde unter Auflagen vom Richter freigelassen.

Der Landkreis Marina Alta ist mit einem Durchschnittsalter von knapp 45 Jahren der älteste von 34 in der Comunitat Valenciana. Im Hinterland liegt der Altersdurchschnitt sogar über 50 Jahre. Die Extremfälle sind Alcalalí und Bengembla mit Bevölkerungsanteilen von 90 % über 64 Jahre. Der Gegenpol dazu sind Ondara und Dénia mit Seniorenanteilen von nur einem Viertel. Dieser Wert liegt in der Marina Alta bei 38 %, in der Provinz Alicante bei knapp 30 % und im Land Valencia bei gut 28 %.
In Teulada-Moraira liegt der Seniorenanteil über 50 %, in Jávea und Benissa bei 40 %, in Calpe bei 30 % und in Dénia bei 26 %. Ein hoher Seniorenanteil weist naturgemäss auf einen hohen Anteil von EU-Ausländern hin, der im Fall Teulada-Moraira bei knapp 50 % angesiedelt ist, wobei im Allgemeinen rund 40 % der Ausländer aus Ländern der Europäischen Union stammen. Nicht verwunderlich also, dass Gemeinden wie Els Poblets und Benitachell mit besonders hohen Anteilen an EU-Ausländern Seniorenquoten von 70 und 65 % aufweisen.

Die Brutto- und Nettoeinkünfte der Bewohner im Marina-Alta-Kreis liegen mit rund 20.500 und 17.000 Euro nicht nur erheblich unter denen im Land Valencia (23.000 / 19.000 Euro), sondern erst recht unter denen im spanischen Mittel: 25.500 Euro Bruttoverdienst und 21.000 Euro netto). Diese Zahlen entnahm die Internet-Zeitung "Marina Plaza" einer Statistik des spanischen Finanzamtes, in der allerdings nur Gemeinden über tausend Einwohner berücksichtigt wurden und auch nur diejenigen, die Steuererklärungen einreichten, denn: Bei Einkünften unter 12.000 E bei einer Einzelperson oder 22.000 E bei mehreren Einkünften in einer Familie ist keine notwendig, und viele Menschen reichen keine ein, obwohl es bei drei Viertel der eingereichten Steuererklärungen zu Rückzahlungen kommt. Die absoluten Zahlen der Statistik von Hacienda sind also weniger aussagekräftig als die Vergleiche zwischen Gemeinden und Regionen.
Aus der Marina Alta jedenfalls befinden sich demnach nur Xàbia (40. und 780.) und Dénia (54. und 905. mit ) unter den 100 Gemeinden des Landes Valencia mit dem höchsten Durchschnittseinkommen und unter den 1.000 von Spanien.
Die Verdienstspanne in den berücksichtigten 20 (von insgesamt 33) Marina-Alta-Gemeinden reicht von 23.000 Euro brutto und 19.000 Euro netto in Jávea bis zu 17.500/15.000 in Pego. Am Ende der Gemeinden der Marina Alta in puncto Nettoeinkommen befinden sich, vor Pego, Ondara mit 15.000 Euro und Alcalalí mit 15.300. Auf der 113. Position in der Comunitat Valenciana und dem 1.244 in Spanien befindet sich Teulada mit netto 17.200 Euro.
Die ermittelten Nettoeinkünfte einiger Marina-Alta-Kommunen: Jávea: 19.000 E; Dénia: 18.400 E; Teulada-Moraira: 17.200; Els Poblets: 17.000; Benissa: 16.800; Calpe: 16.500; Benitachell: 15.900.

Marina Alta/Calpe/Teulada/Pego (cgb). Nach vier Jahren Schrumpfens um insgesamt 15 % durch die Aussortierung ausländischer “Karteileichen” seit 2012 hat sich 2016 die Bevölkerung der Marina Alta bei 170.000 eingependelt. Ausnahme Calpe: Eine intensive Kampagne brachte 1.300 Einwohner “zurück”, über die wichtige 20.000er Marke, während Pego die 10.000 verlor und Teulada-Moraira Gefahr läuft, das zu tun.
Folgende Gemeinden in der Marina Alta verloren 2016 Einwohner: Alcalalí, L’Atzúbia, Benidoleig, Benissa, El Poble Nou de Benitatxell, Castell de Castells, Gata de Gorgos, Llíber, Murla, Orba, Parcent, Pego, Els Poblets, Sagra, Sanet i Negrals, Teulada, la Vall d’Alcalà, la Vall d’Ebo, El Verger, Xàbia y Xaló. Und diese Kommunen legten zu: Beniarbeig, Benigembla, Benimeli, Calp, Dénia, Ondara, Pedreguer, El Ràfol d’Almúnia, Senija, Tormos, la Vall de Gallinera und la Vall de Laguar.
* * *
Jetzt das Warten auf die Zahlen für Anfang 2018. Bekannt bereits: Dénia schaffte 2017 nur 400 neue Einwohner auf 42.500, davon 9.500 Ausländer aus fast 100 Ländern. Vorn: Deutschland mit 1.050, vor Rumänien und GB mit je 950.

Ein echtes Schmankerl bot die Preisverleihung nach dem Silvesterlauf von El Verger: Der einheimische Vizebürgermeister, Ex-Gemeindechef und sozialistische Stadtrat Ximo Coll hielt -vor dem Siegerpodest knieend- um die Hand seiner langjährigen Freundin und Parteigenossin im Stadtrat der Nachbargemeinde Els Poblets an, Carolina Vives. Die Hochzeit soll im Mai stattfinden.

Ein vergleichender Bericht in der spanischen Presse über die Neubautätigkeit in der Marina Alta sah in den ersten zehn Monaten des Jahres Teulada-Moraira mit 110 Häusern und Wohnungen vorn, in geringem Abstand gefolgt von den erheblich grösseren Kommunen Calpe und Dénia mit knapp über hundert, sowie knapp dahinter Jávea. Hier waren es jedoch viel mehr Einzelprojekte mit einer auffallend niedrigen Zahl von Wohneinheiten: 40 für 100 Immobilien in Xàbia, Dénia: 15 Projekte für wenig mehr Wohneinheiten; dazwischen Calpe und Teulada-Moraira mit unter 30 Promotionen)-
Jávea fällt also beim Neubau durch Einzelchalets auf, Dénia (mit einem starken Plus an Wohneinheiten) durch Wohnblocks. Jávea bebaute im untersuchten Zeitraum mit 21.000 die meisten Quadratmeter in unserem Landkreis, vor Calp und Teulada, sowie Dénia mit 15.000 qm abgeschlagen. Das finanzielle Bauvolumen lag (für etwa die gleiche Zahl an Wohnungen) liegt mit 15 Mio Euro in Jávea (das gegenüber dem Vorjahr sogar einen Rückgang verzeichnete) fast doppelt so hoch wie in der Kreishauptstadt. Besonders die Lage in Benissa (Wachstum gegenüber dem Vorjahr) und Benitachell (Rückgang), wo 2017 mit zwei und einem Dutzend nur Einfamilienhäuser gebaut wurden.
Das Hinterland, so die Studie, falle durch ziemlichen Stillstand am Bau auf, mit Ausnahme von Vergel. Insgesamt liegt in der Menge der gebauten Wohnungen die Marina Alta erheblich hinter Gemeinden im Süden der Provinz Alicante.

Die Tabelle aus der spanischen Presse:
Ort / neue Wohneinh. / Gesamtwert in 1.000 E / bebaute qm / Veränderung Wohneinh. ggü. 2016
Teulada-Moraira 108 9.740 21.606 +203%
Calp 105 10.728 19.997 +5,9%
Dénia 101 8.075 15.219 +124,8%
Xàbia 98 15.193 22.672 -51%
Benissa 25 4.842 8.383 +69,9%
El Verger 18 1.114 1.783 +674%
Benitatxell 11 1.718 2.908 -77,5%
Pedreguer-Gata 6 1.089 1.670 -22,5%
Ondara 2 492 1.333 -13,9%
Pego 2 321 447 +29,1%


Ort / Promotionen / Wohneinh. / Wohneinh. je Promotion
Xàbia 40 98 2,45
Teulada 30 108 3,6
Calp 27 105 3,88
Benissa 25 25 1
Dénia 14 101 7,2
Benitatxell 11 11 1
Pedreguer Gata 6 6 1
El Verger 5 18 3,6
Pego 2 2 1
Ondara 1 2 2





















Ein Manifest mit Selbstverpflichtungen in Sachen Sicherheit und Vorbeuge haben acht Gemeinden des Marina-Alta-Kreises unterschrieben: El Poble Nou de Benitatxell, Xàbia, Dénia, Ondara, El Verger, Llíber, Pedreguer und Benissa, also mehr als die Hälfte der Kommunen mit eigener Ortspolizei. Diese Gemeinden umfassen mehr als die Hälfte der rund 200.000 Einwohner der Marina Alta. Bei der Anfang des Jahres 2018 in Kraft tretenden Übereinkunft geht es vor allem um Zusammenarbeit in der Verbrechensbekämpfung, Informationsaustausch, gegenseitige personelle und materielle Unterstützung. Erste Kontakte für diese "Carta de Compromisos" gab es bereits vor sechs Jahren. Ein neues Gesetz der Landesregierung von Valencia sieht mit Beginn 2018 die Bildung überörtlicher Organe für die Kooperation in Sicherheitsfragen vor.

Am Morgen von Heiligabend kam es auf der Bundesstrasse N-332 auf der Höhe von Pedreguer gegen 10 Uhr erneut zu einem Verkehrsunfall. Zwei Menschen wurden verletzt. Die Strasse musste eine Stunde lang gesperrt werden.

Bei einem Einbruch in eine Bar in Ondara hat in der vorletzten Dezemberwoche 2017 die Policía Local des Ortes drei junge Männer aus Alicante mit langem Vorstrafenregister verhaftet, zwei Spanier und einen Ecuadorianer. Sie hatten bei dem Zerstören eines "Einarmigen Banditen" zu viel und zu lange Lärm gemacht.

In der Marina Alta sind rund 12 % der Gebäude (die ländlichen zählen nicht mit) älter als ein halbes Jahrhundert. Sie müssen laut Landes-Gesetzgebung zum "TÜV", der für Gebäude jetzt "Informe de Evaluación de Edificios" (IEE) statt zuvor ITE heisst. Im Land Valencia haben diese Verpflichtung von rund 750.000 Edificios mit 8.000 nur etwas mehr als ein Prozent erfüllt. Die Generalitat will jetzt die IEE anschieben, kündigte aber auch an, Comunidades de Propietarios bei der Erstellung dieses Qualitätsgutachtens für alte Gebäude unterstützen zu wollen.
In unserem Kreis Marina Alta ist jedes achte (gut 30.000 der knapp 245.000) Gebäude vor 1970 errichtet worden, an der Küste durchweg weniger als ein Zehntel (in Calpe nur 7 %), in den grösseren Hinterland-Gemeinden jedes fünfte, in einigen der kleineren Hinterland-Dörfer mehr als die Hälfte (siehe Liste aus der Internet-Zeitung "Marina Plaza" unten. Allerdings: In einem anderen statistischen Zusammenhang wird die Zahl der innerstädtischen Wohnimmobilien von Jávea mit fast 40.000 angegeben).
INMUEBLES URBANOS ANTERIORES A 1970
ALCALALÍ 1.422 394
L’ATZÚBIA 867 93
BENIARBEIG 2.187 363
BENIDOLEIG 1.514 301
BENIGEMBLA 474 260
BENIMELI 371 143
BENISSA 14.918 2.551
BENITATXELL 7.268 654
CALP 41.884 2.429
CASTELL DE CASTELLS 710 408
DÉNIA 63.671 6.685
EL RÀFOL D’ALMÚNIA 951 225
EL VERGER 5.901 1.021
ELS POBLETS 3.457 328
GATA DE GORGOS 5.521 1.684
LLÍBER 1.019 266
MURLA 584 197
ONDARA 5.236 1.031
ORBA 2.316 512
PARCENT 1.094 312
PEDREGUER 7.639 1.444
PEGO 10.597 2.172
SAGRA 524 226
SANET I NEGRALS 689 269
SENIJA 527 351
TEULADA-MORAIRA 16.174 1.682
TORMOS 519 128
LA VALL D’ALCALÀ 224 146
LA VALL D’EBO 589 229
LA VALL DE GALLINERA 849 593
LA VALL DE LAGUAR 649 434
XÀBIA 39.279 2.985
XALÓ 3.561 830

TOTAL MARINA ALTA 243.185 31.346


In dem Hinterlanddoerf Senija bei Benissa wird es auch weiterhin die Stiertreiben-Variante mit Feuer auf den Hörnern geben, das "bous embolats". Dafür sprachen sich in einer Buergerbefragung 64 von 122 Teilnehmern aus. Knapp ein Viertel der gemeldeten Einwohner nahm an der Abstimmung teil.

Die Hinterland-Gemeinde Orba will den seit sechs Jahren andauernden Bevölkerungsschwund um 550 auf knapp 2.100 Bürger stoppen. Zu diesem Zweck wurde die Initiative "Orbe, el pöble on viure" ins Leben gerufen, die entsprechende Webseite funktioniert auch in Englisch:
https://elpobleonviure.com/en/


Die Jäger von Pego haben im Jahr 2017 zwischen 250 und 300 Wildschweinen erschossen, bei einer Treibjagd Anfang Dezember wieder ein Dutzend. Die Policía Local berichtet für den gleichen Zeitraum von 30 Verkehrsunfällen mit Beteiligung von "jabalíes" und empfiehlt den Fahrern besonders Vorsicht auf den Strassen nach Oliva und auf der CV-700 Richtung Vergel, besonders in der Zone zwischen der Urbanisation Monte Pego und dem Feuchtgebiet "Marjal". Besonders hier habe sich die Präsenz dieser Tiere in den letzten Monaten erheblich verstärkt, so das Ayuntamiento von Pego.
Die Jäger fordern die Genehmigung für mehr Treibjagden, vor allem in der Variante des "Gancho", an der nicht mehr als 27 Schützen und Treiber sowie 30 Hunde teilnehmen dürfen, auch über die Zeit von Oktober bis Dezember hinaus.

Zu den 13 gefährlichsten Autobahnabschnitten in Spanien gehören mit einem vierfach über dem nationalen Durchschnitt liegenden Index die AP-7-Teilstrecken Pedreguer-Gata de Gorgos sowie Benissa. Zwischen 2011 und 2015 befuhren rund 15.000 Fahrzeuge pro Tag beide Abschnitte, die je 9 schwere Unfälle mit 15 und 18 Toten zu verzeichnen hatten. Konkret geht es um den Kilometer 613, südlich von der Raststelle "Sant Antoni" (Nr. 13 im spanischen Gefahren-Ranking) und den Kilometer 621 in Höhe der Abfahrt Benissa (Nr. 8).
In der Nachbarprovinz befinden sich weitere 4 der 40 gefährlichsten Autobahnpunkte von Spanien und in Castellón einer. Damit wird die Comunitat Valenciana in Sachen Autobahn-Gefahrenpunkte in Spanien nur von Galicia und Katalonien übertroffen.
Die Daten wurden präsentiert von der Vereinigung der Automovilistas Europeos Asociados (AEA), die feststellte, dass es auf beiden Teilstücken keinen Radar gebe. Die spanische Regierung hat sich noch nicht festgelegt, ob die Konzession für die Autobahn AP-7 über das Jahr 2019 hinaus verlängert wird. Die Oppositionspartei EU will der spanischen Regierung im Bundestag unbequeme Fragen zum Thema stellen und Sicherheitsverbesserungen für die AP-7 in der Marina Alta fordern, sprich: die Installation von Radaren.

Jetzt stimmen auch in dem Örtchen Senija bei Benissa die Bürger (600 sind registriert) darüber ab, ob die Variante «bou embolat» des Stiertreibens bei den Ortsfiestas ab, jener Variante mit Fackeln auf den Hörnern also. Abgestimmt wird bis zum 14. Dezember, im Rathaus oder via Internet. Im vergangenen Jahr stimmte Pedreguer, die "Kathedrale des Stiertreibens in der Marina Alta", mit knapper Mehrheit für die Abschaffung des "bou embolat". In vier weiteren Gemeinden ordneten die Bürgermeister die Abschaffung dieser Stiertreiben-Variante aus Tierschutzgründen an: Jávea, Benitachell, Ondara und Jalón.

Aus dem Gorgos-Flussbett bergen musste die Feuerwehr am Mittwoch, 29. November 2017, einen 83-jährigen britischen Autofahrer in der Hinterlandgemeinde Xaló. Der Mann war aus noch ungeklärter Ursache gegen 10 Uhr von der Brücke abgekommen. Die Feuerwehr rückte mit Fahrzeugen aus Dénia und einem von der neuen Zweigstelle in Benissa an.





















Bei der Bolumini-Höhle auf der Sierra de Segària bei Pedreguer musste die Feuerwehr am Samstag Mittag, 25. November 2017, unter Einsatz eines Hubschraubers eine 60-jährige französische Ausflüglerin bergen. Sie hatte auf schwer zugänglichem Gelände einen Schwächeanfall erlitten.
Fast gleichzeitig bargen die "bomberos" in Llíber bei Benissa einen Hund aus einem acht Meter tiefen Brunnen. Das Tier hatte sich trotz des tiefen Sturzes keine Verletzungen zugezogen.

Die Restaurants "El Rodat" in Xàbia und "Audrey's" in Calp haben jetzt ihren ersten Michelín-Stern erhalten. Rodat-Chef Nazario Cano ist vor allem bekannt für seine "Details asiatiatischer Fusion", wie die spanische Presse schreibt, und Rafa Soler vom Audrey´s in Calpe für seine moderne Küche auf mediterraner Basis. Mit diesen beiden Sternen klettert die Provinz Alicante im Guide Michelin 2018 auf ein Dutzend: 3 für Quique Dacosta in Dénia, je 2 für Kiko Moya vom L'Escaleta in Cocentaina und Alberto Ferruz im BonAmb von Xàbia sowie je einer für Monastrell (Alicante), La Finca (Elche) und Casa Pepa in Ondara. Im kommenden Jahr stellt also die Marina Alta 8 der 12 Michelin-Sterne der Costa Blanca.
In den jetzt mit elf Restaurants bevölkerten 3-Sterne-Olymp von Spanien sind "Aponiente" in Puerto de Santamaría (Cádiz) und "ABaC" in Barcelona aufgestiegen.

Der Golfplatz La Sella hat eine Windmühle aus dem 18. Jahrhundert wieder her, die sich zwischen den Löchern 4 und 5 befindet, wieder hergerichtet und funktionstauglich gemacht. Zum 27. Gebursttag des Golfplatzes drehten sich die Räder der Mühle mit der typischen Architektur der Marina Alta nach vielen Jahren zum ersten Mal.

Ein Bogenschütze und eine Ziege sind die Motive von neuen Höhlenmalereien, die jetzt im Barranc de la Canal auf dem Gebiet der Hinterlandgemeinde entdeckt wurden. Ganz in der Nähe hatten drei Pegolinos die erste Gravur entdeckt. Fachleute haben das Alter der Jagd-Darstellungen auf rund 8.000 Jahre geschätzt.
Die Gemeinde will die Malereien als lokales Kulturgut einstufen lassen, um eine genau Untersuchung vornehmen lassen zu können. Die Zeichnungen sollen in den Computer übertragen werden, um sie mit anderen Funden in der Region und anderswo zu vergleichen. Die bisher entdeckten 200 Höhlenmalereien in der Region dürften nach Meinung der Experten nicht die letzten bleiben. Die genauen Fundorte werden nicht veröffentlicht.

Von einem 50 Meter tiefen Sturz eines Pkw in der ersten Novemberwoche 2017 von einer schlecht gesicherten Strasse in der Urbanisation Monte Pego bei Pego berichtete jetzt die spanische Zeitung Información. Der Fahrer hat wie durch ein Wunder überlebt. Die Zeitung griff zu dieser Gelegenheit die Kritik zahlreicher Anwohner an dieser "unfertigen" Urbanisation von 1.300 Häusern auf: Die Infrastrukturen seien defizient, etliche Strassen seien gefährlich und werden von den zuständigen Gemeinden Pego und Denia deshalb nicht abgenommen, die zuständige Promotionsfirma komme in dieser Hinsicht ihren Verpflichtungen nicht nach. Die Leidtragenden seien die Anwohner, sie die Bürgervereinigung Pro Monte Pego.

Die Trinkwasserfirma Aqualia beginnt im November mit den Arbeiten an der Erneuerung von 2,3 Kilometern Trinkwasserleitungen in den Zonen Barranquets und Sorte de la Mar von Els Poblets. Die Kosten betragen 300.000 Euro. Insgesamt, so die Firma, sieht ihr Investitionsplan über die letzten sieben Jahre Ausgaben von insgesamt sechs Millionen Euro in der Verbesserung der Wasser-Infrastrukturen vor.
Im Dezember steht dann die Verbesserung der Trinkwasseranlage vor, so dass bei Havarien die Funktionsausfälle so kurz wie möglich sind. Ausserdem wird in der Anlage eine neue Pumpe installiert, die diese bei starken Regenfällen vor Überschwemmungen schützen soll. Zudem werden Druckmesser und Sand- und andere Filter ausgetauscht.

Die Senkung des kommunalen Hebesatzes der Immobiliensteuer IBI um 4,5 % von 0.70 auf 0.67 hat für das kommende Jahr das Gemeindeparlament von Ondara beschlossen. Damit soll die jährliche Steigerung von durchschnittlich rund 10 % teilweise kompensiert werden, die sich aus der 2013 auf zehn Jahre beschlossenen Katasterreform ergibt. 2016 wurde der Hebesatz um 9 % von 0.80 auf 0.73 gesenkt und im laufenden Jahr um 4 % auf 0.70.
Die oppositionelle PP hatte für 2018 eine Senkung um 10 % auf 0.63 gefordert. Die Ondarenser Regierungskoalition von PSOE und Compromís hielt dagegen, dass mit der beschlossenen Senkung ein Zehntel der 5.000 Häuser und Wohnungen 2018 weniger bezahlen wird als 2017. Bei 80 % der Immobilien beträgt die Steigerung weniger als 25 und nur bei 200 Häusern mehr als 50 €.

Das nach dem Brunnen Corralet II bei Benichembla (für Benissa, Senija und Benigembla) nächste Trinkwasserprojekt der Provinz Alicante in der Marina Alta ist ein bereits genehmigter Brunnen in Alcalalí für 400.000 Euro. Ausserdem werden 800.000 Euro in die Wassernetze von Xaló, Llíber, Gata de Gorgos, Benimeli und Beniarbeig investiert, um die hohen Wasserverluste erheblich zu senken. Schliesslich wird die Filtrierungsanlage von Parcent modernisiert, die für die Gemeinden Alcalalí, Xaló und Llíber zuständig ist.





















Im Bauausschuss des spanischen Parlaments-Unterhauses hat das zuständige Ministerio de Fomento bestätigt, dass in absehbarer Zeit nicht an die seit vielen Jahren geforderte Zugverbindung zwischen Dénia und Gandia gedacht ist: kein Zeitplan gesetzt, kein Haushaltsposten eingerichtet, so die Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. Nach langen Jahren leerer Versprechungen, so die Opposition, jetzt allerdings mit einer offiziellen Begründung, so schwach sie auch sei: Zunächst müsse im Bahnabschnitt zwischen dem nördlich gelegenen Cullera und Gandia eine Gleisanpassung stattfinden, für die ebenfalls kein Zeitplan genannt wird. So liegt der sogenannte Küstenzug im Abschnitt Dénia-Gandia auf Eis, obwohl ds Projekt steht, seit Monaten aber auf den Abschluss einer "Umweltverträglichkeitsstudie" wartet.

Die Leitung des Naturparks Pego-Oliva will den Bootsverkehr auf den Flüssen Bullen und Racons begrenzen, um das Eindringen ortsfremder Spezies wie der Wandermuschel zu verhindern oder wenigstens zu begrenzen. Die Parkverwaltung glaubt, dass diese Boote die für das ökologische Gleichgewicht des Feuchtgebietes gefährliche "mejillon cebra" einschleppen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Diese sind sehr anpassungsfähig und haben schon in anderen Küstenregionen wie im Ebro-Delta oder den Flüssen Júcar oder Segura grossen Schaden angerichtet und teure Säuberungsaktionen notwendig gemacht.
Ein Ausschuss mit Vertretern der Stadt Pego, der Tourismusindustrie und Umweltexperten soll sich um Kontrolle und Überwachung des Feuchtgebietes auf investive Spezies kümmern.

Mit einem Brustkrebsfall auf tausend Einwohner liegt der Marina-Alta-Kreis doppelt so hoch wie das nationale Mittel für Spanien. Jedes Jahr registriert die öffentliche Gesundheitsverwaltung von Dénia 150 neue Fälle, so die Zeitung "Marina Plaza". Der Grund dafür ist der hohe Anteil älterer ausländischer Bevölkerung in dieser Region, die zu einem erheblich höheren Anteil von Brustkrebs betroffen ist als die durchschnittlich weitaus jüngere spanische. Allerdings ist auch die sogenannte Überlebensquote in der Marina Alta höher als im nationalen Mittel, so das Landes-Gesundheitsamt, lobt sich für seine spezifischen Vorbeuge- und Früherkennungsprogramme und weist auf die enge Zusammenarbeit mit der Krebshilfe-Organisation AECC hin.

Ein 50-jähriger Motorradfahrer verlor in der dritten Oktoberwoche bei einem Unfall auf der Autobahn AP-7 in der Höhe von Gata de Gorgos sein Leben. Er war aus noch ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abgekommen. Sein Tod wurde noch vor Ort festgestellt.
Mehr Glück hatte ein 18-jähriger Mofafahrer aus Ondara, der mit seinem Fahrzeug morgens um 9 Uhr von der Landstrasse CV-700 zwischen El Verger und Pego abgekommen und in den Strassengraben beim Feuchtgebiet gestürzt war. Die Feuerwehr wurde angerufen, weil man zunächst davon ausging, dass das Unfallopfer eingeklemmt sei. Schliesslich blieb es bei einem gebrochenen Arm, und der Mofafahrer konnte noch am selben Tag das Krankenhaus wieder verlassen.

In einer Bürgerbefragung haben die Anwohner von Gata de Gorgos mit grosser Mehrheit gegen den bestehenden Fahrrad- und Fussweg nach Jesús Pobre gestimmt und für die Wiedereinführung des Autoverkehrs in beide Richtungen. Weder Bürgersteig noch Radweg solle die Strasse bekommen, so das Bürgervotum nach "Mou-te per Gata», einem Seminar-, Vortrags- und Beteiligungsprogramm, das vor allem den Menschen die Vorzüge der Fortbewegung unter möglichst wenig Nutzung des Autos nahebringen wollte. Von 460 Stimmen entfielen 300 auf die Option Autoverkehr in beide Richtungen, und für die Beibehaltung von Fuss-/Radweg nicht einmal 90. Das berichtete die Zeitung Información.

Die Gemeinde Ondara nennt -auf Initiative des Vereins "Ocell"- ihre wichtigsten Gebäude nach illustren Ortskindern: das Auditorium nach Tenor Valeria Gil, der in den USA arbeitete und starb, die Casa de Cultura nach dem Maler Miguel Vaquer, der Kindergarten nach Joaquin Gavilà, der beliebtesten Lehrerin, das Centro Social nach der Tänzerin Trini Reyes, der Prado nach dem modernen Künstler Lluís Bru, der Trinquete nach dem Pelotari Peris d´Ondara. Die Oppositionspartei PP stimmte mit Nein, weil sie glaubt, dass weitere Bürgervereinigungen an de Namensfindung hätten beteiligt werden sollen.

Vier Seglerinnen eines Teilnehmerteams an der Regatta Ibiza-Denia am ersten Oktoberwochenende mussten aus dem Wasser gefischt werden, nachdem sie von Bord gefallen waren. Das Ungewöhnliche: 3 Seglerinnen wurden sofort geborgen, die vierte jedoch bei aufkommendem Seegang zunächst aus dem Auge verloren. Nach einer Stunde wurde dann die Regatta abgebrochen, damit sich alle Bemühungen auf die Suche nach Sonia Mengod konzentrieren konnten, bei der nun such die Küstenwache das schwere Besteck auffuhr. Die Suche u. a. mit Hubschrauber war schließlich erst nach sieben Stunden erfolgreich, kurz vor Einbruch der Dunkelheit.

Die Bürgermeisterin von Gata de Gorgos, Magda Mengual (Compromís), hat dem Baustadtrat ihrer Koalition die Kompetenzen entzogen, Jaume Monfort (Podemos). Ihm wurde vorgeworfen, bei einem Bauprojekt 2015 Irregularitäten begangen zu haben. Diese sollten jetzt bei einem Treffen mit städtischen Fachleuten angesprochen und nach Möglichkeit geklärt werden. Monfort habe sich geweigert. Der Regierungspakt von Gata de Gorgos sei dadurch nicht in die Brüche gegangen, bestehe fort, so die Bürgermeisterin.
Die Anzeige eines Privatmannes hatte das Bauamt auf die Spur seines Architekten gebracht. Dieser habe im Rathaus einen Plan eingereicht, der nicht dem eingereichten Projekt entsprach, sondern dem Ergebnis der Arbeiten, so die spanische Presse.


Die Gemeinde Ondara richtet mit 45.000 Euro von der Provinz Alicante die Wege Tossals und Carretera im Süden der Gemeinde her.





















Das Rathaus von Ondara hat mehrere Massnahmen getroffen, um die gefährliche Kreuzung der Strassen Rei Jaume I und Botànic Cavanilles zu entschärfen: Die Geschwindigkeitsbegrenzung wurde von 30 auf 20 Km/h herabgesetzt, dabei helfen Bremshügel, die -über Stoppschilder geregelte- Vorfahrt ist von der Botanic Cavanilles auf die Rei Jaume I übergegangen. Die Auszeichnung wurde erneuert, an den Ecken soll in Zukunft nicht mehr geparkt werden können, was der Überschaubarkeit der Kreuzung dient.

Rafael Llodrà (PSOE), Bürgermeister der Hinterlandgemeinde Vall d´Ebo, ist am Samstag, 23. September 2017, nach langer Krankheit im Alter von 53 Jahren gestorben. Llodrá war seit zehn Jahren Bürgermeister seiner Gemeinde, von wo aus er jeden Tag zur Arbeit am Gericht nach Gandia fuhr.

Eine 40-Jährige aus El Berger fuhr am Montag Mittag, 18. September 2017, auf der alten Strasse Ondara-Dénia frontal gegen einen Baum. Sie verstarb noch am Unfallort, bei der Fusta-Brücke; von ihrem Fahrzeug blieb nur ein Blechhaufen.

Im Industriegebiet Galgues von Pedreguer wurde am Montag, 18.September 2017, ein 37-jähriger rumänischer Arbeiter schwer verletzt, als er beim Abladen von Fenstern von einem 1,2 Tonnen schweren Paket getroffen wurde. Er trug mehrere Brüche und weitere Verletzungen davon.

Mit einer Landes-Subvention von 40.000 Euro soll in der Hinterland-Gemeinde Orba der Turm des Castellet vor dem Ruin bewahrt werden. Zusätzlich zu den als "Notmassnahme" deklarierten Erhaltungsarbeiten sollen archäologische Erkundungen vor Ort Hinweise darauf zutage fördern, aus welchem Jahrhundert dieser Turm denn nun stammt. Er könnte sogar aus den ersten Jahren der christlichen "Reconquista" durch Jaume I im 13. Jahrhundert stammen.
Das Projekt von Orba ist eine von 30 Fördermassnahmen der Generalitat zur Erhaltung des Kulturschatzes im Land Valencia.

Die Guarcia Civil hat eine fünfköpfige Bande von Bulgaren und Litauern verhaftet, der fünf Einbrüche in eine Werkstatt und Wohnungen in Vergel, Benissa und Teulada zur Last gelegt werden. Dabei scheiterte ein zusätzlicher Autodiebstahl an Benzinmangel. Beim Einbruch in die Werkstatt im Industriegebiet von Teulada wurden die drei Männer aufgezeichnet, einer von ihnen wiedererkannt, weil er wegen Taschendiebstahls schon einmal verhaftet worden war. Er wurde bei einem "besetzten" Haus in Teulada verhaftet. Kurz darauf gingen der Polizei zwei Frauen ins Netz, denen Hehlerei vorgeworfen wird.
Das Quintett wurde dem Haftrichter vorgeführt und sofort wieder -unter Auflagen- auf freien Fuss gesetzt.

Seit seiner Geburt in Dénia im Spanischen Bürgerkrieg wird der spätere gastronomische Botschafter der Marina Alta und ihrer Hauptstadt, Pepe Piera "El Pegolí", der Pegoliner. Von dort waren seine Eltern gekommen und hatten das heute berühmte Strandlokal in Las Rotas so genannt. So verdient hat sich "El Pegolí" um die regionale Gastronomie und den Export ihrer Produkte (z. B. die Gamba Roja) gemacht, dass er jetzt von der Gemeinde Pego zum "Adoptivsohn" ernannt wird. Rund ihm diese Feiern Mitte September findet ihm und dem Pegolliner Feuchtgebiet-Reis "Bomba" zu Ehren eine Gastronomiewoche statt, von der Ernte bis zum Showcooking.

Die Guardia Civil hat in El Verger einen 37-jährigen Spanier verhaftet, der einer Obsthandelsfirma in Pego Geld für 18 Tonnen nicht gelieferter Orangen abgeknöpft hatte. Zunächst hatte er Empfangsquittungen gefälscht, später sogar einen Block mit Blanko-Quittungen gestohlen. Der Mann wurde unter Auflagen freigelassen und wartet nun auf seinen Prozesstermin.

Die Feuerwehr musste im Ortsteil Fleix der Hinterlandgemeinde Vall de Laguar einen Mastín-Hund unter dem Wohnwagen eines 80-jährigen deutschen Ehepaares hervorholen, der dort eine ganze Nacht lang festgesessen hatte. Das Tier hatte sich derart mit seiner Kette unter dem Wohnmobil verheddert, dass die Deutschen es nicht mehr befreit bekamen und am nächsten Morgen bei der Feuerwehr um Unterstützung bitten musste.





















Ein 57-jähriger britischer Wanderer erlag im Barranco del Inferno bei der Hinterland-Gemeinde Vall de Laguart am Mittag des Donnerstag, 24. August 2017, einem Herzinfarkt. Er war mit seiner Tochter unterwegs. Die erste Wiederbelebung bei Fleix gelang, so auch die Evakuierung mit dem Hubschrauber von Fleix nach Orba. Aber eine erneute Herzattacke kurz darauf überlebte der Mann nicht.

Mittags um 14 Uhr ging ueber 112 der Notruf zweier 27-jähriger Engländer vom Montgó bei Dénia ein. Sie waren "platt", wiesen beginnende Symptome eines Hitzschlags auf, einer der beiden hatte sich übergeben muessen. Sie hatten kein Wasser dabei, einer lief mit nacktem Oberkörper, mittlerweile arg verbrannt, beiden fehlte passendes Schuhwerk für eine Bergwanderung und die Orientierung. Bei der Rettung wurde ein Hubschrauber eingesetzt.

Am Montag Mittag musste die Feuerwehr eine Ausflüglerin aus dem Segaria-Berg bei Ondara retten, weil sie einen Hitzschlag erlitten hatte. Ihre Ausrüstung stimmte, so die spanische Presse (aber die Uhrzeit bei den derzeitigen Temperaturen eher weniger: 14 Uhr). Die Frau war alleine unterwegs und konnte die Rettung 112 anrufen und ein Foto von ihrer Position schicken, weil sie nicht mehr weiter konnte. 4 Feuerwehrleute brachten ihr zu trinken und dann die Mittags-Wandererin zu ihrem Auto zurück.

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